Posts mit dem Label Adelaide werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Adelaide werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 17. November 2018

Ein Tag in Adelaide

Nach den ganzen Touren der letzten Tage haben wir heute erstmal wieder ausgeschlafen und in Ruhe gefrühstückt. Das Wetter war mit bis zu 27°C und Sonnenschein sehr angenehm angekündigt und so haben wir uns auf den Weg zum Zoo gemacht.

Man hätte entweder zu Fuß gute 2 km gehen können oder man konnte den Bus nehmen. Wir haben in diesem Fall mal den Bus genommen. Recht spannend daran ist, dass es ein paar Busse, Trams und Boote gibt, die tatsächlich kostenfrei nutzbar sind. Die Busse fahren hier sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn durch die Stadt und fahren dabei verschiedene Sehenswürdigkeiten an. Damit haben wir nochmal einen Teil der Strecke vom Bus aus sehen können, den wir gestern bereits gelaufen sind.
Am Zoo haben wir unsere Jahreskarten herausgeholt und vorgezeigt. Entgegen unserer Erwartung hat das erstmal für ein bisschen Verwirrung gesorgt, da die Karten noch nicht im System hinterlegt waren. Also hat die Dame in Sydney angerufen und sich bestätigen lassen, dass das alles korrekt ist. Es war natürlich korrekt, aber ich finde spannend, dass sie anscheinend nicht allzu oft ihre Daten übertragen. Basierend auf ihrer Fragestellung, ob das sehr neue Karten und aus diesem Monat sind, gehe ich davon aus, dass die Daten tatsächlich monatlich abgeglichen werden. Na gut, so viele kommen vermutlich dann doch nicht auf die Idee, sich eine Jahreskarte zu holen und dann 2 Wochen später in der nächsten Stadt aufzutauchen.

Der Zoo hat sich gegenüber dem letzten Mal bzw. unserer Erinnerung nicht allzu sehr verändert. Allerdings haben sie anscheinend ihre Kooperation mit dem Monarto Safaripark verstärkt und einen gemeinsamen Entwicklungsplan bis 2035 festgelegt. Dabei stehen einige Veränderungen im Vordergrund, die grundsätzlich mit Vergesellschaftung und Vergrößerung der Gehege in Form von Themengebieten zu tun haben. Also im Endeffekt mehr Platz und sinnvollere Beschäftigung für Tiere, wobei gleichzeitig auf regionale Probleme hingewiesen werden kann. So gibt es bereits ein indonesisches Areal, in dem insbesondere Sumatra nachgebildet ist. Dementsprechend ist die Flora angepasst und die Tiere auch entsprechend eingebunden. Zusätzlich sind überall Informationsschilder, welche Probleme es gibt und warum diese Tierarten bedroht sind. Als Beispiel sei hier (mal wieder) Palmöl genannt. Dabei wird allerdings auch gesagt, dass es keine Lösung ist, gar kein Palmöl zu verwenden, da die Früchte sehr ergiebig sind und man eigentlich noch mehr Platz bräuchte, wenn man vergleichbares Öl bekommen möchte. Auch sind da immer Hinweise, was man selbst eigentlich tun kann, ohne ermahnend zu wirken.
Sehr niedlich war es wieder mal im Streichelgehege. Da geh ich bei uns zu Hause ja normalerweise nicht rein, weil man da immer nur Ziegen und so hat. Hier hat man Wallabys, Quokkas und ähnliche Tierchen, die man füttern und/oder streicheln kann. Futter hatte ich zwar nicht dabei, aber ein Wallaby kam direkt an, hat die krallenbewehrten Pfoten an meine Hand gehalten und die Hand abgeleckt. Das war total knuffig, auch wenn es partiell etwas kitzelig war. Die Quokkas haben lieber geschlafen, was aber auch ok ist. Zum Abschluss des Zoobesuchs haben wir uns noch ein koffeinhaltiges Heißgetränk und was leckeres zum Naschen gegönnt.
Direkt hinter dem Zoo (bzw. vor dem Zoo, je nachdem aus welcher Richtung man kommt) liegt der botanische Garten. Den haben wir zwar nur kurz gestreift, aber dort hingen irre viele Flughunde in den Bäumen. Daran konnten Juli und ich uns nicht erinnern. Glücklicherweise liegt das nicht an unserem Erinnerungsvermögen. Stattdessen sind die Flughunde erst im Jahr 2010 hier eingezogen, so dass wir die noch gar nicht kennen konnten.


Nach dem Zoobesuch haben Bernhard und Renate sich auf den direkten Rückweg gemacht, während Juli und ich noch am Fluss entlang in die Innenstadt gelatscht sind. Wir brauchten noch neue Kontaktlinsenflüssigkeit und für das Abendessen waren auch noch einige Zutaten notwendig. Wir haben auch alles rechtzeitig vor dem Ladenschluss um 17 Uhr bekommen. Danach hätten wir bei einem anderen Supermarkt durchaus noch einkaufen können, aber die Läden in der Innenstadt machen am Samstag alle so grob um die Uhrzeit zu. Damit wir noch ein bisschen mehr Auslauf bekommen, sind wir auch nach Hause gegangen und haben auf motorisierte Vehikel verzichtet. Wir haben auch schon mal dabei geschaut, wo unsere morgige Tour startet. Es geht nämlich wieder mal auf eine 2-Tages-Tour, bei der wir nicht wissen, ob wir irgendwo Internet haben werden. Dafür wissen wir, dass wir übermorgen erst sehr spät zurückkommen werden.

Freitag, 16. November 2018

Weg aus der Hitze

Heute haben wir Alice Springs und die brütende Hitze verlassen. Für uns war es mit 36°C im Schatten jedenfalls brütende Hitze. Lokale Bewohner halten das für angenehme Temperaturen, da es im Sommer ja schließlich eher noch mal 10°C mehr sind.

Wo wir Alice Springs heute verlassen haben, habe ich noch eine Anekdote. Durch die Stadt fließt der Todd River. Also die meiste Zeit fließt er nicht, aber grundsätzlich führt das Flussbett durch die Stadt. In der Stadt findet ein mal jährlich eine Regatta statt, nämlich die Henley on Todd. Nun ist eine Regatta ohne Wasser etwas merkwürdig. Aber die Einwohner haben ganz geschickt einfach Boote ohne Boden gebaut, wobei das Material wohl ziemlich egal ist. So steigt das Team in das Boot, hebt es hoch und rennt damit los. Wenn der Fluss übrigens zu dieser Veranstaltung mal Wasser führt, wird die Regatta übrigens abgesagt. Die Aussies finden immer wieder Wege, wie man es genau anders herum macht als der Rest der Welt.

Der Flughafen von Alice Springs hat sehr wenig zu bieten. Insofern war es gut, dass unser Shuttle-Service uns eine relative späte Abholzeit genannt hat. Der Flug nach Adelaide ging wieder über das Outback und in diesem Fall war sogar relativ viel Wüste, Salzseen und später dann Landwirtschaft von oben zu sehen.


In Adelaide haben wir uns per Shuttle zu unserer Unterkunft bringen lassen. Das ist mal wieder ein AirBnB. Hier haben wir beschlossen, dass wir heute nach 8 Wochen Reiserei mal wieder selbst kochen wollen. Vorab kann man aber hervorragend von hier in die Stadt laufen und sie erkunden. Ich finde Adelaide weiterhin ansprechend. Es gibt ziemlich viele hübsche Gebäude und insgesamt fühl ich mich hier recht wohl. Die Temperatur war mit knapp über 20°C recht frisch, aber ich schätze, dass ich mich daran auch wieder relativ schnell gewöhne und dann auch bei diesen Temperaturen wieder kurze Hose trage. Renate ist auf auf jeden Fall extrem glücklich, dass es nicht mehr so super heiß ist.
In der Rundle Mall, also der Haupteinkaufsstraße haben wir dann unsere Zutaten fürs Essen geholt und haben hier dann mal gemütlich 'zu Hause' gegessen. Das war auch mal wieder wirklich schön, zumal es hier ganz gemütlich ist.


Zu guter Letzt möchte ich noch ein Bild nachholen, das wir bei dem Sonnenaufgang am Uluru gemacht haben und wo wir mal alle 4 zu sehen sind.

Freitag, 28. November 2008

Hahndorf

Wir haben am Montag bei unserem ersten Adelaide-Rundgang bei ein paar Autovermietungen mal die Preise angefragt, da wir uns ja ein Auto mieten wollten. Die günstigsten, die wir gefunden haben, waren Hertz. Ich bin da ein wenig vom Glauben abgefallen, da Hertz für mich immer eine eher hochpreisige Gesellschaft ist. Die Fahrt, die uns vorschwebte, war ja auch eine One-Way-Tour, so dass wir in Adelaide das Auto übernehmen und in Melbourne wieder abgeben. Diese Strecken kosten ja auch gerne mal etwas mehr, weil die Gesellschaften irgendwie die Autos wieder an den anderen Standort zurück bringen müssen. Thrifty (eine große Gesellschaft hier) wollte irgendwas um die 300 $ haben, wobei da die Rückführungsgebühr enthalten war. Hertz dagegen nahm 45$ pro Tag. Die haben auch keine Rückführungsgebühr erhoben und somit sind wir am Freitag Morgen zu denen hingetigert und wollten das Auto mieten. Wir haben vorher nicht reserviert, da wir ja ständig unterwegs waren und am Montag wollten wir das noch nicht reservieren, da wir einfach nicht sicher waren, ob wir bei dem Plan bleiben.
Nun gut, also standen wir am Freitag Morgen bei denen im Laden, sagten dass wir gerne ein Auto mieten würden und erhielten einfach nur die Aussage: "Es gibt kein Auto mehr". Mist! Wir sind also wieder aus dem Laden raus und haben überlegt, was wir denn machen könnten. Nach einer kurzen Zeit ist uns aufgefallen, dass wir nicht mal das Datum genannt haben, zu wann wir ein Auto mieten wollen. Außerdem ist es merkwürdig, da eine weitere Hertz-Station ein paar km weiter am Flughafen ist. Und wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Autos dort wirklich alle weg sind.

Gar nicht blöd, sind wir dann zum nächsten Internet-Cafe gegangen und haben einfach mal geschaut, was denn das Internet dazu sagt. Man kann darüber ja problemlos Autos reservieren und wenn das nicht möglich ist, gibt es ja eine entsprechende Meldung. Bei unserer Reservierung kam kein Hinweis, dass bei der Station kein Auto mehr zur Verfügung stünde. Somit haben wir dann die Reservierung für mittags getätigt, ausgedruckt und sind zur Mittagszeit wieder hin. Wir haben dann auch gar nicht erwähnt, dass wir schon mal da waren, sondern haben uns so verhalten, als hätten wir die Reservierung wie immer getätigt und wollten nun das Auto abholen. Mittlerweile gab es wohl einen Personalwechsel. Auf jeden Fall war die entsprechende Dame dann sehr nett, hat vom Flughafen ein Auto anrollen lassen und schon war alles in trockenen Tüchern. Sie hat uns nebenbei erzählt, dass an dem Tag irre viel dort los sei und sie nicht wisse warum, aber es ja kein Problem sei, das Auto vom Flughafen anzufordern.

Bevor wir das Auto übernommen haben, haben wir noch die Versicherungssachen dort geklärt. Diese 45$ pro Tag beinhalten nämlich eine Selbstbeteiligung von 2700$. Da wir wissen, wie leicht ein Steinschlag, Wildunfall oder ein Loch in die Reifen kommt, haben wir gleichzeitig die 0$-Selbstbeteiligung dazu gebucht. In dieser waren dann auch Windschutzscheibe, Reifen u.ä. enthalten. Kostenpunkt: 35$ pro Tag. Man hätte auch für geringere Tagessätze eine Herabstufung der Selbstbeteiligung erhalten können. Dort sind dann im Allgemeinen aber nicht die Windschutzscheibe und Reifen enthalten. Insofern haben wir dann 80$ pro Tag gezahlt, keine Kilometerbegrenzung gehabt und keine Selbstbeteiligung im Schadensfall.

Da es ja mittlerweile schon Mittag war, haben wir unseren ursprünglichen Plan, am Freitag loszufahren und Sonntag in Melbourne anzukommen, aufgegeben und verändert. Wir wollten eigentlich über Hahndorf nach Monarto in den Safari-Park fahren, dann weiter zum Mount Gambier, gefolgt von der Great Ocean Road nach Melbourne. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit sind wir dann nur nach Hahndorf gefahren. Das war quasi die kleine Vorübung des Autofahrens für mich.

Wir waren also gegen 15:00 Uhr oder so in Hahndorf. Das Dorf liegt knapp 30 km süd-östlich von Adelaide und ist die älteste deutsche Siedlung auf diesem Kontinent und soll sehr deutsch sein. Als Deutscher muss man sich sowas natürlich anschauen. Benannt ist es nach dem Kapitän des Schiffs, der Hahn hieß. Wir müssen aber zugeben, dass uns das Dorf selbst aber nicht wirklich deutsch vor kam. Eher in dem Sinne, wie sich halt Ausländer deutsch vorstellen. Klar, die Häuser sind aus Stein und nicht Holz gebaut (was hier nicht zwingend typisch ist!), aber von der Bauweise war es sonst nicht wirklich deutsch, sondern sah mehr nach Haus auf dem Land aus. Die Verzierungen erinnerten uns aber auch eher an die victorianische Zeit.
Unsere Hoffnung war natürlich, endlich mal einen vernünftigen Bäcker zu finden, der auch deutschere Backwaren hat. Leider haben wir den auch da nicht gefunden. Aber die Schoko-Torte war trotzdem lecker. *ggg* Die Restaurants hatten viele Sachen mit Sauerkraut, was für mich aber halt eher bayrisch als deutsch ist. Labskaus gab es dagegen nirgends *breitgrinsend*
Wie es sich für ein deutsches Dorf aber gehört, war das Wetter sehr deutsch und es fing an ordentlich zu regnen. Daraufhin haben wir dann auch den Rückzug angetreten und sind zurück gefahren.

Eine Sache ist übrigens wirklich interessant. In sehr vielen Restaurants findet man nicht nur Burger und Steak, sondern sehr oft auch Schnitzel. Das hätte ich wirklich nicht gedacht, aber anscheinend haben sie dieses Gericht auch assimiliert.

Barossa Valley

Kaum von der Känguruh-Insel wieder zurück in Adelaide, ging es auch schon wieder auf die nächste Tour. Diese Tour haben wir auch direkt nach unserer Ankunft bei Groovy Grape Getaways gebucht. (Da fällt mir ein, dass wir zu der Gruppe bei der Kangaroo Island noch gar nicht viel geschrieben haben ... kommt noch)
Barossa Valley liegt bei Adelaide und ist eine sehr bekannte Weingegend. Und im Prinzip bestand die Tour aus 4 Weinverkostungen, Mittagessen und Gegend sehen. Das war übrigens die Tour, mit der Groove Grape vor ein paar Jahren begonnen hat.

Die Gruppe war nett und zwei Holländerinnen von der ersten Tour waren auch wieder mit dabei. Ich hab mir jetzt nicht alle Nationalitäten genau gemerkt, aber es waren u.a. Aussies, Dänen, Deutsche, Holländer und Schweizer dabei.

Bevor wir mit der Verkostung begonnen haben, haben wir erstmal an der ältesten Holzspielzeugfabrik gehalten. Ob das Alter jetzt auf die Region um Adelaide oder komplett Australien bezieht, weiß ich nicht mehr. Wir haben da auch eigentlich nur gehalten, weil da ein Cafe dabei war und wir dort erstmal etwas essen konnten. Julia und ich haben uns ein Schinken-Käse-Croissant und ein Schinken-Ei-Brötchen gekauft. Man muss ja auch ein bisschen Grundlage haben. *ggg*

Alle waren schon auf die Verkostung gespannt, aber vorher stand noch ein weiterer Programmpunkt auf dem Plan: die Whispering Wall. Diese Mauer war wirklich erstaunlich. Eigentlich ist es ein Staudamm. Dieser ist, wie eigentlich immer, gebogen gebaut. Dabei haben die Erbauer es geschafft, exakt den Winkel zu treffen, dass man direkt am Anfang und Ende des Staudamms stehen kann und normal miteinander sprechen kann. Das war wirklich lustig, da ein Teil ans Ende gegangen und der Rest am Anfang stehengeblieben ist. Am Ende angekommen musste man nicht brüllen und nicht mal laut reden. Die auf der anderen Seite waren klar und deutlich zu verstehen. Sehr schön eine ensprechenden Schallübertragung so mitzuerleben. Man sollte allerdings vorsichtig sein, wenn man da lästert und derjenige, über den man lästert, auf der anderen Seite steht ;)

Die erste Weinverkostung fing so zwischen 10 und 11 an. Dabei wurden alle Weine durchgekostet. Es wurde auch immer darauf hingewiesen, dass man, sofern man einen Wein nicht mag, den doch bitte weggießen solle, da ja noch so viele andere Weine (auch bei anderen Winzern) auf dem Programm stehen. Wir haben uns brav durch alles durchgetrunken und waren von keinem Wein so wirklich begeistert. Insofern wird Jacob Creek, sollten sie nach Deutschland exportieren, nicht von uns gekauft werden. Die sitzen übrigens in einem schicken, modernen Gebäude, das irgendwelche Preise gewonnen hat. Für meinen Geschmack war es nur modern und nicht gemütlich. Aber der Audi R8 sah interessant aus. Audi hatte da wohl am Tag vorher eine Ausstellung und da sie noch mit dem Abbau beschäftigt waren, stand der Wagen da noch rum. *ggg*

Die zweite Verkostung war super. Die fand in einem gemütlichen, kleinen Raum statt. Diejenigen, die die Verkostung durchführten, waren auch einfach großartig. Die beiden Mädels waren so in etwa unser Alter, vielleicht knapp drüber. Die eine von denen hatte in der Nacht nicht viel Schlaf bekommen, weil sie beim Pink-Konzert war. *g* Abgesehen von der Stimmung, die da einfach stimmte, waren die Weine aber auch absolut großartig. Die beiden Mädels haben bei ihren Lieblingsweinen natürlich auch mit gekostet ... naja, eigentlich haben sie ein Glas genommen, dieses dann vollgefüllt und den Wein getrunken. Die Weine waren aber wirklich alle bis auf die letzten beiden wirklich lecker. Die letzten beiden waren sehr süß. Der allerletzte war sogar mir ZU süß. Von der Tendenz her kam der an süßen Met ran. Durchprobiert haben wir aber auch alle. Vine Crest würden wir in Deutschland sofort kaufen. Leider exportieren sie nicht dahin, weil sie viel zu klein sind dafür. Und sie würden es zwar nach Deutschland auf Bestellung hinschicken, aber das kostet irgendwas um die 200 $ und das war uns dann doch etwas zu teuer. Also haben wir einfach nur so 2 Flaschen gekauft. Ursprünglich war die Idee, dass wir die ordentlich polstern und mit nach Hause bringen. Allerdings könnt ihr das vergessen, da uns noch eingefallen ist, dass wir ja noch nach Neuseeland fahren und man dort ja gar keine Lebensmittel importieren darf. Also müssen wir die wohl oder übel vorher selbst vernichten. *breitgrins*

Die dritte Verkostung war dann etwas interessanter, da diese in dem ursprünglichen Gebäude stattgefunden hat und dort auch direkt die Produktion des Weins stattfindet. Somit haben wir erst eine Führung bekommen, wo die verschiedenen Prozesse der Weinkelterei erklärt und die entsprechenden Tanks und Maschinen gezeigt wurden. Danach gab es die Verkostung. Sehr schön war dort auch, dass der Mundschenk gleichzeitig etwas zu der Verkostung erzählt hat. Also wie man eigentlich sowas macht, nach welchen Kriterien man die Weine beurteilt u.ä.. So grob weiß man das zwar, aber das war trotzdem nochmal interessant. Ich muss zugeben, dass ich mich an die Weine gerade nicht wirklich erinnere, weil die Führung viel interessanter als die Weine am Ende waren. Aber ich meine, dass da weiße Weine dabei waren, die ich mochte.

Nach den 3 Verkostungen war es auch Zeit für das Mittagessen. Unsere Busfahrerin hat ein leckeres BBQ vorbereitet und es gab Känguruh, Hühnchenspieße und Frikadelle, bei der ich nicht mehr weiß, aus was die war. Ich glaube, dass hatte unser Guide uns auch nicht erzählt. Auf jeden Fall war das lecker.

Weiter ging es zur 4. Verkostung. Im Gegensatz zu den vorherigen war dieses keine strukturierte Verkostung, wo ein Wein nach dem nächsten ausgeschenkt wird. Stattdessen durfte man von der Karte wählen und dann testen. Dort gab es einen leckeren Weißwein, der schön leicht und günstig war. Wir haben den trotzdem nicht gekauft.

Wir haben dann noch in .. ääähhh ... Tanunda, glaube ich, halt gemacht. Dort gab es dann noch ein Eis, sofern man sich eins kaufen wollte und man konnte das Dorf kurz anschauen. Wir hatten nur das Eis, haben mit den anderen geschnackt und das war es dann auch.

Als wir dann wieder zurück waren, haben wir uns noch mit den beiden Norwegern und 3 anderen von der Kangaroo Island-Tour getroffen und sind im Pub etwas trinken gegangen. Es ist echt erstaunlich, wie viel man anscheinend doch verträgt, auch wenn man eine längere Zeit nicht wirklich etwas getrunken hat.

Ich kann übrigens das Dark Ale empfehlen. Leider gibt es das nicht überall. Julia schwört da eher auf Cider. *g*

Freitag, 21. November 2008

Rundgang durch Adelaide

So, 3 Einträge innerhalb kürzester Zeit. Schon praktisch, wenn man mal ein bisschen mehr Zeit und kostenloses Internet hat ;)

Man mag es kaum glauben, aber am 17.11. haben wir uns tatsächlich einen Tag Ruhe gegönnt. Na gut ... wirkliche Ruhe war das auch nicht, aber immerhin haben wir keine geführte Tour gemacht. *grins*

Wir haben tatsächlich mal wieder einfach ausgeschlafen. Wie wir alle wissen, ist ausschlafen bei uns eh nicht so lang und wenn man die vorherigen Tage/Wochen auch früh aufgestanden ist, dann fällt ausschlafen eh nicht so lang aus. Wie auch immer, wir haben uns einfach mal Gedanken gemacht, wie wir die nächsten Tage in Adelaide verbringen wollen und wie wir nach Melbourne fahren. Das Ergebnis war, dass wir direkt zur Rezeption gelatscht sind, um die nächsten Touren zu buchen. Da Groovy Grape Getaways hier unterschiedliche Touren anbietet und wir mit der Fahrt von Alice Springs nach Adelaide wirklich begeistert waren, lag es Nahe, entsprechende Angebote zu nutzen. Glücklicherweise haben wir für Kangaroo Island auch noch die letzten beiden freihen Plätze für den 18 und 19.11. bekommen. Für den 20. haben wir dann eine Fahrt nach Barossa Valley gebucht.

Da wir gerade wirklich schönes, warmes Wetter hatten (so um die 25° im Schatten), haben wir dann den im Lonely Planet (DAS Standardwerk für Reisen!) vorgeschlagenen Rundgang gemacht. Um zu dem Startpunkt zu kommen, mussten wir zwar erstmal durch die gesamte Innenstadt, aber somit konnten wir das auch direkt miterledigen.
Die City war auch recht interessant und hier gab es tatsächlich mal eine Fußgängerzone. Das ist uns ansonsten hier bisher nicht wirklich oft untergekommen. Links und Rechts waren überall Geschäfte und alles ist weihnachtlich geschmückt. Wir stellen allerdings immer wieder fest, dass hier in gut einem Monat nicht Weihnachten sein kann, da es ja warm ist und somit die ganzen Eigenschaften, die man mit Weihnachten verbindet, nicht erfüllt sind. Zu dem Thema Weihnachten und Dekorationen gibt es im Dezember aber noch ein paar Worte.
Da wir aber nicht zum Einkaufen hier sind (und wir eh keinen Platz mehr im Gepäck haben), sind wir direkt weitergegangen. Der Rundweg führte dann an vielen wirklich hübschen Häusern vorbei. Da bekommt ihr demnächst auch mal ein paar Fotos zu sehen. Wie allerdings schon angekündigt, wird es nur einige geben, damit ihr einen Basiseindruck bekommt. Weiter ging der Weg dann am Fluß entlang, am Zoo vorbei, durch den botanischen Garten und wieder zurück zu der Straße mit den schönen Häusern. Insgesamt waren das rund 4,5 km.

Jeder der uns kennt, weiß aber auch, dass wir nur selten an Zoos einfach so vorbei gehen. Insofern haben wir einen "kleinen" Umweg in Kauf genommen und haben den Zoo angeschaut. Der war wirklich sehenswert, auch wenn im Moment gerade extrem viel umgebaut wird und Ende 2009 die Sachen dann fertig sind. So wird ein Gehege für große Pandas gebaut, ein Menschenaffengelände umgestaltet, ein Convention-Center gebaut usw. usf. Trotz dieser Umbauten ist der Zoo sehr schön angelegt. Er ist nicht allzu groß, aber die Gehege sind nett angelegt. Es gibt größtenteils eine Sortierung nach Gebieten, wie z.B. Tropen. Da sind dann die malayischen Bären, malayische Tapire, Brüllaffen, usw untergebracht. Natürlich gab es auch eine Australien-Ecke. Viele der Tiere hat man natürlich auch schon in anderen Zoos gesehen, aber schön war das trotzdem, zumal eben die Gehege auch recht tierangepasst aussahen.

Da wir erst gegen Mittag wirklich mit der Tour begonnen haben, sind wir abends dann noch schnell in der Haupteinkaufsstraße essen gegangen. Danach mussten wir unsere Taschen ja schon wieder so packen, dass wir nur unsere kleinen Rucksäcke mit auf die Camping-Tour mitnehmen und den Rest im Backpackers lassen können. Die Prozedur kannten wir ja glücklicherweise schon von Alice Springs und hier konnte man für die Nacht, wo man nicht da ist, die Sachen auch wieder abgeben.

Coober Pedy nach Adelaide

Da wir unser Auto heute erst um 14:00 abholen können, gibt es nun noch einen kurzen Beitrag für die restliche Strecke von Coober Pedy nach Adelaide.

Wir mussten, wie immer, früh aufstehen. Es gab allerdings Frühstück (Toast mit Marmelade oder Cornflakes) und Kaffee. Und dann ging es auf die Straße. Wir sind EWIG durch die verschiedenen Wüsten gefahren. Sandige Wüste, steinige Wüste, steppenartige Wüste, wieder sandige Wüste, usw. Wir haben selten gestoppt und die Sitze im Bus waren gar nicht mal so bequem. Ich war dazu noch so intelligent, meinen MP3-Player zu Hause zu lassen. Dann fiel mir ein, dass ich ja mein Handy dabei habe. Leider spielt der Windows Mediay Player nicht die Dateien ab, die ich auf der Karte dabei hatte und der Conduits Player war nur eine Testversion, die abgelaufen war. Somit durften wir uns langweilen und immer wieder probieren zu schlafen. Ging natürlich nicht wirklich gut.
Als wir dann endlich in Port Augusta ankamen, gabs was zwischen die Kiemen. Das Essen bei den Groovy Grape-Leuten ist wirklich super. Kein Wunder, dass alle Australien-Touris zunehmen :D

Irgendwann abends sind wir dann auch endlich in Adelaide angekommen und konnten unser Zimmer beziehen. Das war wieder sehr schön. Annie's Place hier ist auch super. Nicht ganz so toll wie in Alice Springs, aber trotzdem genial.
Wir sind aber nicht direkt ins Bett gefallen, sondern haben noch die Stadt ein wenig erkundet. Da gerade die Dämmerung einsetzte, waren auch einige Ecken wirklich hübsch. Schon bei der Fahrt zu den Hostels ist uns aufgefallen, dass hier extrem viele hübsche Gebäude rumstehen. Wir werden allerdings nicht alle Bilder dieser Gebäude hochladen. Aber ein paar bekommt ihr in den nächsten Tagen schon mal zu sehen.
Etwas unschön war dann noch die Begnung mit einem betrunkenen Ureinwohner. Der ließ sich aber friedlich abwimmeln und somit ging das dann noch.

Wir ihr merkt, war der Tag nicht spektakulär, aber immerhin wisst ihr nun, dass wir wirklich in Adelaide angekommen sind ;)

Ein paar Fotos sind auch schon wieder unter der bekannten Adresse zu finden.