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Dienstag, 24. Januar 2023

Melbourne Central

Erneut konnten wir heute ausschlafen und Kalle hat das ziemlich ausgiebig genutzt. Wir hatten dann erstmal Frühstück und uns anschließend wie üblich mit jeder Menge Sonnencreme eingeschmiert. Man mag es kaum glauben, aber die Sonnencreme mit 50+ hat uns bisher zuverlässig vor Sonnenbrand geschützt, obwohl wir ja durchaus viel draußen unterwegs sind.

Und auch heute waren wir wieder etwas draußen. Zunächst musste das Auto mal wieder umgeparkt werden, weil wir nicht sicher waren, wann wir heute zurück kommen. Und dann sind wir durch den Alber Park am östlichen Seeufer entlang in die Stadt gegangen. Das waren so grob 6 km bis zum Anfang des Central Business Districts (also der Innenstadt). Der Weg war schön und so konnten wir viele verschiedene Vögel im Park beobachten, die auch die Aufmerksamkeit von Kalle geweckt haben.

In der Stadt sind wir in Richtung Melbourne Central gegangen. Dort ist eine alte Fabrik von dem Einkaufszentrum überbaut, aber noch voll sichtbar. In dem Einkaufszentrum haben wir verschiedene Sachen gesucht, aber sind nur partiell fündig geworden. Aber es gibt dort viele Möglichkeiten, sich hinzusetzen und einen Kaffe oder ähnliches zu holen. Und da Kalle Hunger hatte, haben wir natürlich eine Möglichkeit genutzt. Es ist immer wieder lustig, dass es entweder irgendeinen Instantkaffee gibt oder richtig leckeren Baristakaffee. So Filterkaffe oder so gibt es echt nur sehr selten. Natürlich nehme ich auch jeden gefriergetrockneten Instantkaffee, aber ich freue mich dann schon, wenn ich mir unterwegs leckeren Kaffee holen kann.
Nach dieser kleinen Mittagspause sind wir weiter durch die miteinander verbundenen Einkaufszentren und einige Einkaufsstraßen gegangen, haben aber weiterhin keine Sandalen oder einfache Handtasche für Juli finden können. OK, Schuhe sind bei ihr eh immer ein etwas schwieriges Thema, aber diese Handtaschen, die es in Deutschland irgendwie bei jeden zweiten Laden gibt, sind hier nicht aufzutreiben. Entweder gibt es häßliche, unpraktische Handtaschen in teuer oder häßliche, semi-praktische in zu teuer. Das ist wirklich faszinierend.



Die Zeit war ganz gut fortgeschritten und da es auch anfing zu regnen, haben wir beschlossen, dass wir uns warmes Essen holen. Und das haben wir in dem Areal gemacht, in dem wir vor vier Jahren mit Freundinnen, die zu Besuch waren, gewohnt haben. Wie es sich gehört, haben wir erstmal Fotos gemacht und in die WhatsApp-Gruppe gestellt.

Der Regen hatte nach unserem Essen auch weitestgehend aufgehört und so haben wir den Rückweg angetreten. Wir sind wieder durch den Park zurück, aber haben dieses mal das andere Seeufer gewählt. An der Unterkunft musste das Auto noch umgeparkt werden und dann waren wir auch mal wieder zu einer Zeit zurück, die besser in Kalles eigentlich Rhythmus passt. Aber 8 h unterwegs und 18 km mit Buggy, Kind zwischendurch auf dem Arm, an der Hand und durch Läden bummeln, geht doch irgendwie etwas auf den Körper.

Grundsätzlich hat sich leider unser Eindruck von Melbourne, den wir vor vier Jahren bekommen haben, verfestigt. Vor 14 Jahren hat es uns hier richtig gut gefallen. Vor 4 Jahren hatten wir dann den Eindruck, dass die Stadt zu schnell gewachsen ist. Viele Läden sind irgendwie schäbig und sehen heruntergekommen aus oder es gibt dann die extrem teueren Läden. Auch sind sehr viele Obdachlose auf den Straßen unterwegs, von denen viele sehr unangenehm auffallen. Trotzdem war es gut, wieder hier gewesen zu sein und beim nächsten mal würde ich auch wieder schauen wollen, wie sich die Stadt weiter verändert hat.

Montag, 23. Januar 2023

Melbourne Zoo

Da wir heute ohne Stress spontan sehen konnten, was wir machen wollen, haben wir erstmal ausgeschlafen und gefrühstückt. Beim Frühstück sind wir ein paar Optionen durchgegangen, haben uns entschieden und entsprechend fertig gemacht.

Wir haben das Auto genommen und sind zum Zoo gefahren. Die Fahrt war problemlos und für die Parkplätze gibt es Einweiser, die auch darauf achten, dass man nicht zu viel Abstand zwischen den Autos lässt. Die Parkgebühren betragen unglaubliche 2 AU$ für 5 Stunden.
Auf dem Weg dahin, hat Juli die Webseite mal gecheckt und demnach gibt es nur Einlass, wenn man vorab online Tickets gekauft hat. Also haben wir auf dem Weg zum Eingang schnell Tickets gekauft, nur um am Eingang festzustellen, dass man die auch direkt hätte kaufen können. Ich mag es ja, wenn Onlineinformationen stimmen...

Gut, wir kamen rein und sind dann den Zoo mit einer kleinen Futterpause abgelaufen. Die Gehege und Areale sind größtenteils ansprechend gestaltet, so dass auch wirklich das Gefühl aufkommt, man wäre in einer gewissen Gegend, wie z.B. einem Regenwald. Kalle hat auch interessiert geguckt, wobei die Tiere nur halb-spannend waren und andere Kinder und Menschen viel interessanter waren. Nach 4 Stunden waren wir durch und haben überlegt, welche Folgeoption wir nun ziehen.



Wir sind zurück gefahren und haben gegenüber von unserer Unterkunft geparkt. Dort ist morgens ein Clearway, während auf unserer Seite der Clearway gerade anfing als wir zurück kamen.
Wie gefühlt jeden Tag, fiel uns auch heute noch was zum Einkaufen ein. Na gut, wenn man täglich eine frische Mango holt und isst, hat man auch täglich was zum Einkaufen. Und hier gibt es Mangosorten, die halt nur kurz haltbar, aber mega lecker sind. Jedenfalls sind wir losgestiefelt und da Kalle gerade am Einschlafen war, haben wir uns für den langen Weg zum Essen entschieden. Sprich: Wir haben die 3 Seiten des Rechtecks genommen anstatt der einen Seite. Der Weg führte wieder an der Strandpromenade entlang, die wir gestern Abend auch schon kurz besucht hatten.

Kaum kamen wir beim ausgesuchten Restaurant an, wachte Kalle auch auf. Der hat es doch gerochen, dass es gleich Essen gibt. Wir haben jedenfalls richtig lecker gespeist und konnten auch immerhin ein ganzes Papadam an ihn abgeben, obwohl er vorher schon eine Mittagsportion für seine Altersstufe bekommen hatte. Aber gut, Seeluft macht ja auch hungrig und da konstant das Laufen geübt wird, wird auch Energie gebraucht.

Nach dem Essen haben wir uns wieder für den längeren Rückweg entschieden, da wir noch ein bisschen laufen wollten. Dabei sind wir etwas anders als auf dem Hinweg gegangen und sind irgendwie an einer Eisdiele vorbei gekommen. Zufälle gibt es. Zu Kalles Freude sind wir aber auch noch an einem Spielplatz vorbei gekommen, wo er noch etwas schaukeln und rutschen konnte. So konnten wir dann auch alle zufrieden zur Unterkunft zurück gehen. Das Auto musste natürlich noch kurz umgeparkt werden, damit ich das morgen früh nicht machen muss.

Sonntag, 22. Januar 2023

Auf nach Melbourne

Wir hatten heute mal wieder einen Flugtag. Es ging von Sydney nach Melbourne. Wir hatten uns einen Flug zur Mittagszeit ausgesucht, damit wir an keinem Ort groß Stress haben. Natürlich haben wir gestern die Info bekommen, dass unser Flug gestrichen und wir auf den Flug eine Stunde früher umgebucht wurden. Das ist von der Zeit prinzipiell auch ok gewesen, aber natürlich mussten wir unser Shuttle erstmal informieren. Das war aber gestern auch schon erledigt und so haben wir alles so weit vorbereitet, dass wir rechtzeitig vor der Tür stehen können.
Während wir packten, hat uns der Fahrer informiert, dass er etwa 15 Minuten später da wäre. Wir standen also zur etwas späteren Zeit draußen und warteten. Glücklicherweise gab es eine Überdachung, da wir sonst ziemlich nass geworden wären. Mit weitern fast 15 Minuten Verspätung kam der Fahrer dann an und entschuldigte sich wortreich. Den ganzen morgen ist es wohl schon ein totales Gehetze, weil ein Flug Verspätung hatte und damit die gesamte weitere Planung nur noch knapp passte. So schlimm war es für uns zum Glück nicht, weil wir genug Puffer eingeplant hatten.

Am Flughafen war zwar eine lange Schlange bei der Kofferabgabe, aber eigentlich hat es nicht allzu lange gedauert. Nervig ist dieses Anstehen aber immernoch. Da haben wir mit Freude an Singapore Airlines zurückgedacht, wo wir mit Baby bevorzugt wurden.
Der Flug lief einwandfrei und in Melbourne konnten wir auch zügig unser Gepäck und unseren Mietwagen abholen. Man mag sich fragen, warum wir einen Mietwagen in der Stadt haben. Nun, wir bleiben nicht in der Innenstadt, sondern haben eine Unterkunft in St. Kilda südlich von Melbourne. Es war schwierig dafür einen Shuttle zu bekommen und Taxi war richtig teuer. Damit war es für uns günstiger, ein Auto für die Tage hier zu haben als Transfers zu bezahlen. Und auf Straßenbahnfahrten mit all dem Gepäck und Kind hatten wir nun wahrlich keine Lust. Da unsere Unterkunft auch eine Parkplatz beinhalten sollte, klang das nach einer guten Lösung.

Die Fahrt lief auch problemlos. An der Unterkunft hat uns allerdings die Parksituation gewundert. Prinzipiell kann man direkt entlang der Straße parken. Allerdings ist die Spur, auf der geparkt werden darf, morgens bzw. abends zur Hauptverkehrszeit ein Clearway. Das heißt, dass dann dort nicht geparkt werden darf. Das ist ja eher unschön. Aber gut, da der Parkplatz ja dabei sein sollte, können wir da erstmal bis morgen Nachmittag stehen.
Um an den Schlüssel zu kommen, wurden uns vorab leider keine Infos gegeben, aber mit einem Telefonat ließ sich das klären. Leider hat das Schlüsseltag aber nicht so korrekt an unserem Apartment funktioniert. Also mussten wir erneut anrufen. Ja, das ist ein bekanntes Problem und man müsse nur mit vollem Schultereinsatz die Tür öffnen. Dass das schon häufiger gemacht wurde, ist der Tür auch deutlich anzusehen, da bereits ein Riss an der Türschnapperstelle ist. Ansonsten sind die Bilder im Internet auch sehr vorteilhaft aufgenommen. Also es ist ok, aber bei weitem nicht so modern, wie es im Inserat wirkt.
Die Frage nach dem Parkplatz haben wir direkt per Mail gestellt. Doch, es ist so gemeint, dass der Parkplatz außerhalb der Clearwayzeiten gemeint ist. Da muss man dann halt rechtzeitig umparken. Eigentlich wollten wir sowas nicht haben und entspricht auch nicht unserem Verständnis von Parkplatz. Es ist alles nicht dramatisch, aber nervig.

Nun war es aber dringend an der Zeit, für uns Essen zu finden. Das gab es auch ziemlich um die Ecke. Ein kleines Stück weiter gab es dann auch einen Supermarkt, den wir anschließend heimgesucht haben. Da der leider nicht alles hatte, was wir wollten, sind wir über unsere Unterkunft zum anderen Supermarkt gelatscht. Da gab es dann auch das restliche Zeug.

Nun waren wir eh schon fast am Strand, so dass wir über die Promenade wieder zu unserer Unterkunft spaziert sind. Der Strand und die Promenade liefert Blicke auf viel Wasser, Containerbrücken und Kreuzfahrtschiff in der Ferne und an einigen Stellen auch die Sicht auf die Skyline von Melbourne. Dabei haben wir festgestellt, wie viel moderner die Hochhäuser von Melbourne gegenüber den Türmen von Sydney wirken. Und natürlich haben wir auch einen gewissen Vergleich zwischen St. Kilda und Manly gezogen, wo Manly für uns deutlich besser wegkommt. Es ist halt kleiner und insgesmt ruhiger. St. Kilda hat uns mehr an In-Viertel, wie die Schanze erinnert. Es gibt einerseits hippe Bars und Läden und gleichzeitig merkwürdige abgerissene Gestalten an jeder zweiten Ecke. Mal schauen, ob dieser erste Eindruck so bestehen bleibt.



Zurück im Apartment haben wir dann erstmal alles ausgepackt, eine freundliche Feedback-Mail geschrieben und uns ansonsten trotzdem nicht den Abend verderben lassen.

Sonntag, 17. Februar 2019

Melbourne Zoo

Erneut konnte man meinen, dass wir Urlaub haben, da wir wieder ausschlafen konnten. Ohne Eile haben wir uns fertig gemacht und gefrühstückt.

Danach sind wir losgegangen und durften erstmal unsere myKI-Karten aufladen. Das sind die ÖPNV-Karten, die man sich für 6$ kaufen muss und nicht wieder zurückgeben kann. Dafür kann man sie anschließend mit Geld aufladen und die Öffis benutzen. Die Tarife, die überall veröffentlicht sind und die Beträge, die im Endeffekt abgezogen werden, stimmen irgendwie nie so richtig überein. Wieso weiß ich nicht, aber insgesamt ist mir das hier alles ein bisschen suspekt. Warum man in Straßenbahnen nur beim Einstieg die Karte vorhalten muss, während man bei Bus und Bahn auch beim Aussteigen die Karte vorhalten soll, erschließt sich mir auch nicht. Bei der Oyster-Card in London funktioniert das jedenfalls alles irgendwie besser.

Wir sind auf jeden Fall mit unseren aufgeladenen Karten mit der Tram zum Zoo gefahren. Dort sind wir dann 4 Stunden durchgegangen, haben Tiere beobachtet und fotografiert. Ansonsten macht es jetzt nicht viel Sinn, über den Zoo zu schreiben, da sich seit unserem letzten Besuch vor 3 Monaten nicht viel geändert hat.


So ging es dann wieder zurück in die Innenstadt, wobei wir alle erschreckend hungrig waren. Also gab es am Nachmittag bereits eine warme Mahlzeit. Man kann ja später immernoch etwas Süßes oder so als Snack nehmen ;-)
Heute Abend wurden dann noch die (neuen) Koffer gepackt. Morgen geht es wieder weiter zur nächsten Station.

Samstag, 16. Februar 2019

Bummeln durch Melbourne

Heute haben wir ausschlafen können und wir haben erstaunlich lange durchgehalten. Beim Frühstück haben wir uns auch entsprechend Zeit gelassen, bevor wir in die Stadt aufgebrochen sind.

Kaum waren wir auf der Straße, sind wir auch schon in den nächsten Laden gegangen. Julias und meine Reiserucksäcke geben nämlich massiv den Geist auf. Man muss dazu sagen, dass die bereits von meinem Schwager und meiner Schwester kommen und vermutlich 2003 oder so gekauft wurden. Wir hatten die schon beim letzten mal dabei und über die Jahre bei regelmäßiger Verwendung sind sie nicht besser geworden. Also habe ich gestern mal nach einem Laden gesucht, der ähnliche Rucksäcke anbietet. Die bisherigen Besuche in Outdoorläden war nämlich wenig hilfreich, da sie meistens Wanderrucksäcke haben, die wir ja aber nicht wollen. Dementsprechend haben wir nach einem Laden gesucht, der die bisherigen Marken Black Wolf und/oder Caribee führt. Das sind australische Marken, die wir in Deutschland bisher nicht finden konnten. Hier um die Ecke ist jedenfalls ein Laden, der beide Marken führt. Wir sind da rein, haben erzählt, was wir suchen und sind auch direkt fündig geworden. Julia hat sich wieder für Black Wolf entschieden, während ich mir ein Modell von Caribee ausgesucht habe. Überraschend war der eine Rucksack auch noch etwa 15% herabgesetzt. Und während wir so am Gucken waren, hat Sakura sich ebenfalls dafür entschieden, einen entsprechenden Reiserucksack zu kaufen. Sie ist mit einem expliziten Wanderrucksack hier und findet den anderen ebenfalls praktischer. Da wir mit den Säcken nicht durch die Stadt spazieren wollten, haben wir sie direkt wieder in die Wohnung zurück gebracht.

Im Anschluss sind wir durch die Stadt gebummelt. In einem Einkaufszentrum haben wir für Julia noch einen Bikini gefuden, nachdem sie bereits seit längerer Zeit nach einem passenden und gefallenden Modell gesucht hat. Juan hat sich für den restlichen Tag verabschiedet, da sie sich mit einem Freund getroffen hat. Sakura, Julia und ich sind weiter durch die Stadt gegangen, um dann irgendwann zu beschließen, dass wir nicht weiter durch die Innenstadt gehen müssen. Also sind wir zum Yarra gegangen und sind dort ein längeres Stück als gestern Abend hinab und -auf spaziert.


Zum Abend hin ging es zum Essen in einen Food Court und Juan ist auch abends wieder zurückgekehrt.

Freitag, 15. Februar 2019

Zurück nach Melbourne

Nachdem wir gestern die Grate Ocean Road abgeschlossen haben, sind wir heute von Warrnambool zurück nach Melbourne gefahren. Stressen mussten wir uns beim Aufstehen und Fertigmachen nicht, waren aber wie üblich früher fertig als notwendig. Also sind wir gemütlich losgefahren und haben nicht die direkte Route gewählt, sondern sind über das Hinterland und Ballarat gefahren.
In Ballarat waren wir zufällig so, dass gerade eine Eisladenkette geöffnet hat und da mussten wir natürlich testen, ob Cold Rocks hier auch schmeckt. Wenig überraschend war es auch hier lecker. Ansonsten lässt sich über das bisschen, was wir von Ballarat gesehen haben, sagen, dass es eine alte Goldminenstadt ist. Es gibt sogar ein Denkmal zu den Goldschürfern und dem gefundenen Gold.

Als wir wieder losfuhren, stellten wir fest, dass wir nun doch etwas in Zeitdruck geraten, da die verbliebene Streckendauer doch etwas höher war als angenommen und unsere Autovermietung auf die Autorückgabe eingestellt war. Im Endeffekt haben wir das Auto mit etwa einer halben Stunde Verspätung abgegeben, wobei das vermutlich als Karenzzeit gilt. Jedenfalls hat der Mitarbeiter keinen Stress gemacht, sondern lieber erstmal ganz entspannt geschnackt. Da wir allerdings nicht, wie ursprünglich geplant, bei unserer Unterkunft vorbei gefahren sind, mussten wir nun also unser Gepäck von der Autovermietung zur Unterkunft schleppen. Glücklicherweise war die Unterkunft nur etwa 10 Minuten Fußweg entfernt. Außerdem sind unsere Gepäckstücke derart gewählt, dass man sie auch mal ein Stück durch die Gegend bewegen kann.

Nachdem wir unsere Sachen abgelegt hatten, sind wir erstmal durch die Melbourne Central Mall und die benachbarte Melbourne Emporium gegangen. Melbourne Central finde ich insofern immer wieder interessant, da dort eine alte Fabrik überdacht und mit eingebaut wurde. Dort haben wir dann auch unsere Einkäufe für morgen früh erledigt, sind zurück gegangen und haben die Sachen hochgebracht. Sehr dicht an unserer Wohnung war dann bereits das nächste Ziel gelegen: Der Burgerladen, in dem wir essen wollten.

Da wir uns insgesamt noch nicht allzu viel bewegt hatten, sind wir nach dem Essen nochmal losgegangen. Wir haben uns zum Fluss Yarra bewegt und sind dort auf der einen Seite ab- und auf der anderen Seite hinaufspaziert, bevor wir dann wieder zurück gegangen sind. Das war noch mal ein netter Abendspaziergang.

Sonntag, 25. November 2018

Melbourne Zoo

Für unseren letzten Tag in diesem Jahr hier in Australien haben wir den Zoobesuch in Melbourne geplant. Da wir gestern wirklich spät zurück waren, haben wir erstmal wieder ausgeschlafen und dann in Ruhe gefrühstückt.

Dann ging es zur Tramstation. So weit, so einfach. Wir erinnern uns, dass Juli und ich nach dem Wegbringen des Autos nicht einfach so die Tram nehmen konnten, da man eine spezielle Karte braucht. Diese spezielle Karte bekommt man in 7-eleven-Geschäften, an Automaten, die an einigen Tramstationen stehen und bei den Bahnstationen. Also sind wir zur Bahnstation und haben uns dort von dem Kundenservice Karten verkaufen lassen. Wir brauchten ja nur für heute ein Ticket und sind so davon ausgegangen, dass man einfach ein Tagesticket lösen kann. Wie naiv von uns. In Melbourne muss man sich eine myki-Karte kaufen. Die kostet schon mal 6$. Zurückgeben kann man die nicht. Also man kann schon, aber bekommt keine 6$ zurück. Und wenn man diese Karte dann hat, kann man sie mit Geld aufladen, um sie anschließend in den öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen zu können. Man muss die Karte in Trams beim Einsteigen vor das Lesegerät halten, beim Aussteigen allerdings nicht. Im Bus und in der Bahn dagegen muss man die Karte beim Ein- und Ausstieg vorhalten. Macht total Sinn. Nicht. Auf unsere Aussage hin, dass das für Touristen ja ganz schön unpraktisch sei, hat uns der Bedienstete zugestimmt und uns empfohlen, die Karte an Freunde weiterzugeben, sofern die herkommen. Oder man könne es auch als Souvenir sehen. So richtig praktisch ist das trotzdem nicht. Immerhin berechnet die Karte automatisch, welches der günstigste Tarif für die gefahrene Strecke ist.
Mit unseren frisch gekaufen und aufgeladenen Karten sind wir dann aus der Bahnstation wieder zur Tramstation gegangen und sind zum Zoo getingelt.

In den Melbourne Zoo sind wir dank unserer in Sydney erworbenen Jahreskarte kostenlos reingekommen. Und unser Preisvergleich hat ergeben, dass sich der Kauf definitiv gelohnt hat.
Der Zoo selbst ist der älteste Zoo Australiens und wurde nach dem Vorbild des London Zoos aufgebaut. Allerdings sieht man davon nicht mehr allzu viel, da eigentlich alles mittlerweile modernisiert wurde. Dementsprechend besteht er aus vom Hauptweg abgehenden Themengebieten, wie z.B. Fleischfresser in der Löwenschlucht oder dem Elefantenwald. Dabei sind die Gehege mit vielen Tierbeschäftigungs- und Versteckmöglichkeiten ausgestattet. Dementsprechend muss der Besucher auch mal intensiver schauen oder alternativ zur nächsten Sichtmöglichkeit weitergehen. Dazwischen gibt es immer wieder Lehrpfade für Kinder (und zum Teil Erwachsene). Auch wird grundsätzlich in jedem Bereich ein Problemthema aufgegriffen (z.B. Palmöl, Papierverbrauch und freilaufende Haustiere), erläutert und Empfehlungen ausgesprochen. Auch wird natürlich über die Tiere selbst informiert. Aber das ist ja eigentlich selbstverständlich. Und auch wenn alles moderne Gehege sind, wir natürlich weiter aktualisiert und gebaut. Auch merkt man, dass es nicht mehr darum geht, alle Tiere zu haben, sondern nur noch ausgewählte und denen dafür mehr Platz und Beschäftigung zu ermöglichen.
Ursprünglich waren ein paar Schauer vorher gesagt, aber wir hatten Glück und das Wetter klarte komplett auf. Da waren wir froh, dass wir uns trotz der Wettervorhersage mit Sonnenschutz eingeschmiert hatten.


Auf dem Rückweg sind wir dann direkt zum nächsten Food Court gegangen und haben dort gegessen. Bernhard und Renate sind danach in die Wohnung, um schon mal ihre Koffer zu packen. Juli und ich haben das Wetter noch genutzt, um Melbourne nochmal bei Sonnenschein anzuschauen. Damit wirkt eine Stadt natürlich immer gleich viel toller als im Regen.

Nach einer guten Stunde sind wir dann allerdings auch zurück gegangen, um ebenfalls unsere Koffer komplett neu zu packen. Morgen geht es nach Auckland und die internationalen Flugregeln sind halt schon ein bisschen strenger als die inländischen. Auf Inlandsflügen darf man z.B. Wasser in beliebiger Menge mitschleppen, was auf internationalen Flügen ja nun gar nicht geht. Wenn alles gut geht, werden wir dann ab morgen aus Neuseeland berichten.

Freitag, 23. November 2018

Melbourne

Nachdem die Wettervorhersage gestern zum Glück nicht so recht passte, war sie heute leider korrekt. So konnten wir schon beim Aufstehen jede Menge Regen sehen. Wir sind im 39. Stockwerk und haben den Blick auf den Queen Victoria Market und alles was dahinter liegt. Dementsprechend konnten wir in der Ferne noch mehr Regen sehen.

Also haben wir in aller Gemütlichkeit gefrühstückt und uns fertig gemacht. Im Anschluss haben wir im Pinzip genauso wie in Sydney agiert und uns bei Regen Melbourne angeschaut. Allerdings war es in Sydney wärmer als hier. Aber zum Glück haben wir damit gerechnet, denn wir haben vor 10 Jahren auch bereits mal in Melbourne gefroren und waren somit vorbereitet. So sind wir ein wenig durch die Stadt mäandert und haben uns hübsche Gebäude angeschaut. Nachdem wir uns ein Café gesucht haben und einen leckeren Mittagssnack genacht haben, haben sich Bernhard und Renate aus dem Wetter ins warme, trockene Apartment zurückgezogen. Wir haben beschlossen, dass das Wetter eigentlich für einen Museumsbesuch geeignet wäre. Das Melbourne Museum haben wir von unserem letzten Besuch in sehr guter Erinnerung und es war damals auch für Leute ohne Ermäßigung günstig. Also sind wir dahin gegangen. 2 Stunden vor dem Ende der Öffnungszeiten waren wir da und haben dann beschlossen, dass die 15$ pro Person zwar für das Museum gerechtfertigt sind, aber uns das zu hetzig wird. Also sind wir weiter durch die Stadt gegangen und haben noch weitere Ecken angeschaut, die wir vorher nicht angeguckt haben. Anschließend haben wir uns mit Bernhard und Renate zum Essen verabredet, noch ein bisschen was eingekauft und den Abend gemütlich im Apartment verbracht.


Wir waren sehr überrascht, wie voll es eigentlich heute in Melbourne war. Ja, es ist gerade ein Musikfestival, aber das kann ja nicht der alleinige Grund sein. In einer Mall haben wir dann den eigentlichen Grund herausfinden können, Black Friday. Das ist ja so ein Tag in Amerika (und hier und bei uns z.B. bei Amazon) bei dem alles massiv herabgesetzt wird und viele Angebote überall zu finden sind.
Ansonsten ist uns aufgefallen, dass hier unendlich viel gerade gebaut wird. Neben dem neuen Metrotunnel werden im Innenstadtbereich viele Hochhäuser errichtet. Auch am Südufer des Yarra Rivers sind wir der Meinung, dass früher erheblich weniger Hochhäuser standen. Wir müssen das mal irgendwann mit älteren Bildern vergleichen.

Und um noch ein bisschen schönes Wetter zu zeigen, haben wir noch ein Bild von der Great Ocean Road gestern.

Donnerstag, 22. November 2018

Great Ocean Road

Heute haben wir uns aus Warrnambool auf den Weg nach Melbourne gemacht. Und was liegt da näher, als der Great Ocean Road zu folgen.

So sind wir mit den anderen Touristen von Ausguckplattform zu Ausguckplattform gefolgt und haben uns die Gesteinsformationen im Meer angeschaut. Das sieht einfach toll aus, wie der Stein und die Küste so ausgewaschen werden und dabei tolle Formationen gebildet werden. Teilweise sind es einfach nur Säulen, manchmal Brücken oder Löcher die entstehen. Wir hatten trotz der sehr schlechten Wettervorhersage allerdings Glück, da es einerseits von der Temperatur mit etwa 15°C ok war und wir gleichzeitig von einem Wolkenloch verfolgt wurden. Dementsprechend hatten wir angenehm viel Sonne auf den Steinen und Wasser.


Bei den 12 Aposteln haben wir beschlossen, dass wir genug davon gesehen haben und den Teil mit den Stranddörfern ignorieren und direkt nach Melbourne fahren. Natürlich kann man das auch über die Great Ocean Road erreichen, aber dann hätten wir bestimmt 2 Stunden länger gebraucht. Da wir aber eigentlich um 16 Uhr unser Auto in Melbourne abgeben wollten, mussten wir zusehen, dass wir gegen 15 Uhr in unser Apartment einchecken. Natürlich war direkt vor dem Gebäude kein Parpklatz frei und wir mussten in das nahegelegene Parkhaus fahren. Dann mussten wir mit unseren Klamotten erstmal zum Haus hintigern und einchecken. Da gab es noch ein paar Probleme mit der Reservierung und so zog sich das alles ein wenig hin. Ich habe da schon mal bei der Autovermietung Bescheid gesagt, dass wir nach deren Öffnungszeiten vorbeikommen und das Auto abgeben. Um 16 Uhr hat diese Autovermietung nämlich bereits Feierabend. Nach 1:02 Stunden Parkzeit konnten wir dann unser Parkticket bezahlen, was mal eben schlappe 28$ sind. Da bin ich in Hamburg eigentlich überall günstiger unterwegs. Naja, Juli und ich haben das Auto jedenfalls zur Station zurückgebracht, die in St. Kilda liegt. St. Kilda gehört auch zu Melbourne, aber ist halt ein Stückchen vom Stadtzentrum entfernt. Dort haben wir alles schön abgeben können und somit lag nur noch der Rückweg vor uns. Da hatte ich bereits vorher die Verkehrsmittel rausgesucht und eigentlich mussten wir nur die Tram nehmen. So weit die Theorie. Leider muss man mittlerweile eine entsprechende Karte des ÖPNV hier haben, von der dann die Kosten abgebucht werden. Die bekommt man in entsprechenden Shops, im Bus und an einigen Tram-Stationen. Tjoa. Also haben wir beschlossen, dass wir die Strecke zu Fuß zurückgehen. Das haben wir vor 10 Jahren ja auch häufiger mal gemacht. Na gut, da kamen wir nicht ganz aus St. Kilda, sondern aus dem etwas näheren Prahran. Die 7 km haben jedenfalls unseren Hunger gut angeregt, so dass wir uns mit Bernhard und Renate in einem Restaurant verabredet haben und direkt dort hingekommen sind. Das Essen tat echt gut.

Mal schauen, wie das Wetter morgen ist und was wir dann genau machen. Vorhergesagt ist sehr mieses Wetter (15°C, 90% Regenwahrscheinlichkeit und einiges an Regenmenge). Aber vielleicht trifft das ja nur die Außenbezirke Melbournes und nicht uns im Central Business District.