Unser Ziel war natürlich wieder der Tongariro Nationalpark und heute ging es zum Iwikau Village. Von dort gibt es eine Gondelbahn auf den Ruapehu hinauf. Diesee Lift heißt Sky Waka, was insofern ein netter Name ist, weil ein Waka ein Fahrzeug in der Sprache der Maori ist und ursprünglich deren Schiffe beschrieben. Wir sind jedenfalls bei wolkenlosem Wetter angekommen und sind dann natürlich auch direkt rauf auf die Bergstation auf 2020 m Höhe. Während der Fahrt haben wir schon tolle Ausblicke auf den Tongariro Nationalpark mit seinen Vulkanen, die Ebenen davor und auf den Taranaki bekommen können.
Auf dem Berg sind wir dann einfach ein bisschen durch das Geröll und die Lavagestein gegangen, sind aber keinem der Wege gefolgt, da wir sie als zu lang und/oder gefährlich mit Kalle angesehen haben. Aber schon durch die Gegend zu gehen und diese fantastischen Ausblicke zu haben, war schon toll.
Nach einer Weile brauchte Kalle mal wieder etwas Essen und somit sind wir ins Café gegangen, haben uns Kaffee geholt, Kalle essen lassen und haben weiterhin den Ausblick genossen.
Für den Rückweg hatten wir einerseits die Option, mit der Seilbahn wieder runterzufahren und andererseits zu Fuß hinab zu gehen. Der Weg hinab sah schon nett aus, aber wir haben uns dann doch für die Seilbahn entschieden. Der Hauptgrund war hier, nochmal die Aussicht von weiter oben zu genießen und nicht vermutlich zwischen zwei Bergrücken zu laufen. Die Entscheidung wurde auch absolut belohnt.
Unten angekommen, sind wir ein paar Schritte zur Meads Wall gegangen, an der eine Szene aus dem Herrn der Ringe gedreht wurde. Das war aber nicht der entscheidende Punkt. Stattdessen hat man von dort nochmal einen tollen Blick auf den Ruapehu und Ngauruhoe. Abgesehen davon, fühlt sich das irgendwie toll an, in ehemaliger Lava zu spazieren.
Nachdem das durch war, sind wir ein paar Minuten gefahren und haben wieder in Whakapapa Village gehalten. Erst hatten wir aufgrund der tollen Sichten vor, nochmal den Taranaki Falls-Weg zu machen. Da bei der Fahrt runter nun allerdings die ersten Wolken um den Ngauruhoe versammelt waren, haben wir spontan beschlossen, den Silica Rapids-Weg zu gehen.
Der führt auch durch Wald und Moore an Wasserläufen vorbei zu der Silica-Quelle, die durch Stromschnellen geprägt ist. Das Wasser ist durch die Moore relativ sauer und löst Eisen aus dem Gestein, so dass der Flusslauf stromabwärts leicht gülden wirkt. Das ist wunderschön und die Wanderung durch die verschiedenen Gebiete ist grandios. Auch kann man da zwischendurch Sichten auf die Vulkane haben, aber die hatten mittlerweile beide fleißig Wolken gesammelt.
Nach gut 2 Stunden waren wir dann wieder zurück am Auto und sind wieder in Richtung Unterkunft aufgebrochen. Eigentlich wollte Juli bei der Ankunft anfangen Essen zu kochen, aber unsere Gastgeber fragten, ob wir nicht Lust auf einen Plausch hätten, was wir direkt bejaht haben. Das war vor 4 Jahren mit Hamish und Diane schon super und man kann sich immernoch total gut mit den beiden unterhalten. Irgendwie rennt die Zeit dann auch schneller als erwartet. Letztendlich war deren Essen fertig, was das dann beendet hat und uns zum Kochen hat kommen lassen. Nach dem Essen gab es noch ein bisschen Geplansche im Hot Tub für Kalle und dann ging es für ihn auch ins Bett.
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