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Mittwoch, 22. März 2023

Perspektivenwechsel

Heute war der letzte Tag, an dem wir in Neuseeland entspannt den Tag beginnen konnten. Es war auch der letzte volle Tag in Neuseeland für diese Reise. Also haben wir den Tag noch genutzt.

Ursprünglich war für heute Vormittag eher bedecktes und regnerisches Wetter angekündigt. Allerdings hatten wir bereits ab dem Aufstehen schönen Sonnenschein. Deshalb haben wir unseren ursprünglichen Plan etwas geändert und sind nach dem Frühstück und Eincremen erstmal zum Sky Tower gegangen. Der Fernsehturm bietet eine schöne Sicht über Auckland und die Umgebung. Und da es gestern so geregnet hatte und es bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir oben waren, nicht allzu warm war, war die Sicht entsprechend klar. Das war schon mal sehr lohnend. Etwas nervig waren nur die gefühlten tausende Kreuzfahrtouris der Quantum of the Seas. Aber nun, nach ein bisschen Wartezeit waren die auch wieder weg.

Unser nächster Programmpunkt war die nördliche Seite Aucklands mit dem Stadtteil Devonport. Der wird alle halbe Stunde von einer Fähre angefahren. Und die Fähren sind auch im normalen ÖPNV integriert, wie wir das auch aus Hamburg kennen. Eine HOP-Karte hatten wir ja schon für unseren Zoobesuch geholt und die konnten wir dann heute weiterverwenden. Die Fahr rüber dauert knapp eine viertel Stunde.


Auf der anderen Seite sind wir etwas auf und ab gegangen und haben uns ein Café gesucht, um Kalle Essen anzubieten. Danach war natürlich auch noch Spielzeit für ihn angesagt. Die hat er auch freudig genutzt. Eigentlich hatten wir vor, auch den Strand vor Ort zu nutzen. Allerdings waren 20°C mit Winden aus dem Süden dafür eindeutig zu schattig. Damit war die letzte Chance, nochmal in Neuseeland zu baden, für diese Reise vertan. Allerdings hat es ihn anscheinend auch nicht wirklich gestört. Auch andere Länder haben tolles Wasser.

Ursprünglich hatten wir die Idee, dass wir auch noch zum nördlichen Hafenkopf spazieren. Durch unsere Planänderung mit dem Sky Tower passte das zeitlich aber nicht mehr entspannt rein. Also haben wir das gelassen und sind wieder zurück nach Auckland gefahren, wo wir noch eine Runde am Yachthafen gedreht haben, bevor wir Essen gegangen sind. Dann ging es noch zurück ins Hotel, wo wir die Taschen größtenteils gepackt haben.

Dienstag, 21. März 2023

Peter und Barbara

Heute konnten wir wieder stressfrei aufstehen. Also haben wir uns auch beim Frühstück und dem Fertigmachen Zeit gelassen.

Wir sind erstmal zum Yachthafen gegangen. Dort haben wir nämlich einen Brezelstand gefunden, der von einer aus Mainz stammenden Deutschen betrieben wird. Und da Laugengebäck hier sonst schwierig zu beschaffen ist, wollten wir dort für Kalle eine Brezel zum Knabbern haben. Der mag das Zeug nämlich (verständlicherweise) lieber als Toast. Da Kalle auch müde war, hatten wir die naive Vorstellung, dass er auf dem Weg dahin einschlafen könnte. Beides hat sich als Fehlplanung erwiesen, denn der Brezelstand war heute nicht da und Kalle wollte auch nicht einschlafen, obwohl er drömelig in die Gegend geguckt hat und konstant so aussah als schliefe er gleich ein.

Also sind wir zum zweiten Teil unseres Plans übergegangen. Erstmal gab es für uns ein Eis, was Kalle vermutlich nicht gesehen hat, da er nicht danach gerufen hat. So gestärkt konnten wir auch den ersten Teil des Coast to Coast-Weges gegangen. Der führt prinzipiell vom Fähranleger zum Hafen von Manukau. Dabei nimmt man diverse historische und bedeutende Sehenswürdigkeiten mit. Wir haben nur den Weg zum Museum gemacht und somit vielleicht ein fünftel des Wegs. Komplett haben wir ihn das letzte mal gemacht und er war schon super, weil wirklich viel zu sehen war.

Da ein Museumsbesuch an sich für Kalle zu langweilig ist und er auf dem Weg auch nicht eingeschlafen ist, haben wir den Südeingang gewählt. Dort hatten wir nämlich ein Date mit Peter und Barbara, zwei Tyrannosaurus Rex-Skeletten. Natürlich mussten wir die anschauen und Kalle zeigen. Passenderweise gab es auch ein Café direkt daneben, wo wir Kalle Essen anbieten konnten. Nachdem wir damit fertig waren und nochmal zu den T-Rexen gegangen sind, ist er auch endlich eingeschlafen.


Nun war ein bisschen die Frage, ob wir dann nicht doch ins Museum gehen. Wir haben uns dagegen entschieden, weil sich das vermutlich nicht gelohnt hätte, denn so lang sind die Schlafphasen meistens nicht. Stattdessen hat uns aber der angekündigte Regen erreicht. Wir waren mit Regenjacke vorbereitet, haben Kalles Buggy eingepackt und dann zum Hotel zurück gegangen. Nun war der Regen allerdings schon recht nass, so dass wir Schuhe und Hosen erstmal trocknen mussten. Da wir aber da schon heute Morgen bereits davon ausgegangen waren, war das erwartet und wir hatten Spaß im Regen. Der Vorteil ist halt auch, dass es mit über 20°C auch angenehm warm ist.
Im Zimmer hat Juli schon mal ein bisschen vorgepackt, während Kalle spielen und dann nochmal etwas schlafen konnte.

Zu unserer üblichen Abendesszeit sind wir dann in die Elliott Stables um die Ecke hier gegangen. Wir hatten keine Lust nochmal komplett zu durchnässen und somit war das naheliegend. Immerhin hat es nicht mehr so stark wie vorhin geregnet. Nach dem Abendessen haben wir sogar wieder Sonne gesehen. Aber wir sind trotzdem direkt ins Zimmer gegangen, um Kalle noch mehr Spielzeit vor dem Schlafen zu gönnen.

Montag, 20. März 2023

Rangitoto

Heute haben wir den Wecker wieder für uns arbeiten lassen. Wir mussten nämlich pünktlich loskommen, um unsere Fähre nach Rangitoto zu erreichen. Davor mussten wir natürlich frühstücken, eincremen und Rucksack packen. Da es dort nichts zu kaufen und auch keine Wasserstellen gibt, muss man entsprechend vorbereitet sein.

Da der Rangitoto eine sogenannte pest free Insel ist (und bleiben soll) muss man vorab sein Gepäck überprüfen, dass man keine ungewollten Tiere oder Pflanzensamen mitnimmt. Entsprechend sauber sollten auch die Schuhe sein. Vor dem Fährableger gibt es auch extra Wasser und Bürsten, um die Schuhe von Erde und möglichem Saatgut zu befreien.

Und dann ging es auf die Fähre und rüber zum Rangitoto. Das ist eine Vulkaninsel, die vor 600-700 Jahren entstanden ist. Der letzte Ausbruch dürfte 600 Jahre her sein. Jedenfalls gibt es einen Fußabdruck in der Asche von ca 1400. Seitdem ist schon viel Bewuchs entstanden, aber es gibt auch immer noch diverse Lavafelder, auf denen nicht mal Flechten oder Moose leben.

Wir sind jedenfalls erstmal die 260 Meter zum Gipfel gegangen. Der Weg führt durch nativen Busch und Wald, entlang der Lavafelder und ist gespickt mit einigen Informationen zu der Insel. Natürlich ist es einigermaßen anstrengend, aber wir haben festgestellt, dass es selbst mit Kalle auf dem Rücken problemloser war als bei unserem ersten Besuch vor 14 Jahren. Damals sind wir an einem Streckenabschnitt mehrfach vor Anstrengung gestorben. Das war dieses mal nicht der Fall.

Am Gipfel kann man einerseits in den Krater gucken, der auch bewachsen ist und andererseits hat man einen tollen Blick auf die gesamte Gegend rundherum. Heute hatten wir auch richtig gute Sicht und das Meer war extrem ruhig.


Nachdem wir das alles aufgesogen haben, haben wir den Krater umrundet und sind dann über den langen Weg wieder zurück zum Anleger gegangen. Der Nachteil am langen Weg ist, dass man über recht lange Zeit auf einer Schotterstraße läuft. Das ist an sich kein Problem, da hier eh niemand fährt, aber natürlich ist diese Straße extrem exponiert. Und die Lava runderherum hat die Eigenschaft, Wärme sehr gut aufzunehmen. Zusammengefasst heißt das bei so gutem Wetter wie heute, dass man sich ein bisschen wie im Backofen fühlt. Der Vorteil an der Straße ist, dass man die gesamte Gegend noch länger genießen kann und tolle Aussichten in den verschiedenen Buchten hat. Außerdem lässt sich auch die Fauna direkt noch länger beobachten. Dadurch, dass die Insel frei von Schädlingen ist und gehalten wird, gibt es nämlich sehr viele einheimische Vögel, wie Tiēke, Tui und Fantail usw.

Sehr praktisch war, dass Kalle die Rückentrage heute als gemütliche Sänfte angenommen und den Großteil der Wanderung geschlafen hat. Ansonsten hätte er bestimmt auch auf dem Weg laufen wollen, was wir aber als doch eher gefährlich für das noch etwas unsichere Laufen ansehen. Zurück am Anleger hatte er dann auch jede Menge Zeit zum Laufen und hat alles mögliche erforscht. Prinzipiell gibt es 3 Rückfahrtmöglichkeiten und obwohl wir locker die zweite hätten nehmen können, haben wir beschlossen, dass wir die weitere Zeit auf der Insel genießen und Kalle weiter rumtüdeln lassen.

Nachdem wir mit der letzten Fähre wieder in der Innenstadt von Auckland ankamen, haben wir beschlossen, dass wir ein eher frühes Abendessen einnehmen. Natürlich hatten wir nicht bedacht, dass es eh schwierig ist, vor 17 Uhr etwas zu bekommen und andererseits auch hier am Montag viel geschlossen hat. Wir haben am Yachthafen aber eins finden können, bei dem wir Essen bekommen haben.

Auf dem Rückweg haben wir Kalle noch am Yachthafen rumlaufen lassen bis er ohne Gegenwehr wieder in die Trage kam. Daraufhin ging es zurück ins Hotelzimmer, wo er noch ein bisschen spielen konnte, bevor es dann ins Bett ging.

Sonntag, 19. März 2023

Auckland Zoo

Auch heute haben wir wieder festgestellt, dass Dunkelheit beim Schlafen hilft. Also für uns wissen wir das seit Jahren, aber Kalle sieht es anscheinend auch so. Und so sind wir erneut zu einer angenehmen Zeit zum Frühstück gekommen und auch nicht allzu spät losgekommen.

Heute haben wir mal den ÖPNV ausprobiert. Da wir den Bus nutzen mussten, brauchten wir erstmal eine AT HOP card. Im Endeffekt ist das eine Karte, auf die Guthaben geladen wird und man muss die beim Ein- und Aussteigen an einen Kartenleser halten, so dass der entsprechende Betrag abgebucht wird. Die muss man einmalig kaufen, kann sie nicht zurück geben und dann muss man natürlich auch Geld einzahlen. Wir haben die bei einem Kiosk in der Nähe geholt und uns dann an die nächste passende Bushaltestelle gestellt. Glücklicherweise gibt es einen Online-Planer, der da hilfreich ist. Wir konnten nämlich verschiedene Busse nehmen, die aber auch an unterschiedlichen Haltestellen abfahren. Der Planer hatte das aber so nett in der richtigen Reihenfolge gezeigt, dass wir direkt den nächsten Bus nehmen konnten.

Unser Ausstieg war dann am Auckland Zoo. Der Zoo ist prinzipiell in 5 Bereiche unterteilt. In Afrika hat man tolle Panoramen mit mehreren vergesellschafteten Tieren. Entsprechend groß sind die Gehege. Das ist schon immer sehr hübsch. Direkt im Anschluss ist ein Elefantengehege, wobei das gerade aufgelöst wird. Die verbliebenen Elefanten werden gerade nach Australien gebracht. Auckland Zoo hat beschlossen, dass sie den aktuellen Anforderungen und Erkenntnissen nicht mehr gerecht werden können.

Weiter geht es mit einheimischen Tieren. Da sind dann verschiedene Landschaften nachgebaut und die jeweilige Vogel-, Insekten- und Wasserwelten integriert.


Als nächstes ist das neu gebaute süd-ost-asiatische Gebiet dran. Dort sind recht wenig Tierarten, aber dafür umso cooler gebaur. Die Orang-Utans haben mehr oder minder die gesamte Fläche in der Höhe über den Besuchern, wo sie über Seile und Stahlbäume klettern können. Natürlich gibt es auch extrem grüne niedrigere Gehege, die dann mit den höheren Lagen verbunden sind. Aber das hat schon was, die Orangs da oben über einem zu sehen.
Sehr schön war hier auch der Tiger, der zwei Gehegeteile hat, die mit einer Brücke verbunden sind. Der Tiger hat sich einfach fröhlich mitten auf die Brücke gepackt und auf die Besucher hinab geschaut.

Und dann kommen noch die Bereiche Australien und Südamerika. In Australien gibt es angeblich Wallabys, wobei wir wieder keine sehen konnten, Emus, diverse Vögel und tasmanische Teufel.
Südamerika hat Alligatoren und verschiedene Affen, wobei man die auch im dichten Gestrüpp manchmal suchen muss.

Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir sind danach wieder mit einem Bus in die Stadt gefahren. Da wir noch Zeit hatten, sind wir erneut am Yachthafen spazieren gegangen, bevor wir uns dort ein Restaurant für unser Abendessen gesucht haben. Im Anschluss haben wir noch etwas Proviant für morgen geholt, denn da werden wir tagsüber wenig Einkaufsmöglichkeiten haben.

Samstag, 18. März 2023

Auckland

Wir konnten wieder ausschlafen und kaum ist es möglich, das Zimmer richtig dunkel zu machen, schläft das Kind wieder länger. Es fasziniert uns aber auch immer wieder, dass es hier so viele Unterkünfte gibt, die keine sinnvolle Verdunklung haben.
Da wir im Hotel sind, haben wir das Frühstück mit drin. Allerdings haben sie als herzhafte Variante nur Rührei und Speck. Es gibe keine Wurst und keinen Käse. Ich persönlich brauche das nicht zwingend, aber im Endeffekt war es gut, dass wir noch Käse aus der vorherigen Unterkunft übrig hatten. Ansonsten hätte Kalle nämlich auf eine der essentiellen Frühstückssachen verzichten müssen. Die andere Frage, die wir uns immer wieder stellen, ist, warum es nur salzige Butter gibt. Normale Butter salzig zu bekommen, ist einfach, gesalzene Butter dagegen zu entsalzen, ist eher nicht möglich. Und wir sind keine Freunde von salziger Butter unter süßem Belag.

Nach dem Frühstück und dem Eincremen sind wir dann durch die Innenstadt von Auckland gestiefelt. Es gab einige Verschönerungen, wie breitere Wege für Fußgänger und Rad-/Scooterfahrer und weniger Platz für Autos. Das hat das Bummelerlebnis signifikant verbessert. Ansonsten lässt sich aber weiterhin sagen, dass Auckland CBD nicht hübsch ist. Es gibt immer mal nette Fassaden, aber es wirkt so als gäbe es kein Gesamtkonzept. Hier stehen unglaublich viele häßliche Hochhäuser, die auch im Gesamtbild nicht ansprechender werden.
Nett war aber, dass sie die Haupteinkaufsstraße heute für Autoverkehr geschlossen hatten. Es ist nämlich St. Patrick's Day und da findet hier die größte Parade der südlichen Hemisphäre statt. Spoiler vorab: Wir haben sie nicht angeschaut.


Unten am Hafen sind wir dann weitergegangen und haben den Blick auf das Wasser gerichtet. Am Hafen ist auch der Yachthafen, der tolle Promenaden beinhaltet, bei denen es auch Restaurants, Bars und Eis gibt. Kalle durfte da auch spazieren und schlafen und mehr spazieren. Wir haben zwischendurch etwas Eis gegessen und Kalle durfte vom Zitroneneis auch was ab haben. Eigentlich war es ihm wichtiger, den Löffel ins Eis zu stecken als es wirklich zu essen. Jedenfalls haben wir uns hier die Zeit richtig gut vertrieben.

Als es Zeit für das Abendessen wurde, haben wir uns dann mal nach Restaurants umgeschaut. Wir haben schon die letzten male hier bemerkt, dass das gar nicht so einfach ist, etwas passendes zu finden. Der Innenstadtbereich hat viele Betriebe, die bis 17 Uhr geöffnet haben oder Take-Away sind. Am Yachthafen gibt es natürlich was, aber die haben zum Teil ausgefallenere Sachen, haben laute Musik oder sind ziemlich teuer. Aber wir haben dann etwas passendes auf der anderen Seite der Fähranleger gefunden. Allerdings ist auch das leicht außerhalb des Innenstadtbereichs.

Da Kalle heute tagsüber wieder viel zu wenig geschlafen hat, sind wir dann auch wieder ins Hotelzimmer zurück gegangen, wo er noch ein bisschen spielen konnte, um dann ins Bett zu falleb.

Freitag, 17. März 2023

Von Paihia nach Auckland

Eine unspektakuläre und damit gute Nacht liegt hinter uns. Da ein Bettenwechsel anstand, hat der Wecker mal wieder arbeiten dürfen. Wie erwartet, waren wir so ziemlich exakt zur Check-Out-Zeit fertig mit allem.

Und dann ging es von Paihia nach Auckland. Da mussten wir ein etwas größere Umleitung mitnehmen, da ein Streckenabschnitt in Richtung Süden weiterhin gesperrt ist. Genau genommen gibt es dort sogar verschiedene Umfahrungen, da einige nicht für LKW geeignet sind. So haben wir jedenfalls die Küstenstraße nehmen müssen, die uns sehr hübsche Aussicht auf das Meer gegeben hat.

Nach gut 4 Stunden waren wir an unserem Hotel und haben tatsächlich auf dem 5-Minuten-Parkplatz vor dem Hotel mitten in der Innenstadt einen Platz bekommen. Nun sind 5 Minuten für Check-In und dem Ausräumen vom Auto nicht gerade viel. Wir sind trotzdem da länger stehen geblieben bis alles ausgeladen war. Irgendwie hat sich doch so ein bisschen was angesammelt. Mal schauen, wie wir das für unseren nächsten Flug wieder komprimiert bekommen.
Nach dem Check-In sind wir dann zügig zur Tankstelle und dann zur Autoabgabe gefahren. Und wir haben ziemlich exakt die Zeit getroffen, die wir vorab angegeben hatten.

Den Rückweg von der Autovermietung zum Hotel war zu Fuß schnell erledigt. Wir hatten auch direkt den Slot zwischen zwei Schauern abgepasst. Im Zimmer konnte Kalle erstmal ausführlich alles erkunden, bevor wir dann zu den Elliott Stables zum Essen gegangen sind.

In denen haben wir vor 4 Jahren sehr gerne gegessen, da es einem höherwertigen Food Court ähnelt. Es gibt also jede Menge Tische, man sucht sich seinen Tisch, merkt sich die Tischnummer und jeder schwärmt zu dem Restaurant aus, das das gewünschte Essen hat und es wird dann an den Tisch geliefert. Das Konzept finde ich immer noch total gut. Allerdings haben anscheinend einige Restaurantbetreiber Corona nicht überlebt, was sehr schade ist. Wir haben auch erfahren, dass das Konzept in Zukunft etwas geändert werden soll, um möglichst die ganze Nacht über Essen anzubieten. Das ist in diversen süd-ost-asiatischen Ländern üblich und das soll nun auch hier genutzt werden. Letztendlich kann es tatsächlich für diesen Bereich gut sein, da der schon vor 4 Jahren etwas heruntergekommen war und die Pandemie nur eher wenig hilfreich war.

Nach dem Abendessen sind wir noch kurz ein bisschen was einkaufen gegangen. Eigentlich hätten wir gerne noch den Spaziergang zum Yachthafen gemacht, aber Kalle brauchte definitiv noch Spielzeit, die es in dem Innenstadtbereich nicht so richtig gibt. Also ging es ins Hotel zurück, Kalle konnte spielen und dann auch zu seiner gewohnten Zeit ins Bett gehen.

Bilder gibt es heute übrigens nicht, weil wir schlicht keine gemacht haben.

Donnerstag, 16. März 2023

Kororareka (Russell)

Erneut war es heute möglich auszuschlafen. Das war auch gut so, weil Kalle sich nur zum Schlafen hat überreden lassen, nachdem wir ihn in die Babytrage gepackt haben und draußen spazieren gegangen sind. Das durften wir nach gut 3 Stunden Schlaf auch nochmal wiederholen. Wer möchte auch nicht, nachts um 2 für 1,5 Stunden spazieren gehen? Auf der positiven Seite war ein sehr hübscher Sternenhimmel, bei dem man die Milchstraße sehen konnte.

Nach Frühstück und den üblichen Vorbereitungen haben wir die Fähre von Paihia nach Kororareka (Russell) genommen. Die Fahrt dauer etwa 15 Minuten, was signifikant schneller ist als die Autofahrt außenrum. Der Ort wurde bereits 1820 gegründet und entsprechend historisch sind auch die Gebäude. Wenn ich das richtig gelesen habe, gab es dort sogar Neuseelands erste Tankstelle. Die Strände auf der Seite der Halbinsel sind zwar steinig, aber sehen sehr hübsch aus. Auf der anderen Seite sollen allerdings Sandstrände sein, was wir aber nicht überprüft haben.

Wir sind durch das Örtchen spaziert, Kaffee genossen, Kalle gefüttert und laufen gelassen und haben erstaunlich wenig gemacht. Wir hatten erst überlegt, ob wir auf die andere Seite der Halbinsel gehen wollen, haben uns dann aber dagegen entschieden, da von dort ein kräftiger Wind kam. Es gibt auch jede Menge andere Strecken, die man dort gehen könnte, aber eigentlich war es nett, einfach nur da ein bisschen auf das Wasser zu gucken und rumzuschlendern.


Am frühen Nachmittag haben wir dann die Fähre zurück genommen. Prinzipiell war ab Nachmittag auch Regen vorhergesagt, so dass wir für uns beschlossen hatten, dass wir keine Lust hatten, den direkt abzubekommen. Auf unserer Seite haben wir dann erstmal den Markt aufgesucht, der jeden Donnerstag von 13-16 Uhr stattfindet. Wir hatten auf dem Hinweg schon die ersten Stände gesehen, wobei das eigentlich noch gut vor der Marktzeit war. Einer von den Ständen hat auch gut aussehendes Brot verkauft. Wir hatten keine Lust, das mit auf die Fähre zu nehmen und leider war das damit etwas verspekuliert. Als wir zum Markt kamen, war der Brotstand bereits weg. Nun ja, haben wir uns halt mit belgischen Waffeln getröstet und sind im Supermarkt nebenan Abendessen einkaufen gegangen.

Mittlerweile zog ein stärkerer Wind auf und wir haben zugesehen, dass wir vor dem Regen, den der Wind mitzubringen versprach, ins Motel kommen. Haben wir auch locker geschafft, denn bis um 20 Uhr hat jedenfalls noch kein Regen eingesetzt. Im Motel konnte Kalle aber noch jede Menge spielen, währen wir schon mal die Taschen packen konnten. Morgen fahren wir nämlich zur letzten Station in Neuseeland und müssen auch das Auto abgeben. Während so einer langen Autozeit sammeln sich ansonsten immer so einige Büddel an, die aber nach der Autoabgabe eher störend sind.

Das Abendessen haben wir dann im Motel genommen, um möglichst viele Reste zu verbrauchen. In Auckland werden wir ein Hotel ohne Küche haben und dementsprechend ist es von Vorteil, wenn wir nicht allzu viele Vorräte dabei haben. Außerdem dürfen auch nicht alle nach Australien mitgebracht werden. Und wir schauen jetzt mal, was diese Nacht bringt. Bisher waren die Nächte in Northland ja fast alle irgendwie speziell.

Mittwoch, 15. März 2023

Waitangi

Heute konnten wir tatsächlich mal ausschlafen. Also nicht nur theoretisch sondern auch praktisch. Also haben wir entsprechend später gefrühstückt und das hatte auch einen klaren Vorteil. Unser Motelbesitzer hat nämlich auf unsere Nachfrage, ob es einen Hochstuhl gäbe, direkt einen bestellt. Und so konnten wir etwa zur Hälfte des Frühstücks den Hochstuhl aufbauen und nutzen. So wird das Frühstück gleich viel entspannter als wenn einer das Kind auf dem Schoß haben muss.

Irgendwann waren wir dann auch mit allem fertig und sind nach Waitangi gelaufen, was etwa eine halbe Stunde zu Fuß entfernt ist. Dort befinden sich die Waitangi Treaty Grounds, also der Ort, an den die erste Verfassung Neuseelands zwischen Maori und der britischen Krone unterzeichnet wurde.

Dort kann man jede Menge über die Geschichte und (bewußte?) Übersetzungsfehler der Verfassung lernen. Ebenso gibt es Museen, die z.B. auf die Kriege eingehen, die sowohl auf neuseeländischem Grund als auch den Weltkriegen relevant waren. Natürlich gibt es auch eine Kulturvorführung und man kann auch an einer Führung teilnehmen. Eigentlich war unsere Vermutung, dass Kalle auf dem Weg einschläft. Das tat er natürlich nicht und war dementsprechend zu müde, um die Lautstärke zu ertragen. Also musste einer von uns mit ihm draußen bleiben. Juli hat sich erbarmt und ich habe die Show angeschaut. Die war, wie schon vor vier Jahren wirklich gut und interessant gemacht.

Wir haben uns dann einen Kaffee geholt und Kalle erstmal gefüttert. Danach ist er dann auch endlich eingeschlafen. Wir haben die Zeit genutzt, noch ein wenig über das Areal zu gehen und Museen anzuschauen. Da die nächste Führung zu lange hin war, haben wir beschlossen, den Rückweg anzutreten und Kalle da etwas laufen zu lassen. Wir sind auf dem Rückweg auch an einem Spielplatz vorbeigekommen, der noch etwas getestet werden musste.

Nachdem die Lauf- und Spielzeit soweit durch war, sind wir direkt zum Restaurant zum Essen gegangen. Dann ging es auch zurück, um einen müden Kalle ins Bett zu bringen. Das hat auch wunderbar funktioniert...nicht. Er weigert sich partout zu schlafen und konnte innerhalb von 2,5 Stunden nicht dazu bewegt werden, einzuschlafen. Mal schauen, ob das heute noch was wird...

Dienstag, 14. März 2023

Loch im Felsen

Wir haben heute erstmal ausgeschlafen oder zumindest geschlafen bis es hell war. Kalle war zwar offensichtlich noch müde, aber schlafen konnte er wohl nicht mehr. Überraschend konnten wir dann auch nicht mehr schlafen. Also sind wir aufgestanden und haben gefrühstückt. Und da wir es langsam angehen wollten, haben wir mal wieder eine Wäsche angeworfen und Kalle konnte hier jede Menge spielen und noch einen Snack essen, bevor wir uns dann doch auf den Weg gemacht haben..

Es war bereits Mittag und somit war eigentlich ein Schläfchen für Kalle angebracht. Wir wollten ein bisschen spazieren gehen und anschließend auf unser Tourboot gehen. Auf das Tourboot sind wir auch gegangen, aber das Kind war noch fröhlich wach und erforschte das Boot. Kurz nach dem Ablegen war es dann doch so müde, dass er in der Trage eingeschlafen ist.
Wir haben uns dagegen die Gegend der Bucht der Inseln angeschaut. Die Tour ging von Paihia zunächst nach Russell, das prinzipiell gegenüber von Paihia liegt. Von dort sind wir dann durch die Bucht zu einem Felsen mit einem Loch drin gefahren. Auf Maori heißt der Ort Motukōkako. Wenn die Meeresbedingungen richtig sind, kann man mit dem Boot auch durch das Loch durchfahren. Weiter sollte es dann auf die Insel Urupukapuka gehen, wo wir einen Aufenthalt von ca 1,5 h haben sollten. Und dann sah der Plan vor, dass wir zurück nach Paihia gebracht werden.

Bevor wir allerdings auch nur in die Nähe vom Loch kamen, wurden wir von einer Delfinschule gestoppt. Da nämlich mittlerweile ein Teil zur Schutzzone erklärt wurde, müssen Boote, wenn Große Tümmler in die Nähe kommen, den Motor ausschalten und warten bis die Delfine wieder weit genug weg sind. Für die gewöhnlichen Delfine gilt das übrigens nicht.


Der Rest verlief gemäß Plan und wir konnten sigar durch das Loch durchfahren. Da es recht eng ist und auf der anderen Seite durchaus das Meer stärker spürbar war, können wir uns gut vorstellen, dass diese Durchfahrt häufiger mal nicht funktioniert.

Auf Urupukapuka gibt es ein Café, in dem wir uns einen Kaffee geholt und Kalle gefüttert haben. Aber die Insel bietet grundsätzlich auch mehrere Wanderungen und einen wunderschönen Strand. Prinzipiell sind wir ja die Wanderfraktion, aber da wir mit Kalle eine Wasserratte haben, haben wir ihn natürlich baden lassen. Und er hat wieder gejuchzt und konnte gar nicht tief genug reinlaufen. Anscheinend war das aufregend und anstrengend, denn auf der Rückfahrt ist er in der Trage direkt wieder eingepennt. Gut, die Eltern waren auch müde, aber haben sich trotzdem lieber die Gegend angeschaut. Diese Farben sind einfach toll und da wir super Wetter hatten, wirkte das gleich noch hübscher.

Zurück in Paihia sind wir dann schnell Essen gegangen, denn Kalles Zubettgehzeit rückte mit großen Schritten näher. Und auch wenn er auf dem Boot zwischendurch geschlafen hat, war das im Schnitt weniger als üblich.

Montag, 13. März 2023

Von Whangarei nach Paihia

Wir hatten heute eine extrem unruhige Nacht. Warum Kalle so unruhig war, ist uns nicht klar, aber schön war das nicht. Naja, wir sind jedenfalls wieder vor dem Weckerklingeln aufgestanden. Kaum waren wir fertig gemacht, ist Kalle natürlich tief und ruhig eingeschlafen. Also haben wir schon mal gefrühstückt. Er ist dann so wach geworden, dass er noch etwas spielen und frühstücken konnte, bevor wir dann auch aus dem Zimmer raus mussten.

Die Fahrt nach Paihia ist nur etwa eine Stunde und wären wir direkt hingefahren wären wir massiv zu früh da gewesen. Also sind wir erst noch etwas größer einkaufen gegangen. Da bietet Whangarei auch einfach mehr als Paihia. Das hat dann trotzdem nicht übermäßig lange gedauert. Insofern sind wir dann halt trotzdem direkt hingefahren.

In Paihia waren wir etwa 1,5 h vor der möglichen Check-In-Zeit. Da viele Parkplätze frei waren, haben wir uns einfach schon mal auf einen Motelparkplatz gestellt und haben geschaut, ob wir trotzdem schon reinkönnen. Das Büro war zu und es hing ein Zettel an der Tür, dass man anrufen könne. Das haben wir versucht, aber es ging nur eine Mailbox ran. Also haben wir gesagt, dass wir zu früh sind und Bescheid sagen wollen, dass das unbekannte Auto uns gehört und wir dann später zum Check-In vorbei kommen.


So sind wir dann schon mal durch Paihia gegangen. Das Örtchen ist klein und somit gibt es in dem Innenstadtbereich auch nicht allzu viel zu tun. Aber es hat Strand und es gibt Möglichkeiten, die Bay of Islands mit dem Schiff und Hubschrauber zu erkunden. Abgesehen davon, liegt es direkt neben Waitangi, wo quasi die Staatsgründung von Neuseeland durch einen Vertrag zwischen den Maori und Briten geschlossen wurde.

Nach den 1,5 Stunden konnten wir dann einchecken, haben Kalle Essen gegeben und da er überraschenderweise etwas müde war, konnten wir ihn zu einem Schläfchen überreden. Das hat dann auch richtig lange gedauert.
Nach etwas Spielzeit sind wir dann nämlich bereits wieder zum Abendessen losgegangen. Es gibt trotz der recht geringen Größe durchaus eine gewisse Auswahl an Restaurants. Wir haben uns für eins entschieden, bei dem wir direkt Blick auf das Wasser hatten.

Nach dem Essen konnte Kalle noch an der Promenade entlang düsen bis er kaputt war. Wir haben ihn dann noch in den Buggy gesetzt und sind noch ein bisschen weiter Spazieren gegangen. Zum Sonnenuntergang waren wir auch wieder zurück im Zimmer, wo Kalle sehr schnell wieder eingeschlafen ist. Da hat wohl jemand etwas Schlaf nachzuholen. Gut, dass wir hier erstmal wieder ein paar Nächte haben.

Sonntag, 12. März 2023

Von Rotorua nach Whangarei

Heute stand eine der wirklich langen Fahrten bevor. Eigentlich hatten wir den Wecker wieder auf unsere übliche Zeit gestellt, mit der wir immer rechtzeitig zum Ausschecken fertig sind. Um 6 waren wir beide wach und haben nach ner halben Stunde beschlossen, dass wir einfach jetzt aufstehen und ggf. früher loskommen. Gesagt, getan und wir konnten mal wieder zu zweit frühstücken, bevor Kalle aufgewacht ist. Der hat natürlich auch Frühstück und Spielzeit bekommen.

Dann ging es los nach Whangarei. Die Fahrzeit war mit etwa 5 Stunden berechnet. Eigentlich hatten wir die Hoffnung, er würde viel schlafen. Ein bisschen hat er auch geschlafen, aber dann auch irgendwann sehr deutlich gesagt, dass er keine Lust mehr hat. Kurz hinter Auckland haben wir dann also eine Bewegungspause gemacht.
Danach ging es direkt nach Whangarei. Interessant war auf der Strecke, wie viel noch abgesperrt ist. Vor vier Wochen ist hier ja der Zyklon durchgezogen, nachdem es den Sommer über schon viel geregnet hat und im Anschluss dann noch mehr Regen kam. Dementsprechend gibt und gab es Unterspülungen der Straße, Erdrutsche und Botanik auf der Straße. Es ist schon stark, was sie bereits alles aufgeräumt haben, aber einige Hänge sehen noch sehr bedrohlich aus. Und einige Straßen sind auch nur in eine Richtung freigegeben, so dass wir vermutlich auf der Rückreise eine Umleitung nehmen müssen. Aber die wurde für PKW auch schon wieder verkleinert und führt nicht mehr ganz an die Westküste.


In Whangarei haben wir unser Motel bezogen, Kalle erstmal alles erkunden lassen und sind dann in das Stadtzentrum gegangen. Und es war komplett leer. Prinzipiell dürfen die Geschäfte hier ja auch Sonntags geöffnet haben und es gab auch so 2-3, aber es waren irgendwie nirgendwo Menschen zu sehen. Das sind wir von anderen Städten hier anders gewohnt. Die Promenade am Hātea River ist aber immer noch total hübsch. Und da wir gerade kein Hochwasser hatten, konnten wir auch diverse Krabben im Schlamm zwischen den Mangroven wuseln sehen. Kalle konnte auch wieder ein Stück gehen, bevor wir uns dann ein Restaurant gesucht haben und anschließend zurück ins Motel gegangen sind.