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Dienstag, 24. Januar 2023

Melbourne Central

Erneut konnten wir heute ausschlafen und Kalle hat das ziemlich ausgiebig genutzt. Wir hatten dann erstmal Frühstück und uns anschließend wie üblich mit jeder Menge Sonnencreme eingeschmiert. Man mag es kaum glauben, aber die Sonnencreme mit 50+ hat uns bisher zuverlässig vor Sonnenbrand geschützt, obwohl wir ja durchaus viel draußen unterwegs sind.

Und auch heute waren wir wieder etwas draußen. Zunächst musste das Auto mal wieder umgeparkt werden, weil wir nicht sicher waren, wann wir heute zurück kommen. Und dann sind wir durch den Alber Park am östlichen Seeufer entlang in die Stadt gegangen. Das waren so grob 6 km bis zum Anfang des Central Business Districts (also der Innenstadt). Der Weg war schön und so konnten wir viele verschiedene Vögel im Park beobachten, die auch die Aufmerksamkeit von Kalle geweckt haben.

In der Stadt sind wir in Richtung Melbourne Central gegangen. Dort ist eine alte Fabrik von dem Einkaufszentrum überbaut, aber noch voll sichtbar. In dem Einkaufszentrum haben wir verschiedene Sachen gesucht, aber sind nur partiell fündig geworden. Aber es gibt dort viele Möglichkeiten, sich hinzusetzen und einen Kaffe oder ähnliches zu holen. Und da Kalle Hunger hatte, haben wir natürlich eine Möglichkeit genutzt. Es ist immer wieder lustig, dass es entweder irgendeinen Instantkaffee gibt oder richtig leckeren Baristakaffee. So Filterkaffe oder so gibt es echt nur sehr selten. Natürlich nehme ich auch jeden gefriergetrockneten Instantkaffee, aber ich freue mich dann schon, wenn ich mir unterwegs leckeren Kaffee holen kann.
Nach dieser kleinen Mittagspause sind wir weiter durch die miteinander verbundenen Einkaufszentren und einige Einkaufsstraßen gegangen, haben aber weiterhin keine Sandalen oder einfache Handtasche für Juli finden können. OK, Schuhe sind bei ihr eh immer ein etwas schwieriges Thema, aber diese Handtaschen, die es in Deutschland irgendwie bei jeden zweiten Laden gibt, sind hier nicht aufzutreiben. Entweder gibt es häßliche, unpraktische Handtaschen in teuer oder häßliche, semi-praktische in zu teuer. Das ist wirklich faszinierend.



Die Zeit war ganz gut fortgeschritten und da es auch anfing zu regnen, haben wir beschlossen, dass wir uns warmes Essen holen. Und das haben wir in dem Areal gemacht, in dem wir vor vier Jahren mit Freundinnen, die zu Besuch waren, gewohnt haben. Wie es sich gehört, haben wir erstmal Fotos gemacht und in die WhatsApp-Gruppe gestellt.

Der Regen hatte nach unserem Essen auch weitestgehend aufgehört und so haben wir den Rückweg angetreten. Wir sind wieder durch den Park zurück, aber haben dieses mal das andere Seeufer gewählt. An der Unterkunft musste das Auto noch umgeparkt werden und dann waren wir auch mal wieder zu einer Zeit zurück, die besser in Kalles eigentlich Rhythmus passt. Aber 8 h unterwegs und 18 km mit Buggy, Kind zwischendurch auf dem Arm, an der Hand und durch Läden bummeln, geht doch irgendwie etwas auf den Körper.

Grundsätzlich hat sich leider unser Eindruck von Melbourne, den wir vor vier Jahren bekommen haben, verfestigt. Vor 14 Jahren hat es uns hier richtig gut gefallen. Vor 4 Jahren hatten wir dann den Eindruck, dass die Stadt zu schnell gewachsen ist. Viele Läden sind irgendwie schäbig und sehen heruntergekommen aus oder es gibt dann die extrem teueren Läden. Auch sind sehr viele Obdachlose auf den Straßen unterwegs, von denen viele sehr unangenehm auffallen. Trotzdem war es gut, wieder hier gewesen zu sein und beim nächsten mal würde ich auch wieder schauen wollen, wie sich die Stadt weiter verändert hat.

Montag, 23. Januar 2023

Melbourne Zoo

Da wir heute ohne Stress spontan sehen konnten, was wir machen wollen, haben wir erstmal ausgeschlafen und gefrühstückt. Beim Frühstück sind wir ein paar Optionen durchgegangen, haben uns entschieden und entsprechend fertig gemacht.

Wir haben das Auto genommen und sind zum Zoo gefahren. Die Fahrt war problemlos und für die Parkplätze gibt es Einweiser, die auch darauf achten, dass man nicht zu viel Abstand zwischen den Autos lässt. Die Parkgebühren betragen unglaubliche 2 AU$ für 5 Stunden.
Auf dem Weg dahin, hat Juli die Webseite mal gecheckt und demnach gibt es nur Einlass, wenn man vorab online Tickets gekauft hat. Also haben wir auf dem Weg zum Eingang schnell Tickets gekauft, nur um am Eingang festzustellen, dass man die auch direkt hätte kaufen können. Ich mag es ja, wenn Onlineinformationen stimmen...

Gut, wir kamen rein und sind dann den Zoo mit einer kleinen Futterpause abgelaufen. Die Gehege und Areale sind größtenteils ansprechend gestaltet, so dass auch wirklich das Gefühl aufkommt, man wäre in einer gewissen Gegend, wie z.B. einem Regenwald. Kalle hat auch interessiert geguckt, wobei die Tiere nur halb-spannend waren und andere Kinder und Menschen viel interessanter waren. Nach 4 Stunden waren wir durch und haben überlegt, welche Folgeoption wir nun ziehen.



Wir sind zurück gefahren und haben gegenüber von unserer Unterkunft geparkt. Dort ist morgens ein Clearway, während auf unserer Seite der Clearway gerade anfing als wir zurück kamen.
Wie gefühlt jeden Tag, fiel uns auch heute noch was zum Einkaufen ein. Na gut, wenn man täglich eine frische Mango holt und isst, hat man auch täglich was zum Einkaufen. Und hier gibt es Mangosorten, die halt nur kurz haltbar, aber mega lecker sind. Jedenfalls sind wir losgestiefelt und da Kalle gerade am Einschlafen war, haben wir uns für den langen Weg zum Essen entschieden. Sprich: Wir haben die 3 Seiten des Rechtecks genommen anstatt der einen Seite. Der Weg führte wieder an der Strandpromenade entlang, die wir gestern Abend auch schon kurz besucht hatten.

Kaum kamen wir beim ausgesuchten Restaurant an, wachte Kalle auch auf. Der hat es doch gerochen, dass es gleich Essen gibt. Wir haben jedenfalls richtig lecker gespeist und konnten auch immerhin ein ganzes Papadam an ihn abgeben, obwohl er vorher schon eine Mittagsportion für seine Altersstufe bekommen hatte. Aber gut, Seeluft macht ja auch hungrig und da konstant das Laufen geübt wird, wird auch Energie gebraucht.

Nach dem Essen haben wir uns wieder für den längeren Rückweg entschieden, da wir noch ein bisschen laufen wollten. Dabei sind wir etwas anders als auf dem Hinweg gegangen und sind irgendwie an einer Eisdiele vorbei gekommen. Zufälle gibt es. Zu Kalles Freude sind wir aber auch noch an einem Spielplatz vorbei gekommen, wo er noch etwas schaukeln und rutschen konnte. So konnten wir dann auch alle zufrieden zur Unterkunft zurück gehen. Das Auto musste natürlich noch kurz umgeparkt werden, damit ich das morgen früh nicht machen muss.

Sonntag, 22. Januar 2023

Auf nach Melbourne

Wir hatten heute mal wieder einen Flugtag. Es ging von Sydney nach Melbourne. Wir hatten uns einen Flug zur Mittagszeit ausgesucht, damit wir an keinem Ort groß Stress haben. Natürlich haben wir gestern die Info bekommen, dass unser Flug gestrichen und wir auf den Flug eine Stunde früher umgebucht wurden. Das ist von der Zeit prinzipiell auch ok gewesen, aber natürlich mussten wir unser Shuttle erstmal informieren. Das war aber gestern auch schon erledigt und so haben wir alles so weit vorbereitet, dass wir rechtzeitig vor der Tür stehen können.
Während wir packten, hat uns der Fahrer informiert, dass er etwa 15 Minuten später da wäre. Wir standen also zur etwas späteren Zeit draußen und warteten. Glücklicherweise gab es eine Überdachung, da wir sonst ziemlich nass geworden wären. Mit weitern fast 15 Minuten Verspätung kam der Fahrer dann an und entschuldigte sich wortreich. Den ganzen morgen ist es wohl schon ein totales Gehetze, weil ein Flug Verspätung hatte und damit die gesamte weitere Planung nur noch knapp passte. So schlimm war es für uns zum Glück nicht, weil wir genug Puffer eingeplant hatten.

Am Flughafen war zwar eine lange Schlange bei der Kofferabgabe, aber eigentlich hat es nicht allzu lange gedauert. Nervig ist dieses Anstehen aber immernoch. Da haben wir mit Freude an Singapore Airlines zurückgedacht, wo wir mit Baby bevorzugt wurden.
Der Flug lief einwandfrei und in Melbourne konnten wir auch zügig unser Gepäck und unseren Mietwagen abholen. Man mag sich fragen, warum wir einen Mietwagen in der Stadt haben. Nun, wir bleiben nicht in der Innenstadt, sondern haben eine Unterkunft in St. Kilda südlich von Melbourne. Es war schwierig dafür einen Shuttle zu bekommen und Taxi war richtig teuer. Damit war es für uns günstiger, ein Auto für die Tage hier zu haben als Transfers zu bezahlen. Und auf Straßenbahnfahrten mit all dem Gepäck und Kind hatten wir nun wahrlich keine Lust. Da unsere Unterkunft auch eine Parkplatz beinhalten sollte, klang das nach einer guten Lösung.

Die Fahrt lief auch problemlos. An der Unterkunft hat uns allerdings die Parksituation gewundert. Prinzipiell kann man direkt entlang der Straße parken. Allerdings ist die Spur, auf der geparkt werden darf, morgens bzw. abends zur Hauptverkehrszeit ein Clearway. Das heißt, dass dann dort nicht geparkt werden darf. Das ist ja eher unschön. Aber gut, da der Parkplatz ja dabei sein sollte, können wir da erstmal bis morgen Nachmittag stehen.
Um an den Schlüssel zu kommen, wurden uns vorab leider keine Infos gegeben, aber mit einem Telefonat ließ sich das klären. Leider hat das Schlüsseltag aber nicht so korrekt an unserem Apartment funktioniert. Also mussten wir erneut anrufen. Ja, das ist ein bekanntes Problem und man müsse nur mit vollem Schultereinsatz die Tür öffnen. Dass das schon häufiger gemacht wurde, ist der Tür auch deutlich anzusehen, da bereits ein Riss an der Türschnapperstelle ist. Ansonsten sind die Bilder im Internet auch sehr vorteilhaft aufgenommen. Also es ist ok, aber bei weitem nicht so modern, wie es im Inserat wirkt.
Die Frage nach dem Parkplatz haben wir direkt per Mail gestellt. Doch, es ist so gemeint, dass der Parkplatz außerhalb der Clearwayzeiten gemeint ist. Da muss man dann halt rechtzeitig umparken. Eigentlich wollten wir sowas nicht haben und entspricht auch nicht unserem Verständnis von Parkplatz. Es ist alles nicht dramatisch, aber nervig.

Nun war es aber dringend an der Zeit, für uns Essen zu finden. Das gab es auch ziemlich um die Ecke. Ein kleines Stück weiter gab es dann auch einen Supermarkt, den wir anschließend heimgesucht haben. Da der leider nicht alles hatte, was wir wollten, sind wir über unsere Unterkunft zum anderen Supermarkt gelatscht. Da gab es dann auch das restliche Zeug.

Nun waren wir eh schon fast am Strand, so dass wir über die Promenade wieder zu unserer Unterkunft spaziert sind. Der Strand und die Promenade liefert Blicke auf viel Wasser, Containerbrücken und Kreuzfahrtschiff in der Ferne und an einigen Stellen auch die Sicht auf die Skyline von Melbourne. Dabei haben wir festgestellt, wie viel moderner die Hochhäuser von Melbourne gegenüber den Türmen von Sydney wirken. Und natürlich haben wir auch einen gewissen Vergleich zwischen St. Kilda und Manly gezogen, wo Manly für uns deutlich besser wegkommt. Es ist halt kleiner und insgesmt ruhiger. St. Kilda hat uns mehr an In-Viertel, wie die Schanze erinnert. Es gibt einerseits hippe Bars und Läden und gleichzeitig merkwürdige abgerissene Gestalten an jeder zweiten Ecke. Mal schauen, ob dieser erste Eindruck so bestehen bleibt.



Zurück im Apartment haben wir dann erstmal alles ausgepackt, eine freundliche Feedback-Mail geschrieben und uns ansonsten trotzdem nicht den Abend verderben lassen.

Sonntag, 17. Februar 2019

Melbourne Zoo

Erneut konnte man meinen, dass wir Urlaub haben, da wir wieder ausschlafen konnten. Ohne Eile haben wir uns fertig gemacht und gefrühstückt.

Danach sind wir losgegangen und durften erstmal unsere myKI-Karten aufladen. Das sind die ÖPNV-Karten, die man sich für 6$ kaufen muss und nicht wieder zurückgeben kann. Dafür kann man sie anschließend mit Geld aufladen und die Öffis benutzen. Die Tarife, die überall veröffentlicht sind und die Beträge, die im Endeffekt abgezogen werden, stimmen irgendwie nie so richtig überein. Wieso weiß ich nicht, aber insgesamt ist mir das hier alles ein bisschen suspekt. Warum man in Straßenbahnen nur beim Einstieg die Karte vorhalten muss, während man bei Bus und Bahn auch beim Aussteigen die Karte vorhalten soll, erschließt sich mir auch nicht. Bei der Oyster-Card in London funktioniert das jedenfalls alles irgendwie besser.

Wir sind auf jeden Fall mit unseren aufgeladenen Karten mit der Tram zum Zoo gefahren. Dort sind wir dann 4 Stunden durchgegangen, haben Tiere beobachtet und fotografiert. Ansonsten macht es jetzt nicht viel Sinn, über den Zoo zu schreiben, da sich seit unserem letzten Besuch vor 3 Monaten nicht viel geändert hat.


So ging es dann wieder zurück in die Innenstadt, wobei wir alle erschreckend hungrig waren. Also gab es am Nachmittag bereits eine warme Mahlzeit. Man kann ja später immernoch etwas Süßes oder so als Snack nehmen ;-)
Heute Abend wurden dann noch die (neuen) Koffer gepackt. Morgen geht es wieder weiter zur nächsten Station.

Samstag, 16. Februar 2019

Bummeln durch Melbourne

Heute haben wir ausschlafen können und wir haben erstaunlich lange durchgehalten. Beim Frühstück haben wir uns auch entsprechend Zeit gelassen, bevor wir in die Stadt aufgebrochen sind.

Kaum waren wir auf der Straße, sind wir auch schon in den nächsten Laden gegangen. Julias und meine Reiserucksäcke geben nämlich massiv den Geist auf. Man muss dazu sagen, dass die bereits von meinem Schwager und meiner Schwester kommen und vermutlich 2003 oder so gekauft wurden. Wir hatten die schon beim letzten mal dabei und über die Jahre bei regelmäßiger Verwendung sind sie nicht besser geworden. Also habe ich gestern mal nach einem Laden gesucht, der ähnliche Rucksäcke anbietet. Die bisherigen Besuche in Outdoorläden war nämlich wenig hilfreich, da sie meistens Wanderrucksäcke haben, die wir ja aber nicht wollen. Dementsprechend haben wir nach einem Laden gesucht, der die bisherigen Marken Black Wolf und/oder Caribee führt. Das sind australische Marken, die wir in Deutschland bisher nicht finden konnten. Hier um die Ecke ist jedenfalls ein Laden, der beide Marken führt. Wir sind da rein, haben erzählt, was wir suchen und sind auch direkt fündig geworden. Julia hat sich wieder für Black Wolf entschieden, während ich mir ein Modell von Caribee ausgesucht habe. Überraschend war der eine Rucksack auch noch etwa 15% herabgesetzt. Und während wir so am Gucken waren, hat Sakura sich ebenfalls dafür entschieden, einen entsprechenden Reiserucksack zu kaufen. Sie ist mit einem expliziten Wanderrucksack hier und findet den anderen ebenfalls praktischer. Da wir mit den Säcken nicht durch die Stadt spazieren wollten, haben wir sie direkt wieder in die Wohnung zurück gebracht.

Im Anschluss sind wir durch die Stadt gebummelt. In einem Einkaufszentrum haben wir für Julia noch einen Bikini gefuden, nachdem sie bereits seit längerer Zeit nach einem passenden und gefallenden Modell gesucht hat. Juan hat sich für den restlichen Tag verabschiedet, da sie sich mit einem Freund getroffen hat. Sakura, Julia und ich sind weiter durch die Stadt gegangen, um dann irgendwann zu beschließen, dass wir nicht weiter durch die Innenstadt gehen müssen. Also sind wir zum Yarra gegangen und sind dort ein längeres Stück als gestern Abend hinab und -auf spaziert.


Zum Abend hin ging es zum Essen in einen Food Court und Juan ist auch abends wieder zurückgekehrt.

Freitag, 15. Februar 2019

Zurück nach Melbourne

Nachdem wir gestern die Grate Ocean Road abgeschlossen haben, sind wir heute von Warrnambool zurück nach Melbourne gefahren. Stressen mussten wir uns beim Aufstehen und Fertigmachen nicht, waren aber wie üblich früher fertig als notwendig. Also sind wir gemütlich losgefahren und haben nicht die direkte Route gewählt, sondern sind über das Hinterland und Ballarat gefahren.
In Ballarat waren wir zufällig so, dass gerade eine Eisladenkette geöffnet hat und da mussten wir natürlich testen, ob Cold Rocks hier auch schmeckt. Wenig überraschend war es auch hier lecker. Ansonsten lässt sich über das bisschen, was wir von Ballarat gesehen haben, sagen, dass es eine alte Goldminenstadt ist. Es gibt sogar ein Denkmal zu den Goldschürfern und dem gefundenen Gold.

Als wir wieder losfuhren, stellten wir fest, dass wir nun doch etwas in Zeitdruck geraten, da die verbliebene Streckendauer doch etwas höher war als angenommen und unsere Autovermietung auf die Autorückgabe eingestellt war. Im Endeffekt haben wir das Auto mit etwa einer halben Stunde Verspätung abgegeben, wobei das vermutlich als Karenzzeit gilt. Jedenfalls hat der Mitarbeiter keinen Stress gemacht, sondern lieber erstmal ganz entspannt geschnackt. Da wir allerdings nicht, wie ursprünglich geplant, bei unserer Unterkunft vorbei gefahren sind, mussten wir nun also unser Gepäck von der Autovermietung zur Unterkunft schleppen. Glücklicherweise war die Unterkunft nur etwa 10 Minuten Fußweg entfernt. Außerdem sind unsere Gepäckstücke derart gewählt, dass man sie auch mal ein Stück durch die Gegend bewegen kann.

Nachdem wir unsere Sachen abgelegt hatten, sind wir erstmal durch die Melbourne Central Mall und die benachbarte Melbourne Emporium gegangen. Melbourne Central finde ich insofern immer wieder interessant, da dort eine alte Fabrik überdacht und mit eingebaut wurde. Dort haben wir dann auch unsere Einkäufe für morgen früh erledigt, sind zurück gegangen und haben die Sachen hochgebracht. Sehr dicht an unserer Wohnung war dann bereits das nächste Ziel gelegen: Der Burgerladen, in dem wir essen wollten.

Da wir uns insgesamt noch nicht allzu viel bewegt hatten, sind wir nach dem Essen nochmal losgegangen. Wir haben uns zum Fluss Yarra bewegt und sind dort auf der einen Seite ab- und auf der anderen Seite hinaufspaziert, bevor wir dann wieder zurück gegangen sind. Das war noch mal ein netter Abendspaziergang.

Donnerstag, 14. Februar 2019

Great Ocean Road Teil 2

Nach einer erschreckend kühlen Nacht, waren wir heute Morgen allesamt zu einem Zeitpunkt wach, so dass wir gemütlich Zeit für das Aufstehen, Frühstück und Packen hatten. Dementsprechend haben wir nicht erst um 10 Uhr, sondern bereits um 09:30 Uhr ausgecheckt.
Der erste Halt war dann auch unglaublich weit entfernt im Dorfzentrum. Dort sind wir entlang gebummelt und haben uns die Geschäfte mal angesechaut. Da gab es ein paar niedliche Sachen, aber diverse Läden hatten auch noch zu.

Nun ging es dann das nächste Stück der Great Ocean Road entlang. Die Küste ist unglaublich hübsch und der Wald, der sich an einem Abschnitt befindet, ist genial. Weniger genial sind die Touris. Also wir sind ja auch Touris, aber wie oft wir da Leute gesehen haben, die offensichtlich überfordert die Straße entlang gefahren sind und mit Glück die Hälfte der empfohlenen Geschwindigkeit erreicht haben (von der maximalen Geschwindigkeitsbeschränkung will ich gar nicht anfangen), war schon erschreckend. Für die langsam fahrenden Leute gibt es durchaus immer wieder und sehr viele Ausfahrmöglichkeiten, so dass die schnelleren Autos gefahrlos überholen können. Leider scheint das nicht bei allzu vielen Leuten anzukommen oder sie sind auch damit überfordert. Dass hier viele Unfälle geschehen, wundert mich jedenfalls nicht und es scheint auch notwendig zu sein, alle paar Meter ranzuschreiben, dass man sich links halten muss. Derzeit steht dort auch nahezu alles in chinesisch dort, da während des chinesischen Neujahrsfest SEHR viele Chinesen dort sind.
Den ersten wirklichen Halt haben wir im Regenwald gemacht. Dort gibt es den Spaziergang Maits Rest, der überwiegend über einen Holzsteg entlang Buchen, Baumfarne und Moose führt. Das war wieder mal absolut großartig und mit einer halbe Stunde Weg auch wirklich ein netter Spaziergang.

Weiter ging es zum Cape Otway Leuchtturm. Der Weg ist eine Stichstraße, die gerne mal 1,5-spurig war, aber durch einen tollen Eukalyptuswald führte. Und wie es sich für Eukalyptuswälder gehört, hängen in ihm auch Koalas rum. Das ist für die Tiere super und die Touris freuen sich auch. Die Fahrer freuen sich bedingt, da die Touris gerne mal einfach so auf der Straße stehen bleiben. Also sowohl mit dem Auto als auch persönlich. Da muss man schon ein bisschen aufpassen. Ich habe jedenfalls Haltemöglichkeiten auf den Seitenstreifen gefunden, so dass wir auch die Koalas fotografieren konnten. Das ist schon immer genial, wenn man die Tiere in freier Wildbahn sieht.
Am Ende der Straße kommt man zum Leuchtturmgelände. Das ist allerdings abgezäunt und um dort reinzukommen, muss man Eintritt löhnen. Da waren wir nicht sonderlich motiviert und haben lieber den kleinen Spaziergang zu Aussichtspunkten gemacht, von dem man den Leuchtturm zumindest aus der Entfernung sehen kann.


Nun sind wir viel gefahren und haben erst wieder bei den 12 Aposteln angehalten. Dort sind wir ein bisschen vom Glauben abgefallen, weil sehr viele Menschen in gelben Jacken den Verkehr geregelt haben. Außerdem waren die Randstreifen alle mit Zäunen verbarrikadiert, damit niemand dort anhält. Das war mit Julias Eltern noch nicht so. Das scheint sonst merkwürdige Ausmaße anzunehmen. Der Vorteil war, dass wir somit direkt zu einem Parkplatz gewiesen wurden und nicht suchen mussten. Die 12 Apostel waren hübsch wie immer und das Wasser gut wellig. Damit gibt es immer eine gewisse Dramatik, die echt toll ist.

Auf dem Stück von den 12 Aposteln nach Warrnambool gibt es gefühlt alle 500 Meter einen Aussichtspunkt. Die sind auch eigentlich fast alle großartig. Dementsprechend haben wir auf den meisten, wie z.B. Loch Ard Gorge, The Arch und London Bridge gehalten. Im Endeffekt sind das halt alles tolle Gesteinsformationen, die durch Erosion entstanden sind. Wenn man dann dazu noch wilde Wellen hat, sieht es eigentlich immer toll aus. Das Highlight am Schluss war für uns noch The Grotto. Das ist eine Art 'Fenster' mit Pool dahinter und dahinter dem wild brodelnden Ozean.


Mittlerweile war es so spät, dass wir zügig nach Warrnambool kommen wollten, um dann möglichst umgehend ein Restaurant zu suchen. Die Idee war gut, aber leider war die Hauptstraße so gesperrt, dass wir einen etwas größeren Umweg fahren mussten. In Warrnambool angekommen, haben wir dann sehr schnell unseren Kram in die Wohnung gebracht und sind dann auch direkt zum Essen getigert. Beim ersten Restaurant wurden wir abgewiesen, da die ausgebucht waren. Beim zweiten haben wir einen Tisch bekommen und dort fiel uns dann auch auf, warum der andere Laden vermutlich ausgebucht war. Heute ist Valentinstag. Daran denken wir ja allesamt nicht. Zum Abschluss mussten wir noch ein bisschen was einkaufen und dann ging es zurück in die Wohnung, wo wir gemütlich abgehangen haben.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Great Ocean Road Teil 1

Wir mussten heute wieder ausreichend früh aufstehen, um unseren Flieger nach Melbourne zu bekommen. Der ist zwar erst um kurz vor 10 Uhr geflogen, aber mit Transfer und so muss man ja doch rechtzeitig starten. Also haben Sakura, Juan, Juli und ich uns von Horst verabschiedet, da sie wieder zurück nach Neuseeland geflogen ist. Wir dagegen wurden abgeholt und zum Flughafen gebracht. Da lief alles einwandfrei und der Pilot hat uns sogar leicht vor dem Plan nach Melbourne geflogen.

In Melbourne kamen alle Koffer brav an. Unser Auto stand auch quasi bereit und so sind wir direkt nach Torquay gefahren. Es war mittlerweile 15 Uhr und wir waren hungrig. Das Frühstück bestand aus Resten und Schoki, im Flieger gab es nur einen Snack und das hält alles nicht wirklich vor.
Dir Küste in Torquay ist hübsch, aber die Cafés dürfen noch ein bisschen dazu lernen. Es hat nämlich 4 Anläufe gebraucht bis wir ein Café gefunden haben, das überhaupt noch geöffnet war.

Mit gestilltem Hunger haben wir den ersten Teil der Great Ocean Road gemacht. Die Küste ist traumhaft. An den Stränden haben Surfer die Wellen genutzt und von de Klippen war die Aussicht einfach toll. An dem Split Point Leuchtturm in Aireys Inlet haben wir gehalten, um die Landschaft ein bisschen zu bewundern. Danach ging es weiter bis mach Apollo Bay. Da kamen wir nach 18 Uhr an. Und die Rezeption war bereits geschlossen. Glücklicherweise hatten wir vorab angerufen gehabt, so dass wir wussten, wo wir hin mussten.
Nun stand noch ein Frühstückseinkauf, warmes Essen und ein Spaziergang auf dem Plan. Das haben wir in exakt der Reihenfolge auch erledigt. Beim Spaziergang hat es kurzzeitig geregnet, was dazu führte, dass wir einen grandiosen Regenbogen über der Küste hatten.

Mittwoch, 21. November 2018

Mount Gambier nach Warrnambool

Man mag es kaum glauben, aber wir durften heute tatsächlich wieder aus dem Knast raus. Die Nacht war ziemlich kalt, wobei wir mit Heizdecke und weiteren Decken ausgestattet waren. Insofern hatten wir insgesamt doch eine recht ordentliche Behandlung. Frühstück hatten wir uns selbst mitgebracht.

Nach unserem Auschecken aus dem Knast sind wir in Mount Gambier noch zu einigen Aussichtspunkten am blauen See gefahren. Dieser blaue See befindet sich in einem Vulkankrater und dient als Wasserreservoir für Mount Gambier. Die blaue Farbe kommt vermutlich durch Algen, wobei man da noch nicht ganz sicher ist. Fakt ist, dass der See in den Wintermonaten eher grau ist, während er ab ca. November blau wird und den Sommer über diese Farbe hält. Leider war es etwas bewölkt, so dass man die Farbe nicht so intensiv sieht, wie wenn da die Sonne direkt raufscheint.

Wir haben dann noch eine kleine Rundfahrt über den benachbarten Krater gemacht, in dem auch ein See ist, wobei der eine normale Farbe hat. Dafür waren da viele Gänse und andere Vögl unterwegs. Ganz witzig fand ich, dass die Gänse um die öffentliche BBQ-Stationen standen. Ich bin noch unsicher, ob sie selbst darauf gegart werden sollten oder sich ihr Essen selbst auf den Platten zubereiten.

Danach haben wir uns auf die Reise zu unserem nächsten Übernachtungspunkt in Warrnambool gemacht, wobei wir noch 2 Stopps eingelegt haben. Der erst Stopp war in Portland. Das ist die älteste Ansiedlung hier im Bundesstaat Victoria. Dort gibt es noch einige alte Gebäude und einen Hafen zu sehen. Wir haben den Stopp genutzt, um eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen. So eine Fahrt ist ja auch anstrengend und durch die Zeitumstellung von 30 Minuten war es auch eindeutig spät genug für einen solchen Snack.

Der zweite wirklich kurze Stopp war in Port Fairy. Dort gibt es eine Straße mit alten Gebäuden. Die Motivation wirklich auszusteigen und sich das anzuschauen war allerdings gering. So haben wir nur an einem Punkt einen kleinen Fotostopp gemacht und sind dann nach Warrnambool in unser Motel gefahren.


Juli und ich haben beschlossen, dass wir noch etwas Auslauf brauchen und sind durch die Stadt in Richtung Wasser und zum Flagstaff Hill gegangen. Am Flagstaff Hill ist im Prinzip ein Museumshafendorf aufgebaut. Da das zeitlich nicht mehr passte, sind wir nicht in rein gegangen, aber von außen sah es nett aus. Während wir zu dem Dorf gegangen sind, haben wir schon ein interessantes Wolkenband am Horizont gesehen. Klug wie wir manchmal sind, haben wir nicht geschaltet und haben dann auf dem Rückweg ein bisschen was an Regen abbekommen. Also dem Sturm mit dem wirklich starken Regen konnten wir ausweichen, in dem wir uns in eine Einfahrt gestellt haben. Der normale Regen hat uns dafür die restlichen 2,5-3 km Rückweg begeleitet. Während wir in der Einfahrt standen, haben wir per WhatsApp kurz konferiert, wie wir essenstechnisch vorgehen wollen. Der Vorschlag, dass Renate und Bernhard nicht mehr raus müssen und wir ein paar Einkäufe mitbringen und dann Essen kochen, wurde sehr begrüßt. So sind wir kurz am Supermarkt vorbei gegangen, haben eingekauft und sind dann zurück gegangen. Natürlich hat der Regen dann irgendwann nachdem wir hier waren und gerade gekocht haben, aufgehört. So konnten wir aber gemütlich zusammen hier sitzen und klönen, was irgendwie schon gemütlicher ist, als in einer Kneipe zu sitzen.