Dienstag, 16. Juli 2013

Snaefellsnes 2

Der gestrige Abend klang wieder ähnlich aus wie der vorherige. Ich könnte mich eindeutig an so einen Pool gewöhnen.

Das Aufsteh-Frühstücks-Losfahr-Prozedere ähnelte sehr dem von gestern Morgen.
Da das Wetter sehr regnerisch aussah und wir gestern nicht ganz wenig gegangen sind, haben wir den Beschluss gefasst, den Ostteil der Halbinsel zu umfahren, dann in die Richtung des Westendes und wieder zurück zum Cottage zu fahren. Ein paar Punkte waren als Foto-Option direkt eingeplant und den Rest sieht man eh zu gegebener Zeit.

Also ging es los nach Stykkisholmur. Das Wetter blieb konstant nass, aber dort haben wir am Hafen gepark, haben uns das Örtchen ein wenig angeschaut und sind auf den vorgelagerten Felsen gegangen. Zu meiner Freunde haben wir es dort auch direkt geschafft Papageitaucher zu sehen. Die finde ich einfach total niedlich. Die Sicht war trotz des Nieselregens auch gut und man konnte die nördlichere Halbinsel sehen.

Anschließend sind wir über einige Scenic Routes in Richtung Olafsvik gefahren. Zwischendurch haben wir zwar ein paar Foto-Stopps gemacht, aber zum Rumlaufen war es uns zu dann doch zu nass. Die Gegend ist aber auch mit Nässe wirklich großartig und sehenwert.

Im Auto haben wir dann beschlossen, dass es doch sehr praktisch wäre, bei dem etwas verhaltenen Wetter in eine Lavahöhle (Vatnshellir) zu gehen. OK, Lavahöhhle heißt in dem Fall, dass dort mal Lava durchgeflossen und nun ziemlich hohl und sehenswert ist. Wir haben es auch geschafft, direkt zur nächsten Führung um 16:00 Uhr da zu sein. Der Eintrittspreis wirkte absolut ok, so dass wir zugeschlagen haben. Wir wurden mit Taschenlampe und Helm ausgestattet und dann ca. 45 Minuten von einer Isländerin durch die Höhle geführt. Solche Höhlen finde ich absolut spannend. Ich hätte da noch locker mehr Zeit verbringen können.

Als wir wieder herauskamen, waren wir überrascht, wie warm es draußen eigentlich im Vergleich zu der 6-8°C kalten Höhle eigentlich war. Mittlerweile hatte es das Wetter auch geschafft, ansprechender zu werden und zwischenzeitlich kam sogar die Sonne raus. Und da in der Nähe noch ein paar Schlote von ursprünglichen Vulkanen aus der Erde schauten (Londrangar), sind wir noch dahin gegangen und haben sie von außen betrachtet.

Neben der Hauptstraße gibt es noch einen Pass von etwa Arnarstapi nach Olafsvik. Diese Passstraße führt zwischen verschiedenen Bergen und an dem Gletscher Snaefellsjökull vorbei. Kosh wollte den Weg unbedingt mal fahren, so dass wir das bessere Wetter noch genutzt haben, um dort rüber zu fahren. Die Aussicht war absolut genial und atemberaubend. Auch von der Strecke war es manchmal eher atemberaubend, weil es doch sehr spannend ist, wenn die Schneefelder links und rechts von der Straße höher als das Auto sind. Den Gletscher selbst haben wir leider noch immer nicht sehen können, da der, wie schon konstant in den letzten Tagen, von Wolken verhangen war.

Als wir dann zur Hütte zurückkamen, war es auch bereits 20:15 Uhr und unser hunger war nicht gering. Also haben wir uns Essen gemacht und direkt beschlossen, nach dem Essen wieder im Pool zu entspannend.

Morgen geht es zurück nach Reykjavik, womit wir dann auch den Vortag zur 4-Tageswanderung erreicht haben werden.

Montag, 15. Juli 2013

Snaefellsnes 1

Der gestrige Abend verlief wie geplant, gemütlich im 39°C waremn Whirlpool, Blick auf das Meer und leichter Regen in den Haaren. Das war unglaublich entspannend und ein perfekter Tagesausklang. Gegen 0:00 Uhr bin ich dann auch ins Bett gefallen, während es noch ziemlich hell war.

Die Nacht war semi-erholsam. Die Vögel haben die gesamte Nacht über gepiept. Prinzipiell ist das ja nett und toll, aber etwas mehr Ruhe in der Nacht wäre schon nett gewesen.

Nach einem gemütlichen Frühstück mit dem Kennenlernen verschiedener isländischen Spezialitäten sind wir gegen 10:00 Uhr losgekommen. Das Ziel war eine Rundfahrt über die Snaefellsnes-Halbinsel, wobei wir uns auf den Kreis um den Snaefellsjökull konzentriert haben. Das Wetter was nicht sonderlich vielversprechend, da es bei uns weiterhin geregnet hat. Aber davon lassen wir uns natürlich nicht abholen.
Also ging es erstmal nach Olafsvik, wo wir zunächst einiges Essen eingekauft haben.

Im Norden der Halbinsel war das Wetter nicht allzu regnerisch. Und selbst wenn es regnerisch gewesen wäre, hätten wir uns nicht von unseren Fußwegen abbringen lassen.
Der erste kürzere Fotohalt war an der Nordküste, irgendwo bei Skarthsvik. Auf die Sonderzeichen verzichte ich hier übrigens, da das zu nervig wird, die entsprechenden Sonderzeichen zu suchen.

Weiter ging es dann an die Nordwest-Spitze der Insel. Dort war auf einer Karte ein überschaubarer Weg eingezeichnet, den wir folgen wollten. Wir sind dann auch eine ganze Weile einem ungekennzeichnetem Weg über Lavafelder mit Lavasteinen und Löchern unterschiedlichster Größe gefolgt. Das war doch arg beschwerlich, so dass wir nach ca. 1 km beschlossen haben, wieder an die Straße und dort zum Auto zurückzugehen. Die Strecke war trotzdem genial. Dieses Lavafeld direkt an der Steilküste war schon imposant und die Umgebung sowieso.

Zurück auf der Hauptstraße haben wir noch spontan Halt am Saxholl gemacht. Das ist ein Ex-Vulkan mit kaputtem Kegel, der auch als Steinbruch genutzt wurde. Die 109 m sind wir schnell hochgegangen, um die Caldera und Umgebung anzuschauen. Die Landschaft ist hier echt absolut großartig. Das kann man gar nicht oft genug sagen ;)

Anschließend ging es weiter zu unserem eigentlichen Planhalt: Djupalon. Dort sind wir dann nach Dritvik und wieder zurück gewandert. Abgesehen von der weiterhin genialen Landschaft haben wir dort einen Polarfuchs beobachten können.

Der nächste Stopp war in Hellnar. Von dort kann man genütlich an der Küste entlang nach Arnarstapi gehen. Das haben wir natürlich auch gemacht. Auf dem Rückweg gab es dann in einem großartigen Cafe noch Waffeln bzw. Schokotorte.

Am Ende sind wir noch in Arnarstapi herumgewandert, um noch einige besondere Stellen an der Küste anzuschauen.

Den Abend haben wir mit selbstgekochten Fisch, Wein und natürlich unserem heißen Pool ausklingen lassen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass diese gesamte Umgebung auch bei dem teilweise sehr wolkigen Wetter unglaublich genial ist.

Die GPS-Tracks lade ich hoch, sobald ich wieder zu Hause bin.

Sonntag, 14. Juli 2013

Island - Ankunft

Es ist Sommer und da das Wetter hier gerade schön ist, fliegen wir in eine etwas kältere und wettertechnisch nicht allzu stabile Region: Island.
Angekündigt sind so grob 8-12°C und gemischtes Wetter. Konkret kann man die Vorhersage für Island eigentlich vergessen, da sich das eh stets und ständig ändert.

Es ging los damit, dass wir gemütlich um 04:15 Uhr aufstehen durften. Um 5 Uhr wurden wir abgeholt und mussten uns am Flughafen direkt einchecken. Eigentlich hatten wir die Hoffnung, dass wir Web Check-In bei Icelandair machen können. Das ging aber aus irgendwelchen ominösen Gründen nicht. Der Check-In verlief problemlos, sehr fix und die Dame war auch sehr nett. OK, wir mussten unsere großen Wanderrucksäcke am Sperrgepäckschalter abgeben, obwohl wir das mit den Rucksäcken noch nie mussten, aber das machte auch nichts. Von Ankunft am Flughafen bis zum Eintreffen am Gate haben wir ca. 30 Minuten gebraucht. Das ging erstaunlich fix.
Im Flugzeug angekommen waren wir sehr erstaunt, dass es ein Personal Inflight Entertainment System gab. So haben wir nicht, wie geplant, Schlaf nachgeholt (die 3 Stunden in der Nacht reichten irgendwie nicht). Ich habe mir Skyfall angeschaut und Julia hat sich den Hobbit noch mal gegeben. Der Flug war klasse und dass es kein Essen geben würde, wußten wir schon vorher. Kurz vor Island lichtete sich die geschlossene Wolkendecke, so dass man zumindest durch die Löcher in der Wolkendecke schon mal einen Blick auf Island erhaschen konnte.

In Keflavik wurden wir von Ranwen, Kosh und Alca am Flughafen abgeholt. Sehr faszinierend ist, dass wir tatsächlich alle zusammen mit unserem Gepäck in einen Passat Kombi passen.
Grundsätzlich stand für heute die Fahrt nach Snaefellsnes auf dem Plan. Dort haben wir eine Hütte in Hof vorgebucht, die wir möglichst bis 21:00 Uhr beziehen sollten.

Da es erst 9:20 Uhr Ortszeit war, sind wir allesamt erstmal zum Frühstück zu einem Bäcker in Reykjavik gefahren. Beim Bäcker gab es unglaublich leckere Süßsachen. Ranwen und Kosh haben uns dann erstmal aufgeklärt, dass die Isländer definitiv süß können. Das kommt mir kleinem Leckermäulchen sehr zu pass. Dort haben wir auch direkt gemerkt, dass man doch recht viel mit einer gewissen Interpretation lesen und verstehen kann.
Nach einem kurzen Tankstopp sind wir dann aus Reykjavik herausgefahren. Auf der Strecke gab es viel zu sehen und so mussten wir auch diverse Foto-Stopps wahrnehmen. Somit haben wir schon viel geniale Landschaft, Wasserfälle und Basaltsäulen gesehen und fotografiert.
Gegen 18:30 Uhr sind wir dann im Quartier angekommen. Eigentlich ist die Strecke von Keflavik nach Hof nicht wirklich weit, aber die Straßen sind nicht so überragend, die maximale Geschwindigkeit ist auf 90 km/h beschärnkt und die Fotostopps mit einigen Schritten dort nehmen durchaus Zeit in Anspruch. Wir sind ja aber auch nicht zum Fahren hier, sondern zum Angucken der Landschaft.

Die Hütte ist absolut genial. Eigentlich ist die für bis zu 10 Leute gedacht und somit ist das zu fünft sehr angenehm. Da ein kleines Stück entfernt Robben rumliegen sollten, haben wir uns auf den Weg zu dem entsprechenden Strand gemacht. Der Weg ging über Stock und Stein, am Strand entlang und wir wurden vorher darauf hingewiesen nicht direkt zu gehen, da es 1. sehr feucht ist und 2. noch die Brutsaison ingange ist. Somit sind wir gemütliche 4 km in guten 1,5 h gegangen und haben dabei viele Fotos gemacht, Robben angeschaut und uns von einigen Vögeln so halb angreifen lassen, da wir anscheinend in deren Nestnähe waren.

Jetzt gibt es erstmal Essen und anschließend werden wir unseren privaten Whirlpool mit Blick auf das Meer nutzen. Das ist zumindest der Plan. Schauen wir mal, wie das im Endeffekt wirklich aussieht.

Freitag, 8. März 2013

Kühlungsborn Zusammenfassung

Wer die letzten beiden Einträge gelesen hat, ist bestimmt davon ausgegangen, dass ich wieder täglich berichte. Dem ist nicht so. Das liegt an zweierlei Sachen:
1. Ich hatte im Urlaub keine Zeit, täglich die Berichte zu schreiben. Das mag etwas albern klingen, aber ich musste Bücher lesen. Zwingend.
2. So aktiv und unterschiedliche waren die restlichen Tage eigentlich nicht. Und das kann man eben auch kurz zusammenfassen.

Da Julia am Dienstag Mitten am Tag eine Massage hatte, mussten wir wohl oder übel einen sehr ruhigen Tag haben. Tragisch. So sind wir nur zu einem kurzen Spaziergang gekommen. Und natürlich dem obligatorischen Eis. Das Abendessen war auch wie gewohnt gut.

Mittwoch haben wir uns tatsächlich mal etwas mehr vorgenommen und wir sind in den Zoo Rostock gefahren. Unser letzter Besuch war im August 2007 und da waren wir natürlich gespannt, was sich jetzt alles geändert hat. Einerseits hat sich natürlich der Eintritt nach oben bewegt. Aber das ist auch logisch, wenn man einerseits nicht mehr als Student reinkommt und andererseits 5,5 Jahre vergehen.
Ganz neu und groß ist das Darwineum. Dort gibt es sehr schön anschaulich die Entstehung der Erde und des Lebens. In diesem Darwineum sind jetzt die Menschenaffen untergebracht. Das fand ich sehr schön zu sehen, da sie vor 5 Jahren halt noch die uralten Käfige hatte, wie sie vor einigen Jahrzehnten normal waren und haben für das neue Gehege gesammelt.
Ansonsten gab es nicht allzu viele Veränderungen in dem Zoo. Natürlich schon die eine oder andere Modernisierung und so. War also gut. Einen Pluspunkt bekommt der Zoo übrigens für einige Texte, die an Problemzonen angebracht sind. Zum Beispiel ist der Bärenfelsen mittlerweile auch hoffnungslos veraltet. In den 60ern war sie aber topmodern und state of the art. Das sie sich dieses Problems bewußt sind, haben sie aber halt explizit rangeschrieben. Über Sinn und Unsinn der Zootierhaltung, soll hier natürlich wieder mal nicht geschrieben werden ;)
Am Abend mussten wir wieder zum Italiener gehen und weitere Punkte von der Karte probieren. Das war wieder mal ein absoluter Traum. Auch der Nachtisch ist dort genial.

Donnerstag wurde es dann kühler und somit haben wir dann wieder unseren Tagesspaziergang gemacht. Aber der Wind war schon ziemlich kühl und die Ostsee war doch gut kappelig. Abends waren wir dann noch in einem anderen Restaurant (Vielmeer) direkt am Jachthafen. Auch dort gibt es jede Menge leckeres Essen, ist allerdings dafür etwas hochpreisiger.
Spannend war, dass am Nachmittag eine Servicekraft vom Hotel vorbeikam und uns noch ein kleines Blumentöpfchen überreicht, in dem Pflanzensamen sind. Als kleines Dankeschön, dass wir da waren. Fand ich großartig.

Am Freitag hieß es dann wieder zurückzufahren. Das Frühstück haben wir noch richtig genossen und haben uns dann langsam auf den Heimweg gemacht. Zum Abschied gab es hier auch noch ein kleines frisches Brot. Also das Travel Charme Hotel Ostsee Kühlungsborn kann ich absolut empfehlen.

Fazit: Großartiger Urlaub, endlich wieder ne Menge Bücher weggelesen bekommen und das Essen war einfach glorreich.
Ein paar Fotos gibt es hier.

Montag, 4. März 2013

Ost - West - Jachthafen

Es ist Montag. Für gewöhnlich sind Montage ja oft eher etws unkooperativ. Hier im Urlaub können wir das jetzt nicht unbedingt bestätigen. Zunächst wurden wir mit Sonnenschein geweckt. Gut gelaunt ging es zum Frühstück, wo wir dann viele schwerwiegende Entscheidungen zu treffen hatten. Die Tischwahl mit Blick auf die Ostsee war trivial. Aber anschließend mussten wir uns beim Frühstücksbüffett entscheiden. Nimmt man Rührei oder Spiegelei? Und was soll alles mit in das Rührei rein? Denn es wird ja schließlich direkt frisch zubereitet und dementsprechend kann man auch Käse, Schnittlauch, Zwiebeln, Pilze, Tomaten, Kochschinken, usw. in das Rührei integrieren lassen. Auch bei der Wahl der verschiedenen süßen und salzigen Beläge mussten wir ja auch ein wenig auf die maximale Kapazität unserer Mägen Rücksicht nehmen. Frisch zubereitetes Obst gab es auch jede Menge und natürlich stellte sich dann zum Abschluss die Frage, ob nun noch ein süßes Gebäckstück oder ein Pfannkuchen das Rennen macht. Der Pfannkuchen hat im
Endeffekt gewonnen, allerdings schloss sich dort ja wieder ein Entscheidungsbaum an, indem man entweder von den süßen Aufstrichen etwas nehmen konnte oder alternativ Zimt+Zucker und/oder Apfelmus. Ja, man hat es schon nicht leicht im Urlaub. :D

Vollgestopft sind wir dann losgetigert, um uns ein wenig zu bewegen. Also ging es an der Ostsee entlang nach Kühlungsborn West, wieder zurück, auf die Seebrücke, zum Jachthafen und wieder zum Hotel. Das waren so gute 7 km im Sonnenschein. Absolut großartig. Das schreit förmlich nach einer kleinen Erholungsphase im Zimmer.
Da es nun langsam in Richtung Nachmittag ging, haben wir beschlossen, dass wir ja nochmal schauen könnten, was es so quasi zum Kaffeetrinken geben könnte. Wir sind wieder in dem Eiscafe gelandet. Allerdings haben wir uns nun reingesetzt und Eis bzw. eine unglaublich leckere Waffel gegessen.
Zurück im Hotel haben wir beschlossen, den Spa-Bereich mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Pool ist klasse. Es ist ein kombinierter Innen- und Außenpool, so dass man von drinnen nach draußen schwimmen kann. Wir sind überwiegend draußen geschwommen, da es sehr angenehm war, im warmen Wassen zu sein und dabei einen kühlen Kopf zu bewahren. Als Special Effect kam hinzu, dass das Wasser außen dampfte, da die Außentemperatur nun mal doch geringfügit niedriger war als die Wassertemperatur. Neben dem Pool gab es im Innenbereich übrigens auch noch einen Whirlpool, den wir aber nicht getestet haben.
Nach dem Bad sind wir dann in die Sauna gegangen. Meine Saunaerfahrung beschränkt sich auf die Saunagänge verschiedener Dänemarkreisen. Diese hatten nicht unbedingt die verträglichste Komponente im Fokus. Stattdessen waren diese Saunagänge meist von der Mitnahme eines kühlen Pilses geprägt. Wie auch immer, Julia kannte sich ja glücklicherweise aus und konnte somit auch eine Saunaempfehlung abgeben und mich mit einigen Grundlagen vertraut machen. Denn es gibt ja nicht nur eine, sondern mehrere Saunen, die unterschiedliche Feuchtigkeiten und Temperaturen beinhalten. Wir haben 2 Saunen genutzt, wobei ich die mit der höheren Temperatur und geringeren Luftfeuchtigkeit angenehmer fand. Wir werden in den kommenden Tagen bestimmt weiter schauen und probieren. Mein erstes Fazit ist jedenfalls, dass es zwar nett ist, aber ich es nicht unbedingt brauche oder viel Geld dafür ausgeben würde. Aber meine Meinung ist da definitiv nicht gefestigt. Insofern mal schauen, was die nächsten Tage so bringen.

Zum Abendessen ging es dann zu einem sehr leckeren Italiener (Gallo Nero). Die Pizza war RIESIG! Und extrem lecker. Zum Nachtisch wurde dann noch ein kleiner Cappuccino fällig.
Natürlich waren dann auch noch ein paar Schritte notwendig, bevor es dann zum Erholungsprogramm mit Büchern überging.

Sonntag, 3. März 2013

Sonne, Eis, Meeresrauschen

Nachdem wir in den letzten beiden Jahren auf Teneriffa und in der Türkei eher mäßiges Wetter hatten, wir einen echten Erholungsurlaub machen wollten und keine Lust auf die Türkei, Malle oder Flüge hatten, haben wir in diesem Jahr beschlossen, dass die deutschen Lande ja auch einiges zu bieten haben. Im Sommer haben wir ein Wochenende in Kühlungsborn verbracht und fanden den Ort recht ansprechend. Also haben wir kurzerhand ein Hotel mit Pool und Saunalandschaft direkt an der Promenade herausgesucht (Travel Charme Ostseehotel Kühlungsborn) und ein Zimmer mit seitlichem Meerblick gebucht.

Am Sonntag sind wir dann gemütlich losgefahren. Da die Autobahnen absolut frei waren, sind wir in unter 2 Stunden am Ziel gewesen. Da wir keine Ahnung hatten, wo genau der Parkplatz ist, sind wir also erstmal auf die Hotelauffahrt gefahren und haben uns da etwas in den Weg gestellt. Entgegen der Annahme, dass wir direkt aufgefordert werden, das Auto umzustellen, sollten wir erstmal alle Sachen ins Zimmer bringen lassen und dabei auch das Hotel gezeigt bekommen. Das Auto können wir auch später noch auf den ca 150 m entfernten Parkplatz bringen. Gut, also haben wir uns erstmal das Zimmer zeigen und die Koffer transportieren lassen. Das Zimmer gefällt, der seitliche Meerblick ebenso. Unser Zimmer liegt so, dass wir vom Balkon aus die Seebrücke sehen können.

Nachdem wir dann das Auto auf dem entsprechenden Parkplatz abgestellt und uns im Zimmer einigermaßen eingerichtet hatten, mussten wir natürlich erstmal raus, um die Sonne zu genießen. Und auf irgendeinem merkwürdigen Grund sind wir direkt an einer Eisdiele vorbeigekommen. Und wenn da schon so eine einladende Eisdiele ist, dann muss man natürlich auch zuschlagen und sich ein Eis mitnehmen. :D
Mit dem Eis in der Hand ging es dann an den Restaurants und Geschäften entlang. Da es noch ein wenig zu früh zum Essengehen war, sind wir dann nach einem kleinen weiteren Ausflug auf die Seebrücke wieder ins Hotel, um dann doch mal die Sachen auszupacken. Dabei fiel uns dann auf, dass wir dringend nochmal los sollten, um Zahnpasta zu kaufen, da wir geschickterweise zu Hause vergessen hatten. Also wieder los mit der Hoffnung, dass der Kloppenburg noch geöffnet hat. Hatte er auch und da die Zeit doch etwas fortgeschritten war, sind wir also auch direkt in der alten Hafenkneipe essen gegangen. Da die schon im Sommer leckeres Essen hatte, haben wir nicht lange gezögert, diese auszusuchen.

Zurück im Hotel haben wir für Julia noch eine Nackenmassage für Dienstag gebucht und anschließend gab es in der Bar noch sehr leckeren Latte Macchiato. Auffällig ist, dass wir bei allen Servicekräften, die uns begegnet sind, das Gefühl hatten, dass wir die wichtigsten Gäste überhaupt sind. Alle unglaublich freundlich und hilfsbereit.

Freitag, 9. März 2012

Sonne, Sauna, Streuner

Unser Urlaub neigt sich langsam dem Ende und mit jedem Tag wird das Wetter schöner. Heute waren Temperaturen von um die 20°C angekündigt und die Sonne schien auch mit voller Kraft. Fit genug für den kompletten Weg nach Side war ich zwar noch nicht, aber zumindest für einen längeren Spaziergang sollte es reichen. Also sind wir wieder bis zum Sunrise Queen und wieder zurück gegangen.

Weil es uns schon häufiger aufgefallen ist und wir es bisher in keinem Beitrag geschrieben haben: Es gibt unglaublich viele streunende Katzen und einige streunende Hunde hier. Extremst viele Katzen sind uns dagegen in Antalya in der Altstadt begegnet. Dort lebte auf jedem Dach und vor jedem Haus gefühlt jeweils eine Katze. Man könnte fast von einer Plage sprechen. Die gehören auch bestimmt nicht alle irgendwelchen Leuten.
Als Initiative für die Katzen haben sich hier ein paar Hotels zusammengetan und ein "Katzen-Cafe" eröffnet. Sprich: Sie nehmen Spenden entgegen, füttern davon die Katzen und lassen sie auch direkt kastrieren. Fanden wir direkt sehr klug und gut.

Als wir wieder zurück waren, habe ich mich direkt wieder meinen Büchern gewidmet, während Julia das Saunaangebot im Spa-Bereich in Anspruch genommen hat. So richtig schön mit verschiedenen Saunen, Aufgüssen, Salzpeeling und so. Wie es sein sollte, fand sie es sehr entspannend.

Noch ein paar Auffälligkeiten:

  • Wir senken hier übrigens das Alter um gefühlt 300 Jahre. Mindestens.
  • Es ist erschreckend, wie viele Leute anscheinend noch nie etwas von Sonnencreme gehört haben. Viele sind heute komplett rot beim Essen aufgetaucht. Andere waren natürlich schon bei unserer Ankunft komplett überbräunt und die Haut erinnerte mehr an gegerbtes Leder. Schön sieht das echt nicht aus.
  • Gefühlt spricht hier jeder 2. sächsisch.
  • Saurons Mund saß heute hinter beim Essen. Die Frau war auch total überbräunt und hatte so ein komisches Mundspiel, dass sie zu 100% an Saurons Mund erinnert. Das war schon irgendwie creepy


Morgen müssen wir dann leider schon wieder nach Hause fahren. :( Schade auch, dass die Zeit so schnell rum ging.

Donnerstag, 8. März 2012

08.03.12 - Erholung

Ah, heute ging es mir doch direkt besser. Keine Temperatur mehr und auch wenn ich häufiger husten muss, hab ich das Gefühl auf einem deutlichen Weg der Besserung zu sein.

Eigentlich hatten wir ursprünglich los überlegt heute nach Manavgat zum Markt zu fahren. Allerdings war das definitiv von mir aus noch nicht wieder drin. Somit haben wir (erneut) den Tag über lesenderweise verbracht. Ein klarer Vorteil wenn man so viel Zeit zum Lesen hat, ist, dass man auch so einen dicken Schinken, wie z.B. Limit von Frank Schätzing relativ zusammenhängend zu lesen bekommt. Das Wetter ist auch schön geworden, so dass wir die meiste Zeit des Tages draußen sitzen konnten, wodurch die Erholung natürlich gleich viel massiver eintreten kann.

Nach dem Abendessen warfen wir noch einen Blick in die Rückreisemappe und unser verschobener Flug (von ursprünglich 09:30 auf 21:10) ist so bestätigt worden. An dieser Stelle fiel mir (mal wieder) auf, dass eine Woche Urlaub wirklich zu wenig zum Erholen ist. Im Laufe des Tages setzte bei mir nämlich so langsam das echte Urlaubsfeeling ein und kaum dass es da ist, muss man sich schon wieder zumindest peripher mit der Abreise beschäftigen.

07.03.12 - Unfreiwilige Faulheit

Der heutige Morgen begann nur bedingt gut, da meine Nase ohne Ende lief und ich auch einfach gar nichts schmeckte. Trotzdem sind wir nach dem Frühstück erstmal wieder auf die Promenade gegangen. Klar war, dass ich es nicht bis Side schaffen werde und somit haben wir direkt die entgegengesetzte Richtung gewählt. Dort sind wir aber auch nur bis zum Ende der Promenade gegangen und waren somit nach einer guten Stunde wieder zurück. Ich war sehr froh, dass wir dann wieder zurück waren.
Den restlichen Tag sind wir auch in der Bude geblieben.

Abend stand dann ein Themen-Abend auf dem Essensplan und so wurde zum Captain'sPresident Gala Dinner gerufen. Dort war alles schön hergerichtet und der President der Sensimar-Hotelkette war da und ging rum und hat allen einen guten Appetit gewünscht. Ich hab leider exakt gar nichts schmecken können und da sich zu dem Zeitpunkt bereits etwas erhöhte Temperatur (oder leichtes Fieber) eingestellt hatte, sind wir da auch nicht allzu lange geblieben.

Dienstag, 6. März 2012

06.03.12 - Antalya Shopping ohne Shopping

Nach der gestrigen Erholung haben wir uns für heute zur Antalya Shopping XXL Tour angemeldet. Somit hieß es für uns, dass wir bereits um 7 Uhr beim Frühstück sein mussten, damit wir dann um 08:10 Uhr abgeholt werden konnten.

Nach türkischer Pünktlichkeit sind wir dann auch gegen 08:25 Uhr abgeholt wurden. Die Gruppe sollte aus 36 Personen bestehen, wobei 16 irgendwie nicht aufgetaucht sind und auch nicht oder erst heute Morgen abgesagt haben. Es könnte mit daran gelegen haben, dass es heute Nacht vollständig durchgeregnet hat und für heute eine 100%ige Regenwahrscheinlichkeit vorher gesagt wurde, was ja durchaus etwas unangenehm ist, wenn man 2,5 Stunden in Antalya Freizeit hat.

Die Tour ist im Winterprogramm übrigens kostenlos und beinhaltet natürlich nicht nur die Freizeit in Antalya, sondern auch eine Leder- und Schmuckfabrik. Zusätzlich ist auch ein Wasserfall direkt in Antalya im Programm vorgesehen. Wenn man also bedenkt, dass man nur die beiden Fabrikbesuche überstehen muss und der Rest Vergnügen ist, kann man das durchaus mitmachen, finden wir.

Zunächst ging es zur Lederfabrik. Dort gab es erst eine kurze Modenschau und anschließend durften wir uns umsehen und Sachen anprobieren. Kaufen war auch erlaubt und ja sooo viel günstiger als in Deutschland. Wir haben trotzdem nichts gekauft. Anprobiert haben wir auf Drängen einer Verkäuferin ein paar Sachen. Allerdings meinte sie auch so schön, dass wir eh ne Stunde Zeit haben, es draußen schifft und wir dann auch die Zeit mit Anprobieren totschlagen könnten.
Hier konnte man sich übrigens direkt für die Mitreisenden fremdschämen. Es gab bei der Modenschau Bänke, auf denen wir saßen. Und weil wir so wenig waren, haben wir uns alle auf die hinteren Bänke gesetzt. Eine ältere Dame meinte dann erstmal ihre dreckigen Schuhe auf die Voderbank legen zu müssen. Glücklicherweise wurde sie aber direkt von dem Erklärbär vorne zurechtgewiesen. Trotzdem bietet sich das zum Fremdschämen an.

Nach dem Besuch der Lederfabrik ging es zum Wasserfall. Auf dem Weg hörte der Regen auf und so konnten wir den Wassefall aus einem schönen Park betrachten. Da der Wasserfall direkt die Flussmündung ins Meer darstellt, konnte man den Wasserfall leider nur von der Seite betrachten. Schön anzusehen war der 40m-Wasserfall trotzdem.



Nach diesem kurzen Aufenthalt ging es weiter nach Antalya. Dort hatten wir 2,5 Stunden zur freien Verfügung, wobei unser Tourführer auch eine kleine Führung durch die Altstadt angeboten. Die haben wir auch angenommen und kamen dabei in den Genuss ein altes Haus, das mittlerweile in der 4. Generation bewohnt bzw. mittlerweile als Restaurant betrieben wird, zu besichtigen. Das war wirklich interessant das alte Haus anzuschauen. Besonders toll waren die geschnitzten Holzdecken.
Im Anschluss ging es dann weiter durch die Stadt und ein wenig an der Küste entlang. Einige Ecken sind dort sehr hübsch.
Skandalös war nur, dass ich vergessen habe, die Route per GPS aufzuzeichnen. Wie ich das vergessen konnte, ist mir schleierhaft.

Die Weiterfahrt hat uns dann in die Schmuckfabrik gebracht. Vor 4 Jahren gab es quasi keinen Silberschmuck dort. Mittlerweile hatten sie immerhin eine eigene kleine Abteilung dafür. Diese kleine Abteilung barg aber überwiegend überladene Ausstellungsstücke. Schlichtheit scheint sich hier bisher noch nicht durchgesetzt zu haben. Der Vorteil: Wir mussten nichts kaufen.
Erstaunlicherweise haben tatsächlich mehrere Leute die gesamte Shopping XXL-Tour zum Shopping genutzt. Damit hatte ich so nicht gerechnet.

Zurück im Hotel waren wir dann gegen 17:15 und somit hatten wir noch eine gute Stunde Zeit zum Erholen, bevor es zum Essen ging.

Montag, 5. März 2012

05.03.12 - Es lebe die Faulheit

Heute war extrem ereignisarm, aber dafür durchaus erholsam. Nach dem Frühstück ging es zur Begrüßungsveranstaltung von TUI. War jetzt nicht sonderlich aufregend und auch nicht sonderlich anders als vor 4 Jahren, aber mitmachen kann man das ja trotzdem.

Da für den Nachmittag Regen angekündigt war, hätte man jetzt meinen können, dass wir morgens aktiv werden und spazierengehen. Allerdings haben wir uns stattdessen auf den Balkon gesetzt und gelesen. Kurz bevor es dann anfing zu regnen, haben wir uns ins Zimmer verzogen, weitergelesen und gefaulenzt.

Nach dem Abendessen haben wir uns dann doch noch ein wenig bewegt und haben nochmal den kurzen Spaziergang von Samstag quasi wiederholt.

Insofern ist dieser Beitrag tatsächlich eher uninformativ, aber dieser Tag war dafür angenehm faul :)

Sonntag, 4. März 2012

04.03.12 - Der Königin des Sonnenaufgangs entgegen

Heute konnten wir das Frühstück in voller Ausprägung genießen. Nun können wir ganz klar bestätigen, dass das Frühstück großartigst ist!

Nach dem Frühstück haben wir dann erstmal den gestrig veranlassten Zimmerwechsel vollzogen. Im Prinzip sind wir einen Flügel weiter in Richtung Side gezogen, so dass wir nun nicht mehr auf die Baustelle gucken, sondern in den Innenhof unseres Hotels. Und da es hier keine Kinder gibt, ist es signifikant leiser als im vorherigen Zimmer. Und wir haben es erfolgreich geschafft, Julias Eltern nachzumachen, die auch immer wieder dazu gezwungen werden, mindestens ein mal im Urlaub umzuziehen.

Diese enorme Anstrengung - insbesondere das Tragen lassen der Koffer durch den Pagen - haben wir als Begründung genutzt, erstmal ein kleines Schläfchen bzw. eine Erholungspause einzulegen.

Gegen Mittag hat uns dann das Wetter aber doch rausgelockt und wir sind dieses mal in Richtung Side gegangen. Da Side aber doch nicht direkt um die Ecke ist und Julia noch nicht vollständig wieder fit ist, sind wir nur bis zum Sunrise Queen gegangen. Erfreulicherweise wurde bei dem Strandabschnitt um das Sunrise Queen herum mittlerweile eine nette Promenade gebaut. Somit mussten wir nur ca. die Hälfte der Strecke am Strand gehen, was zwar schön, aber auch recht anstrengend ist. Zumal es derzeit noch nicht so warm ist, dass man unbedingt im Wasser gehen muss. Im Schatten dürften das tagsüber so um die 15°C sein. In der Sonne ist es natürlich wärmer. Allerdings ist hier auch ein konstanter Wind vorhanden, den man nicht unterschätzen darf. In Summe lässt sich sagen, dass Kleidung mit langen Ärmeln zu bevorzugen ist.
Auf der Strecke gibt es übrigens sehr vertrauenserweckende Brücken. Vor 4 Jahren waren die zwar auch schon da, aber der Zustand hat sich nicht wirklich verbessert. Aber seht selbst:



Ganz zufällig waren wir rechtzeitig zur Kaffeezeit zurück. Da musste ich natürlich beim Vernichten von leckerem Gebäck helfen. Das kann man da ja nicht verkommen lassen.
Abgesehen von dem restlichen Ausruhen, dem großartigen Abendessen und mehr Ausruhen gibt es auch keine Neuigkeiten, wenn man davon absieht, dass wir das Passwort für den WLAN-Zugang bekommen haben.

03.03.12 - Unter pinkelnden Delphinen

Wir sind wieder im Urlaub und somit kann es wieder passieren, dass wir bloggen. Prinzipiell sollte diesen Urlaub aber nicht wirklich viel passieren, da wir einfach nur zur Entspannung in die Nähe von Side in die Türkei geflogen sind. Wie es der Zufall so will, gibt es aber zumindest heute doch ein paar erwähnenswerte Ereignisse und somit gibt es für die geneigten Leser auch neuen Lesestoff.

Gebucht haben wir eine Suite im 5-Sterne Hotel Sensimar Side mit All Inclusive. Da heute die hamburger Schulferien beginnen, war schon zum Buchungszeitpunkt klar, dass wir nicht von Hamburg, sondern lieber von einem beliebigen anderen Flughafen im Norden fliegen werden. Ein Flug von Hannover um 04:30 Uhr hat sich da aufgedrängt. 04:30 Abflug ist zwar doch recht früh, aber hat man dann auch direkt den Vorteil, dass man gleich eine Menge vom ersten Tag hat. Der geplante Rückflug war am 10.03. um 9 Uhr irgendwas. Da muss man zwar schon relativ früh das Hotel verlassen, aber am Abflugtag haben wir eh nicht mehr so richtig die Ruhe hier noch viel zu machen.
Nun kam es, wie es kommen musste und unsere Flüge wurden verschoben. Der Hinflug sollte nun um 04:00 Uhr und der Rückflug um 21:30 Uhr sein. Die Verschiebung des Rückflugs nervt kolossal. Ändern können wir das aber nicht und somit müssen wir damit leben.
Desweiteren bekamen wir vom Reiseveranstalter die Mitteilung, dass direkt neben unserem Hotel ein weiteres Hotel gebaut wird, sie sich für den auftretenden Lärm entschuldigen und wir ein Zimmer auf der baustellenabgewandten Seite bekommen werden. Wir können uns nicht vorstellen, dass sie alle Zimmer der baustellenzugewandten Seite in dem Zeitraum nicht besetzen und sind skeptisch, ob dieses Versprechen so eingehalten werden kann.

Um nach Hannover zu kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie z.B. hinbringen und abholen lassen von einem unserer Eltern, Zug zum Flug und natürlich selbst hinfahren und das Auto dort auf einem Langzeitparkplatz abzustellen. Die verschiedenen Varianten haben wir vorher gründlich eruiert und am Ende haben wir für uns beschlossen, dass wir selbst nach Hannover fahren und natürlich dann auch wieder selbst zurückfahren.

Die Zeit rückte näher, Julia hatte ihre 2. Lehrprobe und nachdem der Prüfungsstress abebbte, wurde sie erstmal richtig krank. So mit dicker Erkältung, Husten, Kopfschmerzen und Fieber. Na klasse. Wenn man dich die Gegebenheiten anschaut, scheint diese Reise nicht unter dem besten aller Sterne zu stehen.
Es wurde Freitag und Julias Krankheit ging soweit zurück, dass wir problemlos die Reise antreten konnten. Ich habe an dem Freitag auf der Arbeit noch ein Problem lösen können, das mich schon länger dort verfolgte, so dass ich da auch einen guten Abschluss gefunden habe.
Für uns war klar, dass wir gegen 02:00 Uhr in Hannover sein wollen, um dann in Ruhe einen Parkplatz zu finden, die Koffer abzugeben und dann das obligatorische Warten auf den Flug, die Landung und die Ankunft im Hotel anzugehen. Das bedeutete aber auch, dass wir zwischen 0:00 Uhr und 0:30 Uhr los mussten. Vorher zu schlafen lohnt sich bei der Uhrzeit auch nicht wirklich, aber vielleicht bekommen wir ja im Flugzeug ein bisschen Schlaf.

Diese Planung funktionierte sogar erstaunlich gut und wir hatten genug Zeit müde am Flughafen rumzuhängen. Der Flug selbst war sehr unspektakulär und ich habe auch tatsächlich ein bisschen schlafen können. In der Türkei selbst ging auch alles total flott. Am Flughafen in Antalya war nichts los, die Immigrationsschlange sehr kurz und die Koffer warteten bereits auf uns als wir an das Kofferband kamen. Unser Shuttle zum Hotel war auch schnell gefunden und wir hatten den Luxus, dass wir als erstes im Hotel abgesetzt und danach die Hotels der anderen Leute angefahren wurden.

Im Hotel wurden wir erstmal aufgefordert uns zu setzen, bekamen einen Begrüßungsdrink, getrocknete Früchte und türkisches Knabberzeug gereicht. Joa, das gefällt. Was weniger gefiel war dann die Tatsache, dass unser Zimmer noch nicht frei war. Uns wurde dann zwar angeboten, dass wir erstmal frühstücken gehen könnten, aber ein Zimmer (und insbesondere ein Bett) wäre uns doch lieber gewesen. Natürlich haben wir das Angebot trotzdem angenommen. Etwas unpraktisch war allerdings, dass wir auf dem Weg zum Frühstück erstmal ein wenig das Hotelgelände erkundet haben und wir somit zu einem Zeitpunkt im Restaurant ankamen, wo das Essen bereits abgeräumt wurde. Somit konnten wir den Pfannkuchen und anderen Leckereien nur noch hinterherwinken. Einen Kaffee haben wir aber trotzdem bekommen. Nur dauert ein Frühstück, das nur aus Kaffee besteht nicht unbedingt sonderlich lange und so standen wir wieder relativ zeitnah bei der Rezeption auf der Matte und wurden gebeten Platz zu nehmen. Sonderlich entspannend ist das Sitzen
in der Hotellobby allerdings nicht gerade, wenn man gleichzeitig weiß, dass die Koffer noch offen in der Lobby rumstehen, da diese einem ja quasi direkt beim Eintreffen mehr oder minder aus der Hand gerissen wurden. Da draußen allerdings die Sonne so traumhaft schien, haben wir uns dann nach draußen gesetzt, einen Cappuccino kommen lassen und einfach darauf vertraut, dass unserem Gepäck schon nichts passieren wird. Die wichtigen Dinge hatten wir ja eh im Handgepäck und das haben wir mit uns herumgetragen.

Kaum war der Cappuccino da, kam der Rezeptionist und Kofferträger, gab uns die Zimmerkarten und meinte, dass wir in Ruhe austrinken mögen und dann sobald wir Zeit hätten einfach zur Rezeption kommen sollten, damit er uns dann das Zimmer zeigen kann. Gesagt, getan und kurze Zeit später waren wir dann in einer Suite, die sich sehen lassen kann. Richtig schön groß, geräumig und u.a. mit TV bei der Badewanne. Doch, sehr ansprechend. Natürlich haben wir auch den Balkon mit Meerblick direkt angeschaut und - wie konnte es anders sein - haben wir ein baustellenzugewandtes Zimmer bekommen. Großzügig wie wir sind, wollten wir mal schauen, wie laut es wirklich wird, da das Hotel bereits in 4 Wochen eröffnet werden soll. Dazu jedoch später mehr.

Nach dem Auspacken sind wir erstmal zur Strandpromenade gestiefelt und haben dort einen kleinen Spaziergang gemacht. Ja, wir wollten eigentlich Schlaf nachholen, aber das Wetter ist nun mal gerade so schön, dass wir unseren Plan anpassen mussten. Bei dem Spazigang sind uns einige schöne Neuerungen gegenüber unserem letzten Besuch in Side aufgefallen. Es gibt jetzt so einen kleinen aufgeschütteten Mini-Hafenbereich, wo wir auf den Steinen erstmal rumklettern mussten. Auf dem Rückweg fiel uns dann eine interessante Dusche auf. Es sind 3 Delphin-Skulpturen, wo die Wasserausläufe derart angebracht sind, dass man quasi angespuckt und angepinkelt wird, was uns auch zu dem heutigen Titel veranlasst hat. :D



Nun wurde es aber wirklich Zeit für eine Mütze voll Schlaf, da 1,5 h Flugzeugschlaf irgendwie auf um und bei 30 Stunden doch etwas wenig ist. Leider führte uns unser Weg aber am Restaurant vorbei und dort gab es gerade Mittag. Wir mussten nicht lange überlegen und haben uns dort dann ein wenig Mittagessen gegönnt. Es gab sehr leckere Sachen und die Küchlein hier sind gar famos!

Anschließend haben wir es dann doch tatsächlich aufs Zimmer geschafft, lagen ein paar Minuten und haben dann direkt beschlossen wieder zur Rezeption zu gehen und nach einem anderen Zimmer zu fragen. Kreissägen, auf Metall hämmern u.ä. hört man definitiv zu stark! Der Rezeptionist zeigte sich auch direkt einsichtig und morgen soll dann ein Zimmer im anderen Flügel frei werden, in das wir dann einziehen dürfen. Da sind wir ja mal gespannt, ob das vernünftig funktioniert. Oben wieder angekommen hat uns die Müdigkeit so sehr erfasst, dass wir trotz des Lärms ein wenig schlafen konnten.
Gegen 17:00 Uhr wurde ich wach und dachte mir, dass ich dann ja auch die Zoosendung aus dem Tierpark Hagenbeck auf ARD gucken könnte, die ja seit neustem wieder dort werktags um 16:00 Uhr MEZ ausgestrahlt wird. Gut, ich brauchte dann eine gewisse Weile bis ich bemerkt habe, dass heute Samstag ist und somit die Tiersendung natürlich nicht kommt.
Aber da ich doch ein bisschen wach war, hab ich die Zeit bis zum Abendessen genutzt und den Sonnenuntergang beobachtet und diesen Eintrag geschrieben. Ach ja, Erholungsurlaub ist schon was schönes.

So zurück vom Essen und da kann man nur sagen, dass es ein absoluter Traum war. Heute war der Themenabend "Fisch" angesagt und es gab viele Fischvariationen, die alle total großartig geschmeckt haben. Der Weißwein war auch gut genießbar, wobei er nicht an die neuseeländischen Weißweine rankommt. Der Nachtisch bietet neben Obst auch sehr viel leckeres Gebäck, das zwar süß, aber nicht übersüßt ist. Im Vergleich zum Essen im Sunrise Queen vor 4 Jahren muss man ganz deutlich sagen, dass wir hier zwar etwas weniger Auswahl haben, aber dafür das Essen bisher besser ist!

Freitag, 29. Juli 2011

29.07.11 - Tioram Castle

Da wir heute unseren letzten Tag im Cottage haben und somit Sachen packen müssen, haben wir uns für einen kleineren Weg in der Nähe entschieden. Dafür sind wir nur ca. 30 Minuten zum Castle Tioram gefahren. Das ist eine Burgruine auf einem Inselchen, die man während der Ebbe zu Fuß erreichen kann. Glücklicherweise sind die Tidezeiten derzeit so nett, dass wir am Mittag Ebbe haben. Und da es echt nur wenige Meter vom Parkplatz zur Ruine sind und das überspülende Stück dazwischen nicht sonderlich breit oder tief ist, wirkt es so, als könnte man einfach nur beim Maximum nicht rübergehen.

Die Ruine selbst kann man nicht weiter besichtigen und es wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man auf eigene Gefahr da hingeht. Wir haben uns da ne Weile die Zeit vertrieben und haben uns dann auf unseren Wanderweg gemacht. Es gibt einen Weg, der über ca. 6 km an der Küste entlangführt. Leider ist das kein Rundweg, aber es gibt auch eine Abzweigung von dem Küstenweg, der somit dann einen Rundweg ermöglicht.
Der Weg an der Küste entlang war äußerst sehenswert, auch wenn der Weg gefühlt manchmal ein wenig zu dicht am Abhang zum Meer lag. Bei der Abzweigung sind wir dann auch abgebogen, um dann aber doch sehr schnell wieder umzudrehen, weil es einfach viel matschig und sumpfig war. Da hatten wir auf einen etwas besseren Weg spekuliert. Aber wir sind dann halt wieder umgekehrt und noch ein wenig an der Küste entlang spaziert, bevor wir dann auf demselben Weg wieder zurückgegangen sind.

Dann war es auch schon früher Nachmittag und wir sind zum cottage zurück gefahren. Dort haben wir uns alle recht erfolgreich darum gedrückt, direkt mit dem Packen anzufangen. Ich schätze mal, dass das wohl frühestens nach dem Abendessen etwas wird.

UPDATE:

Das Abendessen war übrigens eine Herausforderung. Wir wollten nämlich grillen. Dazu hatten wir Grillgut eingekauft und ein halb gemauerter Grill war auch vorhanden. Um Kohle mussten wir uns nicht weiter kümmern, weil welche im Lager war. Naja, Kohle war da. Allerdings war das Steinkohle. Wir haben das richtig schön mit einem normalen Feuer entzündet und die Kohle ordentlich durchglühen lassen, bevor wir sie flächig verteilt haben. Das kennt man ja soweit noch alles. Leider hat Steinkohle die blöde Angewohnheit brüllend heiß zu sein, wenn sie auf einem Haufen liegt, aber die Glut direkt zu verlieren, wenn sie flächig liegt und dabei nicht mehrere gefühlte Meter übereinander liegt. Somit haben wir die erste Charge nur mit einem sehr intensivem Raucharoma grillen können.
Für die zweite Charge haben wir dann mehr genommen und hätten zwischenzeitlich mindestens einen Ring der Macht schmieden können, wenn wir denn entsprechendes Metall da gehabt hätten. Da wir vom Timing bei dieser Charge etwas besser waren, haben wir es auch geschafft, das Grillgut vernünftig gar werden zu lassen, bevor die Glut wieder dahinschied.
Memo an uns für das nächste Mal: Lieber Holzkohle/Briketts kaufen und die Steinkohle lieber für den Kamin und das Schmieden lassen.

GPS-Strecke: Walk am Tioram Castle

Donnerstag, 28. Juli 2011

28.07.11 - Stalker Castle und Oban

Heute wollten wir mal einen weiteren Teil in der Umgebung sehen, ohne dabei ewig zu laufen. Und so sind wir wieder mal in Richtung Fähre gefahren und sind dieses mal nicht nach Fort William, sondern in Richtung Oban abgebogen.

Auf dem Weg nach Oban liegt das Castle Stalker, an dem wir unbedingt anhalten mussten, da dieses sehr spannend im Nichts von Wasser umgeben liegt. Bekannt geworden ist es durch Monty Pythons Ritter der Kokosnuss als Castle Aaaaaaaaargh. Mehr als ein Fotostopp war es aber nicht und so ging es weiter nach Oban.

Oban ist ein total niedliches Hafenstädtchen mit unglaublich viel Verkehr, hübschen Gebäuden, Fährverkehr, Touris und einer Destille, in der leckerer Whisky hergestellt wird. Dort haben wir uns das Dorf eine Weile angeschaut, die Fischstände angeschaut und natürlich auch Fischsandwiches mit frischem Lachs bzw. Krebsfleisch gegessen. Nach dem Sandwich hat sich ein Eisladen mehr oder minder in den Weg geworfen und so mussten wir dort noch extremst leckeres Eis gegessen. Ein paar Häuser weiter gab es einen total großartigen Schokoladenladen. Die Stadt hatten wir uns dann aber auch sehr schnell erlaufen und in der Destille wollten wir nun auch keine Führung mitmachen, weil wir noch einkaufen und ein ganzes Stück zurück fahren mussten. Das haben wir auch gemacht und waren gemütlich gegen 18:15 zurück, so dass wir dann noch Essen kochen und den Abend genießen konnten.

GPS-Strecke: Spaziergang durch Oban

Mittwoch, 27. Juli 2011

27.07.11 - Loch Laga

Juchu, meine Erkältung ist noch nicht besser geworden. Aber so wie ich das sehe, wird sie wieder rechtzeitig zum Ende des Urlaubs durch sein. Allerdings hält uns das auch nich davon ab, die nächsten Touren zu planen und zu gehen.

Heute wollten wir nicht viel Auto fahren und da ein paar Meter von unserem Cottage entfernt ein Weg existiert, der zum Loch Laga mitten in den Hügeln führt. Eigentlich ist der Weg, wie so viele Wege hier, kein Rundweg. Allerdings kann man an einer Stelle abbiegen und so zur Straße zurückkommen, die dann ein paar Kilometer weiter wieder direkt bei unserem Cottage vorbeiführt.

Diese Strecke war lustiger als die gestrige, da diese nun gar nicht markiert war, sondern man dem vorgetretenen Weg in der Hoffnung, dass das korrekt ist, folgen musste. In unserem Büchlein stand natürlich auch eine Beschreibung, so dass wir an Zweifelstellen auch die richtige Entscheidung treffen konnten. Die ersten 5 km waren unglaublich anstrenged, da diese richtig schön aufwärts gingen. Aber die Gegend hat einen dafür unglaublich entschädigt. Es ist absolut genial, wie unberührt die Natur in Mitten der Hügel ist. Außerdem konnte man auch Adler und ähnliche Tiere sehen.

Der Rückweg war auch sehr nett, auch wenn der Weg weniger markiert war. Wir haben aber den Weg zurück zur Straße und zum Cottage gefunden. Wir waren am Nachmittag zurück und haben uns erstmal ein wenig erholt.
Da wir heute zum ersten Mal die Flut bei uns gesehen haben und nicht nur Ebbe bzw. wenig Wasser, ist ein Teil nochmal direkt ans Wasser gerast und hat sich da noch die Zeit vertrieben, während der andere Teil weiterhin die Erholung gesucht hat.

Am Abend kam noch ein Reh vorbei, das neugierig in die Fenster geschaut hat, was irgendwie doch etwas skurril war. Wie bisher jeden Abend kam dann noch in der Nacht der Marder vorbei und hat genüßlich das von uns bereitgelegte Studentenfutter gefressen.

GPS-Strecke: Walk vom Cottage zum Loch Laga und zurück

Dienstag, 26. Juli 2011

26.07.11 - Meer

Das Wetter hat sich definitiv gehalten und so sind wir zum westlichsten Punkt des Festlands gefahren. Die Strecke war auch wieder mal nur einspurig, aber das kennen wir ja schon zu Genüge. Neu waren die Schafe, die nicht nur hinter den Zäunen, sondern auch auf der Straße waren. Aber immerhin sind die klug genug, um nicht direkt vor das Auto zu laufen, bzw. zum nächsten Passing Place zu laufen, die eigentlich für 2 entgegenkommende Autos gedacht sind.

Am westlichsten Punkt steht ein Leuchtturm und ein Visitor Center und Felsen, auf denen man ein wenig rumklettern kann. Das haben wir natürlich auch gemacht. Da wir einerseits nicht übermäßig früh loskommen und andererseits die Strecken recht lange brauchen, war es auch schon wieder Mittagszeit.

Von dort sind wir dann nach Sanna gefahren. Dort gab es noch eine Neuerung auf der Straße, da nun zusätzlich zu den zahlreichen Schafen auch noch einige schottische Hochlandrinder am Straßenrand waren. Aber die scheinen auch einen gewissen Überlebenswillen zu haben und sind auch nicht direkt vor das Auto gerannt. Stattdessen standen sie so am Rand, dass sie in Ruhe weiterfressen und dumm glotzen konnten.

In Sanna haben wir uns vorher 2 Wanderungen rausgesucht, wobei die eine mehr oder minder am Sandstrand vorbeiführt. Somit haben wir natürlich einen Abstecher an den Strand gemacht und dort das Meer genossen. Mit dem Wetter, den sanften Wellen und dem unglaublich hübschen Wasser hätte man auch fast meinen können, dass wir irgendwo am Mittelmeer und nicht in Schottland sind.
Irgendwann haben wir es dann auch geschafft, uns (bzw. Martin, der ja Bergbewohner ist und somit selten Strand zu Gesicht bekommt) vom Strand loszureißen. Die erste Tour führte gemütlich zum nächsten Dorf, von dem aus wir erstmal ein paar Kilometer zum nächsten Anfangspunkt der anderen Tour an der Straße entlang laufen mussten. Spaßigerweise war das dann auch exakt die Straße, die wie kurz zuvor vom Leuchtturm nach Sanna gefahren sind.
An einer Stelle ging dann der Pfad ab und die Beschreibung klang schon nett, da dieser Weg irgendwann an zwei Häusern verschwindet und der weitere Pfad nur noch mit Pfosten markiert ist. Allerdings stehen diese nicht unbedingt dicht zusammen. Aber von dem einen Pfosten konnte man meist mindestens einen weiteren Pfosten in der Umgebung erkennen. Außerdem war der Pfad bereits schon mal von jemanden begangen worden, so dass er zumindest stellenweise doch recht deutlich war.
Insgesamt führte diese Route auf die Straße nach Sanna, die in einen alten Vulkankrater liegt. Kurz vor dem Erreichen der Straße habe ich, wohl erkältungsbedingt, an einer Stelle nicht wirklich nachgedacht und bin in eine sehr matschige Stelle getreten. Allerdings bin ich nur bis zum halben Unterschenkel eingesunken und konnte somit problemlos wieder rauskommen und weitergehen. Die Anderen sind einen Meter weiter links gegangen, was durchaus weiser war.

Vom Ende der Tour bis zum Parkplatz waren es dann noch mal etwas Strecke an der Straße entlang. Dabei haben wir unfreiwillig mehrere Schafe vor uns hergetrieben, weil die blöden Viecher einfach nicht zur Seite sondern immer nach vorne weggerannt sind. Irgendwann haben die es dann aber doch geschafft, eine Stelle zu finden, an der sie zur Seite gegangen und nicht mehr vor uns weggelaufen sind.

Am Abend habe ich dann noch festgestellt, wie schwer es eigentlich ist, Torf von der Haut wieder abzubekommen. Da muss man wirklich viel waschen und eigentlich böte sich auch so ne richtig fiese Bürste zum Abschrubben an.

GPS-Strecke:
Spaziergang am westlichsten Punkt des Festlandes
2 kombinierte Walks in der Nähe des Sanna Beachs

Montag, 25. Juli 2011

25.07.11 - Ben Nevis

Da wir mal wieder einkaufen mussten, haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Fort William gemacht. Dort ist auch direkt der Ben Nevis und da gibt es verschiedene nette Wanderstrecken. Für die Fahrt nach Fort William haben wir heute die "untere" Route über die Fähre genommen. Diese Strecke war durchaus angenehmer zu fahren als die "obere" Strecke auf der Hinfahrt. Trotzdem zieht sich auch dieser Weg nicht zu knapp und somit muss man schon einiges an Zeit einplanen.

Da wir durch die Dauer erst am Mittag dort waren, haben wir die eigentlich geplante Wanderroute von ca. 4 Stunden durch eine kürzere Strecke ersetzt, die wir im Informationszentrum gefunden haben. Das war mir auch sehr Recht, da ich mich anscheinend letzte Woche bei Martin und seiner Erkältung angesteckt habe. Ich hoffe aber einfach mal, dass das nicht zu stark wird und mich bei den nächsten Wanderungen einschränkt. Auf jeden Fall war der Weg durchaus nett, auch wenn der Aufstieg eher anstrengend war. Nach ca. 2 Stunden war der Weg auch vorbei und so sind wir zum Einkaufen gefahren.

Der Rückweg hat dann auch wieder seine Zeit gedauert, aber immerhin konnten wir um 19:00 Uhr dann doch mit dem Kochen des warmen Essens anfangen.

Laut unserer Planung müssen wir nun erst wieder am Donnerstag einkaufen fahren. Hoffen wir mal, dass das auch so passt. Für die nächsten Tage sind auch schon ein paar Routen geplant, wobei wir das auch vom Wetter mit abhängig machen, ob wir das so durchziehen. Wir hoffen jedenfalls, dass sich das Wetter weiterhin so hält.

GPS-Strecke: Walk am Glen Nevis

Sonntag, 24. Juli 2011

24.07.11 - Umgebungserkundung

Diese Nacht war richtig erholsam. Auch wenn das Haus relativ hellhörig ist, so haben wir doch richtig schön Schlaf bekommen. Allerdings war bei uns allen das Ausschlafen doch eher zeitlich begrenzt, so dass wir um 8 Uhr schon wieder fast alle aufgestanden waren.

Beim Frühstück haben wir uns Zeit gelassen und haben uns dann aufgemacht, die Umgebung des Cottage bei herrlichsten Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zu erkunden. Da es ziemlich direkt an der Küste liegt, war das also erstmal der erste Weg. Dort sind wir durch die Wildnis an der Küste entlang gegangen. Dabei haben wir viel Quarz, Muschelschalen und Krebse gefunden.

Nach ca. einer Stunde sind wir dann wieder zurück am Cottage gewesen und wollten hinter das Haus in Richtung Wald gehen. Leider ist das Gelände umzäunt und somit konnten wir da nicht entlang gehen. Stattdessen sind wir also an der Straße entlang gegangen, haben ab und an mal einen Abstecher ans Meer gemacht und sind nach einiger Zeit an einem Parkplatz vorbeigekommen, an dem ein Wanderweg von ca. 4,5 km ausgeschildert war. Den haben wir uns direkt gekrallt. An einer Stelle gabelte sich der Weg und es war zunächst nicht zu erkennen, wo es denn nun weitergeht. Also haben wir uns für einen Weg entschieden. Der endete nach einer Weile an einem sehr matschigen Bereich. Naja, wirklich enden tat er da wohl nicht, aber wir konnten hinter dem Matsch nicht erkennen, wo es da weitergehen sollte. Dementsprechend sind wir wieder zur Weggabelung zurück gegangen und haben uns dann den anderen Weg geschnappt.
Der andere Weg war wohl mal ein Weg und war gerade dabei zu überwuchern. Am Schönsten war, dass der Weg nach einiger Zeit an einem kleineren Hang entlang ging, nur um dann vor dem matschigen Weg zu münden. Nun gut, also haben wir beschlossen, dass wir doch lieber zum Ausgangspunkt zurück gehen und weiter an der Straße entlang gehen.
Der Straße sind wir noch bis zum Ausgang des Wanderweges gefolgt und haben dann beschlossen, dass wir langsam wieder zum Cottage zurück gehen könnten, da wir alle mehr oder minder hungrig und durstig waren. Die Getränke, die wir mit hatten, waren auch schon fast leer getrunken und Proviant hatten wir auch nicht weiter dabei. Schließlich wollten wir nur ein wenig erkunden und nicht ewig durch die Gegend gehen.

Auf all den Wegen hatten wir traumhafte Blicke auf eine wunderschöne Landschaft mit Bergen, Meer, Farnen, Bäumen, Bächen, Mooren, uvm.

Im Cottage haben wir uns dann ein wenig erholt, bevor ein Teil nochmal eben an das Meer runterging und ein anderer Teil einfach faul im Cottag blieb. Bei der Rückkehr der Meeresläufer gab es dann noch Essen und einen entspannten Abend.

Da es hier auch die angeblich seltenen Baummarder gibt, haben wir uns am Abend noch ein wenig auf die Lauer gelegt und ein Exemplar gesehen.

GPS-Strecke:
Strand vor dem Cottage
Spaziergang vom Cottage aus

Samstag, 23. Juli 2011

23.07.11 - Fahrt zum Cottage

Nach einer eher unruhigen Nacht, ging es heute zum Cottage. Bevor wir aber unsere Autos abholen konnten, sind wir vom Hostel zum Parlament, über die Royal Mile, am Oink vorbei und wieder zurück zum Hostel. Dort haben wir uns dann unsere untergestellten Klamotten und um 12 Uhr erstmal unsere Autos (Opel Insignia und VW Passat) abgeholt. Wir hatten uns nach dem Erlebnis des letzten Jahres bereits auf eine ewig lange Warterei vorbereitet und wurden komplett überrascht, indem wir dann tatsächlich nach 15 Minuten komplett durch waren.

Mit den Autos haben wir dann relativ problemlos den Weg aus der Stadt heraus gefunden und sind in Richtung Nord-Westen gefahren. In der unglaublich hübschen Landschaft haben wir ein paar Stops gemacht und kamen dann gegen 18:00 Uhr oder so in Fort Williams an. Dort ist der nächste größere Supermarkt, so dass wir für die ersten 2 Tage dort ein paar grundlegende und spezielle Sachen kaufen konnten. Mit den großen Autos war der Transport der Sachen dann auch kein Problem, obwohl wir die Kofferräume anschließend recht voll gepackt hatten.

Von Fort Williams ging es dann zum Cottage. Prinzipiell waren es nur ca. 50 Meilen, allerdings war der Weg doch etwas abenteuerlich. Zunächst war noch alles schön und gut und zweispurig. Nach etwa der Hälfte der Strecke wurde die Straße einspurig mit ein paar verbreiterten Stellen, an denen man einen anderen durchlassen konnte. Und die Strecke ging natürlich fröhlich an dem Meer entlang über Hügel und in Täler, wobei auch an Kurven und uneinsehbaren Kuppen nicht gespart wurde. Somit brauchten wir von Fort Williams zum Cottage auch nur ca 1,5 Stunden. Nun gut, somit waren wir auch schon gegen 20:30 Uhr da.

Das Cottage ist ein richtig gemütliches Holzhaus mit gemütlichem Wohnzimmer, Kamin, netten Betten und einer großen Küche. Hier lässt es sich bestimmt gut bleiben.

Dadurch gab es auch nur noch ein wenig Essen und bereits kurz danach sind alle in ihre Betten gefallen.

Freitag, 22. Juli 2011

22.07.11 - Von London nach Edinburgh

Heute stand die Bewältigung mehrerer Etappen an, bevor wir in Edinburgh unser Hostel beziehen konnten. Zunächst mussten wir es schaffen, von dem Hostel zur richtigen Bahnstation zu kommen. Dafür mussten wir am Earl's Court in die richtige District Line umsteigen. Die District Line hat 4 verschiedene Endstationen und somit war das weniger trivial als man meinen mag. Also so wirklich schwer war es nun auch nicht, weil man nur lesen und zuhören können musste, aber das haben wir gemeinsam gemeistert und sind an der korrekten Station angekommen. Von dort mussten wir nun immerhin die Straße ein paar 100 Meter zur Haltestelle gehen, um dort auf den richtigen EasyBus zu warten.
Da bei unserer Ankunft gerade der vorherige (30 Minuten vorher, ja ein gewisser Puffer ist uns wichtig ;)) Bus abfuhr, war auch das nicht wirklich eine Herausforderung. So schafften wir es, den nächsten Bus zu nehmen und rechtzeitig am Flughafen anzukommen. Da auch da ein gewisser Puffer eingerechnet war, war das nun auch nur bedingt schwer.

Am Flughafen wollten wir uns dann an die Schlange für British Airways anstellen und mussten dabei erstmal durch den halben Flughafen wandern. Allerdings lag das nicht an irgendeiner komischen Organisation, sondern viel mehr daran, dass die Kofferbänder nicht wirklich funktionierten und sich die Schlange durch den halben Flughafen schlängelte. Allerdings hat das British Airways richtig gut gehändelt, weil ständig Leute rumgingen, einem erklärt, was gerade Sache ist und uns zunächst weggeschickt, um einen Kaffee zu trinken, weil unser Flug noch ne Weile hin war.
Das haben wir dann auch erstmal gemacht und als wir uns dann erneut anstellten, ging es doch erstaunlich fix. Also wirklich Respekt an das Krisenmanagement von denen.

Der Flug war dann leicht verspätet, aber sehr angenehm, zumal das Flugzeug noch so richtig coole ältere Ledersitze hatten.

In Edinburgh haben wir dann unsere Koffer geholt, sind mit dem Bus in die Nähe des Hostels gefahren und haben uns dann dort mit dem Rest der Bande getroffen. Im Hostel lief, wie schon im letzten Jahr, alles problemlos und wir sind dann nochmal für ne Weile durch die Stadt gegangen, bevor wir dann einen Pub zwecks Essen gesucht haben. Als Pub bot sich wieder direkt das Frankenstein an und dieses mal war es dort viel besser als im letzten Jahr, was aber auch bestimmt damit zusammenhängen dürfte, dass das Tattoo noch nicht ingange ist und somit noch nicht so viele Touris da sind.

Nach Fish and Chips, Chocolate Fudge Cake und diversen Cider haben wir uns dann, nach einem gewissen Verdauungsspaziergang auf das Zimmer verzogen und noch ne Weile Neuigkeiten ausgetauscht.

Donnerstag, 21. Juli 2011

21.07.11 - Hyde Park, Tower

Heute war der letzte Tag in London, bevor wir dann morgen in aller Frühe zu unserem Bus eiern und uns zum Flughafen bringen lassen.

Aber erstmal zu heute. Heute Nacht hat erstmal wieder eine nervige Schulklasse mitten in der Nacht rumgelärmt, was den guten Schlaf heute Nacht etwas gestört hat. Aber wir konnten ja zum Glück ausschlafen und somit sind wir um 08:20 Uhr aufgestanden, haben uns fertig gemacht, gemütlich gefrühstückt, um dann irgendwann um kurz vor 10 oder so loszukommen.

Wir haben gestern festgestellt, dass uns noch die Ecke Hyde Park, Speaker's Corner noch nicht ausführlich erlaufen haben. Also ging es wieder im Hostel los und über die Oxford Street zum Marble Arch. Dort sind wir dann ein wenig über Speaker's Corner in den Hyde Park gegangen. Im Hyde Park und Kensingten Gardens gibt es den See The Serpentine um den wir dann zunächst komplett umrundet haben. Am oberen Ende in den Kensington Gardens haben wir eine kleine Pause eingelegt, in der wir ein paar vorher gekaufte Cookies und Cracker verzehrt haben. Anschließend ging es weiter um den See, am Memorial für Lady Di vorbei und zur U-Bahn-Station Marble Arch. Dort haben wir die Bahn bis St. Pauls genommen. Bei St. Pauls haben wir dann festgestellt, dass uns der Eintritt dort doch massiv zu teuer ist und somit sind wir an der Thames dann zum Tower weitergegangen.

Im Tower waren wir dann so gegen 14:00 Uhr und haben die Zeit bis fast zur Schließung des Towers dort verbracht. Es gibt unglaublich viel zu sehen und zu erleben. So haben sie viele Sachen wirklich zum Anfassen aufbereitet und Sachen und Begebenheiten toll präsentiert. So sollte Geschichte viel häufiger präsentiert werden!
Natürlich haben wir uns auch die Kronjuwelen angeschaut. Dort gab es eine relativ lange Schlange, die sich allerdings dann doch erstaunlich schnell zu den Schmuckstücken bewegte. Es ist durchaus imposant, die verschiedenen Stücke zu sehen, auch wenn vieles davon natürlich arg überladen ist.
Der Tower war seinen Eintrittspreis definitiv wert und ich kann es jedem nur empfehlen, dort hineinzugehen.

Als wir im Tower dann soweit fertig waren, sind wir mit der Bahn bis Temple gefahren, auf die andere Seite der Thames rübergegangen und dann am London Eye bis zum Parlament vorbei gegangen. Dort war es dann auch Zeit für das Abendessen. Da dort aber nicht so wirklich viel vorhanden ist, sind wir bis Covent Garden gegangen und haben uns ein indisches Restaurant herausgesucht. Da gab es ein sehr leckeres Menü mit verschiedenen Variationen, so dass wir alle 3 dieses bestellt haben.

Nach dem Essen sind wir dann, leicht kaputt, zum Hostel zurück gewandert und haben den restlichen Abend dort ausklingen lassen. Und nun geht es auch gleich ins Bett, weil wir morgen ja auch bereits wieder um 06:00 aufstehen dürfen.

Mit viel Glück wird es noch morgen einen kurzen Bericht geben. Während wir im Cottage in Schottland sind, wird das eher nicht der Fall sein, da dort kein Internet vorhanden sein wird.

GPS-Strecke: heutige Vormittagserkundung

Mittwoch, 20. Juli 2011

20.07.11 - Windsor Castle, Stonehenge and Oxford

Irgendwie ist 06:30 im Urlaub aufzustehen anstrengend. Aber wenn man sich viel anschauen möchte, dann muss man früh aufstehen.

Unsere heutige Tour vereint verschiedene Standorte, die wir immer schon mal sehen wollten, aber noch nie geschafft haben. Natürlich sind 3 Ziele nicht dazu geeignet, alles in voller Ausführlichkeit anzuschauen, aber zumindest einen Eindruck kann man schon mal gewinnen.

Wir sind von einem nahegelegenen Hotel zunächst zur Victoria-Station gebracht und dort auf neue Busse aufgeteilt worden. Das war etwas stressig, da die Busse doch recht voll waren und unser Bus der Letzte ankommende Bus war. Trotzdem haben wir es gemeistert, dass Julia und ich nebeneinander und Martin vor uns sitzen konnten.

Von der Victoria-Station ging es dann erstmal zum Windsor-Castle. Dort hatten wir nur eine knappe Stunde Zeit, die wir aber mit der Besichtigung der State Apartements und der St. Georg-Kapelle sehr gut genutzt haben. Insgesamt war die Zeit natürlich viel zu knapp bemessen, aber das Castle hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Da würden wir alle gerne nochmal für längere Zeit hinfahren.

Anschließend sind wir nach Stonehenge gefahren. Der Ort ist schon irgendwie beeindruckend. Die technische Leistung, die verschiedenen Monolithen aufeinander zu stapeln, ist schon enorm. Mit den vielen Touris rundherum kommt dabei jetzt natürlich kein großartig "mystisches" Gefühl auf. Aber das einmal zu sehen, ist durchaus toll.

Als nächstes ging es nach Oxford. Die Stadt ist absolut klasse und sehenswert. Auch hier hatten wir nur ca. 1 Stunde Zeit, aber dabei haben wir sooo tolle Gebäude gesehen, dass wir auch das als irgendein nächstes Reiseziel mal in Betrachtung ziehen.

Unsere Reiseleiterin war über die gesamte Fahrt total klasse, da sie gewisse Ruhezeiten gelassen hat, aber auch nicht zu wenig erzählt hat. Ihre Erzählungen waren durchweg interessant und mit diversen bösen Kommentaren gespickt, was die ganze Sache amüsanter machte.

Schade ist natürlich, dass die 3 Orte blöd auseinanderliegen, so dass viel Zeit für das Fahren von einem zum nächsten Ort draufgeht. Aber wie oben schon gesagt, haben die Orte definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Bei unserer Rückkehr sind wir dann erstmal zum Chinesen in der Nähe unseres Hostels gegangen und haben dabei festgestellt, dass er anscheinend, wie auf dem Flyer des Restaurants beschrieben, eher authentische chinesische Küche liefert. Jedenfalls schmeckte es nicht so, wie wir das sonst vom Chinesen kennen, aber trotzdem lecker.

Unser typischer Cider am Abend ist auch bereits durch und nun heißt es noch auf dem Zimmer ein wenig auszuruhen. Morgen können wir glücklicherweise ausschlafen und dann wieder die Blasen pflegen, indem wir viele Kilometer durch die Stadt gehen.

PS. Wenn die Beiträge eher etwas unzusammenhängend oder merkwürdig wirken, liegt das daran, dass ich hier beim Schreiben der Texte konstant von den anderen hier abgelenkt werde ;)

GPS-Strecke: Spaziergang durch Oxford

Dienstag, 19. Juli 2011

19.07.11 - London

Oha, dieses Hostel ist wirklich lebhaft! Heute Nacht sind ständig Türen zugeschlagen und es war echt laut auf dem Flur. Na gut, die Türen lassen sich nicht wirklich leise schließen, da sich der Drücker von Außen nur runterdrücken lässt, wenn man vorher seine Zimmerkarte benutzt hat. Und wenn man von Innen kommt, dann nutzt man die ja eher selten. Naja, wir waren jedenfalls heute Morgen irgendwann so gegen 08:00 auf und haben uns nach dem Fertigmachen erstmal das Frühstück im Hostel gegeben. Das war recht englisch, aber durchaus ok. Es gab entweder verschiedene Müsli oder alternativ Toastbrot miz einer Auswahl von verschiedenen Marmeladen. Allerdings haben wir keinen Toaster gefunden. Allerdings ändert das geschmacklich auch nur marginal etwas.

Der heutige Plan war dann mal wieder, etwas die Stadt zu erkunden. So sind wir dieses Mal durch verschiedene Gässlein zum Britisch Museum gegangen. Von dort haben wir uns dann in Richtung Covent Garden und anschließend Trafalgar Square bewegt. Dabei sind wir nicht direkt geradeaus gegangen, sondern haben natürlich die Gassen und Straßen genommen, die gerade ansprechend waren. Der Platz ist irgendwie ja so ein bisschen überladen, aber trotzdem irgendwie nett mal gesehen zu haben.
Dort war dann auch eine Art Touri Info in der Nähe und dort haben wir dann eine Tour für morgen nach Windsor Castle, Stonehenge und Oxford gebucht. Wegen Karten für Les Miserables haben wir auch noch nachgefragt, aber sie hatten nur ein Ticket da und ansonsten müsste man direkt zum Theater fahren und dort nachfragen. Das wird somit bestimmt nichts werden, auch wenn es schade ist, da ich das doch gerne mal wieder gesehen hätte. Allerdings ist das auf der Prioritätenliste nun auch nicht so weit oben, dass wir direkt zum Theater fahren, um dann Karten zu erfragen.

Wir sind dann über den Haymarket zum Picadilly Circus gegangen. Den fand Martin nun auch eher unspektakulär und so ging es dann weiter zum St. James Park. Von dort sind wir dann gemütlich zum Buckingham Palace gewandert. Erstaunlicherweise war es zeitlich so gut abgepasst, dass wir gerade als wir einen Platz mit Blick auf den Buckingham Palace ergattert hatten, die Wachablösung anfing. Das Spektakel haben wir natürlich beobachtet. Spannenderweise kam auch irgendwer Wichtiges in einer Kutsche noch zeitglich an uns vorbei in das Schloss gefahren.
Dann sind wir durch den St. James Park zum Parliament Square, über die Thames, gegenüber vom House of Parliament entlang und wieder zurück zur Westminster Abbey gegangen.

Da war es so ca. 14 Uhr, das Wetter änderte sich langsam von richtig schönem Sonnenwetter in Richtung Regen und somit war bei uns die Frage, was wir als nächstes sehen wollen. Wir sind alle 3 ein wenig Dino-begeistert und somit haben wir das Natural History Museum als nächstes Ziel auserkoren. Dort sind wir dann mit der Bahn hingefahren und kaum kamen wir da an, stand auch schon ein Aufsteller dort, der uns darüber informierte, dass die Dinosaurier-Ausstellung geschlossen ist. Aber das war ja auch eigentlich klar, denn das hatten wir in Australien und Neuseeland ja auch schon ständig.
Trotzdem sind wir reingegangen, um den Dino in der Eingangshalle zu sehen, der trotzdem noch zu sehen war. Obwohl wir sonst eigentlich nichts sehen wollte, weil wir ja nun mal über die geschlossene Ausstellung genervt waren, haben wir viel zu viele spannende Sachen dort entdeckt und haben somit den gesamten Nachmittag im Museum verbracht. Der Eintritt belief sich auf eine freiwillige Spende und somit konnten wir diese Entscheidung natürlich auch sehr leicht treffen. Einige Ausstellungen, wie z.B. die Vulkan-, Erdbeben-, u.ä. Ausstellung waren total großartig. Während wir im Museum waren, haben wir dann auch mitbekommen, dass es draußen angefangen hat, zu regnen.

Nachdem wir dann, als das Muesum geschlossen wurde, heraus gefegt wurden, mussten wir uns etwas für unser warmes Essen überlegen. Wir sind dann in die Bahn eingestiegen und bis Green Park gefahren. Eigentlich wollten wir noch etwas weiter fahren, da allerdings in unserer Bahn allesamt so gedrängt standen, dass man sich wie in einer Sardinenbüchse fühlte, sind wir einfach früher ausgestiegen und den weiteren Weg in das Viertel Soho gelaufen. Dort haben wir einen Koreaner gefunden und dort das erste Mal koreanisch probiert. Die Zufriedenheit war etwas geteilt, da Julia ein Gericht erwischte, was für ihren Geschmack zu süß war. Nun gut, müssen wir irgendwann nochmal koreanisch essen gehen.

Da wir heute bisher so wenig gelaufen sind, haben wir uns überlegt, dass wir zurückgehen und dabei noch einen Supermarkt auftreiben könnten, um schon mal für morgen ein bisschen Proviant zu kaufen. Die Tour geht nämlich unglaublich früh los, wird ewig dauern und da bietet sich Proviant nun mal irgendwie an.

Bevor wir im Hostel noch einen Cider getrunken haben, hieß noch die Füße anzuschauen, da dort bei Julia und mir blöderweise Blasen aufgetaucht sind. Bei Julia kennt man das ja schon, aber ich habe nun eher selten Blasen. Aber wir wollen hier Dinge sehen und Städte erläuft man sich nun mal am Besten.
Bevor wir dann gegen halb eins ins Bett kamen sind wir dann noch in die Bar runter. Nun gut, morgen müssen wir ja auch erst wieder um 06:30 aufstehen ...

GPS-Strecke: Vormittagserkundung

Montag, 18. Juli 2011

18.07.11 - Anreise

Die Sommerferien sind da und somit steht auch ein neuer Urlaub an. Dieser Urlaub wird von London über Edinburgh in ein ziemlich abgelegenes Cottage westlich von Oban und über Edinburgh dann wieder zurück nach Hamburg führen. Wie schon im letzten Jahr sind wir auch hier wieder mit einer Gruppe von Leuten unterwegs.

Nun mussten wir aber natürlich erstmal nach London kommen. Wir sind von Hamburg direkt nach London Gatwick geflogen. Bisher sind wir beide nur nach Stanstead bzw. Heathrow geflogen, so dass wir nun auch den dritten Londoner Flughafen kennenlernen durften. Gut, das war natürlich nicht sonderlich spektakulär, da das auch nur ein Flughafen ist und dabei auch nicht übermäßig groß ist. Allerding sind wir bei der Landung direkt an der Ed Force One, dem Flugzeug von der Band Iron Maiden, vorbeigefahren. Das hatte natürlich durchaus Stil. Wie verabredet, haben wir direkt am Flughafen auch schon Martin aufgegabelt. Wir haben im Voraus den EasyJet-Bus für 12:15 gebucht. Da diese Busse nur ein sehr begrenztes Platzangebot haben, sollte man auch zusehen, dass man seinen gebuchten Bus bekommt. Man kann zwar auch die Busse innnerhalb einer Stunde vor- und nachher nehmen, aber halt nur, wenn noch Plätze frei sind. Wir haben unseren Bus gemütlich erreicht, aber wir planen ja auch immer ausreichend Puffer ein. Andere Leute an der Bushaltestelle haben ihren Bus verpasst und hatten bei mehreren Bussen keine Chance, einen freien Platz zu ergattern.

Ca. 1 Stunde später sind wir dann in London angekommen. Allerdings natürlich nicht direkt im Zentrum und erst recht nicht bei unserem Hostel. Also mussten wir uns ein Ticket für den ÖPNV holen. Da wir an einer Station waren, an der auch ein echter Ticketschalter war, hat uns ein netter Angestellter eine Oyster-Card mit einem Ticket für die inneren 2 Zonen verkauft. Somit haben wir in dem Bereich alle Möglichkeiten.

So sind wir dann zu unserem Hostel, dem Generator am Russell Square gefahren. In diesem Hostel war Julia vor 9 Jahren schon mal und für Londoner Verhältnisse ist der Preis ok. Leider ist das Hostel auch wirklich SEHR lebhaft. "Frühstück" ist auch im Preis mit drin. Ich bin gespannt, was wir morgen als Frühstück bekommen. Nett ist, dass
es hier auch eine Bar und eine Art Café gibt. Da wir keine Lust hatten, unser Zimmer mit einer anderen Person zu teilen, haben wir ganz geschickt ein 4er Zimmer gebucht und nur zu dritt bezogen. Das Generator ist übrigens eine Kette, die auch in Dublin, Kopenhagen und Berlin jeweils ein Hostel haben und gerade in Hamburg eins errichten.

Da es nun knapp 15:00 Uhr war, konnten wir ja noch nicht, gar nichts machen. Also haben wir uns auf die Socken gemacht und sind vom Russel Square in Richtung Thames gegangen. Dabei haben wir bei der Station Temple eine sehr interessante Tempelanlage gefunden, von der wir alle vorher noch nie was gehört haben. Als wir bei der Thames ankamen, haben wir uns in Richtung Tower Bridge aufgemacht. Bei der Millenium Bridge ging es dann auf die südliche Seite der Thames und dort entlang bis zur Tower Bridge. Von dort sind wir dann am Tower entlang ins Bankenviertel gegangen, um dann wieder zu unserem Hostel zurückzukehren. Natürlich sind wir auf dem Rückweg dann noch Essen gegangen. Wir haben einen Inder kurz vor unserem Hostel gefunden, der zu unser aller Zufriedenheit war. Zwischen 20 und 21 Uhr oder so waren wir dann wieder im Hostel und unsere Füße taten uns doch ein wenig weh. Aber das wird uns morgen bestimmt nicht davon abhalten, wieder durch die Gegend zu gehen. Die Route habe ich heute nicht aufgenommen, aber ich werde vielleicht im Anschluss an die Reise noch händisch eine entsprechende Route erstellen.
Etwas nervig war das berühmte Londoner Wetter. Wir hatten zwar durchaus einige Abschnitte mit Sonnenschein, aber zwischendurch hat es auch richtig geschifft. Nun gut, wir sind ja nicht aus Zucker und zumindest Julia und ich sind aus Hamburg und haben somit Erfahrung, was den Regen angeht. So konnten wir unsere Regenjacke bzw. den Regenschirm rausholen und haben uns allesamt die Laune nicht verderben lassen. Es bewahrheitet sich somit wieder mal das Sprichwort, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung gibt.

Als Absacker haben wir dann abends noch etwas Cider in der Hostel-Bar getrunken und sind dann auch irgendwann relativ fertig ins Bett gefallen.

GPS-Strecke: Nachmittagsspaziergang

Mittwoch, 16. März 2011

16.03.11 - Wetter, Wasser, Wale

Heute sind wir, wie gestern auch schon und morgen bestimmt wieder, recht zeitig aufgestanden, so dass wir mit dem Frühstück um 09:00 Uhr durch waren und direkt bei Carsten anrufen konnten. Carsten hat uns erzählt, dass das Wetter dort super sei, woraufhin er uns dann auch direkt auf das Boot um 11:00 Uhr gebucht hat. Nun hieß es für uns also nach Los Cristianos zu fahren, einen Parkplatz zu ergattern und dann direkt zum Boot zu latschen.

Klingt einfach, ist es aber nicht unbedingt. Denn auf dem Weg hatten in La Laguna erstmal einen ordentlichen Stau. Jeder weiß, wie toll es ist, in einen Stau zu geraten, wenn man einen fixen Termin hat. Wir planen ja glücklicherweise immer ein bisschen mehr Zeit ein und haben nicht nur die 1:15 nach Los Cristianos engeplant, sondern auch noch ein bisschen Zeit als Puffer.

In Los Cristianos angekommen näherte sich die Uhr der 10:40 Uhr und wir mussten noch einen Parkplatz finden und dann zum Hafen gehen. Nachdem wir dann ein mal den halben Ort rauf und runter gefahren sind, haben wir die nächste Tiefgarage genommen, auch wenn die eher am anderen Ende des Ortes war. Die Uhr rückte bedrohlich auf die 11:00 Uhr zu und so beeilten wir uns, um zum Schiff zu kommen. Um 10:55 Uhr haben wir dann auch die Tickets abholen und auf das Schiff steigen können. Das war zwar knapp, aber es hat ja zum Glück noch gepasst.

Mit dem Schiff sind wir dann auf das Meer gefahren. Das Wasser war relativ ruhig, aber da das Schiff nicht unbedingt das Größte war (es passen knapp 50 Leute an Board), hat man natürlich jede Welle gespürt. Ich fand das gar großartig, aber Julia war davon nur bedingt begeistert. Aber auch sie hat sich da recht schnell dran gewöhnt.

Und nach einer Weile konnten wir Wale sehen *freu* OK, die Wale haben in etwa Delphingröße, aber man konnte an ihrer Finne und der Nase doch recht deutlich erkennen, dass es Pilotwale sind.
So schipperten wir da so ne Weile rum und fuhren dann irgendwann zu den ansässigen Fischfarmen. Wenn diese Fische nämlich gefüttert werden, lockt das üblicherweise auch Fische, die außerhalb der Fischfarm leben und somit werden natürlich auch Delfine angelockt. Und die haben wir dann auch beobachten können.

Nach knapp 2 Stunden ging es dann wieder zurück in den Hafen. Wir sind dann noch gemächlich in Richtung Auto getigert und anschließend zurück nach Puerto de la Cruz gefahren. Dort genießen wir nun noch die letzten Stunden des Urlaubs, bevor er morgen wohl oder übel wieder zurück gen Heimat geht.

Dienstag, 15. März 2011

15.03.11 - Los Cristianos und La Orotava

Der Wetterbericht gelobte für den heutigen Tag Besserung. Im Norden sollte es zwar imernoch regnen, aber dafür sollte Süden schöner sein. Das klang schon mal ganz gut, denn wir haben hier ja noch keine Wal- und Delphintour gemacht. Diese Touren kann man natürlich im Norden durchaus buchen und wird dann mit dem Bus nach Los Cristianos gekarrt und fährt dann mit dem Boot hinaus. Das kostet irgendwan um die 50 Euro oder so pro Person. Wir haben uns überlegt, dass es ja schlau sein könnte, einfach mit dem Auto nach Los Cristianos zu fahren, um dort dann am Hafen entlang zu schlendern und die verschiedenen Möglichkeiten direkt vor Ort besichtigen.

So sind wir dann also losgefahren, haben in Los Cristianos auch direkt einen Parkplatz gefunden und haben uns in Richtung Hafen begeben. Dort wurden wir direkt von einem Typen in einer Bude auf deutsch angeschnackt und er hat uns erzählt, dass heute keine Wale zu sehen seien, da die See zu unruhig ist. Die sind natürlich trotzdem da und auch durchaus an der Oberfläche, aber zwischen den Wellen halt nicht so leicht zu entdecken. Und deshalb lassen sie das für den Tag lieber komplett sein. Für morgen stünden die Chancen aber ganz gut. Damit wir aber nicht wieder direkt hinfahren und dann eventuell enttäuscht werden, sollen wir morgen früh doch kurz bei ihm anrufen. Er sagt uns dann, ob die Tour stattfindet und schreibt uns direkt auf die Liste, so dass wir auch nicht bangen müssen, ob wir mitkommen. Und weil wir ja auch die Anfahrt haben, nimmt er dann mal statt 18€ lieber 15€ pro Person. Das klingt doch schon mal vielversprechend.

Wir hatten ja schon damit gerechnet, dass es heute vielleicht nichts würde und deshalb sind wir dann direkt zu Plan B übergegangen. Der beinhaltete auf der Promenade bei Los Cristianos und Las Americas zu flanieren. Das haben wir dann auch über ca. 2 Stunden gemacht und wurden zwischendurch vom Sturm ziemlich durchgepustet. Die genannten Orte gehen übrigens direkt ineinander über und haben ca. 100.000 der 140.000 Betten auf Teneriffa. Insofern sind die Orte halt typische Ferienorte, aber die Promenade war wirklich nett.

Der weitere Verlauf war uns vorher noch nicht so ganz klar, da wir, wenn das Wetter mitspielte, über den Teide zurückfahren und evtl. in den Las Canadas einen kleinen Rundweg machen wollten. Während wir aber vorhin kurz in einer Touri-Info waren, haben andere Leute gefragt, ob es möglich wäre, heute hinaufzufahren. Das wurde direkt verneint, da es hier keine Winterreifen, Schneeketten o.ä. gäbe und somit die Straßen oben einfach gesperrt würden. Deshalb haben wir diesen Plan instantan verworfen. Stattdessen ging es dann wieder auf die Autobahn in Richtung Norden, wo wir noch durch La Orotava gegangen sind. Die Stadt war ja bei der Durchfahrt zum Teide schon nett und da es zu dem Zeitpunkt gerade nicht geregnet hat, haben wir die Gunst der Stunde genutzt. Komplett haben wir uns die Stadt natürlich nicht angeschaut, weil wir zu faul waren ständig steile Berge hinauf und hinab zu gehen.

Wenn man sich den Wetterverlauf hier mal so anschaut, stellen wir fest, dass wir im Prinzip die verschiedenen Sachen zur richtigen Zeit gemacht haben und auch im Nachhinein zwar einige kleinere Optimierungen sinnvoll gewesen wären. Allerdings wußten wir das zu dem Zeitpunkt ja noch nicht und die wichtigsten Punkte haben wir ja geschafft.

Montag, 14. März 2011

14.03.11 - Regen(eration)

Wie gestern Abend regnete es die gesamte Nacht durch und heute Morgen wurden wir von einem Platzregen geweckt. Das war schon extrem laut, wie das Wasser so runterprasselte. Und bei Regen sollte es bisher auch bleiben. Trotzdem sind wir voller Elan in Richtung Icod losgefahren, um uns dort den 1000 Jahre alten Drachenbaum anzuschauen, der eigentlich nur 400-600 Jahre alt sein dürfte. Der steht in einem Park in Icod, in dem auch andere Drachenbäume herumstehen. Wir kamen in Icod an und neben dem Regen war es unglaublich voll dort am Park. Man hätte zwar noch einen Parkplatz finden können, aber Tiefgaragengebühr+Eintritt für den Park war uns der Baum dann doch nicht wert. Also sind wir quer durch Icod über Straßen mit gefühlten 60° Steigung gefahren, um wieder zurück zur Hauptstraße zu kommen. Dabei kamen wir an einem Schild zu einer Vulkanhöhle vorbei und haben spontan die Richtung zu dieser Höhle genommen. So fuhren wir einige 100 Höhenmeter in Richtung des Informationszentrums an der Höhle, um dann irgendwann leider feststellen zu müssen, dass die Straße nicht nur etwas einem Bach gleicht, sondern die Straße auch unbefestigt wurde. Und natürlich dürfen wir auf unbefestigten Straßen mit dem Mietwagen nicht fahren. Also hieß es umkehren und in Richtung Puerto de la Cruz zurück.

Auf dem Rückweg haben wir uns noch überlegt, dass wir uns vielleicht noch La Orotava zu Fuß anschauen könnten. Die herunterregnende Wassermenge hat uns dann bei unserer Heimatabfahrt aber dann doch abgeschreckt. Schließlich liegt La Orotava direkt neben Puerto de la Cruz und es ist äußerst unwahrscheinlich, dass sich das Wetter innerhalb von 5 km so massiv unterscheidet. Das Wetter meint wohl, dass wir uns heute im Hotel regenieren sollen. Und nachdem wir ja nun unseren guten Willen gezeigt haben und uns diesem mehr oder minder erzwungenen Ruhetag widersetzen wollten, geben wir jetzt wohl doch nach und werden den Tag einfach in Ruhe genießen.

Es ist übrigens durchaus bemerkenswert, wie sehr sich die Schneegrenze in den letzten Tagen geändert hat. Die lag als wir oben auf dem Teide waren so in etwa bei 2200 m und wir haben von unserem Balkon aus eigentlich nur auf dem Teide Schnee gesehen. Bis heute ist sie auf ca. 1200 m gefallen und die Berge sind, sofern sie mal aus den Wolken herauskommen, ziemlich weiß geworden. Und da merken wir hier auch direkt, dass 1200 m doch gar nicht so übermäßig weit entfernt ist.
Laut Wetterbericht soll das Wetter in den nächsten Tagen besser werden. Wir sind jedenfalls gespannt und lassen uns überraschen.

Fotos gibt es nun auch ein paar: Teneriffa 2011
Und ein paar neue GPS-Routen gibt es dort.

Sonntag, 13. März 2011

13.03.11 - Loro Parque

Es ist Sonntag und von dem angekündigten Regen bisher nichts zu sehen. Und da Sonntags der Haupttag für den Bettenwechsel ist, bietet sich heute doch der Besuch im Loro Parque an. Denn wenn die Leute an- bzw. abreisen, können nicht so viele im Zoo sein. Diese Rechnung ging auch direkt auf, denn es war tatsächlich keine Schlange an dem Kassenhäuschen vorhanden, obwohl ein paar Busse da waren bzw. ankamen als wir zu Fuß dort einbogen. Zu Fuß deshalb, weil man für gut 20 Minuten Fußweg ja nun nicht unbedingt das Auto nutzen muss. Wir hatten natürlich weiterhin gut vorgesorgt und waren bereits für den Fall gerüstet, dass es doch eine längere Schlange gibt. Und zwar haben wir die Tickets bereits vorher bei uns im Hotel gekauft. Das kostete auch nicht mehr und erspart einem den eventuellen Stress dort. Die Eintrittspreise sind allerdings saftig. Pro Person kostet das Ticket 32 Euro! Selbst im Zoo in Hannover haben wir nicht so viel bezahlt und der Zoo ist schon nicht günstig. Nun gut, aber da wir von allen Seiten gehört haben, dass man den mal gesehen haben sollte, haben wir das natürlich trotzdem mitgemacht.

So sind wir dann gemütlich durch den Zoo gelatscht und haben uns die Tiere dort angeschaut. Da ich nun nicht alle Tiere aufzählen möchte, nenne ich mal ein paar Highlights. Besonders süß war das Zweifinger-Faultier-Baby. Das so richtig kuschelig auf dem Bauch der Mutter aus.

Sehr empfehlenswert ist das Pinguinarium. Dort gibt es 4 verschiedene Pinguinarten, es schneit von der Decke und es gibt ein lustiges Transportband direkt vor dem großen Areal. Dort stellt man sich faul rauf und wird laaangsaaaam herumgefahren. Nicht, dass man das wirklich bräuchte, aber das war schon irgendwie spaßig.

Sehr nett war auch der Treetop-Walk in einem Freifluggehege. Dort haben wir nämlich die ganzen alten Bekannten aus Australien wieder getroffen. OK, in Australien haben wir sie in freier Wildbahn erlebt, aber so war das auch durchaus nett.

Kurz hinter diesem Freifluggehege fing es dann an zu regnen und es ging über ins Schütten! Klug wie wir sind, hatten wir einen Regenschirm dabei. Leider hat der nicht besonders viel gebracht. 20°C sind zwar angenehm warm, aber wenn man dabei dann auch noch nass ist, ist es doch eher ziemlich schattig. Insofern sind wir an den nächsten Tieren recht schnell entlang gegangen und haben uns die nächstbeste Show gesucht, die ein Dach hatte.

An dieser Stelle sei gesagt, dass der Loro Parque besonders mit den vorhandenen Shows wirbt. Dazu gehören Seelöwen-, Ara-, und Delphinshows und ein Filmchen über die Natur sowie eine Orca-Show. Nun ja. Seelöwen- und Arashows finde ich ok. Delphinshows empfinde ich als grenzwertig und Orcashows sollten meines Erachtens nur gemacht werden, wenn die Tiere auch direkten Zugang zum Meer haben und mehr oder minder freiwillig mitmachen. Im Vergleich sowas wie in Monkey Mia an der Westküste Australiens mit den Delphinen.

Natürlich war die gerade stattfindende Show genau die Orca-Show. Unser eigentlicher Plan war, dass wir die Orcas zwar anschauen, aber eben nicht die Show. Tja, hat nicht sollen sein und es war natürlich nett, die Viecher mal in voller Lebensgröße aus dem Wasser springen zu sehen und so. Auf einer Video-Leinwand, die dort mit herumstand, wurden dann auch viele Infos zu den Tieren eingeblendet und diese 4 erwachsenen Tiere sind allesamt in den USA in Gefangenschaft geboren worden. Es wurden auch Videos von den Tieren als Babys in den USA gezeigt. Mittlerweile gibt es übrigens auch hier Nachwuchs. Das Kleine wurde nicht in die Show einbezogen, aber man konnte es im hinteren Becken schwimmen und rumtollen sehen. In diesem Zusammenhang wollte ich nochmal nachschauen, ob eine Auswilderung bei den Tieren gut funktioniert. *Memo an mich*
Nach Abschluss der Show hat es immer noch geregnet, so dass wir so lange sitzen geblieben sind, bis fast alle Menschen bereits gegangen waren. Da war es recht interessant zu sehen, dass die Trainer irgendwo irgendwas gemacht haben, während die Tiere auch so durch die Gegend geschwommen und gesprungen sind.

Irgendwann hörte aber auch der Regen wieder auf und wir sind dann nochmal zu einigen Tieren gegangen, die wir nicht ausreichend beachtet haben. Dazu gehörte auch ein weißer Tiger, der in seinem Gehege lag und pennte.

Extrem süß waren auch die kleinen Jaguare. Die Mutter ist komplett schwarz und von den kleinen Miezekätzchen ist das eine Tier auch schwarz, während das andere normal gefleckt ist. Naja, dass die schwarzen Jaguare gefleckt sind, sieht man ja auch, aber ich glaube, ihr wisst, was ich meine.

Erstaunlich ist natürlich auch die riesige Papageien-Sammlung. Überall am Wegrand sind Papageien-Käfige, mit allen möglichen Exemplaren aus der Welt. Einige von denen sind mittlerweile leider auch in der freien Wildbahn ausgestorben. Allerdings hat es bereits Nachzuchterfolge gegeben und sobald dies ein paar mehr sind, soll eine Auswilderung versucht werden. Ich bin gespannt, ob sie das wieder schaffen.

Nun stellt sich natürlich die Frage nach einem Fazit. Hat sich der Loro Parque gelohnt? Ja, irgendwie schon. Ist der Preis gerechtfertigt? Wenn die Aussagen bezüglich der Loro Parque Foundation so stimmen und Teile des Eintrittspreises dort hinein gehen, dann auf jeden Fall.
Aus Deutschland sind wir natürlich durchaus andere Sachen gewöhnt. So hat Hagenbeck schon lange viele Tiere ohne Scheibe oder Zaun gehalten und das ist ja auch der überwiegende Trend in anderen Zoos. Hier sind die meisten Tiere noch hinter Glas, auch wenn die Gehege dahinter oft durchaus ansprechend sind.

Um mich nochmal in diesen Zoo zu locken, müsste sich allerdings bis zum nächsten Besuch auf Teneriffa noch einiges ändern, damit ich erneut so viel Geld bezahlte.

NACHTRAG:
In dem Glauben, dass gestern bestimmt nichts Spannendes mehr passiert, habe ich den Beitrag entsprechend kurz vorm Abendessen abgeschickt. Der wiedereinsetzende Regen sollte uns noch eines Besseren belehren.

Nach dem Abendessen kamen wir nämlich absolut vollgestopft nach oben ins Zimmer und stellten fest, dass von der Deckenlampe Wasser heruntertropfte. Da wir im obersten Stockwerk sind, war es relativ klar, dass irgendwo über uns auf dem Dach das Wasser wohl nicht so abfloss, wie es sollte. Lust darauf ein anderes Zimmer zu beziehen hatten wir eigentlich nicht, aber man sollte ja schon mal Bescheid sagen gehen. Kurz nachdem wir an der Rezeption Bescheid gesagt haben, kam ein Techniker an, schaute kurz an die Decke und meinte, dass es vom Regen und Wind draußen kam. Darauf wären wir ohne seine Hilfe bestimmt nicht gekommen. Er verließ daraufhin wieder das Zimmer und meinte, dass die Rezeption sich noch mal meldete. Das tat sie dann auch und bot uns an, dass der Techniker da heute nichts mehr machen und wir ein Zimmer gegenüber bekommen könnten. Gegenüber? Klingt gut, denn das wäre dann die Seite zum mehr hin. Also habe ich kurz die Karte für das andere Zimmer abgeholt und musste oben feststellen, dass sie nicht gegenüber, sondern ziemlich nebenan meinte. Nun gut, der Umzug ist ja aber trotzdem sinnvoll und somit sind wir 3 Zimmer weiter gezogen. Bei Zimmerbezug gibt es hier immer einen kleinen Obstkorb und 2 Blümchen in einer Vase. Und weil wir das Zimmer ja quasi neu bezogen haben, gab es für uns frisches Obst und frische Blümchen. Dabei sei angemerkt, dass das lokale Obst hier unglaublich lecker ist.

12.03.11 - Anaga-Gebirge

Nach einem ausgedehnten Frühstück und dem Lesen der Nachrichten über die Katastrophen in Japan, sind wir heute erst relativ spät losgekommen. Unser Ziel lautete das Anaga-Gebirge, wobei wir noch eine Straße am Teide entlang genauer anschauen mussten. 2 der 3 hinaufführenden Straßen hatten wir ja bereits abgefrühstückt und so sind wir also wieder zunächst zum Teide hochgefahren (dieses mal haben wir auf Anhieb die richtige Straße gefunden und mussten nicht durch La Orotava fahren ;)), um dann die 3. Straße in Richtung La Laguna herunterzufahren.

Die Idee als solche war nicht unbedingt schlecht, allerdings war genau die Strecke dort in den Wolken mit Sichtweiten von teilweise weit unter 50 m. Stellenweise waren wir froh, wenn wir die Felswand direkt neben der Straße erkennen konnten. Das was wir dort gesehen haben, war durchaus hübsch, aber wir hätten doch gerne geringfügig mehr gesehen. Umdrehen hätte uns nun auch nicht viel gebracht, so dass wir dann trotzdem weiter in Richtung La Laguna gefahren sind.

La Laguna war die erste Stadt auf Teneriffa und früher mal die Hauptstadt. Dementsprechend ist sie auch gar nicht so winzig. Etwas nervig war, dass alle Straßen Einbahnstraßen sind und man noch seltener da abbiegen darf, als es in Hamburg erlaubt ist. Einige Teile sahen auch recht ansprechend aus, aber wir konnten uns nicht so recht motivieren auszusteigen.

So sind wir dann weiter in das Anaga-Gebirge gefahren, obwohl wir uns nicht sicher waren, ob das nicht vielleicht auch in den Wolken liege. Lag es aber nicht und die Gegend ist ähnlich traumhaft wie der Norden La Gomeras. Total tolle Berge, Schluchten und alles ist grün. Die Wälder dort bestehen u.a. aus Lorbeer- und Eukalyptus-Bäumen. Absolut schick! Die Kakteen, die dort an einigen Berghängen wachsen, sind auch richtig hübsch und teilweise riesig!
Dort sind wir also eine ganze Weile entlang gekurvt und haben den Ausblick in jede Richtung genossen. Es war trotz unserer Befürchtung glücklicherweise nicht bewölkt.

Wir sind dann durch Santa Cruz wieder auf die Autobahn zurück nach Puerto de la Cruz gefahren. Im Hafen von Santa Cruz lag unter anderem noch die Aida, die unsere Eltern bereits kennengelernt haben. ;)
Auf dem Rückweg nach Puerto de la Cruz konnte man auch schon die Vorboten der abendlichen Karnevalsveranstaltung wahrnehmen, da dort einige bereits verkleidet im Auto saßen und jeden (!) angehupt haben, der auch nur annähernd verkleidet war. Immerhin waren wir nicht in Santa Cruz als der dortige Karnevalsumzug stattfand. Das wäre sonst auch irgendwie sehr spaßig gewesen, dass gerade wir, die den Karneval gerne meiden, direkt in sowas reingeraten. Falls es jemanden interessiert: Der Umzug in Santa Cruz soll der Zweitschönste der Welt direkt nach dem in Rio de Janeiro sein.

Eine kleine Nebenbemerkung noch zum Wetter. Seit wir hier sind, wurde für jeden Tag Regen vorhergesagt, wobei der meist nur ein mal kurz irgendwann am Morgen oder Abend herunterkam. Für die nächsten Tage ist allerdings mehr Regen angesagt. Mal schauen, wie sich das entwickelt.