Dienstag, 15. März 2011

15.03.11 - Los Cristianos und La Orotava

Der Wetterbericht gelobte für den heutigen Tag Besserung. Im Norden sollte es zwar imernoch regnen, aber dafür sollte Süden schöner sein. Das klang schon mal ganz gut, denn wir haben hier ja noch keine Wal- und Delphintour gemacht. Diese Touren kann man natürlich im Norden durchaus buchen und wird dann mit dem Bus nach Los Cristianos gekarrt und fährt dann mit dem Boot hinaus. Das kostet irgendwan um die 50 Euro oder so pro Person. Wir haben uns überlegt, dass es ja schlau sein könnte, einfach mit dem Auto nach Los Cristianos zu fahren, um dort dann am Hafen entlang zu schlendern und die verschiedenen Möglichkeiten direkt vor Ort besichtigen.

So sind wir dann also losgefahren, haben in Los Cristianos auch direkt einen Parkplatz gefunden und haben uns in Richtung Hafen begeben. Dort wurden wir direkt von einem Typen in einer Bude auf deutsch angeschnackt und er hat uns erzählt, dass heute keine Wale zu sehen seien, da die See zu unruhig ist. Die sind natürlich trotzdem da und auch durchaus an der Oberfläche, aber zwischen den Wellen halt nicht so leicht zu entdecken. Und deshalb lassen sie das für den Tag lieber komplett sein. Für morgen stünden die Chancen aber ganz gut. Damit wir aber nicht wieder direkt hinfahren und dann eventuell enttäuscht werden, sollen wir morgen früh doch kurz bei ihm anrufen. Er sagt uns dann, ob die Tour stattfindet und schreibt uns direkt auf die Liste, so dass wir auch nicht bangen müssen, ob wir mitkommen. Und weil wir ja auch die Anfahrt haben, nimmt er dann mal statt 18€ lieber 15€ pro Person. Das klingt doch schon mal vielversprechend.

Wir hatten ja schon damit gerechnet, dass es heute vielleicht nichts würde und deshalb sind wir dann direkt zu Plan B übergegangen. Der beinhaltete auf der Promenade bei Los Cristianos und Las Americas zu flanieren. Das haben wir dann auch über ca. 2 Stunden gemacht und wurden zwischendurch vom Sturm ziemlich durchgepustet. Die genannten Orte gehen übrigens direkt ineinander über und haben ca. 100.000 der 140.000 Betten auf Teneriffa. Insofern sind die Orte halt typische Ferienorte, aber die Promenade war wirklich nett.

Der weitere Verlauf war uns vorher noch nicht so ganz klar, da wir, wenn das Wetter mitspielte, über den Teide zurückfahren und evtl. in den Las Canadas einen kleinen Rundweg machen wollten. Während wir aber vorhin kurz in einer Touri-Info waren, haben andere Leute gefragt, ob es möglich wäre, heute hinaufzufahren. Das wurde direkt verneint, da es hier keine Winterreifen, Schneeketten o.ä. gäbe und somit die Straßen oben einfach gesperrt würden. Deshalb haben wir diesen Plan instantan verworfen. Stattdessen ging es dann wieder auf die Autobahn in Richtung Norden, wo wir noch durch La Orotava gegangen sind. Die Stadt war ja bei der Durchfahrt zum Teide schon nett und da es zu dem Zeitpunkt gerade nicht geregnet hat, haben wir die Gunst der Stunde genutzt. Komplett haben wir uns die Stadt natürlich nicht angeschaut, weil wir zu faul waren ständig steile Berge hinauf und hinab zu gehen.

Wenn man sich den Wetterverlauf hier mal so anschaut, stellen wir fest, dass wir im Prinzip die verschiedenen Sachen zur richtigen Zeit gemacht haben und auch im Nachhinein zwar einige kleinere Optimierungen sinnvoll gewesen wären. Allerdings wußten wir das zu dem Zeitpunkt ja noch nicht und die wichtigsten Punkte haben wir ja geschafft.

Montag, 14. März 2011

14.03.11 - Regen(eration)

Wie gestern Abend regnete es die gesamte Nacht durch und heute Morgen wurden wir von einem Platzregen geweckt. Das war schon extrem laut, wie das Wasser so runterprasselte. Und bei Regen sollte es bisher auch bleiben. Trotzdem sind wir voller Elan in Richtung Icod losgefahren, um uns dort den 1000 Jahre alten Drachenbaum anzuschauen, der eigentlich nur 400-600 Jahre alt sein dürfte. Der steht in einem Park in Icod, in dem auch andere Drachenbäume herumstehen. Wir kamen in Icod an und neben dem Regen war es unglaublich voll dort am Park. Man hätte zwar noch einen Parkplatz finden können, aber Tiefgaragengebühr+Eintritt für den Park war uns der Baum dann doch nicht wert. Also sind wir quer durch Icod über Straßen mit gefühlten 60° Steigung gefahren, um wieder zurück zur Hauptstraße zu kommen. Dabei kamen wir an einem Schild zu einer Vulkanhöhle vorbei und haben spontan die Richtung zu dieser Höhle genommen. So fuhren wir einige 100 Höhenmeter in Richtung des Informationszentrums an der Höhle, um dann irgendwann leider feststellen zu müssen, dass die Straße nicht nur etwas einem Bach gleicht, sondern die Straße auch unbefestigt wurde. Und natürlich dürfen wir auf unbefestigten Straßen mit dem Mietwagen nicht fahren. Also hieß es umkehren und in Richtung Puerto de la Cruz zurück.

Auf dem Rückweg haben wir uns noch überlegt, dass wir uns vielleicht noch La Orotava zu Fuß anschauen könnten. Die herunterregnende Wassermenge hat uns dann bei unserer Heimatabfahrt aber dann doch abgeschreckt. Schließlich liegt La Orotava direkt neben Puerto de la Cruz und es ist äußerst unwahrscheinlich, dass sich das Wetter innerhalb von 5 km so massiv unterscheidet. Das Wetter meint wohl, dass wir uns heute im Hotel regenieren sollen. Und nachdem wir ja nun unseren guten Willen gezeigt haben und uns diesem mehr oder minder erzwungenen Ruhetag widersetzen wollten, geben wir jetzt wohl doch nach und werden den Tag einfach in Ruhe genießen.

Es ist übrigens durchaus bemerkenswert, wie sehr sich die Schneegrenze in den letzten Tagen geändert hat. Die lag als wir oben auf dem Teide waren so in etwa bei 2200 m und wir haben von unserem Balkon aus eigentlich nur auf dem Teide Schnee gesehen. Bis heute ist sie auf ca. 1200 m gefallen und die Berge sind, sofern sie mal aus den Wolken herauskommen, ziemlich weiß geworden. Und da merken wir hier auch direkt, dass 1200 m doch gar nicht so übermäßig weit entfernt ist.
Laut Wetterbericht soll das Wetter in den nächsten Tagen besser werden. Wir sind jedenfalls gespannt und lassen uns überraschen.

Fotos gibt es nun auch ein paar: Teneriffa 2011
Und ein paar neue GPS-Routen gibt es dort.

Sonntag, 13. März 2011

13.03.11 - Loro Parque

Es ist Sonntag und von dem angekündigten Regen bisher nichts zu sehen. Und da Sonntags der Haupttag für den Bettenwechsel ist, bietet sich heute doch der Besuch im Loro Parque an. Denn wenn die Leute an- bzw. abreisen, können nicht so viele im Zoo sein. Diese Rechnung ging auch direkt auf, denn es war tatsächlich keine Schlange an dem Kassenhäuschen vorhanden, obwohl ein paar Busse da waren bzw. ankamen als wir zu Fuß dort einbogen. Zu Fuß deshalb, weil man für gut 20 Minuten Fußweg ja nun nicht unbedingt das Auto nutzen muss. Wir hatten natürlich weiterhin gut vorgesorgt und waren bereits für den Fall gerüstet, dass es doch eine längere Schlange gibt. Und zwar haben wir die Tickets bereits vorher bei uns im Hotel gekauft. Das kostete auch nicht mehr und erspart einem den eventuellen Stress dort. Die Eintrittspreise sind allerdings saftig. Pro Person kostet das Ticket 32 Euro! Selbst im Zoo in Hannover haben wir nicht so viel bezahlt und der Zoo ist schon nicht günstig. Nun gut, aber da wir von allen Seiten gehört haben, dass man den mal gesehen haben sollte, haben wir das natürlich trotzdem mitgemacht.

So sind wir dann gemütlich durch den Zoo gelatscht und haben uns die Tiere dort angeschaut. Da ich nun nicht alle Tiere aufzählen möchte, nenne ich mal ein paar Highlights. Besonders süß war das Zweifinger-Faultier-Baby. Das so richtig kuschelig auf dem Bauch der Mutter aus.

Sehr empfehlenswert ist das Pinguinarium. Dort gibt es 4 verschiedene Pinguinarten, es schneit von der Decke und es gibt ein lustiges Transportband direkt vor dem großen Areal. Dort stellt man sich faul rauf und wird laaangsaaaam herumgefahren. Nicht, dass man das wirklich bräuchte, aber das war schon irgendwie spaßig.

Sehr nett war auch der Treetop-Walk in einem Freifluggehege. Dort haben wir nämlich die ganzen alten Bekannten aus Australien wieder getroffen. OK, in Australien haben wir sie in freier Wildbahn erlebt, aber so war das auch durchaus nett.

Kurz hinter diesem Freifluggehege fing es dann an zu regnen und es ging über ins Schütten! Klug wie wir sind, hatten wir einen Regenschirm dabei. Leider hat der nicht besonders viel gebracht. 20°C sind zwar angenehm warm, aber wenn man dabei dann auch noch nass ist, ist es doch eher ziemlich schattig. Insofern sind wir an den nächsten Tieren recht schnell entlang gegangen und haben uns die nächstbeste Show gesucht, die ein Dach hatte.

An dieser Stelle sei gesagt, dass der Loro Parque besonders mit den vorhandenen Shows wirbt. Dazu gehören Seelöwen-, Ara-, und Delphinshows und ein Filmchen über die Natur sowie eine Orca-Show. Nun ja. Seelöwen- und Arashows finde ich ok. Delphinshows empfinde ich als grenzwertig und Orcashows sollten meines Erachtens nur gemacht werden, wenn die Tiere auch direkten Zugang zum Meer haben und mehr oder minder freiwillig mitmachen. Im Vergleich sowas wie in Monkey Mia an der Westküste Australiens mit den Delphinen.

Natürlich war die gerade stattfindende Show genau die Orca-Show. Unser eigentlicher Plan war, dass wir die Orcas zwar anschauen, aber eben nicht die Show. Tja, hat nicht sollen sein und es war natürlich nett, die Viecher mal in voller Lebensgröße aus dem Wasser springen zu sehen und so. Auf einer Video-Leinwand, die dort mit herumstand, wurden dann auch viele Infos zu den Tieren eingeblendet und diese 4 erwachsenen Tiere sind allesamt in den USA in Gefangenschaft geboren worden. Es wurden auch Videos von den Tieren als Babys in den USA gezeigt. Mittlerweile gibt es übrigens auch hier Nachwuchs. Das Kleine wurde nicht in die Show einbezogen, aber man konnte es im hinteren Becken schwimmen und rumtollen sehen. In diesem Zusammenhang wollte ich nochmal nachschauen, ob eine Auswilderung bei den Tieren gut funktioniert. *Memo an mich*
Nach Abschluss der Show hat es immer noch geregnet, so dass wir so lange sitzen geblieben sind, bis fast alle Menschen bereits gegangen waren. Da war es recht interessant zu sehen, dass die Trainer irgendwo irgendwas gemacht haben, während die Tiere auch so durch die Gegend geschwommen und gesprungen sind.

Irgendwann hörte aber auch der Regen wieder auf und wir sind dann nochmal zu einigen Tieren gegangen, die wir nicht ausreichend beachtet haben. Dazu gehörte auch ein weißer Tiger, der in seinem Gehege lag und pennte.

Extrem süß waren auch die kleinen Jaguare. Die Mutter ist komplett schwarz und von den kleinen Miezekätzchen ist das eine Tier auch schwarz, während das andere normal gefleckt ist. Naja, dass die schwarzen Jaguare gefleckt sind, sieht man ja auch, aber ich glaube, ihr wisst, was ich meine.

Erstaunlich ist natürlich auch die riesige Papageien-Sammlung. Überall am Wegrand sind Papageien-Käfige, mit allen möglichen Exemplaren aus der Welt. Einige von denen sind mittlerweile leider auch in der freien Wildbahn ausgestorben. Allerdings hat es bereits Nachzuchterfolge gegeben und sobald dies ein paar mehr sind, soll eine Auswilderung versucht werden. Ich bin gespannt, ob sie das wieder schaffen.

Nun stellt sich natürlich die Frage nach einem Fazit. Hat sich der Loro Parque gelohnt? Ja, irgendwie schon. Ist der Preis gerechtfertigt? Wenn die Aussagen bezüglich der Loro Parque Foundation so stimmen und Teile des Eintrittspreises dort hinein gehen, dann auf jeden Fall.
Aus Deutschland sind wir natürlich durchaus andere Sachen gewöhnt. So hat Hagenbeck schon lange viele Tiere ohne Scheibe oder Zaun gehalten und das ist ja auch der überwiegende Trend in anderen Zoos. Hier sind die meisten Tiere noch hinter Glas, auch wenn die Gehege dahinter oft durchaus ansprechend sind.

Um mich nochmal in diesen Zoo zu locken, müsste sich allerdings bis zum nächsten Besuch auf Teneriffa noch einiges ändern, damit ich erneut so viel Geld bezahlte.

NACHTRAG:
In dem Glauben, dass gestern bestimmt nichts Spannendes mehr passiert, habe ich den Beitrag entsprechend kurz vorm Abendessen abgeschickt. Der wiedereinsetzende Regen sollte uns noch eines Besseren belehren.

Nach dem Abendessen kamen wir nämlich absolut vollgestopft nach oben ins Zimmer und stellten fest, dass von der Deckenlampe Wasser heruntertropfte. Da wir im obersten Stockwerk sind, war es relativ klar, dass irgendwo über uns auf dem Dach das Wasser wohl nicht so abfloss, wie es sollte. Lust darauf ein anderes Zimmer zu beziehen hatten wir eigentlich nicht, aber man sollte ja schon mal Bescheid sagen gehen. Kurz nachdem wir an der Rezeption Bescheid gesagt haben, kam ein Techniker an, schaute kurz an die Decke und meinte, dass es vom Regen und Wind draußen kam. Darauf wären wir ohne seine Hilfe bestimmt nicht gekommen. Er verließ daraufhin wieder das Zimmer und meinte, dass die Rezeption sich noch mal meldete. Das tat sie dann auch und bot uns an, dass der Techniker da heute nichts mehr machen und wir ein Zimmer gegenüber bekommen könnten. Gegenüber? Klingt gut, denn das wäre dann die Seite zum mehr hin. Also habe ich kurz die Karte für das andere Zimmer abgeholt und musste oben feststellen, dass sie nicht gegenüber, sondern ziemlich nebenan meinte. Nun gut, der Umzug ist ja aber trotzdem sinnvoll und somit sind wir 3 Zimmer weiter gezogen. Bei Zimmerbezug gibt es hier immer einen kleinen Obstkorb und 2 Blümchen in einer Vase. Und weil wir das Zimmer ja quasi neu bezogen haben, gab es für uns frisches Obst und frische Blümchen. Dabei sei angemerkt, dass das lokale Obst hier unglaublich lecker ist.

12.03.11 - Anaga-Gebirge

Nach einem ausgedehnten Frühstück und dem Lesen der Nachrichten über die Katastrophen in Japan, sind wir heute erst relativ spät losgekommen. Unser Ziel lautete das Anaga-Gebirge, wobei wir noch eine Straße am Teide entlang genauer anschauen mussten. 2 der 3 hinaufführenden Straßen hatten wir ja bereits abgefrühstückt und so sind wir also wieder zunächst zum Teide hochgefahren (dieses mal haben wir auf Anhieb die richtige Straße gefunden und mussten nicht durch La Orotava fahren ;)), um dann die 3. Straße in Richtung La Laguna herunterzufahren.

Die Idee als solche war nicht unbedingt schlecht, allerdings war genau die Strecke dort in den Wolken mit Sichtweiten von teilweise weit unter 50 m. Stellenweise waren wir froh, wenn wir die Felswand direkt neben der Straße erkennen konnten. Das was wir dort gesehen haben, war durchaus hübsch, aber wir hätten doch gerne geringfügig mehr gesehen. Umdrehen hätte uns nun auch nicht viel gebracht, so dass wir dann trotzdem weiter in Richtung La Laguna gefahren sind.

La Laguna war die erste Stadt auf Teneriffa und früher mal die Hauptstadt. Dementsprechend ist sie auch gar nicht so winzig. Etwas nervig war, dass alle Straßen Einbahnstraßen sind und man noch seltener da abbiegen darf, als es in Hamburg erlaubt ist. Einige Teile sahen auch recht ansprechend aus, aber wir konnten uns nicht so recht motivieren auszusteigen.

So sind wir dann weiter in das Anaga-Gebirge gefahren, obwohl wir uns nicht sicher waren, ob das nicht vielleicht auch in den Wolken liege. Lag es aber nicht und die Gegend ist ähnlich traumhaft wie der Norden La Gomeras. Total tolle Berge, Schluchten und alles ist grün. Die Wälder dort bestehen u.a. aus Lorbeer- und Eukalyptus-Bäumen. Absolut schick! Die Kakteen, die dort an einigen Berghängen wachsen, sind auch richtig hübsch und teilweise riesig!
Dort sind wir also eine ganze Weile entlang gekurvt und haben den Ausblick in jede Richtung genossen. Es war trotz unserer Befürchtung glücklicherweise nicht bewölkt.

Wir sind dann durch Santa Cruz wieder auf die Autobahn zurück nach Puerto de la Cruz gefahren. Im Hafen von Santa Cruz lag unter anderem noch die Aida, die unsere Eltern bereits kennengelernt haben. ;)
Auf dem Rückweg nach Puerto de la Cruz konnte man auch schon die Vorboten der abendlichen Karnevalsveranstaltung wahrnehmen, da dort einige bereits verkleidet im Auto saßen und jeden (!) angehupt haben, der auch nur annähernd verkleidet war. Immerhin waren wir nicht in Santa Cruz als der dortige Karnevalsumzug stattfand. Das wäre sonst auch irgendwie sehr spaßig gewesen, dass gerade wir, die den Karneval gerne meiden, direkt in sowas reingeraten. Falls es jemanden interessiert: Der Umzug in Santa Cruz soll der Zweitschönste der Welt direkt nach dem in Rio de Janeiro sein.

Eine kleine Nebenbemerkung noch zum Wetter. Seit wir hier sind, wurde für jeden Tag Regen vorhergesagt, wobei der meist nur ein mal kurz irgendwann am Morgen oder Abend herunterkam. Für die nächsten Tage ist allerdings mehr Regen angesagt. Mal schauen, wie sich das entwickelt.

Samstag, 12. März 2011

11.03.11 - Garachico, Masca, El Teide

Nach dem doch etwas stressigen Tag gestern, hatten wir uns für heute Morgen erstmal Ausschlafen vorgenommen. Um 08:00 wurden dann doch von dem Regen draußen geweckt. Das war natürlich trotzdem recht gemütlich und wir haben den Tag wirklich gemütlich mit einem ausgedehnten Frühstück begonnen.

Während wir so beim Frühstück waren, wurde der Regen auch immer weniger und wir überlegten, was denn heute so auf dem Plan stünde. Wir haben uns dann zunächst für den Nord-Westen entschieden und sind in Richtung Garachico aufgebrochen. Garachico wurde 1706 oder so vom Vulkan verschüttet und anschließend tatsächlich wieder aufgebaut.

Dem Ort sieht man dadurch natürlich nicht mehr an, dass er verschüttet wurde. Aber es liegt sehr viel Lava rum und formt unglaublich tolle natürlich Pools. In denen ist es auch gestattet zu baden, auf was wir aber verzichtet haben. Klasse anzusehen, waren sie aber definitiv, zumal sie direkt mit Meerwasser gefüllt werden, indem dieses gegen ihre Außenwände brandet. Das Dörfchen sieht auch total niedlich aus und so haben wir nicht nur kurz dort angehalten, sondern sind gute 1,5 Stunden durch die Gegend gegangen. Dort hätte es auch einige interessante Wanderungen gegeben, aber wir sind gegen Regen etwas schlecht gerüsstet. Da das Wetter unbeständig bleiben sollte, haben wir dann auch nicht gewagt, dort längere Routen zu gehen.

Weiter sollte es dann nach Buenavista de Norte und anschließend zum westlichsten Punkt der Insel gehen. 3 km hinter Buenavista mussten wir allerdings umkehren, weil die Straße geschlossen war. Nun gut, dann fahren wir halt woanders hin.

Als nächstes fuhren wir also über die Berge nach Masca. Das Örtchen selbst bietet eher gar nichts, aber dafür gibt es eine unglaublich sehenswerte Schlucht. In die kann man auch runterklettern, allerdings dauert das wohl lockere 3-5 Stunden und man sollte erfahren sein. Das wußten wir entsprechend vorher und haben das schon zu dem Zeitpunkt als nicht machbar abgestempelt. Aber wir wollten heute ja auch überwiegend durch die Gegend fahren und nicht groß wandern.

Von Masca sind wir dann weiter nach Santiago del Teide gefahren. Dort gibt es nicht viel, aber es gab die Abfahrt zum Teide. Dieses Mal von der anderen Seite als vorgestern. Also sind wir dort entlang gefahren. Und es war unglaublich. Einerseits ist die Steigung flacher, aber andererseits ist die Landschaft völlig anders als von der Nordseite. Dort sind genialste Felder aus Lavagestein, auf denen ab und an mal eine Pinie oder ein anderes Gewächs steht. Aber die dominierendend Farben sind schwarz und rot und es war einfach genial. Da die Wolken heute ja auch alle etwas tiefer hingen, standen Teile dieser Flächen auch im Nebel, was das gesamte Areal noch viel unwirklicher gemacht hat. So sind wir dann über viele Kilometer zum Teide gefahren, wobei es immer mal wieder absolute Landschaftswechsel gab. An einer Stelle waren die Steine richtig grün vom Kupferrost, was auch unglaublich toll aussah. Den Teide selbst konnten wir aufgrund des Wetters natürlich nicht sehen, weil der komplett von Wolken umgeben war. Die Wolken sorgten übrigens dort dann auch für Hagel.

Die Rückfahrt verlief dann über die bekannte Strecke und so waren wir rechtzeitig zum Essen wieder im Hotel. Ich bin unglaublich froh, dass wir hier ein Auto haben und selbst die Routen planen können, wie wir es gerne möchten. Wenn ich überlege, dass ich immer mit solchen Touren los müsste, würde ich, glaube ich, eher früher als später durchdrehen. So kann man aber richtig schön entspannt das machen, wonach einem gerade der Sinn steht.

10.03.11 - La Gomera

Es ist 05:00 Uhr, es klingelt der Wecker und ein langer Tag steht vor der Tür. Bevor wir um 05:50 Uhr abgeholt werden sollen, nehmen wir noch ein kleines Frühstück ein, das für diejenigen immer schon in aller Frühe bereit steht, die entweder früh abreisen oder eben solch eine Tour machen. Abgesehen von den warmen Dingen, wie Eiern o.ä. gab es auch tatsächlich schon alles.

Rechtzeitig ging es dann zum Nachbarhotel, wo uns der Bus einsammeln sollte. Wie üblich ist der Bus nach spanischer Art pünktlich, so dass wir zu früh am Hotel standen. Wir waren fast die Letzten, die abgeholt wurden und so sind wir dann auf die Autobahn in Richtung Los Cristianos gefahren. Entgegen unserer Erwartung saßen in dem Bus Franzosen, Spanier und Deutsche. Dementsprechend war der Reiseleiter - ein kleiner, recht alter Spanier - ständig am Sabbeln. Er hat die Sprachen stets rotiert und dabei auch gerne mal nur Satzteile gesagt, wenn sie ihm spontan als Ergänzung einfielen, so dass man ständig am Überlegen war, wie denn der Satzteil vorher war. Das war schon recht nervig und anstrengend. Nach den ersten paar Minuten im Bus kam auch spontan wieder eine gewisse Abneigung gegenüber anderen Menschen auf und sollte auch später noch mehrfach verstärkt werden. Beispielsweise wurde von einem Franzosen weiter hinten im Bus im Minutentakt hochgezogen. Kann man sich da nicht mal die Nase putzen oder Nasenspray nehmen?!

Und da es ja anscheinend nicht möglich ist mal 2,5-2 Stunden irgendwo durchzufahren, haben wir kurz hinter Santa Cruz bei einem kleinen Laden angehalten, wo man sich etwas Ess- oder Trinkbares kaufen konnte. Solche Sachen hat man zwar irgendwie immer mit dabei, aber um die Uhrzeit war es doch etwas nervig und überflüssig, zumal der Reiseleiter mit vagen Zeitangaben glänzte. "In 10-20 Minuten fahren wir weiter" ist einfach nicht klar und deutlich genug für eine Reisegruppe.

Irgendwann kamen wir dann auch in Los Cristianos an. Es war rechtzeitig genug, um den Katamaran um 08:30 nach La Gomera zu bekommen. Gut, leider fuhr der aber erst um 09:00 und somit mussten wir erstmal warten. Der Bus blieb natürlich auf Teneriffa und somit sollten wir erstmal in das Hafengebäude gehen. Dort sagte er uns, das er noch nicht wisse, welchen Bus wir auf La Gomera hätten und dass er erstmal eben die Tickets für die Überfahrt holen müsse. Da die Franzosen nur die Fahrt auf Teneriffa mit uns zusammen hatten, hat unser Reiseleiter den Franzosen ihren Leiter vorgestellt. Der machte direkt einen kompetenten Eindruck und sagte klipp und klar, dass der Bus Nummer 32 für sie auf La Gomera stünde und sie doch bitte dann dahin kommen mögen. Wir dachten uns schon zu dem Zeitpunkt, dass wir vielleicht die Tour mit den Franzosen hätten buchen sollen, obwohl wir nur einen Teil der französischen Sachen verstanden.
Nun gut, irgendwann hat unser Typ dann auch geschafft, die Tickets zu organisieren und gab uns jedem ein Ticket für die Hinfahrt und pro 2 Leute auch noch einen Flyer der Gesellschaft, auf dem auch noch eine Karte La Gomeras abgedruckt war. Für die Rückfahrt teilt er das später aus. Er erzählte uns noch, dass wir dann einfach an Board gehen mögen und wir sehen uns dann drüben.

Joa, so gingen wir also an Board und hatten erstmal gemütliche 40 Minuten Ruhe. Das Wasser war auch schön ruhig und somit war so weit alles gut.
In San Sebastián de La Gomera angekommen, stiegen wir aus dem Boot aus und durften dann alle Busse dort abklappern bis wir den richtigen fanden. Andere Reiseleiter standen dort mit einem orangefarbenem Regenschirm oder halt mit einem großen Schild mit der Nummer. Aber ein Reiseleiter, der mir in etwas bis zur Schulter geht, ist in einem Menschengewusel ja auch super zu erkennen. Da braucht man keine besonderen Zeichen.
Den Bus haben wir natürlich trotzdem gefunden und uns Sitze genommen. Natürlich (!) kam eine Omma, die ich auf Anhieb nicht mochte, und meckerte rum, dass sie im Bus auf Teneriffa auf einem Platz gesessen hätte und sie diesen in diesem Bus doch auch wieder haben wollte. *Kopfschüttel*

Mit dem Bus fuhren wir dann vom Hafen bis zum Ortsausgang von San Sebastián, um von dort dann ca. 1 Stunde gemeinsam (!) durch die Stadt zu gehen und dann im Ortszentrum wieder in den Bus zu steigen. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Stadt gut 9000 Einwohner hat. Und die Begründung, warum wir das um diese Uhrzeit direkt machten (es war so ca. 10 Uhr), lag darin begründet, dass am Nachmittag die ganzen Häuser, wie Columbus' Wohnhaus u.ä. Siesta machten. So gingen wir nun also durch die Straßen, während er vorne ab und an mal was brabbelte und in Ausnahmefällen auch mal stehenblieb, um dann etwas zu erzählen. Nun gut, schön wäre gewesen, wenn er erstmal die komplette Gruppe um sich versammelt gehabt hätte. Aber da er ja alles auf deutsch und spanisch erklären durfte und sich dabei auch gerne wiederholt hat, hat man ja trotzdem alles mitbekommen. Einige der Infos waren auch korrekt, andere eher veraltet. Der Ort ist aber wirklich niedlich und ich hätte ihn mir gerne selber angeschaut. Das kann man ja aber vielleicht noch mal ein anderes mal machen.
Während wir also auf den Spuren großer Seefahrer wandelten, erreichten wir auch irgendwann das Haus Christopher Kolumbus'. Das war - wie war es anders zu erwarten - geschlossen. Unser Reiseleiter hat etwas sparsam geschaut und dann irgendwas anderes erzählt. Dann ging es noch über die Kirche und den Brunnen, aus dem das Wasser für die Überfahrt gezogen wurde, wieder zum Bus.

Mit dem Bus sind wir dann durch wunderschöne Landschaft in das Zentrum der Insel gefahren. Zwischendurch gab es ein paar Fotostopps á la "nur 2 Minuten", die dann gerne mal 5-10 Minuten wurden.

Am Infozentrum im Nationalpark haben wir noch einen kleinen gemeinsamen Spaziergang durch die Natur gemacht. Die Natur selbst ist wirklich schön. Aber die Witze und Erzählungen, die vom Reiseleiter so kamen, wurden nicht besser und dadurch wirklich störend.

Es ging dann weiter über einspurige am Abgrund gelegene Straßen, auf welchen einem Busse entgegenkommen, in den nörlichen Teil der Insel, wo ein weiteres Besucherzentrum die Entstehung die Bedeutung der Insel hervorragend beschreibt. Dadurch, dass es so schön beschrieben war, konnte man auch super schon immer mehrere Stationen vor dem Reiseleiter sein und trotzdem alles wissen. *ggg* Dort angeschlossen war auch eine sehr schön bepflanzter Garten mit allen möglichen tropischen Pflanzen. Man beachte hierbei, das wir zu diesem Zeitpunkt schon bereits 10 Minuten hinter dem eigentlichen Plan hingen und er immer nur an jeder Sache "nur eine Minute noch " brauchte.

Dementsprechend kamen wir auch 15 Minuten später zu dem Lokal, in welchem das Mittagessen gereicht wurde. Alle anderen Gruppen hatten bereits Platz genommen und auch schon mindestens die Vorspeise serviert bekommen. Das Essen war ok. Es gab erst eine Kürbissuppe, dann ein bisschen Kaninchen und die lokalen Kartoffeln und zum Nachtisch Eis und Banene. Außerdem war auch der Rotwein und Wasser kostenlos vorhanden. Das war auch alles in der Tour inbegriffen. Omma war natürlich mit an unserem Tisch und unterhielt sich mit einem Paar aus Stuttgart erstmal über den Karneval, der hier ja so traumhaft sei und dass sie auch schon in Rio da alles mitgemacht hätte und überhaupt und so und es musste dann doch mit Rotwein und einem fröhlichen Helau angestoßen werden. Wir haben uns an der Stelle ganz norddeutsch zurückgehalten. Das mit dem Karneval war schon ein bisschen erstaunlich, denn die Omma hatte sich vorher schon häufiger lautstark im Bus beschwert, dass man den Reiseleiter nicht verstehe und er alles nur auf spanisch erzählte. Es war anstrengend ihm zuzuhören, aber er hat schon brav alles auf spanisch und deutsch gesagt, man hätte halt hinhören müssen, ne.
Direkt nach dem Essen gab es dann noch eine Vorführung der gomeranischen Pfeiffsprache. Da wurden natürlich erstmal ein paar Sätze in allen Sprachen demonstriert und anschließend wurden noch Dinge von Gästen vertauscht und dann hat der eine Pfeiffer einer anderen Kellnerin in dieser Sprache erzählt, was zu wem gehört und sie hat die Sachen entsprechend geholt und den richtigen Personen gebracht. Durchaus nett anzusehen, auch wenn die Pfiffe ziemlich laut waren.

Nach dieser Vorführung sind wir als letzter Bus aufgebrochen und wir haben uns schon überlegt, ob das wohl mit der Fähre so hinkäme. Denn uns wurde einerseits gesagt, dass wir so zwischen 19 und 19:30 Uhr wieder im Hotel währen und andererseits stand im vorhin erwähnten Flyer die Abfahrtszeit der Fähre mit 17:00 Uhr und 18:30 Uhr angegeben.
Naja, wir sind dann also durch weitere wunderhübsche Natur zu irgendsoeinem Laden gefahren, der lokales Handwerkszeug verkauft. So übermäßig spannend war das natürlich nicht, aber beunruhigender fanden wir die angekündigten paar Minuten aufenthalt, die immer mehr wurden und es massiv auf 17:00 Uhr zuging.

Es ging dann zurück zur Fähre und während man organisatorisch super im Bus die Tickets für die Rückfahrt hätte verteilen können, wurde das natürlich nicht gemacht. Stattdessen kamen wir um 17:15 Uhr an der Fähre an und die Gangway war bereits angelegt. Das passte natürlich nicht mit der angegebenen Zeit im Flyer überein, aber da unser Reieseleiter am Morgen ja auch schon nicht wußte, wann die Fähre fährt, fehlte uns dort auch so ein bisschen Vertrauen in ihn. Jedenfalls stiegen wir erstmal alle aus dem Bus aus und er verteilte sehr gemächlich die Tickets an die Leute und betonte, dass wir viel Zeit hätten. Also wenn man die Abfahrtszeit im Flyer und die angelegte Gangway sowie die einsteigenden Personen zugrunde legt, dann korreliert das definitiv nicht mit seiner Aussage.
In dem Punkt mussten wir ihm allerdings doch Recht geben, da die Fähre erst um 18:00 Uhr abfuhr. Zu dem Moment rechneten wir den weiteren Verlauf aus und stellten fest, dass wir niemals zu der genannten Uhrzeit im Hotel sein könnten, sondern frühestens umd 20:45 Uhr.

So kam es dann auch, dass wir, wieder nach der obligatorischen Bussuche, um 21:00 Uhr im Hotel ankamen. Da es nur bis um 21:30 Uhr Abendessen gibt, mussten wir uns entsprechend sputen. Die Kellner um uns deckten auch schon alle Tische für das Frühstück ein und so fehlte uns doch ein bisschen die Gemütlichkeit beim Essen.

Die Bustour selbst war unglaublich nervig und anstrengend, aber La Gomera ist einfach traumhaft. Dort würde sich ein Urlaub auch definitiv lohnen. Julia würde bei den Straßen im Auto bestimmt auch weniger sterben als selbige im Bus zu erfahren. Die Vulkanlandschaft ist toll, der grüne Norden ist wundervoll und der trockenere Süden auch klasse!

Mittwoch, 9. März 2011

09.03.11 - El Teide

So eine Nacht ohne Karnevalswagen ist doch irgendwie erholsamer als eine mit entsprechendem Lärm.

Da wir heute beim Aufstehen direkt den Teide ohne Wolken sehen konnten, war für uns instantan klar, wohin wir nach dem Frühstück hinfahren werden. Für alle, die es noch nicht wußten: Der Teide ist ein Vulkan und da Julia ein bisschen vulkanophil ist und ich Vulkane auch interessant finde, war das einfach ein Muss.
Nun ist es so, dass die Vulkanspitze auf ca 3700 m liegt. Mit dem Auto kann man auf ca. 2200 m hochfahren und von dort gibt es dann eine Seilbahn, die einen auf ca. 3500 m bringt. Um auf die Spitze zu klettern sollte man einerseits wirklich fit sein und andererseits benötigt man eine Genehmigung der Parkverwaltung. Nun ist letzteres nicht sonderlich schwer zu erhalten, aber die Fitness ist, wie wir ja gestern gesehen haben, eher knapp ausreichend. Also war unser Ziel nur die Seilbahn oben und dort dann die geöffneten Aussichtspunkte. Für die Seilbahn muss man 25 Euro blechen und nachdem wir ja gestern schon die Tour nach La Gomera gebucht und bezahlt hatten, wäre das nur so saugend schmatzend möglich gewesen. Insofern musste erstmal der Bargeldvorrat aufgefrischt werden. Und wie sollte es anders sein, die Bank, bei der wir kostenlos Bargeld abheben können, ist unten in Puerto de la Cruz. Also wieder schnell runter- und raufgestratzt und wir haben auch für beide Wege tatsächlich nur jeweils 20 Minuten gebraucht. Dann schnell Sachen gepackt (also warme Klamotten ins Auto geworfen, typische Rucksackkonfiguration vorgenommen) und losgefahren.

Nun sind die Spanier mit ihren Ausschilderungen nur bedingt zuverlässig. Ein Navi haben wir hier nicht und mobiles Internet ist nur gegen viel zu viel Geld vorhanden. Also haben wir die guten alten Straßenkarten genommen. Nachdem wir irgendeine Route durch den Ort La Orotava und dessen Altstadt mit unendlich vielen Einbahnstraßen genommen hatten, haben wir tatsächlich auch die Straße gefunden, die wir schon vor dem Ort finden wollten. Vorteil durch diesen kleinen nicht eingeplanten Weg war, dass wir so ziemlich den kompletten Ort abgefahren sind und die vielen Häuser im Kolonialstil gesehen haben. Wirklich hübsch. Die kleinen Straßen, die da zwischendurch zu fahren waren, hätten aber teilweise gerne ein wenig flacher sein dürfen. Es ist schon übel, wenn man in den 1. Gang des Autos schalten muss, nur um eine blöde Steigung mit einigen wenigen km/h hochzukommen. Als wir die Hauptstraße erreichten, war das dann glücklicherweise kein Problem mehr, da man dort meistens im 3. Gang überall hinkam. Etwas unangenehm war dort, dass die Leitplanken nur in sehr homöopathisch Dosen angebracht sind und die Straße dann doch direkt vom Ende des Asphalts an viele hundert Meter in den Abgrund führt. Während ich also die unendlich vielen Kurven entlangfuhr, konnte Julia sich problemlos Gedanken darüber machen, welche Gefahren direkt neben ihr lauern. Nichtsdestotrotz war die Aussicht einfach grandios. Und rundherum die bewaldeten Berge bzw. irgendwann die besträucherten und kahleren Berge waren auch äußerst sehenswert.

Während wir zum Teide fuhren, kamen leider auch immer mehr touristische Wolken an, die dort offensichtlich auch die Aussicht genießen wollten. Wir haben natürlich trotzdem nicht aufgegeben und sind weitergefahren.
Bei der Einfahrt in den Nationalpark nimmt die Steigung insgesamt ab und man hat einen atemberaubenden Blick auf die Caldera. Dort ging es dann also weiter zum Parkplatz der Seilbahn. Die direkt angrenzenden Parkmöglichkeiten waren zwar bereits voll, aber ein paar Meter weiter unten gab es noch weitere Parkplätze, so dass wir nun nur noch die 50 Meter aufwärts zur Seilbahn gehen mussten. Hier wurde dann auch schon recht schnell deutlich, was für Flachlandindianer wir eigentlich sind. Auf 2200 m ist die Luft durchaus dünner als auf 0 m über NN. Aber wir hatten vor dem Ticketschalter auch schon eine ausreichende Verschnaufpause, da die Warteschlange nicht ganz gering war.

Ungefähr 45 Minuten Wartezeit und 8 Minuten Seilbahnauffahrt später waren wir auf den versprochenen 3500 m angekommen. Vorher hatten wir uns natürlich entsprechend warm angezogen, denn dort oben pfiff ein ordentlicher Wind und es waren um die -6°C. Von dort gab es einen Weg entlang mehrerer Aussichtspunkte, der ca. 45 Minuten hin- und zurück in Anspruch nehmen sollte. Wir sind diesem Weg ordentlich gefolgt. An einem Aussichtspunkt ging es dann nicht mehr weiter, weil Eis und Schnee die weiteren Routen unbegehbar gemacht haben. Von dort konnte man sehr schön La Gomera und den Süden von Teneriffa sehen. Überhaupt waren über den gesamten Weg unglaublich geniale Ausblicke vorhanden. Dieser Weg führte natürlich auch auf und ab und dort wurde dann doch erheblich stärker klar, dass die Luft dort wirklich dünner ist. Während wir auf die Gondel ins "Tal" warteten, merkten wir beide deutlich, wie sehr das alles auf den Kreislauf schlägt. Insofern konnten wir die Aussage auf dem Ticket "Maximal 1 h Aufenthalt" gut nachvollziehen. Das wurde natürlich nicht überprüft, aber viel länger hält man wahrscheinlich nicht problemlos durch, wenn man ungeübt ist.

Im Tal angekommen, haben wir noch an einigen Aussichtspunkten an der Caldera gehalten und haben auch noch das Informationszentrum besucht. Dort war die Entstehung des Vulkans richtig schön und interessant aufbereitet, zumal das Zentrum in einer Lavahähle liegt. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen, eine Wanderkarte der verschiedenen Routen mitzunehmen, die wir dann demnächst mal eruieren werden.

Die Abfahrt selbst war interessant. Nun weiß ich durchaus, wie man bei Bergstraßen zu fahren hat, auch wenn ich nicht aus den Bergen komme. Andere scheinen es aber nicht zu wissen und stehen konstant auf der Bremse. Nun gut, heil angekommen sind die auch unten, aber mir wäre das doch etwas zu unsicher gewesen. Und wo wir schon beim Thema unsicher sind. Während ich da so mit meinen 50-60 km/h entlang fuhr, wurde ich von einem Radfahrer mit lockeren 70-80 km/h in den Kurven überholt. Nun gut, ich trau mich das nicht und die meisten anderen auf der Route offensichtlich auch nicht. Erlaubt sind da auch je nach Streckenabschnitt nicht mehr als 60.

Auf dem Rückweg haben wir noch kurz in einem Supermarkt angehalten, um Proviant für die morgige Tour zu organisieren. 05:50 Uhr ist auch irgendwie immer noch ganz schön früh. Aber ich bin echt gespannt, wie es wird.

Nun ist die letzte Stunde zum Abendessen auch um und da wir schon seit heute Nachmittag hunger haben, werden wir mal sehen, was es heute gibt.

08.03.11 - Puerto de la Cruz

Knapp 3 Stunden nach dem Schlafengehen.

*tröt**Sambamusik mit mindestens 120 dB/A**trööööööööt*
1. Gedanke: Panik! Was ist denn nun kapuut?!
2. Gedanke: Damn! Angeblich soll der Karneval hier dem brasilianischen Karneval in nichts nachstehen. Hoffentlich geht das jetzt nicht die ganze Nacht so.

Gut 8 Stunden später.
Ich habe das Gefühl, dass ich schon lange nicht mehr so lang geschlafen habe. OK, zwischendurch war ich häufiger mal wach, aber ich bin direkt immer wieder eingepennt. Und der laut dröhnende Wagen ist auch nur einmal hier die Straße entlang gefahren und hat sich danach nicht mehr hören lassen.

Auf zum Frühstück. *vorfreu* Und das kann sich auch wirklich sehen lassen. Es gibt Brot, Brötchen, Toast, süße Teile, Müsli, Trockenfrüchte, Aufschnitt, Käse, Marmeladen, Eier in verschiedensten Arten, usw. usf.

Nachdem wir uns dort den Bauch vollgeschlagen haben, haben wir die Gunst des hiesigen Sonnenscheins genutzt und sind nach Puerto de la Cruz runtergegangen. Runter ist dabei tatsächlich wörtlich zu verstehen. Es ist nämlich unglaublich, wie bergig es hier ist.

In Puerto de la Cruz sind wir dann viel am Wasser in jede Richtung entlang gegangen und haben uns natürlich auch die Innenstadt genauer angeschaut. Der Ort ist halt schon recht touristisch, aber es gibt zum Glück nur wenige dieser echten Bettenburgen, wie man sie aus Arenal kennt.

Am Ozean entlang haben wir natürlich auch häufiger mal angehalten, um den Wellen zuzusehen. OK, an einer Stelle mussten wir dann doch schnell zusehen, dass wir von der Welle nicht getroffen werden, aber damit rechnet man ja, wenn man auf der Mauer direkt vor dem Wasser steht.

Anschließend ging es dann wieder zurück zum Hotel und dieser Aufstieg war schon ziemlich anstrengend. Na gut, wir haben nun in den letzten Monaten auch eher so gar keinen Sport getrieben und insofern ist das nicht sonderlich verwunderlich.

Im Hotel angekommen, zogen die Wolken langsam wieder vom Berg herab in unsere Richtung, so dass wir uns schnell in Badeklamotten geworfen haben, um die Poollandschaft zumindest ein bisschen zu nutzen. Laut Broschüre sollte der eine Pool auch schön beheizt sein. Als ich meinen Fuß in das Wasser streckte, zweifelte ich doch recht ordentlich an der Aussage. Trotzdem bin ich schnell reingegangen, um dann nach der 2. Schwimmrunde nicht mehr zu frieren. Aber auch hier wurde mal wieder deutlich, wie wenig Sport ich zu machen pflege und nach einigen weiteren Runden bin ich mit Julia, die mehr oder minder zitternd mit den Füßen im Wasser stand, in den beheizten Whirlpool gegangen. Das war richtig angenehm nach dem kalten Bad.

Nach diesem nassen Ausflug hatten wir noch eine knappe Stunde Zeit, bevor unsere Reiseleitung ihr Willkommenstreffen abhalten wollte. Die Stunde haben wir dann ganz entspannt im Zimmer verbracht und geschlafen, gelesen und den vorherigen Blogeintrag geschrieben.
Das Willkommenstreffen war jetzt nicht so sonderlich spannend, aber wir haben direkt eine Tour für Donnerstag nach La Gomera gebucht. Wir hatten vorher Preise verglichen und da die alle identische Preise haben, haben wir uns halt für unseren Reiseanbieter entschieden. Einziger Nachteil der Tour: Abfahrt ist um 05:50 Uhr. Na gut, aber der Urlaub in einer neuen Gegend ist ja nun nicht zum Erholen da. Oder so.

Mittlerweile war es auch schon wieder kurz vorm Abendessen. Dort gab es dieses Mal richtig viel leckeren Fisch. Und Kaninchen war auch lecker, obwohl der noch enthaltene Knochen ein wenig störte. Aber mich stört bei Chicken Wings ja auch der Knochen und Fischen auch die Gräten. *g*

Wie üblich haben wir am Abend den Bespaßungsteil weggelassen und dafür entspannt auf dem Balkon gelesen.

Dienstag, 8. März 2011

07.03.11 - Neues Jahr, neue Reisen

Das neue Jahr ist schon eine Weile da und somit wird es auch dringend wieder Zeit Urlaub zu machen. OK, zur Jahreswende waren wir schon unterwegs, aber das war eins der üblichen Kurzurlaube über die wir eigentlich nie etwas schreiben.

Diese Reise geht nach Teneriffa. Der ganze Spaß soll 10 Tage dauern und wir werden mal schauen, was wir so erleben.

Zunächst ging es um 02:30 Uhr los von Hamburg nach Hannover. Warum wir nach Hannover wollen, wenn es doch Direktflüge von Hamburg nach Teneriffa gibt? Ganz einfach. In Hamburg sind bereits Ferien - logisch, sonst könnten wir ja selbst nicht weg - und somit sind die Flüge von dort überproportional teurer. Insofern haben wir uns für einen Flug von Hannover aus über Nürnberg nach Teneriffa entschieden. Zwischenstopps sind zwar unendlich nervig, aber was macht man nicht alles, um zu sparen.

Wie auch immer, wir sind dann pünktlich - unser pünktlich, also viel zu früh - in Hannover gewesen und durften auf darauf warten, dass die Air Berlin-Schalter überhaupt erstmal öffnen. 2 Stunden vor Abflug taten sie das auch und obwohl wir vor einem Schalter standen, der nicht geöffnet wurde, haben wir es geschafft als erstes an dem richtigen Schalter zu sein. Die anderen Leute standen nämlich auch allesamt falsch und während wir geschickter Weise nicht direkt an einem Schalter, sondern so ein kleines Stück davor gestanden haben, konnten wir schnell genug zum richtigen Schalter sprinten. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass es als Pauschaltouri mit Air Berlin leider nicht möglich ist Web Check-In zu machen. Ansonsten hätten wir uns diesen Stress ja gerne erspart.

Nun hieß es also wieder warten. Und der hannoverander Flughafen ist ziemlich unspektakulär. Ein belegtes Brötchen haben wir uns dann beim Marché trotzdem erjagen können. Das schmeckte auch nicht nach typischen Schnellfraß, sondern nach einem vernünftigen belegten Brötchen.
Dann irgendwann sind wir auch in Hannover abgeflogen und ne Stunde später in Nürnberg angekommen. Dort wurden schon diverse andere AB-Flieger hingebracht, um die Leute dann in den nächsten Flieger zu setzen. Wir hatten 1,5 Stunden Aufenthalt bevor es weitergehen sollte.
Dort hatten wir beim Einsteigen den großen Spaß, dass wir in den Bus gingen, der Bus losfuhr und dann plötzlich irgendwo anhielt. Keine Info. Nur in den Bus knallende Sonne und viele wartende Menschen. So standen wir dort ne halbe Ewigkeit, bevor wir um das links von uns stehende Flugzeug herum fuhren und kurz vor unserem Einstiegspunkt wieder warteten. Das war insofern natürlich nett, weil nun die Menschen auf der anderen Busseite gebraten wurden. Gleichzeitig konnt man dem Technikteam zuschauen, wie es ein Flugzeugrad tauschte. Allerdings war das nun auch nicht sonderlich anders als bei einem Auto. Irgendwann ist der Bus dann wieder zum Ausgangspunkt zurückgefahren und hat uns wieder in das Terminal gelassen. Dort gab es ein Kärtchen mit einer Nummer und die Durchsage, dass unser Flugzeug eine technische Störung hätte und wir in ca. 15 Minuten die nächste Info bekämen. Froide! Und zwar definitive Freude mit 'oi'. Die 15 Minuten verstrichen und nichts passierte. Nach 20 Minuten hieß es, dass wir gleich den nächsten Versuch starten könnten und wir nur noch auf die Busse warten müssen. Diese Busse haben es auch irgendwann geschafft anzukommen und uns zu dem Flugzeug zu fahren. Dort hat sich jeder relativ fix seinen Platz gesucht und dann konnte es auch losgehen. Der Kapitän sagte noch, dass der Boardcomputer vorhin einen Fehler angezeigt hätte und die Techniker das als Fehlalarm bewertet hätten. Oder um es anders zu formulieren: Sie haben bestimmt den Rechner aus- und wieder angeschaltet und der Fehler war nicht mehr zu sehen. Technik funktioniert doch meistens wieder, wenn man sie neu startet :D

Ach ja, es gibt hier Leser, die daran interessiert sind zu erfahren, was für einen Flugzeugtypen wir hatten: Hannover-Nürnberg: A320; Nürnberg-Teneriffa: A321.

Der Flug selbst war recht öde. Schlafen konnte ich nicht wirklich und der gezeigt Film hat mich auch so gar nicht interessiert. Morning Glory hieß der, falls es jemanden interessieren sollte. Aber das Brötchen, die 3 Getränke, der Actimel und die Süßigkeit, die gereicht wurden, waren lecker. Und da der Flieger auch nicht ausgebucht war, war der Platz neben Julia unbesetzt und wir konnten ein paar Klamotten dahin auslagern, so dass wir mehr Platz hatten. Insgesamt war ich mal wieder erstaunt, dass ich auf diesem Mittelstreckenflug mehr Beinfreiheit hatte als in der Lufthansa-Maschine auf dem Langstreckenflug nach Singapur. Insofern kann ich den Werbespruch der Lufthansa "There is no better way to fly" sofort wieder verneinen.

Mit 40 Minuten Verspätung sind wir dann auf Teneriffa gelandet. Die Taschen waren freundlicherweise auch da und somit konnten wir mit einem kurzen Abstecher zu der Alltours-Angestellten zum Autovermietungsschalter gehen. Der Alltours-Mitarbeiterin haben wir einen kleinen Besuch abgestattet, um ihr zu erzählen, dass wir den Transfer zum Hotel nicht benötigten, da wir ein Auto gemietet hätten. Wurde auch direkt notiert und somit sind wir auf dem Rückweg auch auf uns gestellt.

Bei der Autovermietung wurden dann sämtliche Daten eingetragen und dann die Frage gestellt, ob wir nicht statt des Toyota Yaris ein Upgrade auf einen Ford Fiesta machen wollten, was auch nur 20 Euro kostete. Das wollten wir nicht und somit hat der Mensch nur kurz gegrummelt, alle Daten erneut eingetragen, irgendwelche Nummern notiert und uns dann trotzdem einen Ford Fiesta gegeben. *breitgrins* Also das Auto abgeholt und uns auf dem Weg zum Parkplatz schon total über die Farbe "Hot Magenta" gefreut. Also Julia hat sich gefreut und mich mehr ausgelacht. Hot Magenta ist übrigens nicht Telekom-Rosa, sondern ein dunkleres lila. Hätte ich auch nicht haben müssen, aber schlimm finde ich das nun auch nicht. Auf dem Weg nach Puerto de la Cruz ist mir dann aufgefallen, dass eine bessere Motorisierung bei den hie vorherrschenden Steigungen nicht unbedingt schlecht gewesen wäre. Hatten wir aber nun mal nicht. Trotzdem gefiel mir das Auto spontan ziemlich gut. Man hat eine super Übersicht und auch sonst gefällt es mir. Hätte ich mal so nebenbei ne Menge Geld über, hätte ich direkt überlegt unseren alten Fiesta durch einen neuen Fiesta auszutauschen. OK, wahrscheinlich hätten wir dann doch auch nach dem Focus geschaut. Aber ich schweife ab.

In Puerto de la Cruz angekommen, haben wir uns auf die Suche nach unserem Hotel gemacht. Wir hatten eine Google-Maps-Beschreibung dabei und somit konnte ja nicht viel schief gehen. Well. Also in dem einen beschriebenen Kreisel sollten wir die 2. Abfahrt rausfahren. Leider war die 2. Abfahrt quasi der U-Turn und somit konnten wir nur wieder die Straße zurück fahren. Also haben wir probiert die entsprechend genannten Straßen zu finden und da anders hineinzufahren. Joa. Funktionierte auch nicht so wirklich, zumal wir dann irgendwann in einem Wohngebiet waren, was überhaupt nicht nach Hotelgegend wirkte. Nach ca einer halben Stunde sind wir dann doch mal zur nächsten Tanke gefahren, um dort zu fragen. Der Mensch dort hat uns dann direkt den Weg gesagt und wir mussten nur dem Straßenverlauf für ca. 1 km folgen. Vielleicht auch 2. Aber man sieht das dann groß angeschrieben. Also sind wir wieder die Straße runtergefahren, haben die Google-Anweisungen komplett ignoriert und nach eher 2 km konnte man auch das Schild 'Puerto Palace' sehen. Da wir die abzweigende Straße nicht direkt bekommen haben, sind wir also ein mal am Hotel vorbeigefahren und landeten plötzlich an dem Kreisel, den wir durch die Google-Maps-Route schon mehrfach durchfahren hatten. Leider stand von dieser Seite halt nicht Puerto Palace dran, ansonsten hätten wir das bestimmt schon vorher geschafft. Am Ende hat es aber funktioniert, wir haben unser Zimmer bekommen und konnten das Auto in die Hotelgarage fahren. Damit haben wir also nicht die geplante Stunde zum Hotel gebraucht, sondern mehr so 2 Stunden. Aber wir haben ja Urlaub.

Aus dem Zimmer heraus haben wir leider keinen Meerblick, aber dafür können wir auf wolkenverhangene Berge und die hoteleigene Poollandschaft schauen. Das ist ja nun auch nicht ganz schlecht. Und das mit dem Meerblick war zu erwarten, da es die explizite Meerblick-Möglichkeit gibt, die natürlich einen gewissen Aufpreis kostet.

Da es auch nur noch 1,5 Stunden bis zum Abendessen waren, haben wir uns keinen Cappuccino o.ä. mehr geleistet, sondern sind direkt aufs Zimmer, haben uns ne Stunde auf's Bett gelegt und sind dann wieder so langsam zum Essensraum gelatscht.

Das Abendessen ist jetzt nicht so phänomenal wie im Sunrise Queen in der Türkei, aber trotzdem gut. Der Vergleich mit dem Sunrise Queen ist ja eh nicht fair, da das 5 Sterne hat, während unser Hotel hier 4 Sterne hat und es natürlich auch noch diverse kulinarische Unterschiede zwischen der Türkei und Spanien gibt. Abgesehen davon haben wir hier Halbpension, während wir dort All Inclusive hatten.
Wie auch immer. Es gab ein wirklich umfangreiches Abendessen. Man konnte zwischen den verschiedensten warmen und kalten Speisen wählen. So gab es spanische und kanarische Gerichte, wie Paella, kanarische Kartoffeln, 4 verschieden zubereitete Reissorten, Lamm, usw., aber auch 'normale' Gerichte, wie z.B. Pizza, Nudeln mit Tomatensoße, u.ä. Fleisch und Fisch gab es in den unterschiedlichsten Varianten und wer kein warmes Essen haben wollte, konnte sich auch einfach ein Brot mit Wurst oder Käse machen. Außerdem gab es verschiedene Salatzutaten, so dass sich jeder seine eigene Salatkombination zusammenstellen konnte. Zum krönenden Abschluss gab es ein recht umfangreiches Nachspeisenangebot mit Flan, Sahne-/Creme-Torten, Obst und Eis. Die Getränke müssen immer direkt nach Abschluss des Essens bezahlt werden und werden nicht auf das Zimmer gebucht oder so. Ist ein bisschen unpraktisch, aber kann man natürlich mit leben, auch wenn ich so definitiv weniger Getränke verzehre als wenn ich es auf das Zimmer buchte.
Während des Abendessens ging übrigens noch ein beeindruckender Regenschauer runter. Das waren schon einige Eimer, die schnell ausgekippt wurden.

Im Anschluss an das Essen sind wir noch kurz in einen Supermarkt gegangen, um dort Wasser und Wein zu kaufen, damit wir sowas auf dem Zimmer haben. Auf dem Rückweg zum Zimmer konnten wir übrigens direkt Parallelen zu unserem Singapuraufenthalt feststellen. Damals waren wir auf dem Rückweg vom Chicken Rice-Restaurant ja so übermüdet, dass der Boden bösartigst Wellen geschlagen hat. Wellen hatte der Boden hier zwar noch nicht, aber wirklich eben konnte der auch nicht mehr gewesen sein. Zu dem Zeitpunkt war kein Alkohol im Spiel! Gut, wenn man bedenkt, dass wir halt am Sonntag normal auf waren, dann 3 Stunden nur geruht (aber definitiv nicht geschlafen) haben und dann im Flugzeug keinen Schlaf bekamen, dann erklärt das durchaus einiges. Wir haben dann noch so lange draußen auf unserem Balkon gesessen bis es so gegen 19:30/19:45 dunkel wurde und sind dann ziemlich früh ins Bett gestiefelt. Ich finde, dass wir uns das auch definitiv verdient hatten.

Montag, 6. September 2010

Letzter Tag im Cottage

Es ist Freitag und somit der letzte Tag. Den hatten wir planungstechnisch bewusst ausgelassen, weil wir spontan sehen wollten, was wir machen. Daraufhin hat ein Grüppchen beschlossen eine Bootstour (mit vorherigem Anruf) zu machen, während wir uns 2 Walks herausgesucht haben. Das hat auch fast den gesamten Morgen gedauert, weil wir uns auf Grund der Menge einfach nicht so recht entscheiden konnten, welche wir nun machen wollen.

Der erste Walk war um das Drumin Castle. Ein netter kleiner Weg durch die Gegend, der an Wäldern, Flüssen und Feldern vorbeiführt.

Der zweite Walk war dann doch von einem etwas anderen Kaliber. Hügelauf und -ab, durch Sumpf, Wald und Bächlein und das über gut 2 Stunden. Die Wanderung hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht. Davon hätte ich doch noch gerne einige mehr gemacht.

Abends hieß es dann Sachen packen und schon mal einigermaßen aufräumen.

Ruinen

Da wir bisher recht alternierend früh und "spät" aufgestanden sind, wollten wir diese angefangene Reihe weiterführen. Also ging es wieder früh los und wir sind nach Abderdeen gefahren. Auch auf dem Weg gab es wieder malerische Landschaft. Es ist faszinierend, wie oft sich die Umgebung innerhalb kürzerer Zeit ändern kann.

Aberdeen selbst war fahrtechnisch eher unangenehm. Eng, viele Kreisel und irre viel Verkehr. Das war in Edinburgh irgendwie angenehmer. Hier haben wir uns ein wenig aufgeteilt. Einige sind in Aberdeen geblieben, während der Rest in die Cruden Bay gefahren ist.

Dort steht das Slains Castle. Das ist eine Ruine, die direkt an der Steilküste liegt. So wirklich geöffnet für die Öffentlichtkeit ist dieses Schloss nun nicht, aber da es auch nicht komplett abgeschlossen ist, kann man da auf dem Gelände rumtigern. Man sollte allerdings nicht auf den Steinen rumklettern. Wie gut die Statik noch ist, weiß nämlich keiner so genau. Da allerdings auch quasi keine Böden/Decken mehr enthalten sind, ist das nicht wirklich tragisch. Und auf sowas rumklettern machen wir ja eh nicht. Wir haben uns am Castle noch mit einer Bekannten getroffen, die nach Aberdeen zum Studieren gegangen ist.

An der Steilküste sind wir dann noch eine Weile auf und ab gewandert. Hervorragende Gegend dort. Irgendwie schreiben wir das zwar an jedem Tag, aber es ist wirklich genial da!

Für den Rückweg haben wir uns aufgeteilt. Ein Auto hat den Rest aus Aberdeen abgeholt und wir sind zurück gefahren. Dabei sind wir natürlich wieder Nebenstraßen gefahren. Und das war genial. Wir hatten Steigungen und Gefälle von 20%. Das war total genial, auch wenn das Auto diese Steigungen nicht immer lustig fand. Und auf den höheren Bergen hatte man natürlich auch eine super Sicht über die verschiedene Hochebenen.

Da wir ein größeres Stück vor den Anderen waren, haben wir mit den allabendlichen Dingen angefangen und somit konnten wir zur Abwechslung mal etwas früher essen.

Nordsee und Delphine

Nachdem wir gestern früh aufgestanden sind, haben wir heute halbwegs ausgeschlafen. Also haben wir uns keinen Wecker gestellt und konnte damit eine halbe Stunde länger schlafen als am Tag vorher *grins*

Heute haben wir das Meer angepeilt. Allerdings sind wir nicht über die großen Land-, sondern über kleinere Nebenstraßen gefahren. Wir hatten die Hoffnung, dass wir in Nairn vielleicht eine kleine Bootstour finden könnten. Also haben wir dort direkt am Hafen geparkt und uns einmal umgeschaut. Natürlich gab es keine Bootstour und das Nest an sich war auch eher klein. Prinzipiell gäbe es zwar Bootstouren dort, aber nur, wenn man rechtzeitig vorher telefonisch mit denen einen Termin ausgemacht hat. Das wußten wir aber nicht und somit sind wir nur am Strand entlanggegangen. Naja, da einige von uns ja aus den Bergen kommen und das Meer eher selten sehen, gab es auch welche, die eher rumgetollt sind.

Da unser Bootstourplan eher gescheitert war, sind wir die Küste entlang gefahren und haben uns recht viel am Meer aufgehalten. Sehr genial war es in Burghead. Dort standen wir und haben den Blick aufs Meer genossen und plötzlich tauchte eine Delphinschule auf. Denen haben wir eine geraume Weile zugeschaut.

Danach mussten wir uns ein wenig beeilen, damit wir noch die letzte Führung durch die Cardhu Destillerie mitnehmen konnten. Die Tour war super, da sie nicht wie bei Abberfeldy nur eine DVD gezeigt haben. Stattdessen sind wir wirklich durch die gesamten Produktionsräume geführt worden und haben zu jedem Produktionsschritt eine super Erklärung bekommen. Und das alles in einem großartigen schottischen Akzent. Abschließend gab es natürlich noch eine Verköstigung.

Bevor wir dann nach Hause gefahren sind, mussten wir noch an den Zaun der angrenzenden Wiese, weil dort gerade ein paar Hochlandrinder gefüttert wurden. Und dort war auch ein 3 Tage altes Hochlandrind herum. Total niedlich. Und zwar nicht nur unter Whisky-Einfluss.

Damit ging der Tag auch zur Neige und somit ging es, wie jeden Abend, zum Einkaufen, Essen kochen und gemütlichen ausklingen lassen.

Nessie!

Am heutigen Dienstag sind wir früh aufgestanden. Die Pläne sahen umfangreich aus, wobei unsere Pläne natürlich auch nicht in Stein gemeißelt, sondern durchaus variabel sind.

Erstmal gab es Sightseeing auf der Route von unserem Cottage in der Nähe von Grantown-on-Spey nach Fort Augustus. Der Weg dahin dauerte schon länger als ursprünglich gedacht, weil die Umgebung einfach so klasse war und wir bei jedem 2. Parkplatz stoppen mussten *g* In Fort Augustus angekommen, wollten wir dem Fort einen Besuch abstatten. Leider ist es nicht mehr öffentlich und somit konnten wir uns immerhin die Staustufen anschauen.

Eigentlich wollten wir nun nach Dumnadrochit weiter, um dort gemütlich 3 Stunden entlang zu wandern. Die Zeit war schon recht fortgeschritten und deshalb haben wir es vorgezogen, das Urquhart Castle zu besichtigen, das direkt am Loch Ness liegt. Das Uruk-Hai-Schloss ist zwar nur noch eine Ruine, aber hervorragend aufbereitet. Erst gab es einen interessanten Film vorweg, der die Historie zusammenfasste. Anschließend konnte man sich die Ruine ausführlich anschauen und es gab mehrere Infotafeln, die alles toll beschreiben. Und das absolute Highlight ist natürlich der direkte Blick auf das Loch Ness. Eine sagenhafte Aussicht. Genauso wie die gesamte Strecke am Loch Ness entlang.

Nun war als nächste Ziel Inverness geplant. Auch den Plan haben wir leicht verändert, da wir zu dem Schlachtfeld von Culloden. Dort wurde die endgültige Niederlage der Schotten besiegelt. Das war auch sehr beeindruckend aufgemacht. Und weil wir gerade in der Gegend waren, haben wir anschließend noch ein paar keltische Steinkreise dort angeschaut, die auch nett beschrieben waren.

Es ging stark auf den Abend zu und somit haben wir den Rückweg angetreten.

Und wo bleibt nun Nessie? Tja, Nessie mus wohl im See gerade am Tauchen gewesen sein. Auf jeden Fall hat sich das Tierchen nicht zeigen wollen. Angesichts der Tatsache, dass das Wetter toll war und die Gegend unglaublich malerisch ist, wollen wir das mal Nessie zu Gute halten, dass es sich nicht gezeigt hat.

Mittwoch, 1. September 2010

Wasser, Wanderungen und Widrigkeiten

Der heutige Tag stand unter dem Zeichen verschiedener Wanderungen um Löcher. Löcher sind auch nichts anderes als schottische Seen und da entsprechende Wege um Seen herum meist recht nett sind, haben wir uns das Loch Morlich und Loch an Eilein ausgesucht.

Zunächst ging es nach dem Frühstück zum Loch an Eilein. Dort muss man erstmal einen kleinen Obolus zahlen, damit das Naturschutzgebiet weiterhin geschützt werden kann. Das schöne an dem See ist, dass man nach ca. der Hälfte einen kleineren Weg einschlagen kann, der um ein anliegendes anderes kleines Loch führt. Wir haben also den offiziellen Weg recht schnell verlassen und den Pfad direkt am See entlang gewählt. Das war kein Problem und man hatte einen super Blick auf die Insel im Loch, auf der ein kleines Schlösschen errichtet ist. Da man dort tatsächlich nur mit dem Boot hinkommt und wir gerade kein Boot bei uns hatten, haben wir mal davon abgesehen, rüberzusetzen und die Reste der Burg zu besichtigen. Der Blick war natürlich trotzdem absolut traumhaft.
Da es doch eher warm war und wir gut zu Fuß unterwegs waren, sind wir an dem Weg zu dem kleineren Loch noch abgebogen. Dort haben wir dann die Erfahrung gemacht, dass der Weg doch relativ feucht ist und wir uns in einem eher sumpfigen Gebiet zu befinden. An einer Stelle wurden die Füße auch etwas nass, aber wir haben alle den Weg letztendlich gut überstanden. Nachdem wir den kleinen See umrundet und an der Wegkreuzung wieder angekommen waren, ging es weiter um das Loch an Eilein. Dort haben wir wieder einen kleinen Weg direkt am See entlang gefunden, den wir auch prompt genommen haben. Das war nicht zwingend die allerbeste Idee, die wir hier hatten. Wir sind nämlich einerseits durch sumpfiges Gebiet gegangen und haben andererseits einige Bäche gefunden, die wir kreuzen durften. Das haben wir auch geschafft, wobei Torben bei einem der Bäche vom Stamm abgerutscht und im feuchten Moss gelandet ist. Nach dem 2. Bach wurde es allerdings wirklich sumpfig und somit hatten wir die Wahl zwischen der Umkehr und dem zügigen durchlaufen des Gebiets. Wir haben uns natürlich für das Durchlaufen entschieden. Da einiges an Heidekraut vorhanden war, wußten wir immerhin, wo man ein wenig trockener hinsteigen konnte. Das ging auch so lange gut, bis wir an den 3. Bach kamen. Darüber konnten wir nämlich nicht mehr so einfach latschen. Insofern sind wir an dem Bach entlang gelaufen, um am Ende irgendwann doch mal auf dem richtigen Weg zu landen. Alle Füße waren feucht bis nass, aber wir hatten ziemlich viel Spaß dabei. Der halbe Tag war damit auch schon rum und ein Teil der Mitfahrer hat beschlossen, schon mal zurück zu fahren, während der Rest noch das Loch Morlich umrunden wollte.

Auch die Gegend war schön, auch wenn dieses Gebiet eher ein Freizeitzentrum darstellt. Während Loch an Eilein richtig schön naturbelassen ist, ist das Loch Morlich mit Strand und vielen verschiedenen Aktivitätsmöglichkeiten ausgestattet. Dort gibt es einen Golfplatz, Tontaubenschießen, Bootfahren, usw.
Der Weg war ein gemütlicher Spaziergang und am Ende hatten wir alle das Gefühl, dass wir nicht ganz wenig Sonne abbekommen haben. Allerdings hatte keiner einen Sonnenbrand und somit war alles ok. Julia hat heute Abend für uns gekocht und der Abend wurde dann an einem schönen Feuerchen verbracht.

PS. Auf Google Maps sind der Weg für das Loch an Eilein und Loch Morlich online.

Umgebung erkunden

So, die erste Nacht im Cottage ist vollbracht und wir haben super geschlafen! Das war irgendwie notwendig. Und für einen erfolgreichen Start in den Tag bietet sich eigentlich ein schönes Frühstück an. Und somit haben wir uns ein schönes Frühstück gemacht und nachdem wir ziemlich lange so dasaßen, haben wir uns überlegt, die Gegend anzuschauen. Zumindest ein Teil von uns hat sich das überlegt. Ein anderer Teil hat lieber beschlossen, im Cottage zu bleiben, sich auszuruhen und die Wäsche zu waschen. Es sammelt sich ja schließlich eine ganze Menge Wäsche an.

Somit sind Martin, Julia, Reiko und ich in den Wald hinter unserem Cottage getigert und haben uns verschiedene Wege angeschaut. Und nun hat sich zum ersten Mal die neue Kleidung wirklich als nützlich erwiesen. Während wir in Edinburgh nur einen Tag etwas Regen und sonst super Wetter hatten, war heute wieder sehr wechselhaftes Wetter angesagt. Wir hatten abwechselnd immer Sonne, Regen und Wolken. Trotzdem sind wir tapfer weitgelaufen. Eine entsprechende Übersicht über den Weg gibt es dort.

Nach unserer Rückkehr stand erneut der Einkauf auf unserem Plan und somit ging es zu dem 30 Minuten entfernten Supermarkt, um alles für die nächsten Abendessen einzukaufen. Außerdem haben wir auch noch das Information Center besucht und dort ein kleines Büchlein über Walks in der Nähe gekauft. Anna hat heute Abend Lasagne gemacht und mit einem schönen Feuerchen ging dann dieser Tag auch erschreckend schnell vorbei. Dabei haben wir natürlich auch über die allgemein geplanten Aktionen der nächsten Tage gesabbelt.

Die Odysee oder Wie bekommt man ein vorgebuchtes Auto

Samstag! Es ist der Tag, an dem wir für um 12:00 Autos gebucht haben, um zu dem Cottage im Inverness-Shire zu fahren.
Bevor wir allerdings die Autos holen konnten, musstenm wir erstmal auschecken und etwas Zeit totschlagen. Und was bietet sich in einer Stadt besser an, als die Stadt weiter zu erlaufen. Dieses Mal sind wir etwas weiter entfernt durch die Gegend gegangen. Bevor wir allerdings überhaupt los konnten, haben wir unser Gepäck im Hostel deponiert, haben ausgecheckt und sind losgegangen. Weil eine Schraube an Reikos Brille meinte, den Geist aufzugeben, haben wir auch gleichzeitig den nächsten Optiker auf unseren imaginären Zettel geschrieben. Wir haben auch einige Optiker gefunden, aber die konnten allesamt nicht helfen, weil die Schraube in der Brille abgebrochen ist. Allerdings bekamen wir den Hinweis, dass Reiko in einem Shopping-Center geholfen werden könnte. Die Zeit wurde lansgam ein wenig knapp und somit ging es dann im Schnellschritt zu dem Center.

Zeitlich passte es so gerade eben, Reiko konnte geholfen werden, wir haben unser Gepäck aus dem Backpackers geholt und kamen um 11:55 bei dem Schalter von Europcar/Alamo an. Eine Schlange war schon vorhanden, aber damit haben wir ja einigermaßen gerechnet. Um 12:10 kamen wir dann auch ran und erhielten, bevor wir überhaupt die Formalitäten angefangen hatten, dass es ca. 30 Minuten dauern würde, bis das Auto zur Verfügung stünde. Nützt ja nichts, aber wir können ja schon mal die Fahrer alle eintragen lassen und den sonstigen Kram vorbereiten. Gesagt, getan und nach ca. 30 Minuten waren wir damit durch. Ein Vertrag konnte allerdings noch nicht ausgedruckt werden, da keine Nummernschilder im System hinterlegt waren. Insofern wurden wir um 45 Minuten vertröstet. Unsere Laune sank um ein beträchtliches Maß, aber viel machen konnten wir da ja auch nicht. Um 13:30, also 1,5 Stunden nach der gebuchten Zeit, haben wir uns wieder bemerkbar gemacht. Autos waren allerdings noch immernicht hinterlegt und 3 Leute sollten noch vor uns dran sein. Die Schlange wuchs und wir schlugen dort schon mal vor, ob wir nicht vielleicht das Auto im City-Office oder am Flughafen abholen könnten. Unsere Bedienung erzählte uns, dass das Büro in der Stadt bereits geschlossen sei. Am Flughafen hat er nach mehrmaligen Nerven angerufen und erhielt die Aussage, dass dort auch keine Autos bereit stünden. Ein Auto konnte man noch immernicht eintragen, weil noch keine neuen Nummern im System eingetragen waren. Zwischendurch wurden 2 Autoschlüssel geliefert, aber das hat die Schlange auch nicht merklich verkürzt. Unsere Bedienung erzählte uns, dass genug Autos vorhanden, aber allesamt nicht sauber wären. Außerdem gab es anscheinend auch nur 2 Leute, die die Autos säuberten. Irgendwann konnten wir den Typen davon überzeugen, dass wir die Autos auch dreckig übernähmen und auch kostenlose Upgrades nähmen. Kostenlose Upgrades gab es allerdings nicht, weil er in der Klasse auch keine Autos hatte. Mit den ungesäuberten Autos konnte die Schlange im Endeffekt signifikant verkürzt werden und so gegen 15:30 hatten wir auch die Schlüssel zu unseren Autos und den unterschriebenen Vertrag. 3,5 Stunden nach dem gebuchten Termin! Immerhin mussten wir keine Fähre bekommen, wie andere Leute in der Schlange, die ihre Fähre allerdings nicht mehr bekommen konnten.Auf jeden Fall gibt dies eine mehr als saftige Beschwerde und für die Zukunft gedanklich vermerkt. Zwischendurch gab es aber schon ziemlich negative Schwingungen und hätte irgendwer auch nur versucht, das Fass zum Überlaufen zu bringen, wäre das für denjenigen nicht gut ausgegangen.

Wir haben unser Gepäck vernünftig verstaut bekommen und sind dann losgefahren. Erstmal mussten wir aus dem Zentrum von Edinburgh herauskommen, um dann gemütlich in den Norden zu fahren. Das Fahren auf der linken Seite war ja noch ok, aber das Schalten auf der linken Seite ist doch eher gewöhnungsbedürftig. Wir sind jedenfalls ohne Unfälle und Blessuren bei der Dämmerung an der A95 in der entfernteren Gegend unseres Cottages angekommen und sind erst noch kurz zum Einkaufen gefahren, um mit diesen Einkäufen dann in die richtige Gegend zu fahren. Allerdings ist das mit den Adressen hier ja nicht so eindeutig. Insebesondere dann nicht, wenn die Adresse so aussieht, dass es einen Namen hat, in der Nähe von der Kaff 1 und bei Kaff 2 im Bezirk Inverness in Schottland ist. Nachdem wir eine Abzweigung zu früh abgefahren sind, haben wir unser Cottage letztendlich gefunden. Mittlerweile war es auch recht dunkel, aber wir haben es ja im Endeffekt geschafft. Die Ankunft selbst war als absolute Erleichterung aller Beteiligten zu erkennen. Irgendwie wurde jeder spontan lockerer und nachdem die Zimmer aufgeteilt waren, gab es Essen. Den Abend haben wir dann gemütlich hier ausklingen lassen und haben nach vielen Nächten unruhigen Schlafs endlich wieder richtig gut schlafen können.

Montag, 30. August 2010

Natur und Tiere

Nach einer mehr schlechten als rechten Nacht - aber wer schläft in einem Hostel in einem 6-Bettzimmer mitten in einer Stadt schon gut - haben Julia, Martin und ich am Freitag beschlossen, ein bisschen in der Natur zu wandern. Der Weg führte uns am Holyrood Park vorbei in Richtung Arthur's Seat. Arthur's Seat war uns dann aufgrund der begrenzten Zeit doch ein wenig viel, so dass wir uns mit dem Salisbury Craig begnügt haben. Das ist eine Erhebung am Fuße vom Seat und lässt sich mit wenig Mühe erklimmen. Der Aufstieg war zwar etwas anstrengend, da der Weg steil und schotterig war, es hat sich aber definitiv gelohnt. Die Aussicht über die Stadt war toll und kaum hatten wir den Gipfel erreicht wurde auch das Wetter besser. Die Rückseite des Craigs fällt dann auch zu unserer großen Freude in sanften Wellen, grasig und moosig ab, so dass wir einen schönen. entspannten Abstieg hatten. Eine kleine Ruine, die uns noch über den Weg lief, mussten wir natürlich noch schnell besichtigen. Der Spaziergang war superschön und lohnenswert.

Anschließend haben wir uns wieder mit Reiko, Charlie und Gaby getroffen. Zu fünft sind wir anschließend in den Zoo von Edinburgh gefahren, nachdem wir noch kurz Anna und Jasper begrüßt hatten, die die Stadt auch endlich erreicht hatten.
Der Zoo hat erstaunlicher Weise keine Elefanten, ansonsten aber alles, was das Herz begehrt. Uns hatte es besonders die Pinguinparade angetan, die besonders Reiko sehr begeistert hat. Wir haben immer noch das "Eight Penguins in perfect parade" im Ohr *grins*
Wie so oft war die Zeit etwas sehr knapp bemessen. Als der Zoo schloss, haben wir wieder probiert den Bus zurück zu finden. Leider haben wir auf dem Hinweg die falsche Linie 12 genommen und somit mussten wir erneut eine Fahrkarte lösen, um zurück in die Innenstadt zu kommen. Es gibt nämlich von verschiedenen Gesellschaften Busse, die identische Nummern haben und teilweise ähnliche Routen abdecken und an identischen Haltestellen halten. Das ist insofern etwas unpraktisch, dass wir nicht erkennen konnten, dass wir einen Bus genommen haben, der auch in den Umkreis der Stadt fährt und eben nicht nur den lokalen Service bedient. Nun wissen wir jedenfalls, dass wir immer die Lothian Busse nehmen sollten, wenn wir in Edinburgh durch die Gegend fahren wollen.

Am Abend sind wir dann mit allen acht Leuten beim Chinesen Essen gegangen, haben noch geschaut, wo wir am nächsten Tag unsere Autos abholen müssen und sind dann noch auf ein Bier in ein Pub gegangen, bevor wir ins Bett gefallen sind.

Highlander-Tour

Heute mussten wir früh raus, weil wir ja die Highland-Tour gebucht haben. Diese führte zunächst von Edinburgh über Stirling nach Killin.

Auf dem Weg sind wir an einer Art Raststätte stehen geblieben, um dort wichtige Ikonen Schottlands kennenzulernen: Highland-Rinder. Total niedlich und man durfte die Viecher auch füttern. Das ist eindeutig eine absolute Touri-Aktion, aber das war schon sehr großartig.

In Killin haben wir dann die Falls of Dochart angeschaut. Das sind sehr nette Wasserfälle und in dem Dörfchen gibt es großartige Haggis-Pies. Wir haben uns dann auch dazu überreden lassen und haben allesamt festgestellt, dass das Zeug wirklich gut schmeckt. Ich würde davon jetzt keine Unmengen haben wollen, aber die Menge war echt ok und lecker.

Von dort sind wir dann zum Castle Menzies gefahren. Das ist der Clansitz des Menzies-Clan und über 400 Jahre alt. War toll mal so ein ländlicheren Landsitz anzuschauen.

Der nächste Programmpunkt war in Aberfeldy die Destillerie. Dort gab es ein paar Videos und alte Dokumente zum Anschauen und endete natürlich in einer kleinen Verkostung. Einerseits konnte man den Aberfeldy Single Malt und andererseits die Dewar'S Blended Whiskys probieren. Ich hab für meinen Teil wieder festgestellt, dass ich weiterhin lieber die Whiskys der Islays mag. Julia fand den Aberfeldy durchaus ok.

Weiter ging es nach Dunkeld. Dort gab es eine alte Kathedrale zu besichtigen, in der ein Grab ist, auf dem ein Fluch lastet. Insofern sollte man davon Abstand nehmen, es zu berühren. Diese Aussage ist natürlich immer gefährlich, weil man damit doch eher motiviert wird. Wenn ich das allerdings richtig gesehen habe, hat im Endeffekt doch keiner den Sarkophag berührt. Allerdings macht man das bei normalen Gräbern ja auch eher nicht.

Nach diesem Halt ging es zurück nach Edinburgh. Dort haben wir uns noch unser Essen gesucht und sind anschließend zum Hafen gefahren. Dort lag u.a. gerade die MS Europa, sowie ein anderes Schiffchen. Das wurde von Charlie dann direkt mit Bodensee-Fähren verglichen, was für allgemeine Erheiterung der Gruppe sorgte, die auch größere Pötte als Bodensee-Fähren kennt.

Mit dem Bus ging es zurück und nach einem kurzen Pubbesuch gingen wir dann auch recht müde ins Bett gefallen.

Monumentale Eindrücke

Heute sind wir auf den Monument Hill gegangen. Der Hügel heißt eigentlich nicht natürlich nicht so, sondern Calton Hill. Dort stehen so verschiedene Sachen, wie z.B. ein Observatorium und ein angefangenes Gebäude, das wie der Parthenon aufgebaut werden sollte. Angefangen deshalb, weil denen (natürlich) das Geld ausgegangen ist.
Von dort hat man schon mal einen super Blick über die Stadt, die Royal Mile, Holyrood Park und den Sitz der Königin, wenn sie zu Besuch ist.

Weiter ging es dann in die Stadt, durch die Stadt, in den Park um die Burg und quer durch äußere Bezirke der Stadt. Abegschlossen haben wir diese Besichtigung, indem wir zum Schloss der Königin direkt neben dem neuen Parlament gegangen sind, um dann die Royal Mile von unten zu erlaufen. So geht dann auch die Zeit unglaublich schnell vorbei und die Füße schmerzen massiv.

Das klingt zwar irgendwie recht unspektakulär, aber die Stadt ist einfach klasse. Edinburgh kann man sich so toll erlaufen und so viel sehen. Das ist schon klasse.

Sonntag, 29. August 2010

Edinburgh Castle und Stadt

Der Tag begann mit dem Frühstück im Hostel. Es beinhaltet Kaffee, Tee, Toast, Croissants und Cerealien für 2 Pfund. Das klang fair und somit haben wir das Angebot einfach mal angetestet. Das Toast ist sehr toastig, die Butter salzig, der Kaffee ist gefriergetrocknet und die Croissants sind eher pappig. Aber für ein Frühstück in Britannien ist das durchaus ok.

Anschließend mussten wir natürlich eruieren, wie das Wetter so aussieht und was man dann entsprechend machen kann. Das Wetter wirkte recht durchwachsen und haben beschlossen, die Stadt und das Schloss anzuschauen. Also sind wir so ein bisschen durch die Stadt mäandert und haben den Weg zum Schlossberg erklommen. Kurz vor dem Erreichen des Military Tattoo Festplatzes mussten wir noch eben in einem Touri-Shop vorbeischauen. An dieser Stelle passt der kleine Einschub super, dass zu dieser Jahreszeit in Edinburgh nicht nur das eben erwähnte Festival stattfindet, sondern parallel noch das Fringe ist und uns noch viele weitere Ankündigungen über den Weg gelaufen sind. Dort im Touri-Shop hat uns ein Schotte in voller Montur etwas über die Schwerter der Schotten erzählt und gleichzeitig versucht, uns die Repliken, die angeblich für Schwertkämpfe auf Sportebene geeignet sein sollen, zu verkaufen. Wir sind dann aber über das Tattoo-Gelände zur nicht ganz geringen Schlange vor dem Ticketverkauf für den Burgeintritt weitergegangen.

Mit diesem Eintrittsticket konnten wir uns alles auf dem Schlossgelände anschauen und somit haben wir dort neben dem Schloss und dem absolut traumhaften Ausblick und Panorama auch das War Museum, die schottischen Kronjuwelen (nicht die unterm Schottenrock!) und das Monument, das als Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten dient, gesehen. Leider war der gute halbe Tag nicht ausreichend, weil einige Attraktionen, wie z.B. die Dragoner-Ausstellung schon zu früh geschlossen waren.

Da es damit ja schon wieder Abend war, hieß es etwas Essbares zu finden. Wir haben einen recht interessanten Pub gefunden, der Frankenstein heißt und in einer alten Kirche untergebracht ist. Das hatte schon Stil. Dort gab es die üblichen Pub-Essen. Etwas merkwürdig ist, dass sie hier zu allem Pommes reichen. Egal ob zu Lasagne, Burger oder Nudeln.

Nach dem Essen ging es dann auf einen Rundgang durch die Unterstadt bzw. den Untergrund. Es gibt viele verschiedene andere unheimliche Führungen. Und diese war wirklich klasse. Wir sind richtig schön durch Gewölbe gegangen und am Ende gab es einen schönen Schreck. Und damit ging der Abend auch zu Ende.

Freitag, 27. August 2010

Internationaler Tag

Heute war es ein sehr internationaler Tag. Es begann natürlich mit dem Aufstehen, Frühstücken, Sachen packen und aufräumen. Wir sind dann zunächst nach Bregenz gefahren, um die letzte Nicht-Mitkommerin zur Bahn zu bringen. Dabei ist uns übrigens aufgefallen, dass man tatsächlich das Gepäck von 4 Leuten, die nach Schottland wollen und einer Person, die über das Wochenende zum Wandern gekommen ist, in einen Mazda 3 passen. Die Personen passten natürlich auch mit rein. Nur eins von beidem wäre ja auch ziemlich unpraktisch.

Vom Bahnhof Bregenz ging es dann nach Memmingen (München West). Dabei ging es nicht nur über die deutsch-österreichische Grenze, sondern auch über die deutsch-bayrische Grenze. Der Flughafen in Memmingen ist auf ehemaligem Militärgelände gebaut und rundherum stehen noch ziemlich viele Kasernengebäude. Vom Langzeitparkplatz sind wir dann noch 2 kalte Winter gelaufen bis wir dann am Terminal standen. Den Preis für den Langzeitparkplatz fand ich mit 5,50 pro Tag irgendwie niedlich. Aber ich bin auch die Preise in Hamburg gewöhnt.

Im Flughafengebäude erkannte ich, dass dieser Flughafen weniger popelig als Lübeck ist. Es gibt 10 Check-in-Schalter, wovon 3 für Ryanair geöffnet waren. Werbung gab es aber auch für Air Berlin und eine weitere Billigfluglinie. Man konnte sogar auf 2 Ebenen jeweils ein Cafe finden.

Irgendwann haben wir uns dann auch an die sich formierende Schlange angestellt, um dann auch mal ins Flugzeug zu kommen. Dort haben wir 2 Reihen hintereinander mit jeweils 2 freien Plätzen gefunden. Ryanair scheint ziemlich international zu sein. Wir hatten nämlich ein italienisches Flugzeug mit spanischer Werbung innen. Dazu kam ein französischer Pilot mit dem Namen Jean-Philipe und ein deutscher Co-Pilot mit dem Vornamen Hans. Die Flugbegleitungen wirkten recht britisch. Det Flug verlief gut und wir durften auch alle in Edinburgh einreisen. Mit dem Bus ging es dann zur Waverley Station, um von dort 10 Minuten zu Fuß zum Backpackers zu gehen.

Das Backpackers ist sauber und vollkommen ok. So muss das sein. Dort haben wir uns dann verschieden Prospekte angeschaut, ausgewertet und beschlossen, dass wir uns die Highlander Tour geben werden. An der Rezeption gefragt und wir sollten dann noch bei dem Anbieter im Office vorbeischauen und dort zahlen. Gesagt, getan.

Nun war der nächste Punkt, etwas Essbares zu finden. Da wir uns aber gerne auch ablenken lassen, sind wir erstmal die Royal Mile ein Stück hinab gegangen. Dabei fiel uns direkt auf, dass diese Stadt unglaublich gut gefällt. Doch auf dem Rückweg fiel uns wieder auf, dass wir etwas essen wollten. Nun wurde uns ein Italiener in der Nähe empfohlen, der allerdings so voll war, dass wir uns nicht anstellen wollten. Ein paar Meter weiter gab es allerdings einen Anderen, der auch recht ansprechend war. Also gab es dort essen und nach dem Essen kommt üblicherweise das Fresskoma. Das war hier auch so und somit sind wir in Richtung Hostel und ins Bett gegangen und haben uns dann in der Nacht von unserer ersten Nachkommerin wecken lassen, um sie an der Rezeption abzuholen.

PS. Wer sich wundert, warum die Texte 1. nicht flüssig wirken und 2. vereinzelt veröffentlicht werden, dem sei gesagt, dass die Beiträge als Notiz geschrieben werden, wenn ich gerade mal ein paar Minuten Zeit hab und Free WLAN ist nicht so wirklich im Gehen durch die Stadt verfügbar.

Montag, 23. August 2010

Planlos

Nach der gestrigen Anstrengung und der Verabschiedung der ersten Heimfahrer, war von vornherein klar, dass wir heute nur eine kleine Tour machen wollten. Ein weiterer Punkt war natürlich auch, dass es heute wieder ähnlich warm wie gestern werden sollte.

Das Frühstück gab es also wieder entsprechend früh, weil 2 Leute relativ früh die Bahn nach Hannover bekommen mussten. Nachdem diese verabschiedet waren, haben wir erstmal eine Weile mit Schnacken und rumrödeln verbracht. Dabei haben wir auch die verschiedenen Möglichkeiten der Routen abgewogen.

Im Endeffekt haben wir uns für einen recht kurzen Rundweg in der Nähe des Hauses entschieden. Der Weg an sich war gut, aber leider sind derzeit sämtliche Bauern auf Grund des schönen Wetters dabei, ihr Wiesen zu mähen und das Heu einzuholen. Das scheint meinem Körper nur bedungt zu gefallen, da meine Gräserallergie dabei natürlich richtig rauskommt, auch wenn die Allergietabletten das zumindest etwas verbessern.

Nach Rückkehr und einigem Gesabbel später, haben dann die beiden aus Graz beschlossen, sich gen Heimat aufzumachen. Für den Rest bestand die Restplanung daraus, gemütlich abzuhängen. Für Martin hieß es noch Klamotten für Schottland zu packen und den Ryanair Check-In durchzuführen. 4 der verbliebenen 5 Leute fliegen nämlich morgen zusammen von Memmingen (München West) nach Edinburgh, um dort zunächst 5 Tage zu verbringen und dann weiter in die schottische Pampa im Inverness-Shire zu fahren.

Kanisfluh

Dieses Wochenende steht unter der Devise Wandern und somit sind wir recht früh aufgestanden, damit wir nicht erst bei größerer Hitze loskommen. Für dieses Wochenende waren nämlich Temperaturen jenseits der 20°C angekündigt. Erreicht haben wir übrigens im Tal so lockere 28°C was für das Wandern doch recht viel sein kann.

Unser Ziel war aber nicht das Tal, sondern Berge. Konkret ging es heute auf den Kanisfluh. Dafür sind wir erstmal auf ca. 1400 m mit der Seilbahn hinaufgefahren. Von dort gab es verschiedene Wanderwege, aber unser Ziel stand ja fest. Die erste dreiviertel Stunde war ein richtig angenehmer Weg mit moderaten Steigungen. Dieser Weg führte uns durch eine wunderschöne Hochebene, wo wir erstmal den Ausblick und das Flair genossen.

Nach besagter Zeit kamen wir an eine Weggabelung, an der wir einerseits den einfachen und andererseits den anstrengenderen und interessanteren Weg wählen konnten. Wir haben uns (natürlich) für den anstrengenderen Weg entschieden. Dieser war über weitere Strecken dann doch recht matschig, was geringfügig nervte. An der Baumgrenze hörte dieser Matsch aber einigermaßen auf, da er von der Sonne recht gut getrocknet wurde. Der Weg war aber auch ohne matschige Stellen recht anstrengend, da wir ja schließlich insgesamt knapp 600 Meter bis zum Grat überwinden mussten. Mit entsprechend vielen Pausen kamen wir dann auch alle auf dem anvisierten Grat an. Die letzten Höhenmeter zum Gipfel haben dann im Endeffekt 2 von uns nur noch erklommen. Die halbe Strecke habe ich mit einem anderen noch erreicht, aber mir wurde das dann einfach zu steil und unwegsam. Es war aber auch klasse dort am Grat zu hocken und den Ausblick über die Berge rundherum zu genießen.
Da aber der Weg vom Weg zum halben Gipfel hinunter zum Grat schon ziemlich anstrengend war, haben wir auch recht bald beschlossen, den Rückweg über den weniger matschigen Weg anzutreten. Schließlich mussten wir die Zeit auch im Auge behalten, damit wir nicht die letzten Gondeln in Richtung Tal verpassen.

Der Weg war erheblich besser in Schuss als der Hinweg. Spaß gemacht haben sie aber beide, zumal es irgendwie auch spaßig ist, sich unter Elektrozäunen hinwegtauchen zu müssen und mit Kühen auf derselben Wiese zu verbringen.

Die angegebenen Zeiten von gut 2 Stunden pro Richtung passten grundsätzlich ganz gut. Wir haben insgesamt eher 3 gebraucht, aber da spielten natürlich auch die Pausenzeiten ganz gut mit rein. Denn wir haben ja auch an einer Hütte und auf dem Grat ne Menge Pause gemacht.

Ein bisschen bösartig war natürlich die pralle Sonne, die uns die ganze Zeit über begleitet hat. Glücklicherweise hatten wir einerseits unsere Hüte mit un andererseits hatten wir uns ordentlich mit Sonnencreme eingeschmiert.

Nachdem wir wieder unten waren, ging es noch zum Einkaufen von Frühstückszeug für den nächsten Tag und nach einer ausführlichen Dusche sind wir dann Essen gegangen und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.

PS. Da ich es natürlich nicht lassen konnte, habe ich wieder die Route per GPS und Handy aufgenommen. Diese liefer ich dann - ebenso wie einige Fotos - bei Gelegenheit nach.

Sonntag, 22. August 2010

Wandern, wiedersehen und Wärme - Anreise

Es geht wieder los in den Urlaub!
Dieses mal haben wir eine eher unübliche Kombination von Urlaubsorten gewählt. Grundsätzlich wird es nach Schottland gehen. Da aber in unserem Stammforum vorher für dieses Wochenende schon ein Wanderwochenende in Vorarlberg geplant wurde, geht es erstmal zum Bodensee.

Erstaunlicherweise gibt es für die Strecke Hamburg-Bodensee (Friedrichshafen) eine direkte Verbindung mit der Fluggesellschaft InterSky. Diese versteht sich als Billigfluggesellschaft. Dementsprechend gibt es exakt eine Person am Flughafen, die für den Check-in und das Boarding verantwortlich ist. Theoretisch hätte der Check-in-Schalter 2 Stunden vor Abflug öffnen sollen. Tat er natürlich nicht, so dass wir eine halbe Ewigkeit vor dem Schalter gewartet haben. Das sah dann in etwa so aus. Als die Dame dann aber da war, ging alles super.

Vorher habe ich mich natürlich auch über die Flugzeugflotte informiert. InterSky besitzt nur Bombardier-Flugzeuge mit Turboprop-Antrieb, wobei wir das Modell DASH 8 300 hatten. Oder anders ausgedrückt:Es ist eine kleine Propellermaschinen. Als wir dann vor dem Flugzeug standen, hat Julia sich total gefreut und wäre am Liebsten sofort in eine andere Maschine gestiegen. Als sie dann auch noch das Energieeffizienz-Logo, ähnlich dem auf Waschmaschinen und Kühlschränken gesehen hat, war sie noch weniger begeistert. Ich muss zugeben, dass ich mich tatsächlich auf diesen Flug gefreut habe. Schließlich fliegt man heutzutage nicht täglich mit einem Propellerflugzeug.

Nun ist es so, dass ein solcher Flug wirklich schnell ist. Von HH nach Friedrichshafen braucht man nämlich 1,75 h. Aber diese Langsamkeit hat aber auch Vorteile. So konnten wir beim Start richtig toll den Ausblick über gesamt Hamburg genießen.

Der Flug lief super und in Friedrichshafen sind wir erwartet und abgeholt worden. Dann gab es noch die übliche Konversation, die man nach einer Weile Nichtsehen erstmal nachholen muss, bevor es dann ins Bett ging.

Sonntag, 13. Juni 2010

Barcelona - Tag 2

Heute Morgen haben wir es ähnlich gehalten wie gestern. Wir sind wieder nicht allzu spät aufgestanden, so dass wir gegen 10 Uhr los konnten. Dabei ist uns direkt beim Frühstück aufgefallen, dass es sogar Schwarzbrot gab. Probiert haben wir es nicht, aber überhaupt die Tatsache, dass etwas da ist, was aussieht wie Schwarzbrot, hat uns überrascht.

Für heute war am Donnerstag noch Bewölkung und leichter Regen angekündigt. Glücklicherweise hatten wir, wie gestern auch schon, wieder super Wetter mit Temperaturen von Mitte 20 Grad im Schatten. Wie das dann halt immer so ist, überwiegt natürlich der sonnige Anteil. Insofern wären Hüte nicht ganz verkehrt gewesen. Die lagen aber natürlich warm und trocken zu Hause. Sich darüber zu beschweren ändert an der Tatsache nun auch nichts, also haben wir dann einfach so weitergemacht.

Und somit ging es dann in den Zoo, in dem wir die ersten 3-3,5 Stunden unterwegs waren. Der ist nett angelegt und man konnte dort super spazierengehen und Tiere beobachten.
Anschließend haben wir durchaus unsere Füße und Beine gemerkt und sind zum Hafen gegangen, um dort eine Eisschokolade zu trinken. Wir können jetzt schon sagen, dass wir echt nichts mehr gewohnt sind. Wir sind in Australien und NZ viel mehr gelaufen und waren weniger schnell kaputt.

Die kurze Erholung am Hafen war absolut großartig. Nun gab es noch diverse Optionen und wir haben beschlossen die Sagrada Familia von außen zu betrachten. Das gehört definitiv zu einem Barcelonaaufenthalt dazu. Da wir auch noch etwas Geld holen wollten und das bei einer Bank am Pl. Catalunya ohne zusätzliche Gebühren möglich war, sind wir also wieder vom Hafen die gesamte La Rambla rauf. Von der Bahnstation dort konnte man nicht direkt zur Sagrada fahren. Also haben wir uns die nächste Bahnstation mit der korrekten Bahn gesucht und sind somit auch noch in den Genuss der Universität gekommen.
Bei der Sagrade angekommen, wurden wir von der Kirche erschlagen. Man kann sich echt nicht vorstellen, wie riesig und imposant dieses Bauwerk ist. Es ist unserer Meinung nach nicht schön, aber absolut beeindruckend. Auch hier war natürlich an den meisten Wänden und Türmen wieder Baugerüste, aber das ist ja eigentlich bei allen größeren Kirchen so Mode.
Das Innere der Kirche haben wir ausgelassen, da uns der Eintritt mit 12 € pro Person zu teuer war. Es mag sein, dass sich das dort eigentlich lohnt, aber unserer Einschätzungen nach stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis für uns nicht.

Nachdem wir das Bauwerk von allen Seiten betrachtet hatten, haben wir uns mal daran gemacht, unseren morgigen Rückweg zu planen. Also ging es zu dem Bahnhof, wo wir in die Bahn zum Flughafen einsteigen müssen, um die Fahrzeiten in Erfahrung zu bringen. Dass die Bahn alle halbe Stunde fährt, wußten wir immerhin so. Aber wir hatten auch keinen Plan, wie lange diese braucht. Anschließend sind wir ins Hotel gefahren und haben uns einen Onlinezugang geholt, damit wir schon mal unseren Check-In durchführen konnten. Ansonsten muss man ja schon immer so früh am Flughafen sein und so müssen wir nur noch unseren Koffer aufgeben.
Bevor wir dann in einer Stunde Essen gehen, stell ich jetzt noch die Beiträge im Blog online und verlink sie auf Facebook. Wenn wir eh schon den Onlinezugang bezahlt haben, kann man ihn ja auch noch ausnutzen.

Barcelona - Tag 1

Samstag Morgen sind wir dann gegen 08:30 aufgestanden und erstmal gefrühstückt. Das Frühstück war erheblich besser als erwartet. Es gab Baguette, Toast, Croissants (auch als Schokovariante), Müsli, Obst, leckeren Aufschnitt, Marmelade, Kaffee usw. Da kann man einerseits für 6,50 € nicht meckern und andererseits hatten wir schon einige IBIS-Frühstücks (Frühstücke?) für 9 €, die erheblich weniger geboten haben.

Danach stand das Erlaufen der Stadt auf dem Tagesplan. Ein solcher Tagesordnungspunkt ist total praktisch, da der so richtig schön unspezifisch formuliert ist und man sich mehr oder weniger anschauen kann.*g*
Zunächst hieß es also Sachen zu packen, wie wir es schon aus Australien und NZ kannten. Mit Sonnencreme einschmieren, Flasche Wasser in den Rucksack und was man halt noch so alles brauchen könnte.

An der Bahnstation mussten wir uns dann erstmal für ein Ticket entscheiden. Bei der Metro ist das nicht so leicht, wie bei den Automaten der Renfe, mit der wir herkamen, weil wir keine Bahnstation eingeben konnten. Je nach Informationsquelle ist auch das eine oder andere Ticket günstiger. Wir haben uns dann für ein Mehrtagesticket entschieden, in dem alle möglichen Verbindungen enthalten sind. Nachdem wir das hatten, hat dann auch der Schalter dort geöffnet. Und weil es bei den Einzelfahrten verschiedene Zonen gibt, die nebenbei gesagt in keiner Karte eingezeichnet sind, wollten wir nachfragen, ob wir mit dem auch wirklich überall hinfahren können. Gesagt, getan und eine unschöne Antwort bekommen. Allerdings konnten wir uns mit der Dame auch nur bruchstückhaft unterhalten. Wir haben ihr spanisch ein bisschen verstanden, konnten nur auf englisch antworten, was sie aber nicht wirklich sprach. Also wurden wir zur Hauptinfo geschickt, die am Hauptbahnhof ist. Das haben wir dann auch gemacht und dort erfahren, dass wir alles richtig gemacht haben. Naja, immerhin sind wir doch wohl großstadterfahren genug, um die meisten Verkehrsdinge auch einfach so zu schaffen. Wir hatten ja schon etwas an uns gezweifelt.

Von dort ging es wieder einige Stationen zurück. Wir sind zwischen dem Hafen und La Rambla ausgestiegen, um dort unsere Tour zu starten. Und wir sind gelaufen. Straßauf, Straßab. La Rambla hoch, parallel wieder runter, in kleine Gassen abgebogen, zur Kathedrale, ins gotische Viertel, zum Hafen (Magnum Mare oder so) wieder runter. Dort gab es ca 30 Minuten Mittagspause. Und schon ging es wieder los. Über alle möglichen Sträßchen zum Arc de Triomf. Triomf ist ja auch so ein Wort, das einfach nur albern aussieht. Der Triumpfbogen macht dann aber auch einiges her. Davor ist eine hübsche Avenue, die dann zu einem schönen Park führt. In dem Park ist das naturwissenschaftliche Museum und der Zoo enthalten. In das Museum sind wir nicht gegangen, aber es war sehr spaßig, dass gerade in dem Park ein großes Fest der Naturwissenschaften stattfand. Die Themen klangen auch durchaus spannend, allerdings hätten wir wohl nicht allzu viel verstanden.

Während wir da so langspazierten, kam uns die Idee, vielleicht noch die Seilbahn am olympischen Park hoch zur Festung zu nehmen. Da es mittlerweile 17:30 war und man ja nie so sicher sein kann, wie lange hier irgendwas geöffnet hat, sind wir zur Hauptinformation gelatscht und haben uns erkundigt, wie denn die Öffnungszeiten aussähen und zu welcher Station wir denn überhaupt müssten. Es gibt hier schließlich nicht nur besagte Seilbahn, sondern auch noch eine weitere, die den Hafen kreuzt.
Glücklicherweise sollte diese noch eine Weile geöffnet sein, so dass wir seit vielen Stunden zum ersten Mal wieder die Bahn genommen haben.

Die Fahrt mit der Seilbahn war echt nett, da sie mit gemütlichen 5m/s den Berg hochfuhr und man dort schon eine super Aussicht auf Barcelona hatte. Wir hatten ja eh schon den ganzen Tag unglaublich schönes Wetter. Und oben auf den Burgzinnen war der Blick absolut traumhaft. Nachdem wir dort dann auch alles abgelaufen hatten, stellte sich uns die Frage, ob wir zu Fuß oder mit der Seilbahn zurück wollten. Die Uhrzeit von 19:30 sprach dann doch dafür, dass wir die Seilbahn nehmen.
Das haben wir auch gemacht und dabei beschlossen, dass wir bei uns am Hotel Essen gehen wollen. Es gab hier ja schließlich noch genug Restaurants, die wir noch nicht getestet hatten.

So schafften wir es dann heute auch direkt zu den typischeren spanischen Zeiten Essen zu gehen.
Heute Abend (es ist jetzt 22:30) werden wir jedenfalls nicht mehr viel machen. Nach 10 Stunden bei nicht ganz geringen Temperaturen (meist in der Sonne) durch die Stadt gehen, freut man sich doch ziemlich darauf, die Füße auszuruhen. Morgen müssen die ja auch wieder einiges aushalten.

Bisher haben wir jedenfalls viele hübsche Häuser, Parks, Gebäude, Gassen und Gegenden gesehen. Wir würden zwar nach unserem Eindruck auch hier nicht unbedingt leben wollen, aber eine Reise ist diese Stadt wert!

P.S. Ich habe keine GPS-Route aufgenommen, da mein Akku die 10 Stunden bestimmt nicht durchgehalten hätte.

Barcelona - Die Anreise

Nachdem wir von unseren letzten Kurzurlauben in Düsedau und Wien nicht geschrieben haben, dachten wir uns, dass es mal wieder an der Zeit wäre, dieses Blog weiterzuführen.

Unser Ziel für dieses Wochenende hieß Barcelona und neben Julia und mir waren noch Nina und Su dabei. Die hatten allerdings nicht vor die Stadt zu besichtigen, sondern wollten auf eine Supernatural-Con.

Am Freitag ging es in aller Frühe von Hamburg nach Mailand.
In Hamburg durfte Juli bei dem Eingangscheck erstmal ihre kleinen Pröbchen mit Gesichts- und Handcreme abgeben. Julia hatte einfach vergessen sie vorher in einen wiederverschließbaren durchsichtigen Beutel zu packen. Dies hatte sie auch mit ihren paar Erfrischungstüchern vergessen. Und da dort ja auch Feuchtigkeit enthalten sei, müssen diese laut Beamten ebenso in einen entsprechenden Plastikbeutel. Hallo?! Die Dinger sind doch extra nochmal verpackt. Das fanden wir nun wirklich übertrieben!

In Mailand hatten wir einen Aufenthalt von ca. 4 Stunden. Da Mailand nicht ganz klein und modisch unbedeutend ist, haben sich die Mädels schon vorgefreut. Schließlich wird man da dann ja im Transitbereich toll shoppen gehen können. Nun sorgte dies für eine gewisse Ernüchterung, da der Transitbereich geringfügig kleiner ausfiel als erwartet. Auf Nachfrage erfuhren wir dann, dass der große Transitbereich beim anderen, nämlich dem internationalen Terminal wäre. Für mich änderte sich jetzt nicht so viel, abgesehen davon, dass ich beim Rumsitzen nun Gesellschaft hatte. Für Raucher ist dürfte der Aufenthalt dort eher unangenehm sein, da der geamte Flughafen Nichtraucherbereich ohne Raucherzonen ist.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es dann endlich nach Barcelona weiter. Dort gelandet, mussten wir erstmal den Weg vom Flughafen zu unseren Hotels finden. Auch das haben wir geschafft, zumal wir ja mittlerweile schon sehr unterschiedliche Fahrkartensysteme benutzt haben.
Wir haben im IBIS-Hotel übernachtet, das laut Homepage ca. 10 Minuten von der Altstadt entfernt liegt. Inwiefern das nun korrekt ist, wissen wir noch nicht, aber zu Fuß haben wir von der nächsten Bahnstation mit Koffer und allem bestimmt 5 Minuten gebraucht. Insofern meinen die mit 10 Minuten entfernt eher nicht den Fußweg. (Und ja, wir haben vorher bei Google Maps investigiert und sind schon dabei zu dem obigen Schluss gekommen.)
Bei dem Fußweg ist uns dann direkt eine Schaufensterwerbung für den Mango-Outlet-Store über den Weg gelaufen. Julias Interesse war geweckt, aber vorher sollte der Koffer weggebracht werden.

Einchecken lief problemlos ab und das Zimmer ist halt ein Standard-IBIS-Zimmer. Mittlerweile war es um und bei 18 Uhr und da wir nur im Flugzeug einen Snack und in Mailand eine Kleinigkeit hatten, war der Hunger auch nicht zu verachten. Direkt neben dem IBIS befindet sich das Heron City Center. Dementsprechend sind wir dann zielstrebig dahin. Bevor wir uns allerdings etwas Essbares schießen konnten, mussten wir den verschiedenen Shops ein Besuch abgestattet werden. Dazu gehörte auch der Outlet-Store, in dem Julia dann aber doch nichts fand.
Im Endeffekt erreichten wir die Restaurant-Ebene doch recht schnell. Nun traf uns leider die Aussage der ADAC Motorwelt mit ziemlicher Wucht. Dort stand im Bericht über Barcelona, dass man um 18 Uhr in den Restaurants sehr alleine sitzt, da das Leben hier erst abends logeht. Leider konnten wir aber nicht mal in den Restaurants sitzen, da die fast alle erst um 20 Uhr öffnen sollten. So durften wir also knapp 2 Stunden totschlagen, bevor es etwas auf die Gabel gab. Das war allerdings auch sehr lecker. Insofern haben wir das verkraftet. Ist ja nun auch nicht so, dass wir nicht genug Masse hätten und direkt verhungerten.

Nun ist es gleich 22 Uhr und wir machen schlapp. Allerdings sind wir ja auch schon wieder 18 Stunden auf den Beinen und hatten vorher eine recht stressige Zeit mit zu wenig Schlaf. Morgen früh wollen wir dann auch nicht zu spät los, um dann die Stadt unsicher zu machen.

Während hier in Barcelona das Leben also gerade wieder so richtig anfängt zu brummen, sagen wir gute Nacht.

P.S. Diesen Text auf einem Smartphone zu schreiben, dauert doch signifikant länger als auf einer vollwertigen Tastatur eines Notebooks. Wenn man dieses aber daheim gelassen hat, sind die Möglichkeiten doch geringfügig eingeschränkt.