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Freitag, 31. August 2018

Londonabreise

Der Kurztrip nach London geht zu Ende. Da unser Flugzeug allerdings erst am Abend fliegt und unser Busticket für mittags gebucht ist, hatten wir noch 3,5-4 Stunden Zeit.

Das klang nach einem perfekten Zeitfenster, um mal die Themse in Richtung Chelsea entlang zu gehen. Die Richtung hatten wir auch noch nie eingeschlagen gehabt, so dass wir auch die Gebäude und Umgebung entsprechend nicht kannten. Auf der Höhe von More's Garden haben wir den Themsenweg verlassen und sind in Richtung Gloucester Road und Kensington Gardens abgebogen.
Der Spaziergang führte weiter über den Hyde Park, Wellington Arch, Buckingham Palace und Westminster Cathedral zurück zum Hotel. Gut, der Weg hat nicht ganz die vorhandene Zeit gefüllt, aber wir haben trotzdem unsere Koffer im Hotel abgeholt und sind zur Victoria Coach Station gegangen. Da es auf dem Hinweg so gut mit dem früheren Bus geklappt hat, klappt es ja vielleicht auf dem Rückweg auch entsprechend gut.

Fotos von unserem heutigen Spaziergang durch London #JuTunterwegs #London

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Im Endeffekt ging es nur semi-gut, da wir einen Bus abwarten mussten. Aber damit haben wir trotzdem einen bekommen, der früher fuhr als unser, was etwas mehr Puffer für den Freitagsverkehr nach Stansted gab. Wir sind ja schließlich überall gerne früher und nicht auf den letzten Drücker.
Durch die erzwungen langsame Fahrweise im londoner Verkehr haben wir auch noch eine Stadtrundfahrt bekommen, die allerdings nicht alle Sehenswürdigkeiten anfuhr.

Stansted hatte dann noch ein bisschen was an Überraschungen für uns parat. Da wir zu früh waren, durften wir unser Gepäck noch nicht abgeben. Also sind wir erstmal wieder zu Costa und haben dort eine Kleinigkeit gegessen und einen Kaffee getrunken. Nachdem die halbe Stunde Wartezeit rum war, durften wir zum Self Baggage Drop-Off und unseren Koffer wiegen, labeln und dann zum herkömmlichen Band tragen, wo man es noch raufstellen musste.
Der Securitycheck war bei mir überraschend unstressig. Oft werde ich wegen meines Bartes (ja, das haben Nachfragen bei Zöllnern zu verschiedenen Gelegenheiten ergeben) extra kontrolliert. In Stansted haben sie eine zweistufige Kontrolle. Wenn der Metalldetektor anschlägt, muss man noch durch den Terahertzscanner ("Nacktscanner"). Und bei Julia haben beide Geräte wild die Arme gehoben und sie für grob verdächtig gehalten. Der Handscanner der Beamtin hat auch noch laut an vielen Stellen mitgepiept, ohne dass die Beamtin bei ihr irgendwas finden konnte. Gefühlt hätte ich in der Wartezeit einen weiteren Kaffee trinken gehen können.

Nachdem wir dann durch die Shopmeile geführt wurden, kamen wir zum zentralen Wartebereich. Das sind viele Bänke in einem Rondell und rundherum gibt es Essgelegenheiten. Die Bänke waren ziemlich voll und man fühlt sich so ein bisschen wie Vieh in einem abgesperrten Bereich. Das Gate wird meist so ca eine halbe Stunde vor Schließung des Gates angekündigt, was bei längeren Wegen durchaus etwas anstrengend werden kann.

Bei uns wurde das Gate dann um kurz nach 18 Uhr angezeigt und wir mussten erstmal 10 Minuten hingehen. Um 1830 sollte es dafür auch schon wieder schließen. Während die Monitore für den Vorgängerflug an dem Gate bereits 'final call' anzeigten, hatte das Boarding des vorherigen Fliegers noch nicht mal begonnen. Mit fortschreitender Zeit wurde unser Boarding auch an ein anderes Gate verlegt und wir konnten beobachten, wie erstmal noch alle Passagiere aussteigen mussten.
Irgendwann durften wir rein und wir hatten auch gar nicht allzu viel Verspätung als der Captain sich meldete, sagte, dass das Boarding komplett wäre, wir einen Abflugslot hätten und der Flieger seit er da steht auf den Tanklaster wartete. Der kam irgendwann dann aber auch an und hat uns mit Sprit versorgt. Leider war unser Slot damit abgelaufen und wir durften den nächsten Freien nutzen. Dieser lag allerings 1:15h später. Also sind wir mit dem Flugzeug schon mal in die Warteposition an der Startbahn gerollt, in der Hoffnung, dass ein früherer Slot frei wird. Und so standen wir da mit ausgeschalteten Turbinen erstmal fröhlich rum und warteten. Wir haben tatsächlich irgendwann einen früheren Slot bekommen, so dass wir statt um 19:00 Uhr Ortszeit um 20:19 Uhr loskamen und im Endeffekt eine Stunde später gelandet sind als wir ursprünglich sollten. Der Pilot hat übrigens die gesamte Dauer über sehr gut und ständig informiert.

Und somit ist unser Kurztrip nach London vorbei. Wir werden mit Sicherheit wiederkommen, sofern es kein zu nerviges Visaverfahren geben wird. Was da bei dem völlig bescheuerten Brexit rauskommt, wird man ja dann sehen müssen.

Donnerstag, 30. August 2018

Stadt, Zoo und Musical

Da eine einzelne Dame auf Twitter ein Foto vom Frühstück haben wollte, muss das Frühstück erneut erwähnt werden. Im Vergleich zu dem Frühstück im Mövenpick im ehemaligen Wasserturm in Hamburg, das wir uns sonst gerne mal zum Hochzeitstag gönnen, ist es hier eher mager, wenn auch trotzdem sättigend und ausreichend.

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Wir haben bei unserem jetzigen Besuch ja nur den Themsenteil der Stadt gesehen, so dass wir heute in Richtung Zoo gegangen sind und dabei verschiedene Ecken mit angeguckt haben.
Gestartet sind wir in Victoria, um dann über Belgravia, also den Ort, an dem viele Landes-Botschaften sind, zum Hyde Park zu gehen. Am Wellington Arch und Hyde Park Corner kam dann gerade die berittene Garde an, die vermutlich auf dem Weg zum Buckingham Palace war.
Nachdem die weg waren, sind wir durch den Hyde Park zum Marble Arch spaziert, um dann über die Baker Street und dem Regent's Park zum Zoo zu gelangen. Auf dem Weg haben wir dieses mal mehrere kleine Gassen gefunden, die total niedlich sind. Warum wir die bisher nie entdeckt haben, weiß ich allerdings nicht.

Im Zoo haben sich dieses die Großkatzen gezeigt, was bei den bisherigen Besuchen nicht so recht gegeben war. Ansonsten sind die da fleißig am Bauen und Umgestalten.

Den Rückweg haben wir dann über Soho und das Queen's Theatre. Dort haben wir schon mal unsere Karten für Les Miserables abgeholt, die wir vorab gebucht hatten. Natürlich wollten wir uns noch vor dem Theaterbesuch umziehen und etwas essen, so dass wir den weiteren Rückweg über Chinatown, St. James's Palace, den Buckingham Palace und Westminster Cathedral gemacht haben.

Im Hotel haben wir uns dann zügig theaterfertig gemacht, um wieder in Richtung Soho zu gehen. Auch hier haben wir eine neue Route ausprobiert und haben dabei noch den St. James's Park und Picadilly Circus mitgenommen und einen Blick auf das Gebäude der Horse Guards werfen können. Direkt in der Nähe des Theaters haben wir einen Inder für uns entdeckt, bei dem die Bewertungen bei Google zwar auseinander gehen, aber geschmacklich war es sehr gut. Die Bewertungen bei Google haben auch eher moniert, dass er versucht die Leute aus dem Laden zu bekommen, wenn sie aufgegessen haben. Gut, das ist uns nicht aufgefallen, weil wir ja eh ins Theater mussten.

Les Miserables habe ich damals vor ca. 18 Jahren auf der Kursfahrt mit dem Englisch-Leistungskurs sehen dürfen. Damals spielte es noch im wesentlichen größeren Theater, weshalb ich etwas verwirrt war, da ich den Umzug, der bereits 2004 stattgefunden hat, nicht mitbekommen hatte. Jedenfalls fand ich das Musical damals schon unglaublich großartig und höre auch regelmäßig die Musik oder schaue auch ab und an die Aufzeichnungen der 10- und 25-jährigen Sonderaufführung. Insgesamt ist es das am längsten laufende Musical in London und es ist tatsächlich noch immer nicht so leicht, bezahlbare Karten zu bekommen.
Julia kannte das Musical bisher nur von den Aufzeichnungen und natürlich dem Film. Insofern war sie gespannt, wie es live sein wird.

Und es war absolut großartigst. Die Musik finden wir eh super, aber die Darstellung, Technik, Effekte und Gesamtstimmung sind auch sooo genial. Ich weiß jedenfalls, wo ich nochmal irgendwann rein will.
Wir sind danach jedenfalls völlig happy ins Hotel gegangen und haben dabei noch den nächtlich beleuchteten Buckingham Palace betrachtet.

Mittwoch, 29. August 2018

I want to go to Brighton!

Nach dem recht frühen Start gestern, haben wie beschlossen, heute auszuschlafen. Also waren wir gegen 08:45 Uhr beim Frühstück. Das Frühstück hatte etwas mehr als erwartet, aber tendentiell britisch zurückhaltend. Es gab Toast, 2 Marmeladen, etwas Wurst und Käse, Instantporridge und Cereals. Kaffeevarianten und etwas Süßgebäck gab es auch. Da es beim Aufstehen ziemlich geregnet hat, haben wir uns Zeit gelassen.


Das Titelzitat ist aus Pride and Prejudice von Jane Austen, was Julia beim letzten Englandurlaub brachte, wo Brighton aber nicht in unsere Route passte. Und bei der jetzigen Überlegung, was wir denn machen wollte, brachte sie es spaßeshalber erneut. Als wir feststellten, dass man Brighton von London Victoria ohne Umstieg innerhalb von ca einer Stunde erreichen kann, sind wir zur Victoria Station gegangen, haben Tickets gekauft und sind direkt in den nächsten Zug nach Brighton gestiegen. Das lief irgendwie alles unproblematischer als erwartet. Wir hatten verschiedene Anbieter und Routen vorab gefunden und im Endeffekt gab es ein Ticket, das für alles außerhalb von 6-9 Uhr gültig war.

On our way to Brighton. Don't know, what to expect, but #IwanttogotoBrighton #jutunterwegs

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Wir hatten uns vorab natürlich nicht informiert, was man da alles machen kann, wie groß es ist und überhaupt und so. Ein paar Sachen waren uns natürlich trotzdem klar. Ein Badeort, der ne Stunde von London entfernt ist, wird was bieten und bestimmt nicht ganz klein sein. Auch, dass es dort bestimmt viele Veranstaltungen und Festivitäten gibt, hatten wir erwartet. Zusätzlich wußten wir u.a. durch Jane Austen, dass es aus der Zeit mit Sicherheit hübsche Gebäude da sein werden.

Wir haben unseren üblichen Kennenlernprozess durchgeführt und sind gelaufen. Vom Bahnhof ging es in Richtung Wasser. Am Wasser gibt es eine tolle Promenade, die wir bis nach Hove gegangen sind. Auf der einen Seite war das Wasser mit dem Kiesstrand auf der anderen Seite zum Teil Arkaden, in denen kleine Shops sind, zum weiteren Teil richtig hübsche Gebäude und neben häßlicheren Gebäuden gibt es in Hove eine große öffentliche Sportanlage als Park getarnt.
Am Anfang unseres Weges sind wir über die beeindruckenden Reste des Westpiers gestolpert. Ein Teil des Piers und der Trägerkonstruktion ragt dort aus dem Wasser und man kann zusehen, wie es so langsam zerfällt. Direkt gegenüber ist ein Aussichtsturm, wie man ihn z.B. aus dem Heide-Park kennt, wo eine Plattform an einem Träger empor gehoben wird. Uns war es die 16,5 Pfund pro Person jedenfalls nicht wert.


In Hove sind wir dann umgedreht und zu unserem Startpunkt auf der Promenade zurückgekehrt. Da es mittlerweile später am Mittag wurde, mussten wir uns an einem der Stände Fish&Chips holen, was mit einem anschließendem Eis in einem weitern der kleineren Shops vervollständigt wurde. Dabei haben wir dann auch bemerkt, dass wir noch altes Geld, also sowohl alte Banknoten als auch Münzen, mit dabei haben, die so nicht mehr akzeptiert werden, aber von Banken vermutlich getauscht wird. Gut, dass Kartenzahlung hier überall üblich ist. Ob die Banken es wirklich tauschen, wissen wir noch nicht, weil wir es nicht zu den Öffnungszeiten zu einer Bank geschafft haben.

Wir sind nun auf jeden Fall in die Richtung des Brighton Piers gegangen und es wurde zunehmend voller auf der Promenade. Es waren auf der Promenade aber auch Fahrgeschäfte aufgebaut, was natürlich die Attraktivität steigert. Auf dem Pier selbst ist anscheinend ein ständiger Jahrmarkt errichtet. Dabei gibt es eine kleine Wildwasserbahn, ein Spukhaus, eine Achterbahn und mehrere Karussells. Wenn man bedenkt, dass das alles auf einer rostigen Metallkonstruktion mitten im Wasser steht, sollte man Vertrauen in die planenden und ausführenden Gewerke haben. Es war aber durchaus spannend, da mal rüber zu schlendern.


Da die Promenade weiterführte und weiter hinten die Marina kommen sollte, haben wir uns wieder auf die Socken gemacht und sind dorthin gegangen. So konnten wir die Volk's Electric Railway kennenlernen, die vermutlich längste kontinuierlich im Betrieb befindliche Bahnstrecke. In Richtung Landesinnere war eine sehr schöne alte Bogenterrassenstruktur, Madeira Terrace, die aber derzeit am Verfallen ist. Es gibt aber wohl Pläne, diese zu erhalten und restaurieren.
Kurz vor dem Yachthafen stellten wie fest, dass da irgendwie komisch geplant und gebaut wurde, da man vom Strand kommend erstmal über Supermarktparkplätze muss, um dann zum Hafen zu kommen. Der Hafen war hübsch, aber leider waren wir grob 15 Minuten zu spät für eine Bootstour.

Da wir langsam etwas mehr hunger bekamen, haben wir uns einen Rückweg entlang der höher gelegenen Straße und Wohngebäude herausgesucht. Dabei hatten wir auch nochmal einen schönen weiten Blick über die gelaufene Strecke und auch die Madeira Terrace, auf denen diverse Ratten ihrem Tagewerk nachgingen. Wieder am Pier angelangt, sind wir nun mal in die Stadt hineingegangen, um uns auch den Royal Pavilion anzusehen. Beim Mäandern durch die Straßen haben wir uns zu einem italienischen Essen überreden lassen, was unglaublich lecker war. Sehr spannend fand ich den Anschnacker zu beobachten, da der italienischer Herkunft war und mich sehr an Lord Baelish aus Game of Thrones erinnerte. Es gab auch Situationen, die diesen Eindruck verstärkten, wie z.B. der Zeitpunkt, an dem er einem Radfahrer zurief, dass er nun die Informationen hätte, die der Radfahrer wollte. Das war schon amüsant.

Nach dem Essen sind wir nochmal zum Westpier gegangen, da wir mal sehen wollten, wie das Wasser etwa eine Stunde vor Niedrigwasser aussieht. Der Tidenhub war heute mit etwa 5,5m angegeben und da sehen insbesondere ruinierte Trägerkonstruktionen im Wasser anders aus als bei Hochwasser. Und man konnte erheblich mehr scharfkantige Ex-Träger sehen.
Leider hatten die Eisdielen bereits geschlossen, so dass wir nicht unseren Plan verfolgen konnten, noch ein weiteres Eis zu kosten.


Wir haben uns aber dann auch auf den Rückweg gemacht, weil wir ja auch noch eine Stunde zurückfahren mussten. Abgesehen von wenigen Minuten Verspätung hat das auch gut funktioniert. In der Bahn haben wir noch sehr viel von einer Bahn mit dem Namen Spencer gehört. Der kleine Junge hat bei jeder Bahn, die er gesehen hat, gefragt, ob das Spencer wäre. Die Mutter war nur leicht genervt davon. Uns hat es jedenfalls amüsiert.

In London waren wir dann nur noch kurz ein bisschen bisschen was einkaufen, bevor wir dann aufs Bett gefallen sind. Gute 22km Asphalt strengen die Beine doch etwas an. Insbesondere da wir ja auch immer mal wieder zum Gucken und Fotografieren stehen geblieben sind und somit kein konstantes Gehtempo hatten.

Dienstag, 28. August 2018

Londonanreise und Themse

Heute ging es nochmal in einen Kurzurlaub nach London. Vermutlich ist es der letzte Besuch vor dem unsäglich bescheuerten Brexit. Jedenfalls wollten wir von den Tagen entsprechend viel haben und sind somit bereits um 06:40 Uhr in Hamburg abgeflogen. Dementsprechend früh mussten wir heute auch bereits unseren Tag beginnen.

Der Flug verlief ziemlich ereignislos, wenn man davon absieht, dass der Flieger wirklich weit weg von den Gates stand. Oh, und obwohl Ryanair uns nicht nebeneinander, sondern hintereinander gesetzt hat, hatten unsere Sitznachbarn dasselbe Schicksal, so dass wir einfach ganz dreist Plätze getauscht haben. Laut Durchsage der Crew ginge sowas natürlich gar nicht, aber das war und egal.

Wir hatten vorab für Stansted einen Bus gebucht, wobei sehr viel Puffer eingeplant hatten. Da alles so reibungslos lief, sind wir erstmal zu Costa und haben uns Kaffee und Frühstück geholt. Nachdem das Koffein langsam im Organismus verteilt wurde und das Hirn auch langsam rotierte, kamen wir auf die Idee, mal zu schauen, ob wir nicht auch einen früheren Bus nehmen könnte. Antwort: Wenn in einem früheren Bus Platz ist, kann man mit. Also sind wir mit dem nächsten Bus nach Victoria Station gefahren.
Die Fahrt dauert ne Weile, aber der Bus war erstaunlich bequem und wir hatten auch WLAN. Damit ging die Zeit gut rum. Wir konnten auch schon ein erstes Foto posten.

Morningselfie on our way to London #jutunterwegs #london

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Dadurch, dass wir den früheren Bus bekommen haben, waren wir natürlich auch zu früh am Hotel und unser Zimmer war noch nicht fertig. Aber den Koffer konnten wir dalassen und in einer Stunde wiederkommen.
Daraufhin sind wir in der Umgebung etwas spazieren gegangen, haben ein bisschen Wasser eingekauft und haben schon mal zur Themse geguckt.

Nach der Stunde war das Zimmer fertig und es ist zwar typisch ein Zimmer in einem der alten Reihenhäuser in Belgrave, aber es ist ziemlich modern (mit vielen Steckdosen und USB-Buchsen) und auch das Bad ist klein, aber gut in Schuss. Sehr unenglisch ist aber, dass im Bad kein Teppich liegt. Ich begrüße das gar sehr, aber ist uns halt positiv aufgefallen.

Nach ein paar Minuten Pause und einem zur Verfügung gestellten Instantkaffee haben wir uns aufgerafft und haben uns für einen Spaziergang entlang der Themse entschlossen. So sind wir vom Hotel in Richtung Vauxhall Bridge und dann auf der Seite des House of Parliament bis zum Tower gegangen. Dort haben wir erneut eine kleine Kaffeepause eingelegt und dann ging es auf der anderen Seite wieder zurück. Insgesamt waren das etwas über 17km, die wie aber wirklich gemütlich in ca. 5 Stunden gemacht haben. Dabei sind wir natürlich auch an diversen Plaketten stehen geblieben und haben einfach den Ausblick genossen.
London ist da immer wieder spannend und begeistert mich auch immer wieder. Hier wird kontinuierlich gebaut und bei jedem Besuch gibt es eine neue Skyline an der Themse zu sehen. Auch finde ich den aerchitektonischen Stilmix total faszinierend, da sich gefühlt jeder Architekt mal austoben darf und somit auch unpassende Gebäude irgendwo zwischen stellt. Und diese Stile spiegeln natürlich auch die verschiedenen Jahrhunderte bzw. Jahrzehnte wider. Insgesamt ist es irgendwie immer ein Wimmelbild, auf dem es unendlich viel zu entdecken gibt und was es auch immer wieder spannend macht. Das gesamte Aechitekturchaos passt aber aus irgendeinem Grund dann doch zusammen.

Auf dem Rückweg haben wir uns noch einen leckeren Thai gesucht, bevor wir dann zurück ins Hotel gegangen sind und hier nun auf dem Betzt versumpfen und vermutlich demnächst stumpf einpennen.

Freitag, 26. August 2016

Küste - der nächste Teil

Heute haben wir unsere Abwechslung bezüglich Küste und Binnenland beibehalten und sind erneut zur Küste gefahren. Das Wetter sollte sonnig und warm werden und das wurde es auch.

Zwischen Boscastle und Bude liegt unter anderem der Ort Crackington Haven. Das ist ein kleiner Ort, der direkt an einem Strand mündet, was bei diesen Klippen relativ selten ist. Der Parkplatz ist nicht der Größte, aber da wir wieder eher zeitig da waren, war das kein Problem. Der Strand war aber weniger der für uns interessante Aspekt, sondern natürlich die Klippen, die sich auf beiden Seiten des Orts erheben.
Auf der südlichen Seite haben wir einen schönen Rundweg gefunden, der 3,5 km entlang der Küste führt. Wie man schon erahnen kann, geht es stets auf und ab. Erstaunlicherweise war es nicht so anstrengend. Wie es jeweils eine Erhebung vorher aussah.
Der Rückweg führte uns dann etwas weiter im Land entlang eines bewaldeten Flusses zurück zum Parkplatz.
Beide Wege hatten was, wobei ich die Küste und Klippen erheblich toller fand.
Die gesamte Szenerie sah durch das absolut perfekte Wetter nach Postkartenmotiven aus.

Nach dem Weg sind wir dann nach Bude gefahren. Die Parkplatzsituation war hier schon schwieriger, wobei es hier einige Großparkplätze gibt. Ranwen konnte die Chance nutzen und in die Wellen der irischen See zu hüpfen, während alle anderen die Küstenlinie etwas weiter ziellos erforscht haben.
Unser Parkplatz war dicht am Supermarkt, in dem wir das Grillzeug für heute Abend gekauft haben.

Und dann ging es auch schon zurück zum Grillen, Sachen packen und Fotos tauschen. Leider geht der Urlaub damit auch schon wieder zu Ende. Morgen geht es dann zurück zum Flughafen und ab nach Hause.

Donnerstag, 25. August 2016

Dartmoor-Experience Teil 2

Da wir bisher so schön abwechselnd an der Küste und im Moor bzw. der Schlucht waren, haben wir diese Tradition weitergeführt.

Also ging es heute nach dem Ausschlafen wieder ins Dartmoor. Das Wetter war so vorhergesagt, dass es Vormittags bewölkt, aber nicht nass sein soll. Zusätzlich waren Gewitter für den Nachmittag vorhergesagt. Das klingt doch ganz gut für ein paar Schritte im Moor.

Also haben wir zunächst einen Weg entlang einer alten Farm und quer durch das Moor gemacht. An diesem Weg hatte man Sicht auf einen Teil des Moors, das die Inspiration zu Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville gewesen sein soll. Wir hatten ein paar dramatische Nebelfetzen, was ziemlich cool wirkte. Entlang der nicht markierten, aber ganz gut sichtbaren Wege, kam uns dann Mitten im Moor ein kleiner Viehtrieb entgegen. Das war ein wenig unerwartet, auch wenn überall Pferde, Kühe un Schafe weiden. Die sind auch ziemlich entspannt, wenn man an ihnen vorbeigeht oder -fährt. Der Weg war auf jeden Fall richtig klasse entlang eines Entwässerungsgraben und mit toller Aussicht auf Hügelkuppen mit Steintürmchen und -haufen (sog. Tor) drauf. Die 4 km waren recht schnell erledigt.

Also haben wir uns überlegt, dass wir in der Gegend noch ein bisschen was machen könnten. Also sind wir erstmal wieder in das Dörfchen nebenan von dem vorherigen Walk-Startpunkt gefahren, haben ein bisschen was an Proviant gekauft und sind direkt von dem dortigen Startpunkt losgegangen.

Der Weg wirkte kürzer als er im Endeffekt war, da die 10,5 km doch recht lang dauerten. Gut, bei dem Weg mussten wir auch zwischendurch nicht sichtbaren Pfaden folgen, die zwar im Büchlein beschrieben, aber definitiv nicht auffindbar waren. Zusätzlich haben die Tors zum Rumklettern für toller Aussicht ganz gut hergehalten.
Ausgezeichnet war der Weg in dem Büchlein übrigens als Best-Of mit relativ wenig Aufwand. Das war durchaus korrekt, wenn auch eben mit einige Unwegbarkeiten der nicht vorhandenen Wege. Von der Aussicht war es definitiv super und lohnend. Ich würde das nächste Mal aber eher 2 verschiedene Strecken gehen, um die entsprechenden Sachen zu sehen.
Neben Tors haben wie hier die Strecke der alten Bahn, entsprechende Brücken, Moor, Steinbrüche und Ruinen gesehen. Das war schon cool.
Das Wetter war übrigens recht ok. An einer Stelle hat es angefangen zu regnen. Das Gewitter hat sich glücklicherweise nicht gezeigt.

Mit den Wegen und Fahrzeiten haben wir den Tag dann auch schon wieder fast rum gehabt. Aus unerfindlichen Gründen waren wir hungriger als sonst, haben uns beim Einkaufen tatsächlich auf das wesentliche konzentriert, um dann möglichst zügig Essen machen zu können.

Mittwoch, 24. August 2016

Küste aus verschiedenen Perspektiven

Vor 2 Tagen haben wir uns in Boscastle wegen einer Bootsfahrt erkundigt. Dort haben wir den Flyer von Andy bekommen und dann auch direkt bei ihm angerufen. Die letzten Tage konnte er nicht rausfahren, da der Sturm am Samstag die See zu sehr aufgepeitscht hat. Daraus lässt sich auch schon die Größe des Boots erahnen. Vor einem Jahr sind wir mit Paddy in einem recht kleinen Boot vor den Klippen Irlands herumgedümpelt, was schon recht abenteuerlich war. Dieses Mal hatten wir ein kleineres Boot gebucht.

Telefonisch haben wir den Termin für heute ausgemacht. Da der Hafen von Boscastle extrem von der Tide abhängt, sollte es um 9 Uhr losgehen. Wenn man bedenkt, dass wir von uns erstmal hinkommen müssten und vorher frühstücken wollten, mussten wir entsprechend früh den Wecker stellen.
Dort angekommen, waren wie natürlich etwas zu früh, so dass wir noch einen Blick auf das Meer erhaschen konnten, bevor wir rausfahren sollten. Die See war ziemlich kabbelig, aber wir haben darauf vertraut, dass Andy weiß, wann er wieder rausfahren kann.
Offensichtlich war das Vertrauen auch gerechtfertigt, da wir alle wieder heil zurück gekommen sind und trotz viel Geschaukel alle gesund blieben. Die Küste und Klippen dort sind auf jeden Fall auch vom Wasser aus beeindruckend.

Nach einer Stunde war die Fahrt vorbei und da es ja früh war, sind wir noch etwas auf den Klippen an der natürlichen Hafeneinfahrt entlang gegangen und haben anschließend noch einen Teil des Küstenwanderweges mitgemacht. Da die Küste viele Einschnitte hat, kann man entlang der Klippen auch immer sehr schön auf die angrenzenden Klippen gucken und die Sicht bewundern.
Zur Mittagszeit waren wir an einem Farm-Shop und Café, bei dem wir zu einem kleinen Snack eingekehrt sind. Der Snack erwies sich dann als gar nicht mal so klein und unendlich lecker.

Wir mussten dann von dort erstmal wieder zurück in die Stadt und zum Auto. Da einige noch von dem Shop potentiell verderbliche Ware kaufen wollten, sind wir also mit dem Auto zunächst zu dem Shop und anschließend nach Bude gefahren.

Bude ist ein unglaublich touristisches Stranddorf. Auch hier steht ein kleines Castle, das wir uns aber nicht angesehen haben. Stattdessen sind wir an dem fast 200 Jahre alten Kanal mit Schleusen zum Strand und Meer gegangen. Da gerade Ebbe war, musste wir um zum Meer zu kommen einige Schritte über den Strand machen. ich fühlte mich fast an St. Peter-Ording erinnert. Allerdings ist der Tidehub hier so hoch, dass man das Auto eher nicht am Strand parken sollte.

In Bude konnten wir dann auch direkt einkaufen, bevor es dann wieder ins Cottage ging. Nach dem traumhaften Wetter soll es morgen wohl zwischendurch Gewitter geben. Wir verfolgen da mal, wie es sich entwickelt und ob wir trotzdem ins Moor fahren.

Dienstag, 23. August 2016

Lydford Gorge

Nach dem obligatorischen Frühstück sind wir heute in den Lydford Gorge gefahren. Das ist eine bewaldete Schlucht mit Fluss, Wasserfall und netten Wegen. Das sagt jedenfalls die Broschüre. Und sobald man dort auftaucht, möchte der National Trust - eine Non-Profit-Organisation, die sich um viele Nationalparks, deren Walks und Parkplätze kümmert - einen nicht allzu kleinen Obolus als Eintritt haben. Wir haben also erstmal gezögert, da die Beschreibung jetzt nicht soooo spektakulär klang. Es wurde aber darauf hingewiesen, dass die Wege eng und rutschig sein können und man an einigen Stellen doch möglichst den Handlauf nutzen möge, so dass man erahnen konnte, dass vielleicht etwas mehr Abenteuer dabei ist.
Wir haben uns dann auch dazu entschlossen, den Eintritt zu bezahlen und sind nicht enttäuscht worden.

Es ging zunächst am oberen Rand der Schlucht im Wald auf einem Pfad entlang. Das war recht angenehm, da es nicht nur sonnig, sondern auch relativ warm werden sollte und Wald dabei nette Abkühlung bringt. Während des Wegs haben wir stets in die Schlucht gucken können und wurden auch immer von der Akustik des rauschenden Wassers begleitet. Zwischendurch war schön zu sehen, was eine Lawine bzw. Erdrutsch so anrichten kann. Nach etwa 2,5km ging es von dem oberen Rand in die Schlucht hinein. Nach vielen Stufen und serpentinenartigen Kurven sind wir zum White Lady Wasserfall gekommen. Der war äußerst ansehnlich.
Von dort ging es über eine Behelfsbrücke über den Fluss. Und von dort weitere 3-4km zurück. Und der Weg war richtig genial. Der Fluss hat sich sehr unterschiedlich präsentiert; flach, tief, sanft, rau, mit Stromschnellen, mit Strudeln, breit, schmal und sämtlichen Kombinationen und Abstufungen. Der Weg dazu reichte oft nur für eine Person und er war auf unebenem Fels. Der Hinweis, dass man den Handlauf benutzen möge, war definitiv sinnvoll und wir können nun auch nachvollziehen, warum der Gesamtpfad als Einbahnstraße ausgeschildert ist.
Rundum sieht man überall Farne, Bäume, Moose und überwucherte Felsen. Es fühlt sich richtig urwaldlich aus und je nachdem, wo man gerade entlang ging, hat sich auch merklich die Temperatur und Luftfeuchtigkeit geändert. Mich hätte es nicht überrascht, wenn uns zwischendurch ein Dino begrüßt hätte.

Dieser Ausflug hat sich auf jeden Fall richtig gelohnt! Der Eintritt ist zwar weiterhin nicht gering, aber ich würde ihn wieder zahlen.

Anschließend haben wir noch einen Abstecher in das Dorf Lydford gemacht. Dort sind noch die Spuren der Angeln, Sachsen, Normannen und Wikinger zu finden. Man sieht zwar nur Ruinen, aber das war auch sehr nett.

Mittlerweile war der Nachmittag nahe und da wir unser Einkaufdorf bisher nicht weiter beachtet hatten, haben wir uns für einen Kleinen Rundgang durch Okehampton entschieden.
Der Ort ist ganz niedlich, aber auch nicht super spektakulär. Wir sind noch kurz zum Okehampton Castle, aber dafür muss man mehr Zeit einplanen.

Nach dem Spaziergang haben wir den heutigen Einkauf erledigt, Essen gemacht und haben noch die kurze Runde hier im Dorf gemacht, die Alca, Kosh und ich schon vor 2 Tagen gemacht haben.

Montag, 22. August 2016

Küste, Ruine und Artus

Wie gestern bereits überlegt, sind wir heute nach dem Frühstück an die Westküste nach Tintagel gefahren.

Tintagel ist für die Artussaga bekannt. Hier hatte nämlich König Richard seine Burg. Das Dorf ist entsprechend touristisch aufbereitet und es gibt jede Menge esoterische Läden.
Das eigentlich interessante ist aber die Ruine, die direkt an den Klippen liegt, die stets erodieren. Dementsprechend viel ist natürlich auch schon ins Meer gefallen. Allerdings nicht erst heutzutage, sondern auch über sie Jahrhunderte, die die Klippen bevölkerte waren. Von den gefundenen Mauern lassen sich einige auf etwa 500 nach Christus zurückdatieren. Zusätzlich konnte man auch über die folgenden Jahrhunderte einen gewissen Teil der Geschichte nachvollziehen.
Worauf man gefasst sein muss, sind viele Stufen, enge Wege und sehr viele Menschen. Dadurch, dass wir so früh unterwegs waren, konnten wir den vielen Menschen zum Großteil aus dem Weg gehen und die Ruinen einigermaßen ruhig besichtigen. Das war schon spannend und der Blick über die verschiedenen Klippen war absolut genial. So kann man eine Menge Zeit dort verbringen.

Unterhalb der Ruinen befindet sich Merlins Höhle, die man bei der passenden Tide erkundet werden kann. Wir hatten wieder mal Glück mir der Tide und so sind wir dort noch reingegangen. Im Prinzip ist das eine freigespülte Verbindung zwischen zwei Buchten. Auch das war sehr ansehnlich.

Da wir auch wieder gerne eine Bootsfahrt machen wollen, haben wir in der Touriinfo nachgefragt, wo man entsprechend Boote finden kann. Die waren nur semi-hilfreich. Also sind wir in das Dorf etwas weiter nördlich nach Boscastle gefahren.

Das Dorf war größer und belebter als erwartet. In der Touriinfo haben wir einen Flyer von einem Skipper bekommen, der Bootstouren anbietet. Zusätzlich liegt das Dorf echt malerisch. Der Hafen war aufgrund der Tide gerade ausgetrocknet, was einem tolle Möglichkeiten gibt am Rand herumzuturnen und im Hafen selbst spazieren zu gehen.
Während unserer Erkundung haben wir auch erfahren, dass das Dorf im Jahr 2004 mehr oder minder zur Hälfte überflutet wurde und sie innerhalb eines Jahres alles original getreu wieder aufgebaut haben.

Der Nachmittag war erreicht und so haben wir uns auf den Weg zum nächsten Supermarkt gemacht. Da das Wetter wie angekündigt richtig gut wurde, habe wir beschlossen, dass gegrillt wird. Dabei kann man auch super in einen gemütlichen Abendausklang übergehen.

Für morgen ist derzeit der Besuch einer nahegelegenen Schlucht und des nächst größeren Orts, in dem wir auch immer einkaufen gehen, vorgesehen.

Sonntag, 21. August 2016

Dartmoor-Experience

Nachdem wir gestern schon die Überlegung getroffen hatten, dass wir heute einen eher ruhigen Tag machen wollen und wir bis um 16 Uhr eingekauft haben müssen, haben wir uns grundsätzlich das Dartmoor mit den diversen Walks variabler Länge ausgesucht.

Nach dem Frühstück sind wir also nach Princetown in der Mitte des Dartmoor gefahren. Dort gibt es ein Visitor Center, in dem wir uns Informationen über die Walks herausgesucht haben. (Zusätzlich gibt es dort Internet, so dass ich den Blogeintrag online stellen konnte. Das nur am Rande falls sich jemand wundert, warum groß angekündigt war, dass die Blogeinträge später kommen und jetzt doch was da ist.)
Wir haben einen Weg gefunden, der rund 9 km lang war. Er führte durch Moor, Wald, Wiese und an Flüsschen entlang. Das war sehr idyllisch. Leider hat der Wetterbericht Recht behalten und das Wetter variierte wellenweise von nass zu noch nasser mit Wind. Das haben unsere Klamotten zwar eine Weile ganz gut ausgehalten, aber irgendwann war es doch einfach durch.
Die Sicht wurde natürlich auch schlechter, was aber hervorragend zur Stimmung im Dartmoor passte. Es war nicht so neblig, dass man seinen Nachbarn nicht mehr sehen konnte, aber auch so war die eingeschränkte Sicht passend.

Nach dieser Tour ging es zum Einkaufen. Das war noch leicht anstrengend, da wir durchnässt in den gut gekühlten Supermarkt mussten. Dadurch wurde der Einkauf aber auch signifikant beschleunigt.

Zu Hause gab es einen Snack und jeder hatte die Möglichkeit zu machen was er wollte und einfach Ruhe zu haben.
Da es gerade nicht nieselte und nur noch leichter Niesel vorhergesagt war, haben Kosh, Alca und ich beschlossen noch einen kurzen Weg direkt am Cottage zu machen. Der sogenannte Packhorse Trail zeigt schön die Umgebung um das Cottage bzw. Anwesen und den Ort Bratton Corvelly. Die 4 km waren auf jeden Fall noch nett vor dem Abendessen zu machen. Da hat es zwar auch irgendwann wieder angefangen zu nieseln, aber da es kaum windete, haben die Klamotten es geschafft im Regen von innen zu trocknen. Das fand ich spannend.

Das Wetter soll angeblich jetzt besser werden und somit haben wir für morgen Tintagel eingeplant.

Samstag, 20. August 2016

Jäger der verlorenen Fossilien (Umsiedlung Teil 3)

Heute war der nächste Umzugstag. Entgegen meiner Aussagen sind wir gar nicht in Cornwall, sondern noch in Devon. Für den geneigten Leser dürfte das relativ egal sein, da die Ecke ja recht ähnlich ist und die meisten Leute eher Cornwall zuordnen können als Devon. Jedenfalls vermute ich das.

Hier ist es üblich, dass man normalerweise nicht vor 15 Uhr in die Cottages kann. Für den Weg mussten wir knapp 2 Stunden einplanen und somit haben wir mal geschaut was auf dem Weg liegt. Dort fiel uns direkt wieder die Jurassic Coast ein. Dieses mal war aber eher der westlichere Teil angesagt. Genau genommen Lyme Regis

Lyme Regis gehört mit zum Weltnaturerbe der Jurassic Coast und hat die große Besonderheit, dass Fossilien aus den verschiedenen Jahrmillionen aus dem Gestein erodieren und somit direkt am Strand liegen. Wenn man hier sammeln möchte, dann sollte man definitiv auf die Tide und die Erosionskante achten. Erreichbar ist der Strand nur bei abnehmendem Wasser bzw. Ebbe und durch die Erosionsreste muss man beim Gehen schon etwas aufpassen, dass man nicht wegrutscht.
Ich würde gerne sagen, dass wir das perfekt geplant hatten, aber wir hatten nur Glück, dass alles gerade perfekt passte. Somit haben wir jede Menge Zeit am Strand verbracht und Ammoniten u.ä. gesucht. Wir sind auch allesamt fündig geworden. Das hat auch für den Regenschauer zwischendurch entschädigt.

Weiter ging es dann nach Bratton Clovelly, wo unser Cottage ist. Wir sind im Coach House des Eversfield Manor. Das Cottage ist riesig, hat für jedes Schlafzimmer ein Badezimmer und wirkt richtig nett. WLAN gibt es auch, allerdings nur für einige wenige mobile Geräte, die einen speziellen Standard haben. Damit ist die Hälfte unserer Geräte ausgeschlossen. Deshalb gehen die nächsten Beiträge auch erst online, sobald ich wieder Internet habe.
Die Wege zum Cottage sind übrigens spannend, da sie grundsätzlich einspurig, kurvig und mit hohen Hecken gesäumt sind. Das ist bei jeder Kurve wieder etwas Nervenkitzel, ob schon wieder ein entgegenkommendes Fahrzeug lauert.

Nach dem Bezug sind wir einkaufen gefahren und konnten nun auch etwas weniger überlegt einkaufen. Innerhalb einer Woche geht ja einiges weg und umziehen müssen wir auch erst wieder bei der Abreise.

Beim Kochen fiel dann auf, dass die Ausstattung des Cottages nicht unbedingt ganz passend ist, weil die Töpfe etwas klein sind. Es ist ja aber auch gut Feedback geben zu können und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

Freitag, 19. August 2016

Durch die Jahrtausende

Wie erwartet, hat der Regen uns heute morgen begrüßt. Da wir aber einen Plan für regnerische Zeit hier hatten, war das nur wenig einschränkend.

Nach unserem Frühstück sind wir nach Bath gefahren. Dort hat das römische Thermalbad bereits auf uns gewartet. Und es hat sich richtig belohnt. Es gab einen Audioguide und die Tour hat so grob 2,5 Stunden gedauert. Man wird über die Räume und die Bedeutung der verschiedenen Funde hervorragend informiert. Unter anderem erfährt man, dass dort die einzige heiße Quelle Englands ist, die natürlich auch heilig war. Auch wenn es ein paar Engstellen während der Führung gab, kann ich sie uneingeschränkt empfehlen.

Da wir das Saverticket gekauft haben, haben wir natürlich auch das Fashion-Museum mitgenommen. Dort sind 100 Kleidungsstücke seit etwa 1600 ausgestellt. Einige waren recht interessant, aber für meinen Geschmack war zu wenig Herrenmode ausgestellt. Für Interessierte an historischen Kleidern war das aber durchaus lohnend.
Damit war unsere maximale Parkzeit von 4 Stunden auch so gut wie aufgebraucht. Also haben wir erstmal einen kleinen Mittagssnack im Cottage eingenommen.

Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und wir sind nach Avebury gefahren. Avebury ist ein Örtchen, das innerhalb eines Stromkreises steht. Dabei existieren auch win bis zu 9 Meter tiefe/hohe Erdwälle. In dem großen Steinkreis existieren auch noch diverse kleinere Steinkreise. Das war arg beeindruckend. Allein die Ausmaße sind absolut irre.
Auf der Ecke haben wir auch noch direkt eines der großen weißen Pferde im Hügel mitgenommen.

Um die Zeit noch weiter zu füllen, haben wir uns noch Lacock angeschaut. Das ist ein Dorf, das komplett mittelalterlich ist. Leider sind die Autos der Bewohner immer ein wenig im Weg, aber die Häuser und die Abtei sind faszinierend.

Da die Zeit sehr rast, haben wir noch den Einkauf erledigt, Essen gemacht und sitzen wie üblich zusammen, um den Abend ausklingen zu lassen.

Morgen geht es in unser nächstes Cottage. WLAN wurde uns dafür nicht versprochen und somit können wir gespannt sein, wann ich wieder Blogeinträge veröffentlichen kann.

Donnerstag, 18. August 2016

Umsiedlung Teil 2

Nach einem ausführlichen Frühstück haben wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft gemacht. Diese liegt 10 km östlich von Bath.
Auf dem Weg haben wir wieder einige lustige Wege finden können, aber wir sind allesamt wohlbehalten angekommen.

Glücklicherweise durften wir trotz der früheren Uhrzeit bereits unsere Unterkunft beziehen. Wir wohnen in einem kleinen Häuschen, das echt nett eingerichtet ist. Auf dem Gelände sind 2 zwei weitere mietbare Häuschen sowie das Haus und das Gewerbe des Eigentümers. Wirklich ruhig ist es logischerweise an einer Kreuzung von 5 Straßen nicht, aber mit den Hecken ist man trotzdem gut abgeschirmt.

Wir haben uns nun auf den Weg nach Bath gemacht. Die Stadt ist unter anderem für eine berühmte Autorin bekannt: Jane Austen. Zusätzlich gibt es aber auch eine römische Therme. Die Architektur ist für mich von dem gelblichen Sandstein eher ungewohnt. Wir haben also die Touriinfo besucht, diverse Ideen für morgen gesammelt und schon mal ein wenig durch die Stadt mäandert.
Dankenswert ist, dass der Regen sich nur letzte Nacht ausgetobt hat und sich vorerst wieder verzogen hat.

Zum Abschluss haben wir noch den größeren Einkauf erledigt. Nun wird gekocht und der Abend genossen.

Mittwoch, 17. August 2016

Küstenwege

Heute haben wir mit einem fast typischen englischen Frühstück begonnen. Unser B&B hat da eine tolle Auswahl an möglichen Zutaten, was alles super schmeckte, auch wenn man eine gewisse Geduld bräuchte.

Anschließend haben wir unsere Sachen gepackt, um eine längere Wanderung in der Nähe zu machen. Gestartet haben wir in Worth Matravers. Von dort aus ging es durch das niedliche Dörfchen und dann für gut 10 km über Wiesen und entlang der Küste. Die Aussicht war grandios. Das Wetter war mit knapp über 20°C im Schatten und entsprechend mehr in der Sonne mit leichter Brise ziemlich perfekt. Es ging dabei auch an 2 Stellen massiv auf- und abwärts, was doch arg anstrengend war. Aber wir haben es alle geschafft. Zusätzlich kamen wir an einem Steinbruch vorbei, den wir noch kurz erkundet haben.
Also da kann man schon mal sagen, dass die Jurassic Coast durchaus was kann.
Nach der Wanderung haben wir im Dorf noch ein äußerst leckeres Eis gegessen.

Da die Tour so dicht am B&B war, sind wir erstmal wieder zurück gefahren. Ein Teil unserer Gruppe wollte noch an den Strand, während ein anderer Teil noch die Kalkfelsen Old Harry Rocks ansehen wollte. Das passte auch ziemlich gut, da der Rundwalk fast am Strand begonnen hat. Das Rucksacklayout wurde entsprechend angepasst, sind nach Studland gefahren und uns von den Strändlern am Parkplatz getrennt.
Die Aussicht hier auf die Kalkfelsen war entlang der knapp 10 km Weg wirklich genial. Richtig schön weiße Klippen.
Der Weg ging über Berg und Tal und gut bevölkerte Kuhwiesen. Es ist schon spannend Mitten durch eine Kuhherde zu gehen, wo die Kälbchen quasi direkt neben einem liegen. Aber die Kühe waren zum Glück sehr desinteressiert.


Nachdem wir wieder zurück waren und die andere Gruppe wieder getroffen haben, sind wir zu einem Restaurant gefahren, das auch direkt in der Nähe zu unserem B&B lag. Die Aussicht war super und das Essen nicht zu knapp. Während wir am Essen waren, ist das Wetter leicht gekippt und nun sitzen wir bei relativ warmen Temperaturen an einem geschützten Plätzchen draußen.

Morgen fahren wir nach Bath. Mal schauen wie die Unterkunft so wird und ob wir jemals wieder Internet haben. Die Wettervorhersage ist allerdings eher mäßig. Wir werden uns die Laune aber auch durch schlechteres Wetter nicht verderben lassen.

Dienstag, 16. August 2016

Umsiedlung Teil 1

Die Nacht war gefühlt kürzer als die bisherigen. Dementsprechend früh waren wir auch gesattelt, um zum Flughafen gebracht zu werden und dort unsere Autos entgegen zu nehmen.

Von Heathrow aus haben wir uns nach Kingston durchgeschlagen. Ein Auto hat versucht den längeren Stau zu umfahren, während das andere Auto den Stau durchgestanden hat. Es hat sich herausgestellt, dass der Stau sinnvoller als die Umfahrung war. Dafür war die Umfahrung sehr idyllisch und einspurige Straßen mit kurzen Durchlassmöglichkeiten für den Gegenverkehr sind auch interessant.
Wir haben es aber geschafft und konnten unsere Zimmer beziehen und kurz das Hotel erkunden.

Anschließend sind wir nach Swanage gefahren. Das ist ziemlich dicht dran, ist ein recht typisches Seeort und dort war auch die nächste Touriinfo. In der gab es zwei Büchlein, die diverse Wanderungen an der Jurassic Coast beschreiben.

Vor unserem Essen haben wir in Durlston noch eine kleine Wanderung entlang der Klippen gemacht. Die Gegend hier ist sehr cool und lädt zu weiteren Erkundungen ein.

Zum Abendessen haben wir uns einen Inder in Swanage gesucht und hängen nun gemütlich auf dem Platz unseres Hotels rum und genießen noch ein wenig den Abend.

Montag, 15. August 2016

Zum Tee bei Elisabeth

Heute Morgen waren wir wieder für Urlaub viel zu früh wach. Der Vorteil ist aber, dass man ziemlich früh mit dem Touristenprogramm starten kann.

Nach dem Frühstück sind wir - wie gestern schon geplant - zum Buckingham Palace gegangen. Die Royals machen derzeit Urlaub und somit ist der Palast gegen einen Obolus für den Pöbel geöffnet. Also haben wir uns Tickets gekauft und konnten auch direkt reingehen. Wie man daraus schon entnehmen kann, gibt es gewisse Slots für die man Karten kaufen kann und morgens muss man meist nicht lange warten.
Beim Eingang wird man erstmal ausführlich gefilzt und je nach Rucksackgröße muss man den auch abgeben. Fotografieren ist leider verboten.

Zum Start gibt es einen Audioguide, der gut zu bedienen ist und multimedial aufbereitet Inhalte bereit hält. Die Beiträge pro Raum sind nicht länger als 2 Minuten und man kann noch zu ausgewählten Highlights weitere Kommentare anhören.
Und ich kann sagen, dass es sich richtig lohnt. Die Räume sind beeindruckend, die Einrichtung toll und die Kommentare echt informativ. Sehr genial waren auch die ausgestellten Kleider der Queen. Für jedes Jahrzehnt war ein Outfit ausgewählt und zusätzlich einige besondere Kleider, wie z.B. das Krönungskleid und diverse weitere um die Varianz für unterschiedliche Anlässe in verschiedenen Ländern ausgestellt und die entsprechenden Designüberlegungen beschrieben.

Nach grob 2 Stunden waren wir da fertig und durften dann in den Garten. Dort war ein Café für die Touristen aufgebaut. Wir sind als gute Touris dort reingegangen und haben erstmal äußerst leckere Süßspeisen, heiße Getränke und Eis konsumiert.
Bei dem ausgesprochen schönen Wetter war das richtig toll dort zu sitzen.

Für das weitere Tagesprogramm war trotz des Wetters das British Museum angesagt. Also sind wir in guter Manier wieder zu Fuß dorthin gegangen. Da die großen Straßen eher nervig sind, haben wir diverse kleine Nebenstrecken und Gassen gewählt. Das haben wir auch gestern mehrfach gemacht und dabei immer wieder hübsche Gegenden und Gebäude findet.

Das British Museum ist überwältigend. Die haben so irre viele Exponate, dass man nicht weiß wo man anfangen soll. Wir sind jedenfalls sind wir gute 3 Stunden durch das Museum gegangen und haben uns jede Menge angeschaut. Es ist echt faszinierend, was die da an alten Sachen haben. Es wurde definitiv fleißig geklaut und hier präsentiert. Natürlich gibt das Anschauen nur einen Überblick zumal wir auch nur einen winzigen Bruchteil der Infos gelesen haben.

Nach dem Museumsbesuch haben wir uns ein Restaurant in Soho gesucht, bevor wir uns auf den Rückweg über St. James Park und an der Themse entlang gemacht haben.
Abzüglich der Strecke im British Museum haben wir wieder grob 15 km gegangen. Wir merken durchaus unsere Füße und machen nun noch einen gemütlichen Abend auf dem Sofa.

Morgen fahren wir in unsere nächste Unterkunft. Mal schauen, ob wir da Internet haben. Wenn nicht, gibt es weitere Einträge sobald wir wieder Internet haben.

Sonntag, 14. August 2016

Touritour

Wie zu erwarten war unser Ausschlafen nur bedingt erfolgreich. Wir haben uns also bereits gegen 07:30 gefrühstückt und uns anschließend auf einen Spaziergang durch London begeben.

Zunächst sind wir von uns (etwa Vauxhall-Bridge) zum Buckingham Palace gegangen. Dort haben wir festgestellt, dass die Royals im Urlaub sind, kann man den Palast besichtigen. Da wir heute schon einen Plan hatten, haben wir das für unser morgige Programm vorgemerkt.
Weiter sind wir dann durch St. James-Park in Richtung Hyde Park gegangen. Durch den Park ging es zum Marble Arch und weiter zur Baker Street. Dort haben wir uns getrennt, da wir leicht andere Interessen für den nächsten Aktionspunkt hatten. Sakura, Alca, Juli und ich sind weiter zum Zoo gegangen, während Kosh und Ranwen zum Tower und London Museum gegangen sind.

Wir haben ausführlich den Zoo angeschaut. Sie machen dort echt viel und haben mittlerweile sehr genial Gehege gebaut, die nicht nur tiergerechter sind, sondern auch für den Besucher sehr viel hermacht und ihn auch Tiere suchen lässt. Auch viele Lehrinhalte sind gut gemacht und durchaus einprägsam dargestellt.

Wie vorher abgesprochen, haben wir Ranwen uns Kosh nach unserem Besuch Bescheid gesagt, so dass wir uns Regent's Park wiedertreffen konnten. Seit dem Frühstück gab es nichts zu essen und da es in Richtung Abend ging, haben wir uns auf den Weg in Richtung Soho gemacht. Dort haben wir ein koreanisches Restaurant gefunden (angeblich das erste in UK). Das war extremst lecker, auch wenn der Geschmack zum Teil etwas ungewohnt war. Das ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

Den Rückweg haben wir dann über Trafalgar Square und Westminster an der Themse entlang angetreten. Da wurde es auch schon leicht dunkel, was der Aussicht gleich ein anderes Flair verleiht.
Die ca 22 km heute sind so ganz ohne Training doch etwas anstrengend, aber haben Spaß gemacht. Das Wetter darf gerne so bleiben wie es heute war, da wir Sonnenschein und perfektes T-Shirt-Wetter hatten.

Samstag, 13. August 2016

Londonanreise

Es ist wieder so weit, wir machen endlich Urlaub. Und zwar nicht nur ein Kurzurlaub oder ein reiner Erholungsurlaub in dem eh nichts passiert.

Nachdem wir die letzten Jahre ausführlich das nördlichere United Kingdom und Irland bereist haben, ist in diesem Jahr die englische Südküste und Cornwall geplant.

Unsere ersten Tage verbringen wir in London.
Wir sind in diesem Jahr erneut mit unserer bewährten Gruppe unterwegs und somit haben wir uns zunächst am Flughafen Heathrow getroffen und die erste Hälfte des Tages mit der Anreise verbracht. Untergekommen sind wir in einem Appartement direkt an der Themse in der direkten Nähe des MI6.

Nach unserer Ankunft haben wir einen kleinen Spaziergang an der Themse entlang gemacht. Allerdings haben wir nur eine kleinere Runde gemacht und sind nur bis zur Waterloo Bridge gegangen, bevor wir umgekehrt sind. Das waren also nur knapp 7 km. Also für einen Nachmittagsspaziergang ganz nett. Wir hatten durchaus Hunger und da es mittlerweile auch Abend war, war es an der Zeit ein Restaurant zu suchen.
In unserem Appartementkomplex gibt es mehrere Restaurants und somit haben wir davon auch direkt Gebrauch gemacht. Das Essen war lecker und preislich trotz der Lage direkt am Wasser nicht übertrieben.

Nun sitzen wir gemütlich mit Blick auf die Themse, trinken noch 1-2 Cider und besabbeln, was so seit dem letzten Treffen passiert ist.

Der jetzige Plan ist, dass wir morgen mit dem Zoo starten, dann viel durch die Stadt gehen und evtl. bei anbrechender Dunkelheit zurückgehen und somit die Nachtbeleuchtung anschauen.

Samstag, 26. Juli 2014

Auf nach Nord-Wales

Wie gestern bereits angedeutet, mussten wir heute früher aufstehen, da wir 1. um 10 Uhr aus dem Haus sein mussten und 2. um 10:30 Uhr bei der Honister Slate Mine eine Führung mitmachen wollten.

Also haben wir rechtzeitig mit allem angefangen und sind auch pünktlich bei der Mine angekommen. Dort waren wir die ersten, die sich zur Führung gemeldet haben. Eine Mutter mit 2 Kindern kam dann auch noch dazu und dann ging es los. Die Führung dauerte 1,5 Stunden und war absolut großartig und genial. Der Co-Besitzer hat uns herum geführt und jede Menge spannende Sachen über die Mine erzählt. Auch wie sie vor 15 Jahren von jemandem gekauft wurde, der gar keine Ahnung von Minen hatte und wie er daraus ein funktionierendes Geschäft entwickelt hat. Ursprünglich war der Lake Distrikt eine Bergarbeiter- und Minengegend und somit war das für die Bevölkerung auch eine tolle Sache, dass es endlich wieder eine funktionierende Mine gibt. Zusätzlich werden dort verschiedenste Führungen durch die alten Schieferminen und Bergbesteigungen auf den Berg angeboten. Falls ihr mal in der Gegend sein solltet, kann ich eine Standardtour auch bei schönem Wetter nur wärmstens empfehlen.

Um 12:30 Uhr sind wir dann wieder dort weggekommen und sind in Richtung Wales gefahren. Glücklicherweise sind wir in die Richtung gefahren und nicht vom Süden in Richtung Norden gefahren, da dort ewig lange Staus waren während wir super durch gekommen sind.

Auf unserem Weg zum Cottage sind wir noch kurz einkaufen gegangen und dann zum Cottage gefahren.
Das Cottage ließ sich auch recht problemlos gefunden und direkt für gut befunden. Wir haben 3 Schlafräume, 3 Badezimmer, eine Sauna, Internet, 3 Zimmer mit Kamin und eine großzügige Küche. Die Aussicht ist grandios; wir können sowohl Meer, als auch Berge sehen. Das rockt schon ordentlich.

Wir machen uns dann gleich mal ans Kochen für das Abendessen und werden in dem gemütlichsten Kaminzimmer den Abend genießen.

Das Wetter war übrigens bis zu unserer Ankunft bewölkt. Mittlerweile ist das in Regenschauer übergegangen. Mit dem gelegentlichen Prasseln des Regens ist das schon gemütlich. Für morgen sind auch Regenschauer angekündigt. Das wird uns allerdings auch nicht davon abhalten, die Gegend zu erkunden.

Freitag, 25. Juli 2014

Wir sehen Seen

Und eigentlich sehen wir nicht nur Seen, sondern auch jede Menge Umgebung. So auch heute.

Nach dem Frühstück haben wir uns in Richtung Grasmere und Coniston begeben. Das sind die südlicheren Parts des Lake Distrikts und gelten als die schönsten. Ob das so stimmt, musste natürlich überprüft werden.

Was man von der Gegend heute jedenfalls schon mal sagen konnte, ist dass die Straßen sehr voll mit Leuten waren. Dabei scheinen auch relativ viele Leute ihr Auto nicht sonderlich gut zu kennen. Jedenfalls war es auf einigen engen Straßen doch sehr mühsam mit denen zu klären wer jetzt sinnvoller Weise fahren sollte.

Bei Coniston haben wir uns für einen Weg um die Teiche an den Tarn Hows entschieden. Das waren früher mal so ein paar Moorseen und dann hat wer beschlossen, daraus einen großen See zu buddeln. Das ist total Klasse und ein Naherholungsgebiet, wo auch gut was los war. Rund um den See ist noch jede Menge Moorlandschaft vorhanden. Da der Weg um den See aber etwas kurz gewesen wäre, haben wir uns an einer Stelle für die Verlängerung entschieden. Der Weg führte und durch Farnland und Wald und war auch sehr hübsch. Allerdings gab es an einer Stelle leichte Verwirrung. Die Routenbeschreibung hat uns über die Hauptstraße zurück in den Wald gelotst. Dort war der Weg aber zunehmend schwächer zu erkennen und somit mussten wir uns irgendwann durch Farne, Disteln und Brombeersträucher kämpfen. Dass wir richtig waren, hat uns die regelmäßig auftauchende Markierung verraten. Gewartet wurde dieser Weg aber offensichtlich seit Jahren nicht. Wir haben uns dann in Richtung Parkplatz und Straße durchgekämpft und sind dann die letzten Meter an der Straße gegangen. Kurz vor dem Parkplatz konnten wir den Ausgang des eigentlichen Weges sehen. Dort war der Weg allerdings ähnlich überwuchert, so dass wir mit unserer Entscheidung an der Straße zu gehen, sehr zufrieden waren. So können sich ca. 8,5km doch ganz schön ziehen.

Anschließend sind wir auf einen Parkplatz kurz vor Grasmere gefahren, um noch eine weitere Seeumrundung bei Rydal zu unternehmen. Das waren noch mal gemütliche 6,5km, wo ein mal mehr oder minder die meisten Umgebungsvarianten des Lake Districts abdeckte. Die Aussichten waren erneut absolut großartig und genial.

Nun ging es mit dem Umweg für das Einkaufen zurück ins Cottage, wo wir schon mal den Großteil unserer Klamotten eingepackt haben.
Zusätzlich hatten wir bei unserer Rückkehr wieder warmes Wasser im Cottage. Somit konnten wir endlich wieder warm duschen, was doch sehr angenehm ist.

Morgen um 10 müssen wir aus dem Cottage hier weg sein und nicht vor 15 Uhr im Cottage in Wales aufschlagen. Da wir aber laut Navi nur gute 3,5 h brauchen, haben wir uns für die Besichtigung der Honister Slate Mine entschieden, die dicht bei unserem jetzigen Cottage liegt. Wir sind gespannt, wie die Führung am Ende wird und ob sie wirklich so stattfindet, wie es auf der Webseite steht.

Ob in der nächsten Woche irgendwelche Einträge kommen, kann ich noch nicht sagen, da nicht explizit erwähnt wurde, ob im walisischen Cottage Internet vorhanden ist. Wenn es aber nicht erwähnt wird, gehen wir tendentiell von 'eher nicht' aus.