Freitag, 22. Februar 2019

Trennende Wege

Heute haben wir die Chance genutzt und erneut ausgeschlafen. Gut, das heißt nicht allzu viel, aber wir haben in Ruhe gefrühstückt und Juan und Sakura haben ihre Sachen soweit gepackt, dass sie das Gepäckt direkt mit ins Auto nehmen konnten.
Bevor wir allerdings zum Flughafen gefahrne sind, sind wir noch auf den Hausberg von Hobart, dem Mount Wellington gefahren. Dieser Berg ist an der höchsten Erhebung 1271 Meter hoch. Dementsprechend sind wir von knapp über dem Meeresspiegel mit dem Auto da hochgefahren. Das ging über lustige Serpentinen und mal engere und mal breitere Straßen. Gemein hatten die Straßen, dass sie fast nie eine Leitplanke besitzen. Das ist auch nicht unbedingt notwendig, wenn es neben einem ein paar hundert Meter in den Abgrund geht. Oben angekommen, haben wir uns leicht veräppelt gefühlt. Prinzipiell hat man hier oben nämlich eine absolut grandiose Aussicht über Hobart und die gesamte Umgebung. Wir hatten Aussicht auf die Wolken, die uns umgaben. Zwischenzeitlich sah es so aus als würde es auflockern und wir konnten zumindest mal einen kurzen Blick auf Teile Hobarts erhaschen, aber im Endeffekt hat es sich dann doch nur wieder zugezogen.
So sind wir also vom obersten Parkplatz zu dem eine Etage tiefer gefahren. Und sieh da, man hatte Wolken über sich und Aussicht unter sich. Bei klarem Wetter ist das bestimmt richtig hübsch von ganz oben.


Nachdem wir also ein bisschen Aussicht hatten, sind wir runter in die Stadt gefahren. Wir dachten uns, dass wir heute klug sind und nicht am Straßenrand parken. Dort muss man nämlich vorab entscheiden, wie lange man eigentlich da parken möchte und je nach Ort, kann man auch nur bis zu einer halben Stunde parken. Also sind wir zu einem Parkhaus gefahren. Dort leuchteten in großen Buchstaben, dass das Parkhaus und das nächste Parkhaus voll wären. Also sind wir zum übernächsten Parkhaus gefahren. Dort freuten wir uns erst, weil das 'voll'-Leuchtschild deaktiviert war. Die Freude verflog nach Sekunden, denn vor der Einfahrt stand ein Aufsteller, dass das Parkhaus voll wäre. Na gut, also weiter gefahren, nur um an 2 weiteren Parkhäusern vorbeizufahren, die ebenfalls voll waren. Nun gut, also haben wir beschlossen, doch am Straßenrand an einem der Parkpltze zu stehen. Davon waren auch erstaunlich viele in der gesamten Stadt frei. Mittlerweile mussten wir auch nicht mehr groß überlegen, wie lange wir parken wollen, da die Maximaldauer ziemlich exakt die Zeit getroffen hat, zu der wir wieder zum Flughafen los mussten.
In Hobart sind wir noch ein bisschen durch die Gegend gebummelt, haben noch ein paar Last-Minute-Souvenirs für Juan und Sakura angeschaut und sind dann nochmal zum Hafen gegangen, wo derzeit 2 Kreuzfahrtschiffe lagen. Gestern lag hier ebenfalls ein Schiff, wobei wir das gestern haben rausfahren sehen. Der Hafen scheint also bei Kreuzfahrten hier beliebt zu sein.
Nun neigte sich die Parkzeit dem Ende und so sind wir alle ins Auto gestiegen und zum Flughafen gefahren. Juan und Sakura mussten heute leider bereits nach Sydney fliegen, um dann morgen den Rückflug anzutreten. Die 3 Wochen, die sie hier waren, gingen echt schnell vorbei. Wir haben uns Tschüß gesagt und die Mädels sind in Richtung Flughafengebäude gestiefelt, während wir uns wieder auf den Weg zu unserer Unterkunft gemacht haben.

In der Unterkunft haben wir uns eine Scheibe Brot gemacht und sind dann auf dem Sofa versackt. Eigentlich wollten wir nur kurz einen Happen essen und dann wieder los. Naja, man kann auch mal 1,5 Stündchen Pause machen. Die Scheibe Brot hat nicht lange vorgehalten und so haben wir uns einen Inder am Battery Point herausgesucht und sind dorthin zum Essen gefahren. Die Entscheidung war super und das Essen klasse. Da das Wetter grundsätzlich schön war, haben wir noch einen kleinen Spaziergang angeschlossen. Es ging vom Battery Point zum Salamanca Square am Wasser entlang. Dabei haben wir das Rausfahren des zweiten Schiffes beobachten können. Das erste Schiff hat irgendwann abgelegt, als wir in der Unterkunft waren. Es war nett anzusehen, wie es rausgeschleppt und gedreht wird und daann langsam in Richtung Hafenausfahrt fährt. Wir sind dann auch noch weiter am Hafen bis zum Kreuzfahrtanleger gegangen.
Dabei sind wir über den Twilight Market gestolpert. Da gab es kleine Stände von Leuten, die Sachen selbst herstellen und natürlich auch ein bisschen was zu essen. Da haben wir ein richtig leckeren Donut mit Zimt und Zucker gefunden. Allerdings war das nicht so ein kleiner Donut, sondern ein ordentliches Gebäckstück, dem man ansieht, dass er selbst geformt wurde. Nach insgesamt gut 2 Stunden Spaziergang sind wir dann aber doch wieder zurückgefahren, um die nächsten Tage zu planen und Blog zu schreiben und so.

Donnerstag, 21. Februar 2019

Von Sheffield nach Hobart

Heute mussten wir von Sheffield wieder Abschied nehmen. Für Frühstück war natürlich genug Zeit und auch mit dem Packen waren wir wieder mal schneller als wir hätten sein müssen.

Unser Weg führte uns zurück nach Hobart, wobei wir über das große zentrale Plateau gefahren sind. Das ist eine große Hocheben im Zentrum Tasmaniens. Sie führt durch karge Landschaft, Wälder, Farmland und an großen und kleinen Seen vorbei, Wir haben an 2 Stellen gestoppt und die entsprechenden Aussichtspunkte mitgenommen. Die Aussicht war schon genial. Sowohl vom Rand der Hochebene ins Tal hinab als auch über die Seen. In diesem Jahr gab es besonders heftige Wald- und Buschbrände in Tasmanien. Mittlerweile sind die meisten zwar wieder gelöscht, aber den Schaden sieht man massiv. Wir sind nur am Rand entlang gefahren, aber auch am Rand befinden sich vollständig abgebrannte Stücke, wo eigentlich nur noch verkohlte Erde übrig ist. An ein paar anderen Stellen stehen wernigstens noch ein paar Bäume, bei denen man durchaus hoffen kann, dass sie überlebt haben. Allein an dieser Stelle sind laut dem tasmanischen Feuer Service etwa 55247 Hektar abgebrannt. Immerhin haben wir am Straßenrand noch lebendige Wallabys gesehen. Wombats standen leider nicht rum. Julia hat aber ein Platypus aus dem Auto heraus im Fluss gesehen.

In Hobart haben wir erstmal in der Innenstadt geparkt und uns eine Stunde lang Hobart und den Hafen angeschaut. Da eine Stunde nicht allzu lang ist, aber wir nicht länger auf dem Parkplatz parken durften, werden wir wohl nochmal mit etwas mehr Zeit hinfahren. So sind wir jedenfalls in unsere Unterkunft etwas südlich von Hobart gefahren. Dort haben wir uns eingerichtet, bevor wir nach Sandy Bay gefahren sind, um etwas am Wasser entlang zu spazieren und Lebensmittel zu kaufen. Da wir heute in Hobart echtes Brot gefunden haben, haben wir uns wieder für Abendbrot entschieden.


Am Abend mussten dann Juan und Sakura ihre Sachen packen, da ihr Urlaub leider zu Ende geht und sie uns morgen im Laufe des Tages verlassen werden.

Mittwoch, 20. Februar 2019

Berg oder Meer

Der heutige Tag war seit längerem schon als Cradle Mountain-Tag verplant. Dementsprechend haben wir nach dem Frühstück unsere Wandersachen gepackt und sind zum Cradle Mountain gefahren. Vorab hatten wir natürlich nach dem Wetter geschaut und da hieß es, dass es einen Schauer oder zwei geben könnte. Je dichter wir allerdings dem Berg kamen, umso mieser wurde das Wetter. Wir sind bei Sonnenschein losgefahren, sind bei Bewölkung durch wunderschöne Wälder gedüst und haben bei Regen auf dem Parkplatz des Besucherzentrums geparkt. Das hat zunächst nur für mäßig Begeisterung gesorgt. Im Zentrum haben wir uns Souvenirs und den Wetterverlauf ein wenig angeschaut und beschlossen, dass wir bei anhaltendem Regen eher nicht wandern wollen. Insbesondere weil man dann auch einfach nichts sieht. Schade, denn die Gegend fanden wir beim letzten Mal wirklich toll.

Stattdessen sind wir dann nach Devonport gefahren. Auf dem Weg mussten wir ein mal abrupt bremsen, da direkt neben der Straße ein Echidna am Buddeln war. Einerseits wollte ich ihn natürlich nicht überfahren und andererseits ist es genial, den mal in der freien Natur zu sehen. Weitet ging es also zu einem Parkplatz am Fluss Don. Dort sind wir dann durch verschiedene Küstenwaldvarianten zum Meer gelaufen. Wir hatten hier dann schönes Wetter und das Wasser sah traumhaft aus. Also sowohl das Fluss- als auch das Meerwasser. Zurück ging es dann erst durch den Wald und dann auf der anderen Seite des Flusses entlang. Dort war dann eher ein Feuchtgebiet, in dessen Schlamm viele kleine Krebschen am Werkeln waren.

Nach dem Spaziergang haben wir noch einen Abstecher nach Devonport gemacht, wobei der Ort jetzt nicht so ansprechend wirkte, so dass wir dann doch lieber wieder den strategischen Rückzug nach Sheffield angetreten haben. Hier haben wir das Café direkt neben unserer Unterkunft ausprobiert und für gut befunden. Es wirbt mit Fudge und gutem Kaffee. Da wir alle keine Lust auf Fudge hatten, können wir diesen Punkt nicht beurteilen. Der Kaffee bzw. die daraus entstandenen Getränke waren aber gut.
Da noch ein bisschen Zeit war, bevor die Läden hier alle schließen, sind wir noch durch den Ort gebummelt. So wirklich spannend waren die Läden allerdings nicht. Was hier unglaublich toll ist, sind die vielen Fassadengemälde. Es gibt kaum nackte Wände und die Bilder sind abwechslungsreich und gut gemacht. Im King George V-Park gibt es zusätzlich noch einen Weg, auf dem ganz viele Mosaike eingebettet sind. Auch die sehen wirklich toll aus.

Diese viele Bewegung und klimatischen Veränderungen von Berg- zu Seeluft sorgt natürlich für Appetit und so ging es dann zum Essen. Das Essen bei dem Chinesen hier war zwar lecker, aber der Service ist eher fragwürdig. Jedenfalls haben sie es bei keinem der belegten Tische geschafft, allen gleichzeitig das Essen zu bringen. Und wir reden hier nicht über wenige Minuten, sondern bei 4 Personen eher so, dass der erste fertig ist, bevor der letzte etwas bekommt. Aber gut, ließ sich nicht ändern.
Danach haben wir den Abend gemütlich in der Unterkunft verbracht.

Dienstag, 19. Februar 2019

Cataract Gorge und Wildlife

Wir sind heute nach dem Frühstück und dem Einpacken sämtlicher Sachen ein bisschen länger in Launceston geblieben, um uns den Cataract Gorge anzuschauen. Diese Schlucht ist direkt in Laufweite der Innenstadt von Launceston und bietet sehr schöne Wege entlang der Abhänge. Wie es in Schluchten oft der Fall ist, fließt hier ein Fluss durch, was das ganze gleich noch viel malerischer macht. Wir haben auf der einen Seite der Schlucht gehalten und haben uns auf die Socken gemacht. Zunächst ging es zu einem kleinen See, um den man herumlaufen kann. Auf dem Weg wurden wir direkt von Tieren aufgehalten. So hoppelten ein paar Wallabies durch die Gegend, Pfaue saßen dekorativ herum und viele kleine Vögelchen trällerten ihr Lied, wobei sie sich auch gerne zeigten. Sehr cool war eine für uns eher ungewöhnliche Sichtung eines Potoroos. Das sieht so ein bisschen aus wie eine Ratte mit Rüsselchen, die nicht läuft, sondern durch die Gegend hoppelt. Also ein Minikänguru in Rattenform oder so.

Letztendlich kamen wir aber an dem See an und konnten ihn Umrundung beginnen. Ein kleines Hindernis gab es dann aber doch noch, da auf der einen Flussquerung eine Hängebrücke hing. Nicht alle Gruppenmitglieder fühlen sich auf Hängebrücken sonderlich wohl. Nach einem kurzen Antesten und dem Feststellen, dass die Brücke für Hängebrücken recht schwingungsarm ist, sind alle rübergegangen. Die Umrundung haben wir allerdings nicht vollständig abgeschlossen, weil wir erstmal den Zig-Zag-Weg in Richtung Launceston-Innenstadt absolviert haben. Da geht man fröhlich in der Schlucht bergauf, um anschließend wieder bergab zu gehen. Da hat man wunderschöne Aussichten, aber der Weg war schon etwas anstrengend, zumal die in den Fels gelegten Stufen sehr unterschiedlich hoch waren und tendentiell für Menschen mit Beinlängen von 2 Metern gedacht scheinen. Bei Launceston wieder angekommen, haben wir den Fluss erneut gequert und sind auf der anderen Seite der Schlucht wieder zurückgelaufen. Hier existiert ein Weg, der auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen zu machen ist und der auch nicht so weit nach oben führt. Insgesamt waren das nette 4,5 km bis wir wieder am Auto ankamen.


Nun sind wir in die Richtung unserer nächsten Übernachtung aufgemacht, wobei wir einen kleinen Umweg über die Trowunna Wildlife Sanctuary gemacht haben. Das ist eine Tierrettungsstation mit Wildpark. Sie haben vor gut 40 Jahren eröffnet und eine Methode gefunden, wie man tasmanische Teufel in Gefangenschaft züchten kann. Das wurde besonders relevant, als der übertragbare Gesichtskrebs die Population massiv dezimierte. Mittlerweile scheint es die ersten Resistenzen zu geben, so dass eventuell die Evolution der freien Tiere schnell genug voranschreitet. Das wäre natürlich wünschenswert.
Ansonsten haben sie hier verschiedene andere tasmanische Tiere. Oftmals natürlich verwaiste oder verunfallte Tiere, die nicht wieder ausgewildert werden können. So finden sich hier von Potoroos bis Wallabys alle möglichen Größen von känguruartigen Tieren. Daneben gibt es Wombats, Quolls (Raubtiere, die mit tasmanischen Teuefeln verwandt sind) und viele einheimische Vögel. Schwäne, Gänse, Enten und Wallabys können frei rumlaufen und man kann sie auch füttern. Das haben wir natürlich gemacht und die Wallabys waren sehr glücklich darüber. Auch gefällt es ihnen ziemlich gut, wenn man sie an der Brust krault. Während wir da also beschäftigt waren, ging eine Tour an uns vorbei zu den Quolls. Für die Touren muss man hier nicht extra zahlen, so dass wir uns dieser einfach anschließen konnten. Der Führer holte also einen Quoll aus dem Käfig und erzählte jede Menge über diese Spezies. Das war total spannend und zum Ende der Erzählug zu den Quolls konnten wir das Raubtier am Hintern streicheln. Die haben erstaunlich weiches Fell. In die Nähe des Kopfes sollte man beim Streicheln allerdings nicht kommen. Als nächstes ging der Führer zu den Teufeln, holte einen Teufel, erzählt über den eine Menge und auch den durften wir streicheln. Das war schon großartig. Danach gab es noch eine Fütterung der tasmanischen Teufel, wobei diese Exemplar extrem sozial waren und tatsächlich nebeneinander gefressen haben. Naja, so haben versucht, dem Guide den Känguruschenkel aus der Hand zu reißen. Das war schon alles ziemlich spannend. Danach haben wir uns dem Park gewidmet und die verbliebenen Tiere angeschaut. Als wir zurückgehen wollten, fing gerade die nächste Tour an. Da wir den Anfang ja nicht gesehen hatten, haben wir die Tour also nochmal gemacht. Den Anfang macht ein Wombat. Und das durfte man auch ausführlich streicheln, während es auf einer Plattform in der Sonne döste. Das hat sich alles sehr gelohnt und war zugleich lehrreich.


Mittlerweile war der Nachmittag erreicht und wir haben beschlossen, dass wir zu unserer Übernachtung nach Sheffield aufbrechen. Dort haben wir eingecheckt, sind einkaufen gegangen und da wir allesamt recht hungrig waren, sind wir im Anschluss auch direkt Essen gegangen. Glücklicherweise war es auch mittlerweile spät genug, dass die paar wenigen Restaurants wieder geöffnet waren.

Montag, 18. Februar 2019

Tassie

Wir haben heute das australische Festland verlassen, um den kleinen Inselbundesstaat Tasmanien heimzusuchen. Dafür wurden wir um kurz nach 8 von dem Shuttle abgeholt, erstmal 45 Minuten durch die Stadt gefahren, um dann am Ende doch noch am Flughafen abgesetzt zu werden. Ich glaube, wir sind auch nur 2 mal an unserer Straße vorbeigefahren. Aber gut, dass wir die Strecke mehrfach sehen konnten.

Am Flughafen ist Virgin Australia derzeit damit beschäftigt, die Kofferabgabe zu modernisieren. Das heißt, dass man nun auch zu den Automaten übergeht, die bei uns auch immer mehr zu sehen sind. Wie gut das funktioniert, habe ich heute direkt vorgeführt. Noch steht überall jemand daneben und betreut die Kofferbänder. Ich kam also hin, sie legte eine Schale auf das Band, in die ich wiederum meinen Rucksack legen sollte. Das hab ich auch schon häufiger gehabt und es ist somit nichts merkwürdiges. Nun hab ich die Prozedur durchgezogen, die auf dem Bildschirm zu sehen war. Alles so weit gut und ich habe dem Automaten gesagt, dass noch 3 weitere Koffer der weiteren Mitreisenden kommen. Daraufhin hat das Band die Schale abtransportiert, woraufhin die Schale sich an einer Stelle leicht verkeilte und sommit der Automat beschlossen hat, den Servicemodus zu starten. Das bedeutet so viel wie: Die Mitarbeiter können in einen Wartungsmodus gehen, ein Reset durchführen und dann fluchen, dass das Gerät noch immer nicht funktioniert. An dem Nachbarautomaten konnte auch im Mitarbeitermodus mein Koffer nicht erneut eingecheckt werden, denn der war ja schon eigentlich registriert. Viel Freude bei allen. Im Endeffekt musste ich dann doch wieder zu einem 'normalen' Schalter, wo mein Koffer dann korrekt abtransportiert wurde. In der Zwischenzeit konnten die 3 Mädels immerhin ihre Sachen korrekt im Automaten aufgeben.

Ansonsten wurden wir von der Pilotin sicher nach Hobart gebracht, wobei einige Luftströmungen und Winde aktiv waren, die im Flugzeug sehr deutlich zur Freude mehrerer Leute zu spüren waren. Julia, Sakura und ich waren allesamt überrascht, wie trocken und braun Tasmanien derzeit von oben aussieht. Wir hatten das allesamt viel grüner und bewaldeter in Erinnerung. OK, es waren jetzt auch gerade sehr heftig Buschbrände aktiv, die zum Glück zum großen Teil unter Kontrolle sind, aber über die Gegend sind wir eigentlich nicht geflogen. Wir müssen mal recherchieren, ob unsere Erinnerung so falsch liegt, oder ob da wirklich eine so starke Änderung stattgefunden hat. In Tasmanien am Flughafen wurden wir dann nicht nur von Suchhunden begrüßt, die nach Obst, Gemüse oder verschiedenen tieriscchen Produkten suchen, die man nicht mit nach Tasmanien einführen darf, sondern auch von einer Horde Tasmanischer Teufel auf einem Gepäckwagen. Diese Skulptur ist total niedlich.
Obwohl ich vorher geunkt habe, dass mein Gepäck bestimmt in Melbourne bleibt, ist alles brav angekommen und wir konnten unser Auto abholen, mit dem wir nun Tasmanien unsicher machen.

Wir sind mittags gelandet und wollten am Abend in Launceston sein. Die Strecke ist nicht allzu lang, führt aber nur durch das Inland. Das fanden wir doof und haben uns für einen kleinen Umweg von etwa der Hälfte der normalen Strecke entschieden. Dieser Weg führte aber an die wunderschöne Ostküste und dann durch Wald zurück auf die schnelle Route. Auf der Waldstrecke haben wir dann auch Wallabies über die Straße hopsen sehen. Glücklicherweise sehr weit vor unserem Auto, so dass nie ein Tier (oder unser Auto mit uns) in Gefahr war.


In Launceston haben wir unser Unterkunft bezogen und uns direkt ein paar Tips geben lassen. So sind wir zu Fuß zum Hafen gegangen, wo wir sehr lecker gegessen haben. Im Anschluss sind wir etwas weiter am Fluss entlang gegangen, bevor wir dann in die Innenstadt zum Einkaufen gegangen sind. In Melbourne hatten wir so geschickt eingekauft, dass wir fast nichts mitnehmen mussten. Dementsprechend mehr mussten wir nun einkaufen. Vom Einkaufen sind wir dann noch kurz in die Fußgängerzone gegangen, da wir noch etwas Geld einkaufen mussten. Dabei sind wir über mehrere Statuen in der Stadt gestolpert, die tollende tasmanische Tiger darstellen. Die sind ja leider ausgestorben, aber so ist es eine echt niedliche Erinnerung an sie.
Nun ging es zurückc zur Unterkunft, wo wir alle relativ schnell beschlossen haben, dass wir müde sind. Aufstehen mit Wecker sind wir anscheinend alle gerade nicht so richtig gewohnt.

Sonntag, 17. Februar 2019

Melbourne Zoo

Erneut konnte man meinen, dass wir Urlaub haben, da wir wieder ausschlafen konnten. Ohne Eile haben wir uns fertig gemacht und gefrühstückt.

Danach sind wir losgegangen und durften erstmal unsere myKI-Karten aufladen. Das sind die ÖPNV-Karten, die man sich für 6$ kaufen muss und nicht wieder zurückgeben kann. Dafür kann man sie anschließend mit Geld aufladen und die Öffis benutzen. Die Tarife, die überall veröffentlicht sind und die Beträge, die im Endeffekt abgezogen werden, stimmen irgendwie nie so richtig überein. Wieso weiß ich nicht, aber insgesamt ist mir das hier alles ein bisschen suspekt. Warum man in Straßenbahnen nur beim Einstieg die Karte vorhalten muss, während man bei Bus und Bahn auch beim Aussteigen die Karte vorhalten soll, erschließt sich mir auch nicht. Bei der Oyster-Card in London funktioniert das jedenfalls alles irgendwie besser.

Wir sind auf jeden Fall mit unseren aufgeladenen Karten mit der Tram zum Zoo gefahren. Dort sind wir dann 4 Stunden durchgegangen, haben Tiere beobachtet und fotografiert. Ansonsten macht es jetzt nicht viel Sinn, über den Zoo zu schreiben, da sich seit unserem letzten Besuch vor 3 Monaten nicht viel geändert hat.


So ging es dann wieder zurück in die Innenstadt, wobei wir alle erschreckend hungrig waren. Also gab es am Nachmittag bereits eine warme Mahlzeit. Man kann ja später immernoch etwas Süßes oder so als Snack nehmen ;-)
Heute Abend wurden dann noch die (neuen) Koffer gepackt. Morgen geht es wieder weiter zur nächsten Station.

Samstag, 16. Februar 2019

Bummeln durch Melbourne

Heute haben wir ausschlafen können und wir haben erstaunlich lange durchgehalten. Beim Frühstück haben wir uns auch entsprechend Zeit gelassen, bevor wir in die Stadt aufgebrochen sind.

Kaum waren wir auf der Straße, sind wir auch schon in den nächsten Laden gegangen. Julias und meine Reiserucksäcke geben nämlich massiv den Geist auf. Man muss dazu sagen, dass die bereits von meinem Schwager und meiner Schwester kommen und vermutlich 2003 oder so gekauft wurden. Wir hatten die schon beim letzten mal dabei und über die Jahre bei regelmäßiger Verwendung sind sie nicht besser geworden. Also habe ich gestern mal nach einem Laden gesucht, der ähnliche Rucksäcke anbietet. Die bisherigen Besuche in Outdoorläden war nämlich wenig hilfreich, da sie meistens Wanderrucksäcke haben, die wir ja aber nicht wollen. Dementsprechend haben wir nach einem Laden gesucht, der die bisherigen Marken Black Wolf und/oder Caribee führt. Das sind australische Marken, die wir in Deutschland bisher nicht finden konnten. Hier um die Ecke ist jedenfalls ein Laden, der beide Marken führt. Wir sind da rein, haben erzählt, was wir suchen und sind auch direkt fündig geworden. Julia hat sich wieder für Black Wolf entschieden, während ich mir ein Modell von Caribee ausgesucht habe. Überraschend war der eine Rucksack auch noch etwa 15% herabgesetzt. Und während wir so am Gucken waren, hat Sakura sich ebenfalls dafür entschieden, einen entsprechenden Reiserucksack zu kaufen. Sie ist mit einem expliziten Wanderrucksack hier und findet den anderen ebenfalls praktischer. Da wir mit den Säcken nicht durch die Stadt spazieren wollten, haben wir sie direkt wieder in die Wohnung zurück gebracht.

Im Anschluss sind wir durch die Stadt gebummelt. In einem Einkaufszentrum haben wir für Julia noch einen Bikini gefuden, nachdem sie bereits seit längerer Zeit nach einem passenden und gefallenden Modell gesucht hat. Juan hat sich für den restlichen Tag verabschiedet, da sie sich mit einem Freund getroffen hat. Sakura, Julia und ich sind weiter durch die Stadt gegangen, um dann irgendwann zu beschließen, dass wir nicht weiter durch die Innenstadt gehen müssen. Also sind wir zum Yarra gegangen und sind dort ein längeres Stück als gestern Abend hinab und -auf spaziert.


Zum Abend hin ging es zum Essen in einen Food Court und Juan ist auch abends wieder zurückgekehrt.