Mittwoch, 22. August 2018

Münchenerkundung

Heute haben wir uns den Stadtbummel durch München vorgenommen.

Da der Karlsplatz nur gut 4km vom Hotel entfernt ist, haben wir uns für den Hinweg überlegt, dass wir wieder gemütlich hinlaufen können. Und da die Theresienwiese und die Bavaria nur ein kleiner Umweg sind, haben wir uns für den Weg entschieden. Die Bavaria ist schon imposant. Direkt hinter der Statue ist die Ruhmeshalle, in dem Büsten besonderer bayerischer Persönlichkeiten ausgestellt sind. Von den 115 (oder so) Personen sind immerhin 4 weiblich.
Eigentlich wollten wir über die Theresienwiese abkürzen. Natürlich hatten wir nicht bedacht, dass dort bereits alles für das Oktoberfest aufgebaut wird und man somit nicht rüberlaufen kann. Also sind wir in Richtung Hauptbahnhof, um dann hinter dem Bahnhof durch den Alten Botanischen Garten zum Karlsplatz zu gehen. Hübsche Gebäude waren da jede Menge. Und wie es sich für Parks am Bahnhof in Großstädten gehört, war auf jeder 2. Parkbank (vermutlich) Obdachlose zu sehen.

Am Karlsplatz wollten wir eigentlich den Stachusbrunnen sehen. Das war gerade nicht möglich, da der gesamte Platz eingerüstet ist. Das Karlstor und die Gebäude rundherum waren allerdings sichtbar und sind auch ohne Brunnen hübsch. Im Innenstadtbereich sind wir dann über die Frauenkirche, Rathaus mit Glockenspiel und Viktualienmarkt zum Isarturm mäandert. Von dort haben wir uns dann auf den Weg zu Feinkost Dallmayr gmeacht. Ich finde, dass man dort gut reinschauen kann, da der Laden mit den verschiedenen Arkadenbereichen gut aufgeteilt und sehenswert ist.
Unser nächstes Ziel war der Englische Garten, den wir über die Residenz angesteuert haben. Dort sind wir gemütlich eine Weile am Schwabinger Bach entlang spaziert. Einige Leute nutzten den Bach auch zum Baden oder zumnindest zum Kühlen der Füße. Erstaunt hat und, wieviele Leute dort in der prallen Sonne einfach nur braten, auch gerne nahtlos. Aber gut, ich versuche meine Haut lieber mit möglichst viel Sonnencreme zu schützen und nicht direkt in der Sonne zu liegen.

Als nächstes haben wir uns überlegt, dass wir ja noch das Schloss Nymphenburg anschauen könnten. Nun hätte man natürlich die Bahn nehmen können. Da wir aber wir sind, haben wir das natürlich nicht und sind zum Römischen Brunnen und über den Karolinenplatz, Königsplatz entlang der Nymphenburger Straße zur südlichen Auffahrtsallee gegangen. Dort konnten wir dann am Kanal zum Schloss Nymphenburg gehen. Das Schloss selbst wollten wir dann doch nicht von innen sehen und haben uns in den Schlossgarten gesetzt.
Nachdem wir dann wieder ein bisschen mehr Energie hatten, sind wir noch etwas durch den Schlosspark in Richtung Laim gegangen. Und weil wir noch nicht so viel gegangen waren, haben wir uns überlegt, dass wir das letzte Stück zum Hotel auch eben zurückgehen können. Auf dem Rückweg sind wir noch bei einem Italiener eingekehrt, um eine leckere Pizza aus dem Holzofen zu vertilgen, bevor wir dann leicht kaputt im Hotel aufs Bett gefallen sind. Die Strecke dürfte zwischen 27 und 28 km gelegen haben, was selbst für unsere Verhältnisse recht ordentlich ist.

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Allerdings bleibe ich auch dabei, dass man sich eine Stadt möglichst erlaufen muss, um sie kennenzulernen und verschiedene Orte besser einzusortieren. Und das haben wir ziemlich gut geschafft.
Entgegen der ursprünglichen Ansage des Wetterberichts, kam kein Gewitter oder Regen am Nachmittag auf, so dass wir konstant bei knapp über 30°C unterwegs waren.

Morgen haben wir dann Verschnaufpause, da wir dann nur nach Hause zurückfahren.

Dienstag, 21. August 2018

Tierpark Hellabrunn

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir heute von unserem Hotel in den Tierpark Hellabrunn gegangen. Und da es nicht allzu weit von uns entfernt war und wir zumindest teilweise durch Parks und an der Isar entlang gehen konnten, sind wir auch wirklich gegangen.

Der Tierpark ist hübsch gelegen, naturnah und so geschickt angelegt, dass man doch erstaunlich viel Zeit dort verbringen kann. In unserem Fall tatsächlich so ziemlich den gesamten Tag. Neben den Gehegen, die oft mit unterschiedlichen Arten gemeinsam belegt sind, gibt es im Artenschutzzentrum interessante Informationen zum Thema Arten- und Umweltschutz. Dadurch, dass wir mehr oder minder den ganzen Tag unter Bäumen verbracht haben, war die Wärme ziemlich gut auszuhalten.

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Den Rückweg haben wir natürlich auch wieder zu Fuß gemacht und konnten somit doch insgesamt etwa 11,5 km zurücklegen. Das war der Bewegungsausgleich für den gestrigen Tag, in dem wir überwiegend im Auto saßen.

Abends waren wir natürlich essen und haben einen extrem tollen Vietnamesen (Huế House) gefunden. Das war insofern spannend, als dass wir vietnamesisches Essen hier eigentlich nicht wirklich hatten. Die hiesigen Vietnamesen waren mehr allgemein europäisch-asiatisch, während es dort Gerichte gab, von denen ich vorher noch nie wirklich gehört hatte. Es schmeckte auf jeden Fall richtig lecker.

Montag, 20. August 2018

Zugspitze und Ammersee

Heute sind wir nach einem gemütlichen Frühstück in Richtung München aufgebrochen. Da die Strecke relativ kurz ist, haben wir uns einen landschaftlich schönen Weg gesucht und sind somit auf der österreichischen Seite durch das Lechtal in Tirol gefahren. Die erste Teilstrecke sind wir bereits im letzten Jahr gefahren, da wir in Hochkrumbach wandern waren. Wir waren kurz versucht, dort auch auszusteigen und nachzuschauen, ob sich die Murmeltiere wieder zeigen. Da es ziemlich voll war, haben wir uns dann aber doch dagegen entschieden.
Der Weg durch das Lechtal war wunderschön und wir können durchaus verstehen, dass Leute dort Urlaub machen. Bei dem Blick auf die verfügbaren Wanderungen, könnte ich mir das ebenfalls als möglichen Urlaub vorstellen. Sehr spannend ist relativ kurz vor der Zugspitze eine ziemlich lange Hängebrücke, die Holzgauer Hängebrücke. Die wäre durchaus auch interessant, haben wir aber für einen weiteren Besuch aufgehoben.

Wir sind also zum Eibsee gefahren, um dort dann die recht teure Auffahrt mit der Seilbahn zur Zugspitze zu nehmen. Es sammelten sich zwar bereits langsam einige Wolken an der Zugspitze, aber es sah ausreichend frei aus. Und so sind wir dann mit der Gondel auf knapp unter 3000m hochgefahren. Die Seilbahnfahrt war schon abgefahren. Es gibt nur einen Stützpylon und dann fährt man halt fröhlich an schroffem Gestein und steilen Hängen hoch.
Oben angekommen hatten wir in Richtung Eibsee vernünftige Sicht. An richtig guten Tagen kann man wohl bis zum Ammersee schauen, was bei uns aber nicht funktionierte. So sind wir auf der Plattform an den Geländern entlang gegangen und haben auf deutscher und österreichischer Seite die Ausblicke genossen. An der Gletscherseite sammelten sich einige Wolken und waberten entlang der Felswand nach oben. Das war insofern spannend, da die eine Seite des Grats in Wolken hing, während die andere Seite freie Sicht hatte. Die 3000m Höhe haben wir auch durchaus gemerkt. An einer Stelle sind wir Treppen gegangen und da war es schon spannend, wie sehr die dünnere Luft zu merken ist.
Die Rückfahrt haben wir nicht mit der Seilbahn angetreten, sondern sind erstmal mit der Gletscherseilbahn zum Gletscher runtergefahren. So wie der traurige Gletscherrest aussieht, muss man die Seilbahn demnächst wohl eher Exgletscher-Bahn nennen. Man kann dort auch rodeln, worauf wir aber verzichtet haben. Für die weitere Abfahrt haben wir dann die Zahnradbahn genutzt. Da hat man über eine ganz schön lange Strecke einen Tunnel in den Berg gegraben. Die Aussicht hier war primär der Fels im Tunnel, aber wenn man die Arbeit dahinter betrachtet, ist das schon eine reife Leistung. Unten angekommen, war die Zugspitze nahezu komplett mit Wolken bedeckt. Insofern haben wir noch genau den richtigen Zeitpunkt getroffen. Und trotz des recht hohen Preises hat sich die Fahrt auf jeden Fall gelohnt.

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Als nächstes sind wir dann über Garmisch-Partenkirchen nach München gefahren, um unser Hotel zu beziehen, das in München-Sendling ist. Am Abend waren wir in Herrsching am Ammersee mit Freunden zum Schnitzelchen verabredet. Und da Julia die Gegend noch gar nicht kannte, konnte ich ihr mal zeigen, wo ich häufiger auf Dienstreise war. In Herrsching selbst hatten wir noch ein bisschen Zeit und konnten am Ammersee noch ein bisschen Spazierengehen.

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Sonntag, 19. August 2018

Waldrapp, Quelltuff, Wasserlehrpfad und Hochmoor

Bevor wir uns heute auf Tour gemacht haben, haben wir dem Waldrapp-Projekt erneut einen Besuch abgestattet. Heute sollte gestartet werden und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Es ist durchaus interessant zu sehen, was da an Vorbereitungen geleistet werden muss, bevor die Ultraleichtflugzeuge starten können und wie die Zieheltern die Waldrappen animieren müssen, um die Voliere zu verlassen und ihnen im Flugzeug zu folgen.

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Vielen Dank an dieser Stelle auch an Alca, dass wir seine Kamera-Bilder einbetten dürfen.

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Da das Wetter für den Rest des Tages etwas unbeständig angesagt war, haben wir uns erneut für mehrere kleine Runden entschieden.

Angefangen haben wir mit dem Quelltuffpfad. Dazu hatte ich bereits im letzten Jahr etwas geschrieben gehabt. Im Endeffekt entsteht hier neues Gestein, das vorher in Wasser gelöst wurde und sich nun an anderer Stelle ablagert. Das sah im letzten Jahr schon spannend aus und da Julia das im letzten Jahr noch nicht gesehen hatte, haben wir das nochmal nachgeholt. Im Gegensatz zum letzten Jahr gab es dieses mal Bremsen, die mich natürlich auch direkt zum Fressen gern hatten, was auf dem Knöchel des Zeigefingers eher nervig ist. Wir haben dieses mal beschlossen, dass wir direkt im Anschluss an den Quelltuffpfad noch den Berg zur Subersach hinabgehen, um eine kleine Neuseelandvorbereitung zu absolvieren. Über die Subersach führt hier eine Hängebrücke, wie es in Neuseeland bei Wanderungen auch gerne mal vorkommen kann. Wir haben bei unserer letzten NZ-Reise solche Wege meist gemieden. Und so konnten wir hier nochmal schauen, wie unangenehm es ist und in Abhängigkeit davon entscheiden, ob wir die eine Tour im Abel Tasman National Park buchen wollen. Wir haben es alle überlebt, wobei sich nicht alle Beteiligten so richtig wohl gefühlt haben und beschlossen, dass wir die Tour mitmachen können.

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Da wir schon in der Nähe von Hittisau waren, haben wir uns direkt für den Wasserlehrpfad entlang des Flüsschens inklusive gewisser Schluchtanteile entschieden. Den Weg haben Alca und ich ebenfalls bereits im letzten Jahr bereits gemacht, aber der war schön und Julia kannte ihn noch nicht. In der Schlucht musste man ein wenig aufpassen, dass man sich nicht den Kopf anschlägt, da der Fels die Tendenz hat auf Kopfhöhe über dem Wanderweg zu hängen. Der Weg war wieder schön entlang des Flusses und durch Waldgebiete.

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Ein bisschen Zeit hatten wir noch und so haben wir uns für ein Hochmoor entschlossen, das zwischen Kojenstein und Hochhäderich liegt. Dabei haben wir einen Rundweg gewählt, der neben dem Hochmoor, auch noch ein paar Blicke auf den Hochhäderich und seine Grate preisgab. Dabei führte uns der Weg nach Deutschland ins Allgäu und wieder zurück, wobei die Alphüttendichte enorm war. Auf jeden Fall bietet die Gegend hier auch einiges und das Hochmoor war natürlich besonders, da wir hier sowas ja nicht haben. Den Abschluss bildete ein Sagenwald, in dem diverse lokale Sagen in Kurzform aufgeschrieben waren. Man darf sich übrigens bei all diesen Wanderungen nicht wundern, dass man häufiger mal Kühe auf dem eigenen Wanderweg trifft, die einem mehr oder weniger stark den Weg versperren.

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Damit ging auch unser Besuch im Vorarlberg ziemlich zu Ende. Morgen geht es weiter nach München für einen Kurzbesuch.

Samstag, 18. August 2018

Feldkirch, Schluchten

Nachdem der gestrige Tag recht anstrengend war, haben wir uns dazu entschlossen, heute etwas ruhig angehen zu lassen.

Also sind wir zunächst nach Feldkirch gefahren. Dort gibt es die Schattenburg, in der ein Museum zu finden ist. Das ist doch ein hervorragender Start in einen entspannteren Tag. So haben wir das Museum in der Burg und somit auch die verschiedenen Räume der Burg betrachten können. Dort gibt es einige spannende Ausstellungsstücke. Sehr beeindruckend fand ich die vielen verschiedenen Schlösser mit ihren Mechanismen, wobei die ersten aus dem 13. Jahrhundert stammten. Eine Sammlung vieler Gewehre ist ebenso ausgestellt. Dabei interessieren mich die Waffen nicht sonderlich, aber die Aussage des geistlichen Sammlers war schön, der sinngemäß meinte, dass alle Waffen, die er sammle, niemanden mehr töten könnten. So gefällt mir der Grund einer Waffensammlung durchaus. Ein absolutes Highlight war aber auch die sogenannte 'Bumsa', ein großer Schalltrichter. Dieser Schalltrichter ist übrigens auf dem obersten Stockwerk ausgestellt, von dem man auch einen schönen Blick auf die gesamte Umgebung und die Altstadt Feldkirchs hat.

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Nachdem wir nun schon den Blick von oben auf die Altstadt Feldkirchs hatten, haben wir beschlossen, uns diese auch aus der Nähe anzuschauen. Also haben wir einen kleinen Stadtbummel gemacht. Feldkirch ist nicht sonderlich groß, hat aber schöne Häuser und zum Teil sehr schön geschnitzte Eingangstüren.

Da es zunehmend warm wurde, sind wir in den Erholungswald Ardetzenberg gefahren, der direkt oberhalb von Feldkirch liegt und einen kleinen kostenlosen Wildpark mit beeinhaltet. Dort hatten wir einige schöne Ausblicke auf Feldkirch und die Schattenburg. Zusätzlich war ein Waldspaziergang bei der Wärme sehr angenehm und dabei ein paar Tieren beim Fressen und/oder Nichtstun zuschauen zu können, passte auch.

Auf dem Rückweg nach Andelsbuch haben wir noch an der Rappenlochschlucht Halt gemacht. Der Wanderweg wurde vor einigen Jahren durch einen imposanten Felssturz zerstört und daraufhin neu auf einer anderen Höhe aufgebaut. So geht man nun also recht viel auf in die Schlucht ragenden Holzstegen, die mit (mittlerweile) rostigen Trägern in der Felswand verankert sind. So haben wir auf jeden Fall von einer gewissen Höhe einen Einblick in die Schlucht bekommen können. Derzeit ist dort recht wenig Wasser drin, aber ich kann mir gut vorstellen, wie beeindruckend mehr Wasser in der Schlucht sein kann. Angeschlossen an die Rappenlochschlucht ist noch ein Stausee 'Staufensee', um den man gemütlich entlang spazieren kann. Das haben wir natürlich gemacht und sind an einer Stelle noch in die Alplochschlucht abgebogen. Hier gibt es ebenfalls teilweise Stege, aber die sind nur relativ knapp über dem Bodenniveau, so dass man in dieser Schlucht ein stärkeres Mittendringefühl hatte. Es ist schon beeindruckend, was Wassermassen so in einen Feld graben können.

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Da die Schlucht keinen Rundweg bietet, haben wir an einer Stelle beschlossen umzudrehen und unsere Staufensee-Runde zu beenden. Während wir dabei waren, vernahmen wir merkwürdige Töne und sahen dann auch etwas später jemanden, der ein relativ kleines Alphorn am See bließ und Melodien spielte. Irgendwie war das etwas skurril, da es doch recht unerwartet war. Aber ich fand es schon faszinierend, was für Melodien er da rausbekam. Der See mit den 2 Schluchten sorgte auch für eine spannende Akustik, wenn man sich von dem Bläser entfernte.

Freitag, 17. August 2018

Damüls-Rundweg

Wir wollten in den Bergen wandern und somit haben wir für heute eine Tour herausgesucht, die uns grob den Tag über beschäftigen, aber auch je nach spontanen Wetteränderungen recht flexibel erweiter- oder verkürzbar sein sollte. Dafür ist das Gebiet zwischen Damüls und Mellau super. Somit sind wir erstmal nach Damüls gefahren und haben dort den Sessellift zur Elsenalp hinauf genommen, die bei etwa 1800 m Höhe liegt.

Von dort ging unsere Tour in Richtung Mittagsspitze (ohne Besteigung dieser) und Hohes Licht. Zu dem Gipfelkreuz Hohes Licht ging es dann über einen Grat und einen recht steilen Weg direkt am Abhang. An mehr oder weniger starken Graten und in fröhlichem Auf und Ab ging es dann zum Hochblanken und damit auch höchsten Punkt unserer Route (2068 m). Leicht unterhalb des Ragazer Blanken haben wir uns dann auf den Weg zur Sünser Spitze gemacht. Entlang des Sünser Sees und Sieben Hügel sind wir dann zur Bodenstation in Damüls zurückgegangen. Da ich bisher keine mir zusagende Seite für den Upload meines getrackten Wegs gefunden habe, könnt ihr nun selbst bei Google Maps oder OpenStreetMap erahnen, wo der Weg entlang führte. Wer keine Lust hat, das entsprechend selbst herauszusuchen, kann auch bei Bergfex - Damülser Rundtour schauen. Allerdings stimmt der dort angezeigte Weg halt nicht mit unserem überein, da wir ja über Sieben Hügel gegangen sind. Nach etwa 5 Stunden haben wir dann an der Sunnegg-Hütte auch eine kleiner Pause gebraucht.

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Nun ist aber der Weg an sich ja nur semi interessant, da wir ja nicht gehen, um gegangen zu sein, sondern um auch etwas zu sehen. Und wir haben viel gesehen. Durch die Höhe und das gute Wetter konnten wir erstaunlich weit gucken. In die eine Richtung war z.B. der Bodensee inkl. dem Untersee und dem Stück bei Überlingen. Die schweizer Berge waren etwas schüchtern und haben sich teils mit Wolken verhüllt. Allerdings haben sie es auch nicht komplett durchgezogen, sondern immer mal wieder vergessen, dass wir ja gucken könnten. Ansonsten waren diverse hohe Berge mit Schnee und ohne Vegetation zu sehen. Das war schon beeindruckend. Ein paar Eindrücke vom Weg und der Sicht, könnt ihr hier sehen:

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Dichter dran war natürlich viel Bewuchs zu sehen, der in den Alpen üblich ist, wie z.B. Silberdisteln. Durch die etwa 600 Höhenmeter, die wir beim Abstieg überwunden haben, variierte dieser Bewuchs natürlich auch ziemlich. Einen kleinen Eindruck liefert die Bilderserie:

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Diese Wanderung war absolut großartig, wenn sie auch wirklich anstrengend war. Einerseits sind wir nicht wirklich trainiert, andererseits lag der Pfad fast 2 km über unserem üblichen Höhenniveau. Selbst wenn es nicht rauf und runter gegangen wäre, hätten wir die etwas dünnere Luft bei den gut 13 km bestimmt auch gemerkt. Neben der körperlichen Herausforderung gibt es auf der Strecke auch durchaus ein paar psychische Herausforderungen. So gab es ein paar Stellen am Grat, an denen man nicht allzu viel nachdenken sollte, was alles passieren kann, wenn man wegrutscht. Ebenso musste man manchmal von der einen Seite des Grats auf die andere Seite steigen. Prinzipiell nicht schwierig order wirklich anspruchsvoll, aber mit dem Blick runter eben doch gegebenendfalls etwas fordernd.

Da die Gegend und der größte Teil des Wegs großartig war, würden wir da sofort wieder hin und weitere Routen machen.

Donnerstag, 16. August 2018

Andelsbuch

Im letzten Jahr haben uns die Alpen ziemlich gut gefallen. Und da wir ja derzeit ein bisschen Zeit zum Reisen haben, haben wir einen Kurztrip in die Region Bregenzerwald geplant. Wir sind dieses mal 2 Dörfer weiter und kennen somit schon einen Teil der Gegend.

Heute sind wir die gut 820 km runtergefahren. Es war unglaublich wenig auf den Straßen los, so dass wir nach etwa 8 Stunden ankamen. Wir hatten mit deutlich mehr Zeit gerechnet, so dass wir auf der Strecke zwar hätten Essen können, aber eigentlich lieber ankommen und vor Ort essen wollten.
Danach blieb entsprechend viel Zeit für einen kleinen Spaziergang durch Andelsbuch. Bisher kannten wir im Prinzip nur die Hauptstraße. Zu Fuß konnten wir dann doch einige weitere nette Ecken und Aktionen finden.
So haben wir ziemlich zu Beginn bereits eine Wiese entdeckt, auf der eine Vogelvoliere und diverse Zelte aufgebaut waren. Da das normalerweise nicht unbedingt üblich ist, mussten wir natürlich investigieren gehen. Es handelte sich dabei um das Waldrapp-Projekt, bei dem versucht wird, in Mitteleuropa wieder Brutkolonien anzusiedeln, die entsprechend ihrem ursprünglichen Verhalten als Zugvögel Winter- und Sommerquartiere aufzusuchen. Da wegen intensiver Bejagung bereits im 17. Jahrhundert die Population hier komplett ausgerottet wurde, ist das Projekt der Wiederansiedelung und dem Beibringen der Zugrouten recht aufwendig und arbeitsintensiv. Jedenfalls sind diese Vögel auf bestimmte Zieheltern geprägt, die nun mit Hilfe von Ultraleicht-Flugzeugen Etappen fliegen und somit den Tieren beibringen, welche Route sich für ihren Zug ins Winterquartier eignet. Später sollen diese Vögel es ihren Nachkommen beibringen. Hier in Andelsbuch hatten sie ihre erste Station und aufgrund der Wettervorhersage soll der Weiterflug erst am Sonntag weitergehen. Somit haben wir eine Chance den Start anzuschauen.

Weiter ging es dann zu dem Wasserkraftwerk, das 1908 in Betrieb genommen wurde und eines der größten und modernsten Wasserkraftwerke der damaligen Zeit im Königreich Österreich-Ungarn war. Da war interessant zu sehen, wie ansprechend rein funktionale Gebäude gebaut wurden.
Da der Wasserstand der Bregenzerach recht gering war, konnten wir unseren geplanten Weg durch das Flussbett zu einem Stausee fortsetzen. Natürlich tauchte nachdem wir durch das Flussbett gingen ein Warnschild auf, dass man mit jederzeit spontan wechselndem Wasserstand rechnen müsse, da nicht nur Regen aus den Bergen, sondern auch Notablassung von Stauseen für die Wasserkraftwerke stattfinden könnten. Naja, ist ja alles gut gegangen und so schlimm scheint es nicht zu sein, da dort offensichtlich regelmäßig auch gebadet wird.

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Entlang eines Stausees und einigen Wiesen ging es dann zurück nach Andelsbuch. Insgesamt waren die gut 5 km noch ein netter kleiner Spaziergang nach so langer Fahrt.

Neben den oben genannten Waldrappen haben sich noch ein paar weitere Tierchen vor die Kamera geworfen:

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Donnerstag, 2. August 2018

Kühlungsborn - Heiligendamm

Bei einem ausgiebigen Frühstück haben wir beschlossen, dass wir uns trotz der Temperaturen ruhig etwas mehr bewegen könnten.

Also haben wir den Spaziergang gen Heiligendamm gewählt. Das sind pro Strecke gemütliche 6-7 km. Der Weg führt entlang der Küste (oder am Strand) und durch einen netten kleinen Küstenwald. Den Weg sind wir auch bereits in einem Winter mal gelaufen und somit waren wir gespannt, ob sich Heiligendamm irgendwie sinnvoll verändert hat.
Unsere Erkenntnis vor Ort war, dass es sich nicht wirklich wesentlich verändert hat. Ja, ein paar der eigentlich schönen alten Häuser wurden oder werden gerade restauriert, aber entlang der Promenade sind immer noch einige in einem völligen verfallenen Zustand. Auch sonst bin ich weiterhin nicht von Heiligendamm überzeugt. Das Grand Hotel ist halt ein Nobelhotel, bei dem man vermutlich schief angeschaut wird, sobald man in einem Auto anreist, das weniger als 100k kostet. Zusätzlich waren wir überrascht, dass dieses Klischeebild von komplett in weiß gekleideten Leuten so sehr erfüllt wird.
Ansonsten gibt es in direkter Strandnähe noch ein Eiscafé und eine Wurst- und Fischbude. Laut Google Maps gibt es landeinwärts noch zwei Restaurants. Da bleibe ich definitiv lieber im lebendigeren Kühlungsborn mit einer großen Restaurant- und Geschäftsvielfalt.

Den Nachmittag haben wir erneut mit Eisbecher, Ostseebaden und Erholung verbracht. Nach dem Abendessen sind wir dann auch noch mal nach Kühlungsborn West gegangen, um anzuschauen, was dort eigentlich für Buden aufgebaut wurden. Am Wochenende findet ein Kleinkunstfestival statt und dazu gibt es dann ein Riesenrad, viele Essens- und Getränkestände und vermutlich dazwischen auch viel Platz für Kleinkunst.
Insgesamt ist im Sommer doch einiges los. Das Konzertgebäude ist viel genutzt, direkt vor der Seebrücke gibt es Musiker und 'Entertainer', die etwas vorführen (und insbesondere 'lustige' Comedians einem gegebenenfalls tierisch auf den Senkel gehen können), sowie Unterhaltung für Kinder mit Luftballonfaltern und Seifenblasenangebot.

Insgesamt war es unter der Woche auch nicht so überlaufen wie befürchtet, zumal wir am Strand auch immer sofort ein Platz für unsere Handtücher gefunden haben. Am Wochenende ist das vermutlich etwas anders, da dann bestimmt auch Tagesgäste dort sind, aber ich könnte mir trotzdem vorstellen, dass es noch halbwegs ok ist. Timmendorf u.ä. Orte kamen mir bisher jedenfalls immer viel voller vor. Gut, die sind auch nur halb so weit von Hamburg entfernt, was für Tagesausflüge durchaus besser ist.

Eine Fotoauswahl von diesem Tag haben wir auch:

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Mittwoch, 1. August 2018

Kühlungsborn - Zoo Rostock

Im Winter haben wir festgestellt, dass man einigermaßen zeitig beim Frühstück sein sollte, um einen schönen Platz zu haben und dann entsprechend ausgiebig frühstücken zu können. Also haben wir das Modell jetzt wieder angewandt, nur um festzustellen, dass es nicht zwingend nötig gewesen wäre. Obwohl das Hotel komplett ausgebucht war, war der Essensraum erstaunlich leer. OK, die Außenanlagen wurden natürlich mit genutzt, aber prinzipiell hatten wir befürchtet, dass sich die Menschen eher stapeln würden. Gut, wach waren wir eh recht früh und insofern war das relativ frühe Aufstehen auch eher egal.

Traditionell fahren wir an einem der Tage unseres Kurzurlaubs in Kühlungsborn nach Rostock in den Zoo. Das gestaltete sich dieses mal nicht so leicht, da die Parkplatzanzahl doch recht begrenzt ist. Wir haben dann zwar den Ausweichparkplatz gefunden, aber dort darf man offiziell nur 3 Stunden stehen. Wir haben beschlossen, dass wir zur Not halt ein Ticket riskieren. Spoiler vorweg: Wir haben kein Ticket bekommen.
Spannend ist bei diesen warmen Temperaturen immer, in Tropenhäuser zu gehen und dabei festzustellen, dass sie teilwese kühler oder angenehmer klimatisiert sind als draußen. Ansonsten hat der Zoo durch seinen parkähnlichen Charakter viel Schatten, so dass es sehr angenehm war dort zu spazieren.

Da wir uns doch nicht ewig dort aufhalten können, haben wir den Nachmittag erneut mit einem Eisbecher und dem Baden in der Ostsee verbracht. Ein bisschen Ausruhen gehörte dann natürlich auch noch dazu.

Dienstag, 31. Juli 2018

Kühlungsborn - Tag 1

Im Normalfall schreibe ich ja nur aus 'größeren' Urlauben einen Eintrag. Da wir bei Instagram aber ein paar Bilder gepostet haben und ich mal testen möchte, wie gut das mit dem Einbetten funktioniert, gibt es nun also doch Einträge

Wir sind am zum Start unseres freien Teils des Sabbatjahres nach Kühlungsborn gefahren. Üblicherweise machen wir das regelmäßig über den Lehrerorganisationstag und genießen eine kurze Auszeit im Wellnesshotel. Da das immer im Winter ist, konnten wir so mal erleben, wie sich das Hotel und der Ort im Sommer eigentlich so machen. Wir hatten dabei richtig viel Glück mit dem Wetter. Die Sonne hat vom Himmel gebrezelt, die Luft war angenehm warm und die Ostsee war mit ca 21°C auch wirklich warm. Der Blick aus unserem Hotelzimmer war schon klasse.

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Um das Wetter entsprechend zu feiern, haben wir uns natürlich auch ein Eis geholt. Um zu beweisen, dass ich als Foodblogger nicht unbedingt tauge, habe ich auch erst nach dem Verspeisen ein Foto gemacht. :-D

Da könnte wer zu ungeduldig für #Foodblogging zu sein 😂

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Nach dem Eis ging es dann in die Ostsee, wobei auch ein paar kleine Quällchen unterwegs waren.

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Nach dem Abendessen sind wir natürlich auch ein wenig spazieren gegangen und haben den Sonnenuntergang von der Seebrücke aus beobachtet.

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Sonntag, 18. März 2018

Kanaren-Kreuzfahrt: Rückreise und Fazit

Heute war der Tag mit dem Programmpunkt 'Rückreise' vollgepackt. Wir sind um 0700 Uhr wieder beim Frühstück gewesen, um dann pünktlich um 0900 Uhr das Schiff verlassen zu können. Unser Transfer zum Flughafen ging bereits um 09:30, so dass das alles richtig schön paste.
Am Flughafen standen wir bei der Kofferabgabe natürlich an der Schlange, die ewig brauchte. Wir hatten allesamt die Zootopia-Assoziation des Faultiers am Schalter. Nach ca einer Stunde hatten wir es dann doch endlich geschafft. Der Securitycheck ging auch fix und bis zum Boarding waren es so auch nur noch 30 Minuten. Insgesamt also gut geplant.
Da ich Flüge ja grundsätzlich öde und nervig finde, war dieser Flug nicht anders. In-Flight-Entertainment gab es nur über das eigene Handy oder Tablet und für Filme u.ä. muss man bei Eurowings halt zahlen. Abee immerhin hat man die Fluginfos immer parat. Auch sonst verlief die Rückreise soweit gut. Ich könnte jetzt nur noch einen zusätzlichen freien Tag gebrauchen.

Da das unsere erste Kreuzfahrt war, müssen wir natürlich ein Fazit ziehen. Gleich Vorweg kann ich da nur Julias Oma zitieren, die meinte, dass Kreuzfahrten süchtig machen können. Wir sind tatsächlich schon am Überlegen, was wir als nächstes machen wollen und haben schon mehrere spannende Touren im Katalog gesehen. :D

Wir hatten natürlich vorab gewisse Bedenken.
1. Wird es uns mit der großen Anzahl an Menschen nicht zu voll werden?
Erstaunlicherweise nein. Ich hatte ein mal mittags das Gefühl, dass zu viele Leute um mich wären. Ansonsten gab es keine Situation, wo ich das nochmal hatte. Abends in den Restaurants hat sich das gut verteilt und da wir eigentlich immer im East waren, in dem stets asiatisches Essen nach einem Länderthema gereicht wurde, scheinen mehrere Passagiere dies eher gemieden zu haben.
Auch war es bei den Shows im Theatrium nie überfüllt. Man konnte sich immer mit ausreichend persönlichem Abstand bewegen.
Und tagsüber haben wir, wenn wir keinen Ausflug gemacht haben, den Balkon unserer Kabine genossen.

2. ‎Sind die Preise an Bord nicht zu hoch?
Die AIDA hat die Preisgestaltung so geschickt hinbekommen, dass es zwar nicht gerade günstig ist, aber man das Gefühl hat, dass das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Das finde ich beeindruckend, wie gut sie die Grenze gefunden haben. Ein Cocktail für 7,90€ in normaler Größe finde ich sehr fair. Grundsätzlich muss man aber auch die zusätzlichen Ausgaben nicht allzu sehr haben. Beim Essen sind Getränke mit im Preis inbegriffen und wenn man abends in den Bars nichts konsumiert, wird man natürlich auch kein Geld los.

3. Sind die Ausflugspreise nicht überzogen?
Die Ausflüge sind meines Erachtens tatsächlich an der oberen Grenze angesiedelt. Auf Madeira und Teneriffa haben wir dafür aber auch sehr viel bekommen. Wir haben sehr viel gesehen und haben Informationen über alles mögliche bekommen. Das war es schon wert. Auf Lanzarote hatten wir Pech, aber haben uns auch sofort beschwert. Der andere Bus hatte einen Reiseleiter, der sehr viel erzählt hat, womit das Preis-Leistungsverhältnis hergestellt ist.

4. ‎Kann man sich auch mal ein bisschen auf dem Schiff bewegen, wenn einem die Kabine zu langweilig wird?
Ja, wenn auch natürlich etwas eingeschränkt. Mal eben um den Block gehen und Natur sehen, ist natürlich nicht so recht möglich. Allerdings kann man durchaus auf einigen Decks außen entlang gehen, so dass man andere Blicke auf das Wasser hat und teilweise auch fas keine anderen Menschen sieht. Es gibt auch jede Menge Angebote, die man nutzen kann, wenn es einem um Sport geht.

5. ‎Kann man eine Kreuzfahrt auf einem Club-Schiff mögen, wenn einem Club-Hotels auf den Senkel gehen?
Jep, das ist problemlos möglich. Wir sind fast allen Club-Angeboten aus dem Weg gegangen und wurden auch nicht wirklich genervt. Insofern kommt es sehr auf einen selbst an, wie man das Schiffsleben erleben möchte.

6. Wie stark schwankt das Schiff und wie sehr stört das nachts?
Natürlich merkt man Wellenbewegungen. Je nach Stärke auch mehr oder weniger. Mich hat es ein bißchen beim Schlafen gestört, Julia stärker und Julias Mutter konnte meist richtig gut schlafen.

7. ‎Kann ich vorher feststellen, ob ich es mag?
Vermutlich nicht. Ich hatte es mir anders vorgestellt und fand es klasse. Julia will es nochmal testen, da sie positiv überrascht war, aber sich noch nicht festlegen mag, ob es jetzt wirklich so gut war.

Bestimmt habe ich da noch etwas vergessen, aber das ist so eine spontane Liste.
Sehr großartig ist es natürlich, um einen Eindruck von den angefahrenen Zielen zu bekommen. Ich hätte jetzt jedenfalls sofort Lust eine Art Inselhopping zu machen und auf jeder Insel so 3-4 Tage zu verbringen.

Samstag, 17. März 2018

Kanaren-Kreuzfahrt: Wandern im Nationalpark Cañadas del Teide

Heute haben wir erneut einen mit 4 von 5 Wanderstiefeln bewerteten Ausflug gebucht. Nachdem wir bei unserem letzten Teneriffa-Urlaub vor 7 Jahren bereits nicht in den Cañadas del Teide wandern konnten, haben wir heute einen neuen Anlauf genommen.

Der Plan sagt, dass wir 1,5 h mit Fotostopp zum Nationalpark fahren, dann in 2000 m Höhe für rund 2,5 Stunden durch die Kraterlandschaft und spezielle Vegetation laufen und anschließend recht früh am Schiff zurück sind.

Vom Plan mussten wir wieder leicht abweichen. Die nördliche Straße, die uns hinbringen sollte, wird gerade bebaut und ist somit während der Arbeitszeit für Busse nicht befahrbar. Somit sind wir also die längere Strecke über den Süden gefahren. Das war jetzt nicht weiter tragisch, da diese Gegend auch interessant ist.
Somit sind wir über kurze Pinkelpause und Fotostopp zum Ausgangspunkt zum Parkplatz gegenüber vom Besucherzentrum gefahren. Auf dem Weg gab es viele ganz tolle Aussichten, wie z. B. der Blick auf La Gomera und La Palma. Natürlich sind wir auch durch unterschiedliche Flora gefahren, die auf den zurückgelegten 2000 Höhenmeter variiert. So waren es mal nur karge kleine Gewächse, mal kanarische Kieferwälder. Sehr spannend ist da auch zu sehen, was der letzte Vulkanausbruch auf Teneriffa 1909 angerichtet hat. Plötzlich sind irgendwo mittendrin Lavafelder, die noch nicht wieder von Vegetation angefasst wurde.

Die Wanderung ging über Geröll und Lava entlang der Roques de García, an der sogenannten Kathedrale vorbei und weiter über die Ucancafelder zu einem Parkplatz, wo unser Bus bereits wartete. Wir hatten Kaiserwetter und tolle Sichten auf Lavafelder, Geröllwüsten, Eidechsen, Flora, die nur in den Cañadas existiert und Gesteinsformationen, die die Vulkanausbrüche und Erosion überstanden haben. Natürlich hatten wir auch die Spitze des Teide immer im Blick. Ich hätte dort gerne noch mehr Zeit verbracht und nicht nur die ca. 2,5 Stunden.

Für den Eückweg wurde uns in Aussicht gestellt, dass wir eventuell über die Nordroute zurückfahren können, da die Straßenarbeiten dann vorbei sein sollten. Der Busfahrer meinte, dass dies leider nicht möglich ist, weil die Teermaschinen da rumstehen und man mit dem Bus dann eher nicht vorbei kommt. Also ging es über die Südroute wieder zurück. So konnten wir wenigstens die Sachen sehen, die wir auf dem Hinweg im Bus nicht sehen konnten.

Die Reiseleiterin hat hier zwar nicht so viel erzählt, wie die Reiseleiterin in Madeira, aber sie hat trotzdem eine Menge erzählt, so dass meine Erwartung in der Hinsicht erfüllt wurde.

Heute hatten wir zusätzlich zur Reiseleiterin wieder eine AIDA Scout dabei, die meinte, dass sich mehrere über unseren Ausflug beschwert hätten, so wie wir das auch getan haben. Aus dem Parallelbus waren auch Gäste dabei und deren Reiseleiter hat auf Lanzarote wohl konstant geredet. Also hatten wir da Pech, dass wir nur 20 Minuten zu früh an den Bussen waren, da zu dem Zeitpunkt der erste Bus bereits voll war.

Eine weitere interessante Info ist, dass der Wind in La Palma nicht nur zum Anlanden ungünstig war, sondern der Wind das Schiff konstant gegen sie Pier gedrückt hätte, was sowohl für Schiff als auch für die kleine Pier nicht sonderlich gut gewesen wäre.

Auch wenn wir nach unserer Rückkehr zum Schiff theoretisch noch 1,5 Stunden Zeit gehabt hätten, nach Santa Cruz reinzugehen, war uns das doch etwas zu wenig, so dass wir das gelassen haben.

Der Abend stand unter dem Thema Abschiedsfest. Die AIDA-Stars haben eine Abba-Show zum Besten gegeben und kulinarisch gab es Besonderheiten wie Hummer.

Freitag, 16. März 2018

Kanaren-Kreuzfahrt: Höhlenwanderung & Vulkanlandschaft

Unser heutiger Plan war es, gegen 0900 Uhr in La Palma zu landen und um 1015 Uhr unsere Tour zu starten. Diese besteht aus ca 1,5 h Fahrt mit dem Geländebus zu unserem Startpunkt der 2,5 stündigen Wanderung (etwa 5 km). Danach ist, in Abhängigkeit vom Wetter, ein Snack auf dem Picknickplatz oder in einer Bodega eingeplant, bevor wir dann zur Lavahöhle Las Palomas fahren. Dort soll dann Ausrüstung ausgeteilt werden und wir haben dann 1 Stunde zur Erkundung der Höhle. Bewertet wird diese Tour mit 4 von 5 Wanderstiefeln.

So war der Plan. Wie man es aus Projekten kennt, sind Pläne, sobald sie fertig sind, bereits wieder veraltet. Der Wind hat nämlich beschlossen, dass er so stark und aus der ungünstigsten Richtung kommend ist, dass wir nicht in den Hafen von La Palma kamen. Wir haben 2 Anläufe aus unterschiedlichen Winkeln genommen und hatten leider keine Chance. Der Hafen ist aber auch sehr winzig und gefühlt passt da eh kein Kreuzfahrtschiff rein. Somit hatten wir also erneut einen Seetag und arbeiteten keine Kalorien ab, sondern haben viele zu uns genommen.
Während des Lesens und Sitzens auf dem Balkon konnten wir erneut beobachten, wie uns Delphine Gesellschaft geleistet haben und auf unseren Wellen mitgeschwommen sind.
Am Abend hatte ich dann noch ein Rumtasting zusammen mit meinem Schwiegervater. Da mir der Gin erstaunlich gut geschmeckt hat, war ich gespannt, wie es sich beim Rum verhält.
Im Endeffekt habe ich festgestellt, was mich an Rum anscheinend meistens stört: Er ist mir zu süß. So gefiel mir nur einer wirklich gut, während der Rest in einer gewissen Hierarchie nicht so ganz meinem Geschmack entsprachen.

Das nächste Ziel ist nun Teneriffa. Die Behörden waren so freundlich, uns die Erlaubnis zu geben, bereits früher einzulaufen.

Insgesamt scheint uns der Kreuzfahrtgott einmal zeigen zu wollen, was so alles sein kann: Schönes Wetter, unerwartet schlechteres Wetter, sehr gute Reiseleiterinnen, sehr schlechte Reiseleiterinnen, problemloses Anlegen, unmögliches Anlegen. Die anderen Sachen, die mir noch so einfallen, würde ich allerdings gerne nicht erleben. Das wären dann nämlich keine Unannehmlichkeiten, sondern eher ernste Probleme und das muss ja nun auch nicht sein. Aber ich vertraue darauf, dass der Rest so läuft wie angedacht.

Für morgen haben wir eine Wanderung im Nationalpark Cañadas del Teide gebucht. Da wir vor 7 Jahren dort wegen Schneefalls nicht wandern konnten, gehe ich davon aus, dass sich das nun nicht wiederholt.

Donnerstag, 15. März 2018

Kanaren-Kreuzfahrt: Das Beste von Lanzarote

Heute sind wir nach einem frühen Frühstück aufgebrochen, das Beste von Lanzarote zu sehen.

Die Wettervorhersage hat leichten Regen bei etwa 20°C angekündigt. Das mit dem Regen ist zwar nicht so schön, aber da kann man sich drauf einstellen. Da die Tour recht beliebt ist, gab es gleich 2 Busse, die voll besetzt waren. Wir wurden dem leereren zugewiesen, was natürlich bei der Platzwahl von Vorteil war.

Los ging die Fahrt in Richtung des Nationalparks Timanfaya. Dieser Nationalpark besteht aus erstarrter Lava. Und zwar so weit das Auge reicht. Auf einigen Brocken wächst zwar die eine oder andere Klette oder Flechte, aber insgesamt ist es noch sehr karg. Gut, der letzte Ausbruch war im 19. Jahrhundert und ging über 6 Jahre. Kalt ist es unter der Erde noch immernicht. Im Besucherzentrum wurde uns zunächst gezeigt, was passiert, wenn man ein wenig Stroh ca 1,5 Meter tief in den Boden legt. Es fängt erst an zu qualmen und geht dann in Flammen auf. Perfekt, um Lagerfeuer anzuzünden. Das nächste Experiment demonstrierte, was passiert, wenn man Wasser in eine nicht allzu tief verbuddelte Röhre kippt. Man erhält eine Fontäne, die einem Geysir in Form und Nässe entspricht. Die Nässe konnten mehrere unserer Gruppe auch fühlen, da sie sich leicht ungünstig hingestellt hatten. Gut, im Endeffekt waren eh schon alle vom Sprühniesel nass, der vom Himmel fiel. Demonstration Nummer 3 war das am Besucherzentrum erbaute Restaurant, die ihr Essen über einer heißen Stelle im Boden kochen.

Nun ging es auf eine Rundtour durch das Gebiet, während von einer CD Informationen abgespielt wurden. Der Vulkanausbruch damals wurde nämlich sehr gut von einem Priester dokumentiert. Die Landschaft war absolut traumhaft und ich würde in der Gegend sehr gerne wandern und in Ruhe die Formationen anschauen. Leider gibt es keine Wanderwege dort und wenn man nicht als Gruppe ankommt, muss man dort eine Bustour machen.

Auf dem Weg zum nächsten Punkt haben wir noch einen kleinen Fotostopp bei einer Kamelfarm gemacht. Da Julia aber bereits ein Kamel neben sich im Bus sitzen hatte, das auch eine borstige Schnauze hat, sind wir die 5 Minuten einfach sitzen geblieben.

Der nächste Halt war an der Küste bei El Golfo. Dort gibt es Unterspülungen, so dass bei kräftigerem Wellengang das Wasser nach oben gepresst wird. Im Englischen heißt es Blowhole. Die Dinger sind immer wieder toll anzusehen, selbst wenn das Wasser nicht so aktiv ist.

Da sehr viele Gruppen unterwegs waren, sind wir dann zum Mittagessen mit typisch kanarischen Gerichten nach Yaiza gefahren. Für meinen Geschmack war es einerseits zu früh zum Mittag und andererseits nicht wirklich ansprechend. Es war so ein relativ typischer Tourifresstempel mit Buffet in sehr ungemütlich. Es waren auch kanarische Speisen dabei, aber insgesamt fand ich es nicht allzu lohnend. Das Wetter ist weiterhin trüb gewesen und die Wolken hingen auch tief. Es hat mich allerdings nicht davon abgehalten zumindest noch mal links und rechts vom Restaurant ein bisschen zu gucken.

Der nächste Stopp führte uns ins Landesinnere zu einer Weinprobe nach La Geria. Der Weinanbau hier ist schon speziell, da die Rebstöcke von halbkreisförmigen Mauern umrandet und recht tief im Boden sind. So wachsen die Pflanzen eher breit als hoch. Der Wein schmeckte uns allen nicht. Ob das nun Pech war oder immer so ist, können wir natürlich nicht beurteilen. Unsere Reiseleiterin hatte heute nicht probiert, aber uns mehrfach versichert, dass der sonst immer total lecker wäre.

Weiter ging es nach Mirador del Haria. Wir sind fröhlich durch Wolken zu dem Aussichtspunkt gefahren und haben dort ob der Sichtweite von nicht mehr als 200 Meter beschlossen, dass wir direkt zum nächsten Programmpunkt weiterfahren.
So ging es dann über den 'schlechten Pass' zu den Höhlen Jameos del Agua.

Die Jameos del Agua sind von Cesar Manrique entworfen worden und verbinden verschiedene Lavahöhlen. So gibt es einen See in dem kleine Albinokrebse sind, die einmalig in dieser niedrigen Wassertiefe sind. Außerdem befindet sich dort auch eine Konzerthöhle, die eine außergewöhnliche Akustik haben soll. Das war schon recht beeindruckend.
Insgesamt hat Cesar Manrique die Insel sehr geprägt. Er war Künstler in verschiedenen Bereichen und hat mit einen Freund zusammen politisch derart wirken können, dass es nicht erlaubt ist, Häuser höher als ausgewachsene Palmen zu bauen. Zusätzlich müssen die Häuser weiß sein und je nach Region grüne oder blaue Türen und Fenster haben.

Über einen kurzen Fotostopp am Kaktusgarten sind wir dann zum Schiff zurück gefahren. Schade war natürlich, dass das Wetter nicht so ganz mitgespielt hat, aber darüber lässt sich hinwegsehen. Was absolut negativ hängen geblieben ist, war unsere Reiseleiterin, die offensichtlich ohne Sach- und Fachverstand agiert hat. Normalerweise wird bei Ausflügen viel über Land, Leute, Geschichte, Flora, Fauna und Besonderheiten erzählt. Unsere Reiseleiterin hat nur gesagt, wo wir hinfahren und wann wir uns dann am Bus treffen. Informationen gab es sonst überhaupt nicht. Auch Ansagen nach dem Motto, dass wir erst kurz abwarten, dass Bus xy zuerst durch sein soll, bevor wir weitermachen, kam leider erst nachdem alle aus dem Bus gestiegen waren und es somit nur einige wenige mitbekamen. Ebenfalls wurden teilweise einfach komplett falsche Informationen gegeben. Wäre das mein erster AIDA-Ausflug gewesen, hätte ich vermutlich dszu tendiert ein Auto zu mieten und alles selbst anzufahren. Julias Eltern sagten, dass sie noch nie eine so schlechte Leitung bei der AIDA erlebt haben und ich hoffe, dass wir das auch nie wieder werden. Das haben wir natürlich auch entsprechend an die AIDA zurückgemeldet, da das einfach gar nicht geht.

Grundsätzlich fand ich Lanzarote aber schon spannend von der Landschaft her. Mal schauen, wann wir hier wieder anlanden.

Morgen sollen wir gegen 0900 Uhr in La Palma anlegen. Um kurz nach 10 haben wir dann unsere Wandertour mit Vulkanhöhlenerforschung, die mit 4 von 5 möglichen Wanderstiefeln bewertet ist. Wir sind mal gespannt, wie sehr wir nach diesem inaktiven Winter dabei sterben werden.

Mittwoch, 14. März 2018

Kanaren-Kreuzfahrt: Der zweite Seetag

Erneut liegt eine größere Strecke vor uns. Es geht von Madeira nach Arrecife, Lanzarote. Ursprünglich sollten wir um 0500 Uhr abfahren. Da allerdings ein bisschen mehr Wind und Wetter aufkommen sollte, hat Frau Kapitän beschlossen, dass wir bereits um kurz vor 0100 Uhr abfahren und somit die Fahrt angenehmer machen. Und die Fahrt heute ist extrem angenehm, fast schon langweilig ruhig. Aber so können wir den gesamten Tag wirklich entspannen.

Unsere Kabine befindet sich Steuerbord und somit kam erst zum Nachmittag hin die Sonne auf unseren Balkon. So saßen wir, nach dem späten Frühstück, am Vormittag mit Jacke bei 18°C im Schatten und zusätzlichem Fahrtwind auf dem Balkon.
Nach dem Mittagessen waren wir dafür dann fast in Badeklamotten auf dem Balkon und haben dabei geschwitzt. Es ist übrigens auffällig, wie viele Leute offensichtlich nicht in der Lage sind oder sein wollen, sich vor Sonnenbrand zu schützen. Das ist mir bereits am ersten Seetag aufgefallen. Ich versuche da lieber Hautkrebs zu vermeiden und schmiere mich dann mit etwas höherer Sonnencreme ein und weiche in den Schatten aus. Aber gut, das muss natürlich jeder selbst wissen.

Während wir also heute auf dem Balkin saßen bzw. in der Hängematte lagen, haben wir natürlich auch sehr viel nur auf das Wasser geguckt. Und wie es der Zufall so will, hat uns ein kleines Stückchen eine Delphinschule begleitet. Das war ein sehr netter Zufall.

Einen Programmpunkt hatten wir dann aber doch: Ein 6-Gänge-Menü im Restaurant Rossini.
Das war schon etwas besonderes. Die Speisen waren alle etwas anders als man es von dem Titel erwartet hätte, aber sehr lecker dabei. Zusätzlich hat der Koch noch zwei Gerichte live angerichtet und dazu ein bisschen was erzählt, was er sich bei der Zusammenstellung gedacht hat und wie man das grundsätzlich herstellt.
Absolut voll gestopft und glücklich sind wir dann raus und haben noch das Anlegemanöver von der Kabine aus verfolgt.

Morgen ist wieder um 7 Uhr Frühstück angesagt, um dann unsere Lanzarote-Tour zu machen.

Dienstag, 13. März 2018

Kanaren-Kreuzfahrt: Die ursprüngliche Seite Madeiras

Wir sind heute Morgen in Funchal, Madeira eingelaufen. Dadurch, dass unsere heutige Tour um 9 beginnen sollte und wir ausreichend Zeit für unser Frühstück haben wollten, konnten wir das Einlaufmanöver von unserer Balkonkabine beobachten.

Wie der Beitragstitel vermuten lässt, haben wir die Tour gebucht, die uns Madeiras ursprüngliche Seite zeigt. Man kann der AIDA übrigens nicht vorwerfen, dass es zu wenig und zu wenig unterschiedliche Touren gibt. Da fällt es teilweise eher schwer sich zu überlegen, was man eigentlich machen will und ob man lieber einen Überblick über die Insel, Infos zu einem speziellen Thema oder z. B. wandern in einer Landschaft machen möchte. Es gibt da natürlich auch alle Varianten von eher berieseln lassen bis hin zu richtiger Aktivität mit Kletteen o.ä. Jeder, der sich schon mal zu dem Thema Ausflüge auf Kreuzfahrtschiffen informiert oder eine entsprechende Kreuzfahrt mitgemacht hat, wird die Qual der Wahl kennen. Aber ich schweife ab und wollte über unsere Tour berichten.

Zunächst sind wir vom Schiff durch Funchal gefahren. Unsere Reiseleiterin ist madeilenser und hat uns direkt mit vielen Informationen versorgt. Wir sind weiter in das Landesinnere über gefühlt zu enge Passstraßen zum Pico do Arieiro gefahren. Der Berg ist 1818 m hoch und damit der (wenn ich mich recht erinnere) dritthöchste Berg auf Madeira. Die Fahrt dorthin war absolut großartig, da wir oft einen tollen Ausblick auf Funchal und die Dörfer rundherum hatten. Auch haben wir auf dem Weg bereits einige interessante unterschiedliche Landschaften sehen können. Ebenso war auch hier bereits die Zerstörung des Sturms vor 2 Wochen gut sichtbar.
Am Gipfel angekommen, hatten wir die Möglichkeit die letzten paar Meter auf den Gipfel hinauf zu laufen. Ebenso war es möglich, einen kleinen Abstecher zum danebenliegenden Pico do Juncal zu machen. Das haben wir natürlich genutzt, auch wenn die Aussicht zum Teil von Wolken versperrt wurde.

Von dem Gipfel ging es dann nach Ribeiro Frio. Der Weg dorthin führt uns durch den Nationalpark Ribeiro Frio, der aus unterschiedlichen Wäldern besteht, aber eigentlich dafür bekannt ist, der größte Lorbeerwald der Welt zu sein. Unterwegs wurde uns sehr viel über die Flora und Fauna beigebracht. In Ribeiro Frio sind wir wieder ausgestiegen und konnten zwar nicht in den Wald gehen, aber dafür haben wir eine Forellenfarm anschauen und zwei traditionelle Getränke probieren können. Das eine war eine spezieller Malzkaffee, während das andere alkoholhaltig war. An die genaue Zusammensetzung können wir uns gerade nicht erinnern, aber es war beides trinkbar. Sehr hübsch war der dort fließende Fluss mit der zum Teil bereits blühenden Botanik.

Im Anschluss sind wir über viele weitere kleine Straßen über die recht bergige Insel gefahren. Dabei haben wir immer wieder tolle Ausblicke erhalten. Auch wurde dort sichtbar, wie eigentlich die Landwirtschaft hier funktionierte und funktioniert. Dadurch, dass es so bergig ist, ist der Anbau über Terrassen geregelt. Gleichzeitig wird dabei auch klar, dass es keine maschinelle Hilfe gibt und die Ernte zum großen Teil erstmal zu irgendwelchen Straßen getragen werden muss. Unsere Reiseleiterin hat uns auch hier stets mit vielen sehr interessanten Informationen versorgt und beispielsweise über die Landwirtschaft und die Veränderungen der letzten Jahre aufgeklärt.
Nach einem kurzen Fotostopp sind wir nach Santana zum Mittagessen gefahren. Wir konnten vorab aussuchen, welches Hauptgericht wir haben wollen. Es stand der lokale Degenfisch, Thunfischsteak, Hähnchen und etwas vegetarisches zur Wahl. So haben wir also den Degenfisch gekostet und für sehr gut befunden. Die Mittagspause hat dann auch Zeit geboten, das Dorf mit den historischen Bauernhäusern anzuschauen. Diese Häuschen sind kleine 'nur-Dach'-Häuser mit 2 Kämmerlein und bisschen Spitzboden, die mit Stroh gedeckt sind.

Es ging nun auf die Schnellstraße über einen weiteren Fotostopp zur Madeiraweinverkostung. Der Madeirawein ist ein spezieller Wein, der nichts mit Tafelwein zu tun hat. Er hat um die 20% Alkohol und erhält sein charakteristisches Aroma durch Lagerung im tropischen Klima. Mir persönlich war der vorgestellte halb-süße Madeirawein zu süß. Zusätzlich gab es typischen Gewürzkuchen, der mich stark an Frühstückskuchen und Lebkuchen erinnerte.

Nun ging es weiter entlang der Nordküste nach Sao Vicente. Dort gibt es eine Kirche und ein sehenswerten Friedhof der dem Heiligen gewidmet ist. Auf dem Friedhof sind Bilder der verstorbenen am jeweiligen Grab aufgestellt, was ich bisher nie auf den Friedhöfen gesehen habe. Das macht das Grab irgendwie persönlicher. Julia und ich haben uns aber primär auf die Atlantikküste konzentriert, die absolut großartig wirkte.

Nun blieb nur noch die Rückfahrt zur Südseite der Insel und zurück zum Schiff, was Dank der in den letzten 15 Jahren gebauten Tunnel recht schnell geht. Die Auswirkungen der Tunnel auf die Dörfer der Nordseite, wurde uns dabei auch nochmal verdeutlicht, da die Bewohner nun problemlos im Norden wohnen bleiben und täglich nach Funchal zum Arbeiten pendeln können.

Insgesamt hat mir die Tour sehr gut gefallen. Unsere Reiseleiterin hat uns konstant mit sehr vielen Informationen zur Insel, den Bewohnern, Portugal, der Flora und Faune, kulturellen Besonderheiten und dem hiesigen Leben versorgt. Gleichzeitig haben wir zwar eigentlich lange im Bus gesessen, aber da wir ca alle 45 Minuten eine Pause eingelegt haben, kam es uns nicht so vor. Wie bei vielen Inseln unterscheidet sich auf Madeira die Nord- von der Südseite. Diese ursprüngliche Seite zu sehen, war schon spannend. Auch hat es die Reiseleiterin geschafft die Insel so zu verkaufen, dass man durchaus die Überlegung bekommt, ob man nicht mal eine Woche dort Urlaub machen sollte, um alles in etwas mehr Ruhe zu erleben.

Wir hatten eigentlich den Plan, nach dem Abendessen noch kurz nach Funchal reinzulaufen. Da es aber dann recht wolkig wurde, haben wir beim Abendessen beschlossen, dass es auch nicht schlecht ist, sich lieber noch einen Cocktail zu gönnen und die Musical Dreams-Show der AIDA-Stars anzuschauen.
Diese Show war wieder unglaublich gut. Sie bestand aus Songs aus verschiedenen Musicals, wie z.B. La-La-Land, Westside Story, Phantom der Oper, Mary Poppins und Les Miserables. Die Sängerinnen und Sänger hätte ich sofort in diversen Rollen sehen und hören wollen. Zusätzlich waren noch Tänzer und Artisten dabei, die genial Akrobatik gezeigt haben.

Morgen können wir dann wieder ausschlafen, da wir erneut einen Seetag vor uns haben.

Montag, 12. März 2018

Kanaren-Kreuzfahrt: Der erste Seetag

Es dampf das Schiff
Es dampft das Meer
Es dampft der Dampfer immer sehr.

Es schwankt das Schiff
Es schwankt das Meer
Drum schwank auch ich jetzt hin und her.
(Aus meiner Erinnerung nach Pumuckl)

Nach einer etwas unruhigen Nacht, sind wir heute viel zu früh aufgewacht. Unruhig war sie insofern, als dass das Schiff am Stampfen war und dabei immer wieder richtiges Geruckel durch das Schiff ging. Es fühlte sich ein bisschen so an, als würde man mit dem Fahrrad Treppenstufen herabfahren.
Das frühe Wachsein hatte aber auch einen Vorteil, da wir so den Sonnenaufgang beobachten konnten. Das war sehr hübsch und ging sehr schnell. Da merkt man doch, dass wir hier sehr viel dichter am Äquator sind.

Dass die AIDA ein Clubschiff ist, merkt man an dem heutigen Programmangebot massiv. Zu jeder Zeit gibt es viele parallele Bespaßungen, die man mal kostenlos, mal kostenpflichtig nutzen kann. Wir haben für uns beschlossen, dass wir den Tag zum Ausruhen (und Essen) nutzen wollen. Gut, der Essenspunkt sorgt schon für so ein bisschen Stress, weil die Pausen recht kurz sind. Gut, man müsste natürlich nicht alles mitnehmen, aber wenn sich die Crew schon so sehr bemüht, muss man ja wenigstens mal schauen, was es so gibt und dann auch zumindest ein bisschen kosten. Das gebietet ja schon der Anstand. ;)

Am Abend gab es für uns dann doch einen Programmpunkt: Gintasting. Während Julia einige Gins sehr gerne mag, habe ich bis dato keine gefunden, die ich wirklich gerne mag. So war ich natürlich sehr gespannt auf die hiesige Auswahl.
Testen durften wir Finsburys, Bombay Sapphire, Hendricks und Monkeys 47. Ich wsr äußerst überrascht wie unterschiedlich rund und würzig die Gins schmecken können. Im Endeffekt gefiel mir der Monkeys 47 am besten, da der sehr viele unterschiedliche Geschmacksnoten enthält. Natürlich gab es auch viele Infos zu den Gins, wieso man bei einigen Gurke, bei anderen eher Zitrusfruchtscheiben dazugibt. Insgesamt war das sehr lohnenswert.
Auf dem Rückweg zum Zimmer haben wir dann spontan noch im Theatrium gestoppt, um uns die Show 'I want it all' der AIDA All Stars anzusehen. Die bestanden aus 10 Leuten, die Queensongs gesungen und dazu getanzt haben. Das war sowohl optisch als auch akustisch wirklich gut.

Wir sollen morgen früh in Funchal auf Madeira ankommen. Für um 7 haben wir Frühstück angesetzt, damit wir in Ruhe frühstücken können, bevor wir dann auf unsere Tour gehen.

Sonntag, 11. März 2018

Kanaren-Kreuzfahrt: Die Anreise

Neues Jahr, neue Reisen. Wir beginnen dieses Jahr mit einer Kreuzfahrt mit der AIDASol und schauen uns verschiedene kanarische Inseln und Madeira an.

Heute ging es in aller Frühe zum hamburger Flughafen, um dann mit EuroWings nach Gran Canaria zu fliegen. Das hat alles problemlos geklappt, auch wenn ich für mich feststellen musste, dass die Sitze irgendwie nur bedingt für einen Flug von 5h geeignet sind. Jedenfalls fand ich die Sitze nach relativ kurzer Zeit recht unbequem.
Im Flugzeug wirbt EW damit, dass es In-Flight-Entertainment für mitgebrachte Geräte gibt. Also habe ich mein Gerät mit dem WLAN verbunden und festgestellt, dass man die üblichen Fluginfos und einige weitere Infos abrufen kann. Sobald man jedoch Entertainment nutzen möchte, muss man mindestens das mittlere Internetpaket gekauft haben. Dementsprechend habe ich dann doch lieber auf meine mitgenommene Musik geschwenkt und nur noch die Fluginfos genutzt.

In Las Palmas angekommen, wurden wir nach Abholung der Koffer zu einem Bus gelotst, der uns dann zum Schiffsterminal gebracht hat. Dort mussten wir einen kleinen Moment zum Einchecken anstehen. Die Wartezeit wurde uns mit einem Eistee und Wassereis versüßt. Mir war das Wassereis allerdings nicht so recht gegönnt. Erst habe ich es nicht ordentlich aufbekommen und dann ist es so ungünstig gebrochen, dass es mir nach ein paar Schluck auf den Boden fiel. :(
Der Check-In lief problemlos und unsere Kabine war schon bezugsfertig. Also haben wir die Chance genutzt und sins direkt ins Zimmer gegangen. Die Koffer waren noch nicht da und so haben wir uns dann erstmal beim Mittagessen bedient. Die Essensauswahl ist selbst mittags beeindruckend. Der Nachtisch inklusive Eis ist auch sehr zu empfehlen.

Bei unserer Rückkehr waren dann die Koffer da und somit konnten wir erstmal auspacken und dann ein wenig den Balkon unserer Kabine genießen. Die Sonne schien auch direkt drauf und so wurde es schon fast zu warm. Aber auch nur fast. Wir haben auch herausgefunden, dass hier eine Hängematte auf dem Balkon aufgespannt werden kann. Das musste natürlich ebenfalls getestet werden. Wir haben es definitiv für gut befunden.

Zum Kaffee haben wir dann das nächste Restaurant angeschaut. Der Kaffee war lecker und der Kuchen sehr zu empfehlen. Wenn das so weitergeht, kann man uns nach dem Urlaub kugeln. Oder um es mit den Worten meiner Schwiegermutter zu sagen: AIDA ist eine Abkürzung für 'Anschließend ist Diät angesagt'.

Nun haben wir noch ein bisschen das Schiff erkundet und anschließend den Balkon und die Sonne genutzt, bevor es, wer hätte es gedacht, zum Abendessen ging. Da haben wir uns für ein weiteres Restaurant entschieden, das auf asiatische Spezialitäten ausgerichtet ist und täglich ein anderes Land als kulinarischen Fokus hat.

Bevor wir gegen 22 Uhr aus dem Hafen gen Madeira auslaufen konnten, musste die gesetzlich vorgeschrieben Seenotrettungsübung absolviert werden. Die fing um 21 Uhr an und war eigentlich recht zügig durch. Jedenfalls wurden keine Unmengen an Leuten ausgerufen, die es mal wieder nicht geschafft haben, an den richtigen Ort zu gehen.
Wir haben uns dann noch das Auslaufen in der Bibliothek direkt unterhalb der Brücke angeschaut, bevor sehr müde ins Bett gefallen sind.