Montag, 24. Dezember 2018

Heilig Abend in Te Anau

Wir sind heute von Dunedin nach Te Anau gefahren. Auf den Straßen war in unsere Richtung erstaunlich wenig los.

Mittags sind wir angekommen und haben direkt unser AirBnB bezogen. Das ist ein total niedliches Häuschen, in dem wir mehr als genug Platz haben und total gemütlich eingerichtet ist. Leider gibt es keinen Grill, so dass wir kein Weihnachts-BBQ machen können. Trotzdem mussten wir für heute noch ein paar frische Sachen einkaufen und somit sind wir erstmal einkaufen gefahren.

Nachdem wir zurück waren, sind wir noch für eine Weile am See spazieren gegangen und haben das extrem großartige Wetter genossen. Dabei sind wir den ersten Teil des Kepler Tracks gegangen, der ein Stück durch Wald führt, bevor er dann irgendwann steil bergauf geht. Aber das ist eh ein Mehrtagesweg, den wir nicht gehen werden und somit ist der weitere Verlauf auch eigentlich egal. Wir sind aber über ein kleine Vogelzuflucht gestolpert. Dort sind ein paar einheimische Vögel in recht großen Volieren untergebracht und es stehen überall Schilder, wie die Vögel heißen und warum sie hier leben. Bei den meisten waren Unfälle dafür verantwortlich, dass sie nicht in der freien Wildbahn überleben würden und da es sich hier um seltene Vögel handelt, ist es für den Erhalt und die Auswilderung von Nachzuchten durchaus wichtig, sie zu habem. Da alles öffentlich direkt zugänglich und kostenlos ist, wird um eine kleine Spende gebeten, dem wir nachgekommen sind. Es war echt interessant, mal einen Kaka, Morepork, Takahe und Entchen so zu sehen.


Wir sind dann zurückgegangen und haben uns an unser Heilig Abend-Essen gemacht. Während es bei Juli und mir sonst Fondue gibt, gab es heute Steak, Rosmarinkartoffeln und Zucchinigemüse. Das ist auch sehr lecker, aber doch anders als zu Hause.
Aber gut, Weihnachten ist hier eh anders, weil es warm ist und sich überhaupt nicht nach Weihnachten anfühlt. Damit es noch etwas mehr Weihnachtsgefühl gibt, hat Juli noch ein paar improvisierte Kekse gebacken, die unglaublich lecker sind und vermutlich nicht lange überleben.


Morgen geht es sehr früh auf eine Tour. Dementsprechend werden wir heute Abend vermutlich nicht allzu alt werden. Allerdings werden wir definitiv noch ein bisschen das Wetter genießen. Einziger Nachteil am Wetter ist für mich, dass die aus Europa eingeschleppte Botanik hier auch fröhlich blüht und mein Heuschnupfen sehr angetan ist davon. Weihnachten mit Heuschnupfen ist auch mal eine interessante Erfahrung.

Sonntag, 23. Dezember 2018

Sandymount und Dunedin

Wir haben es heute wieder ruhig angehen lassen. Wer regelmäßig liest, weiß, dass das meistens bedeutet, dass wir irgendwo eine gewisse Anstrengung dabei haben. Beim Frühstück haben wir uns einen Weg in der Nähe herausgesucht, der über Schafsweiden, durch nativen Busch und ein bisschen Wald geht, wobei man tolle Aussicht auf verschiedene Buchten und Wattbereich haben soll.

Also sind wir zum Parkplatz gefahren, wobei die Straße nach kurzer Zeit eine Schotterstraße wurde. Da wir sie für hiesige Verhältnisse aber als gut in Schuss betrachtet haben, sollte das mit dem Mietwagen kein Problem sein und somit sind wir die mehreren Kilometer eher einspurige Schotterstraße gefahren. Der recht kleine Parkplatz war schon mit den dortigen Autos recht gut belegt, wobei natürlich wieder diverse Leute über 1,5 Parkplätze geparkt haben, auch wenn dafür keine Notwendigkeit bestand. Sowas kann mich ja zum Glück überhaupt nicht nerven. Aber wir haben dann an der Seite irgendwo doch noch unser Auto abstellen können und sind dann den Sandymount Track gegangen. Der Weg hat gehalten, was er versprochen hat. Die Aussicht war absolut grandios und wir haben eine spannende ausgewaschene Höhle zum Meer gefunden. Kurz nach der von oben zu betrachtenden Auswaschung wurde der Weg etwas matschig und sumpfig, aber man konnte ihm durchaus noch folgen. An einer Abzweigung standen wir dann vor der Wahl entweder zum Parkplatz über einen Aussichtspunkt auf dem Gipfel des Sandymounts zurückzugehen oder alternativ zum Sandfly Beach hinabzusteigen. Zu dem Zeitpunkt waren wir auf etwa 230 Meter Höhe und somit war uns klar, dass wenn wir zum Strand hinab gehen, wir den Weg auch wieder hinauf müssen. Also sind wir hinab gegangen, was mehr oder minder bedeutete, dass wir die Höhenmeter über 2 km über Sand gegangen sind. Manchmal war der Sand einigermaßen fest, manchmal wie von unseren Dünen bekannt eher tief einsinkend. Zusätzlich war auf der ersten Hälfte recht viel Botanik in den Weg gewachsen. Man hat den Weg zwar noch erkannt, aber man musste sich schon eher durch die Pflanzen schlagen. An den freien Stellen und mit dem lockeren Sand war es unglaublich lustig runterzuhüpfen und -rutschen. Auf etwa 100 Meter Höhe haben wir diverse Fußspuren von Pinguinen gesehen, wenn auch keine Pinguine selbst. Aber irgendwie hat es was, wenn man Spuren findet und sie direkt lesen kann. Ein Stück näher am Strand sind wir dann etwas vorsichtiger geworden, da dieses Dünengebiet prinzipiell den Seelöwen gehört und die gerne mal im hohen Gras liegen. Normalerweise schlafen sie tagsüber und sind eher in der Nacht aktiv, aber das kann trotzdem bedeuten, dass sie zwischendurch sich mal woanders hinlegen wollen. Der Strand war komplett traumhaft. OK, es waren halt Seelöwen am Strand und im Wasser, so dass man vom Schwimmengehen vielleicht Abstand nehmen sollte. Nachdem wir die Tiere und die Gegend bewundert haben, haben wir uns wieder an den Aufstieg gemacht. Vor dem hatten wir gehörigen Respekt, denn konstant 300 Meter (bis zum Gipfel des Sandymount) im Sand hinaufzugehen, ist doch eher anstrengend. Wir haben uns aber mal daran gehalten, langsam zu gehen und erstaunlicherweise waren wir oben signifikant fitter als sonst immer. Wer hätte das nur gedacht. Anstrengend war es trotzdem. Im Endeffekt ging es auch erstaunlich zügig. Allerdings war die Aussicht auf dem Gipfel durch die Hohe Botanik nur so halb vorhanden. Aber selbst die halbe Aussicht war klasse. Nun ging es zurück zum Parkplatz.


Als nächstes sind wir nach Dunedin in das Zentrum gefahren. Groß ist die Stadt nicht, aber es gibt mal erstaunlich viele hübsche Gebäude hier. Das ist in Neuseeland wirklich selten, da viele Städte einfach nur funktional gebaut wurden. So sind wir ein bisschen durch die Straßen mäandert. Da wir ein bisschen Energie tanken mussten, haben wir zum Glück auch einen Süßigkeitenladen gefunden, der Eis verkauft hat. Und wenn Neuseeländer 2 Kugeln Eis anschreiben, dann meinen sie eher 4-6 Kugeln europäischer Größe. Das war sehr beeindruckend und fast schon anstrengend zu essen. Aber nur fast.


Nach unserem Stadtbesuch haben wir noch einkaufen müssen. Glücklicherweise haben die Lebensmittelläden täglich geöffnet, was bei unseer beschränkten Kühlmöglichkeit während der Fahrt durchaus praktisch ist. Direkt vor Weihnachten finden hier auch Weltuntergangseinkäufe statt, wobei das bei viel Besuch ja auch durchaus seine Relevanz hat. Und frische Sachen lassen sich nun mal schlecht mehrere Tage oder Wochen vorher einkaufen. Da wir morgen weiterfahren und unsicher sind bis wann der Supermarkt geöffnet hat, haben wir jedenfalls schon mal Sachen für morgen Abend mit eingekauft. Und da wir am Dienstag eine recht lange (und früh startende) Tour machen, macht es auch Sinn für den Tag schon Sachen zu haben, die man dann mit auf die Tour nehmen kann. Somit haben wir uns mit der Einkaufsmenge bei den Einheimischen gut eingereiht.

Samstag, 22. Dezember 2018

Landschaft, Felsbrocken, Tierbeobachtung

Heute haben wir uns wieder unseren Rodtrip fortgeführt. Zunächst hat uns das Wetter eine glorreiche Aussicht bei an der bisherigen Unterkunft beschert. Wir hatten heute Nacht übrigens so etwa 3°C. Zur Sommersonnenwende. Auf etwa 700 Meter Höhe. Ich finde das schon etwas übertrieben kalt. Wie auch immer, die Aussicht war heute trotzdem toll.
Als nächstes sind wir zum Lake Pukaki gefahren, bei dem wir eine grandiose Sicht auf den Mount Cook, also dem höchsten Berg Neuseelands hatten. Da hat sich jeder einzelne Fotostopp gelohnt.

Wir sind dann über einige landschaftlich schöne Strecken gefahren, wo wir Felszeichnungen von Maori entdeckt haben. Es gibt wohl eine ganze Strecke zu dem Thema, wobei wir heute nicht genug Zeit hatten, uns um dieses zu kümmern. Dass es eine solche Strecke gibt, wußten wir bisher aber auch nicht.

Als nächstes sind wir an der Küste angekommen und haben bei den Moeraki Boulders Halt gemacht. Diese Boulders sind kugelige Felsbrocken, die am Strand rumliegen, auseinanderbrechen und von Touris fotografiert werden. Die sind da schon irgendwie obskur, wenn auch nicht unglaublich besonders. Es gibt natürlich bei den Maori auch eine Story zu diesen Steinen, wobei ich diese jetzt nicht zitieren werde.


Allzu viel Zeit hatten wir dann nicht mehr, damit wir noch rechtzeitig unsere Unterkunft in Portobello bei Dunedin beziehen konnten, bevor unsere Tour losging. Das hat auch alles gepasst und wir waren rechtzeitig zur Tourabfahrt am Treffpunkt. Wir sind zunächst zum lokalen Albatrosszentrum gefahren. Im Bus wurden ein paar Ferngläser ausgeteilt und am Albatrosszentrum konnten wir sie direkt einsetzen. Diese Kolonie ist übrigens noch ziemlich jung, da das Nisten erst um etwa 1900 begonnen wurde, nachdem das Militär den Wald auf der Halbinsel abgeholzt hat. Die sind schon spannend anzusehen. Die Rotschnabelmöwen brüten dort übrigens auch, was nicht zu überhören und überriechen ist Das ist eine lokale Möwenart, die als bedroht gilt.
Nach den Albatrossinformationen ging es dann zu einem Anleger, wo wir 2 Leute aufgenommen haben. Da wir ein paar Minuten vor dem Boot ankamen, konnten wir im Waser diverse Wasservögel und kleine blaue Pinguine beobachten. Das ist immer wieder erfreulich, die putzigen Gesellen zu sehen.
Danach ging es über Wattfelder, auf denen man auch diverse weitere Vögel, wie verschiedene Austernfischer, schwawrze Schwäne und ähnliches sehen konnte. Das Ziel war ein Privatgelände am Meer. Nach einem kleinen Spaziergang haben wir neuseeländische Seebären beobachtet. Dort waren wirklich viele Jungtiere, die zum Teil frisch geworfen waren. Das haben wir zwar schon bei Kaikoura gesehen, aber auch hier war das spannend, zumal unsere Tourleiterin viele Informationen gegeben hat. Das hat sie übrigens auch schon zu allen anderen Vögeln, die potentiell zu sehen sein könnten. Ein Stück weiter sind wir an einen Strand gegangen, wobei auch das auf Privatgelände liegt. Ein Teil des Geländes gehört dem Touranbieter und der hat fleißig mit nativer Botanik aufgeforstet und versucht invasive Spezies dort fern zu halten. Dieses Gelände (ebenso wie die Schafsfarm rundherum) wird von den blauen und Gelbaugenpinguinen zur Brut genutzt. Die Tierzahl hat sich langsam etwas erhöht, wobei diese Spezies kritisch bedroht bleibt. Wir konnten auf dem Weg zum Strand mehrere Gelbaugenpinguine beobachten und hören. Das war schon sehr cool. Vor 10 Jahren haben wir an einem anderen Strand hier in der Nähe mal ein Exemplar sehen können, wobei schon damals quasi keine Exemplare dort mehr lebten. Mittlerweile sind sie wohl von dem Gebiet komplett weg.
Am Strand waren wir dann in Seelöwengebiet angekommen, durch das die verschiedenen Pinguine immer durch müssen, wenn sie zu ihren Höhlen, Partnern und Kindern zurück wollen. Die Seelöwen sind schon ein bisschen größer als die Seebären und wir haben auch entsprechend große Bögen um die Tiere gemacht. Es gab dann auf verschiedenen Höhen Beobachtungsunterstände, von den wir den Strand mit Pinguinen und Seelöwen, sowie die Hänge mit den Pinguinen beobachtet haben. Das war absolut genial.

Unser Rückweg ging wieder über den gleichen Weg zurück, wobei wir verdammt viele Meter wieder nach oben gehen mussten. Gegen 21:30 Uhr kamen wir nach 5,5 Stunden wieder in unserer Unterkunft an, wo wir erstmal was gegessen haben und dann den Abend vor dem Ofen verbracht haben. Unisolierte Häuser mit einfacher Verglasung kühlen doch ziemlich schnell aus, wenn es draußen nicht allzu warm ist.

Freitag, 21. Dezember 2018

Mt John Walkway

Wir haben gestern Abend tatsächlich noch ein bisschen klaren Himmel bekommen und konnten somit das Kreuz des Südens, das falsche Kreuz des Südens, Orion und so sehen. Da wir fast Vollmond haben, war es allerdings trotzdem sehr hell und die erhoffte Milchstraße ließ sich nicht wirklich beobachten. Aber wenn man bedenkt, wie die Bewölkung tagsüber war, war das schon mehr als wir befürchtet hatten. Es war übrigens ziemlich kalt hier. Genaue Temperaturen hatten wir zwar nicht, aber es dürfte im einstelligen Bereich gewesen sein. Uns war jedenfalls sehr schnell kalt, wenn man nur rumstand.

Heute Morgen haben wir es ruhig angehen lassen und uns recht lange Zeit beim Frühstück gelassen. Im Anschluss haben wir den Mount John Walkway gemacht. Dieser Weg führt erst am See entlang, geht dann etwas den Hügel hinauf, bevor es dann richtig bergauf geht. Dabei hat man ständig Aussicht auf den See, die Hügel rundherum, später dann südliche Alpen und den Nachbarsee Lake Alexandrina. Im Hintergrund veränderten sich stets die Wolken, wobei eine zunehmende Dramatik sichtbar wurde. Auf dem Mount John befindet sich übrigens eine Teleskopstation, die auch nächtliche Führungen anbietet. Da die Wolkenlage sehr unklar ist, haben wir keine Tour gebucht. Aber wir haben dort den Rundumblick auf die Landschaft genossen und im Café etwas leckeres gegessen und getrunken.
Als der Regen dann näher kam, haben wir den weiteren Weg in Angriff genommen, um die zuvor aufgestiegenen 300 Meter recht steil wieder hinab zu gehen. Dieser Abstieg ging durch einen Nadelwald, der massiv nach Entspannungsbädern gerochen hat. Die Leute, die uns entgegen kamen, taten mir schon ein bisschen Leid, weil die doch ordentlich was vor sich hatten. Wir waren auf jeden Fall sehr froh, dass wir den gemächlicheren Anstieg gewählt hatten.


Unser Timing war übrigens sehr gut, denn kurz nachdem wir zurück waren, hat es hier angefangen zu regnen. Spannend war dabei, wie der Regen nach und nach immer mehr Sicht vom See und den Hügeln nahm.

Für den restlichen Nachmittag hatten wir dann zwar Wegoptionen parat, aber durch das Wetter haben wir uns für ein gemächliches Einkaufen mit vorherigen Souvenirshopping entschieden. OK, im Endeffekt gab es dann fast keine sinnvollen Sachen. Nach dem Einkauf haben wir Essen gekocht und den restlichen Abend in Ruhe verbracht.

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Lake Tekapo

Es war wieder mal an der Zeit, die Unterkunft zu wechseln. Also sind wir aus Christchurch in Richtung Lake Tekapo gefahren. Dabei haben wir erstmal bei dem Lachscafé von gestern Halt gemacht und das Lachssandwich für lecker befunden. Dann haben wir die Scenic Route gewählt, was insofern angenehm war, als dass da weniger Leute unterwegs waren als auf dem SH1. Landschaftlich war die Strecke auf jeden toll. Erst sind wir über die Ebene gefahren, bevor wir dann in Hügel gekommen sind.

Am Lake Tekapo haben wir unsere Hütte bezogen, festgestellt, dass wir einen genialen Blick auf den See haben und sind dann erstmal ein wenig spazieren gegangen.
Von unserer Hütte ging es erstmal am Seen entlang zu der Church of the Good Shepherd. Das hat erstaunlich lange gedauert, da wir irgendwie immer wieder von der Aussicht auf den See gebannt wurden. An diesem massiven Touripunkt haben wir dann beschlossen, dass wir eigentlich den Cowans Hill Rundweg gehen könnten. Wenn wir das richtig sehen, sind wir allerdings nicht nur den Cowans Walkway, sondern auch den Pine Beach Walkway gegangen. Auf jeden Fall war es eine schöner Rundweg mit absolut genialen Aussichten auf den See, die Berge und Hügel rundherum, die derzeit blühenden Lupinen, mehr Botanik und einer Landschaft, die uns massiv an Rohan aus dem Herr der Ringe erinnert hat.

Auf dem Rückweg kamen wir noch am Supermarkt vorbei, wo wir unser Essen für heute Abend eingekauft haben. In diesem Ort gibt es nämlich nicht allzu viel Auwahl, was die Essensmöglichkeiten angeht. Und ein Restaurant ist derzeit geschlossen, weil dort gerade eine Weihnachtsfeier stattfindet.

Je nachdem, ob die unterbrochene Wolkendecke weiter aufbricht oder nicht, können wir vielleicht Sterne gucken. Das wäre schon sehr großartig, weil hier sehr wenig Lichtverschmutzung ist und es somit prädestiniert für Sternensicht ist. Wir lassen uns einfach mal überraschen.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Edoras

Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Herr der Ringe. Wir haben zwar zwischendurch auch die eine oder andere Drehlocation gesehen und hier nicht groß erwähnt, aber heute war es mal wieder ein Hauptthema. In der Nähe von Christchurch gibt es den Hügel Mount Sunday, der im Herr der Ringe-Film als Edoras herhält, auf dem die goldene Halle Meduseld errichtet ist. Das war also das Hauptziel unserer Tour.
Zunächst wurden wir abgeholt und sind zu einem Morning Tea gebracht worden. Dort gibt es jede Menge Lachs und vermutlich werden wir morgen auf dem weiteren Weg noch mal einen kleinen Zwischenstopp dort machen müssen. Heute Morgen hatten wir zu viel Frühstück, als dass wir von den Lachsgerichten etwas hätten essen können.

Im Anschluss sind wir mit kurzen Fotostopps zum Mount Sunday gefahren. Dahin kommt man nur mit Geländewagen oder über einen Walking Track, wobei wir glücklicherweise einen Geländewagen hatten. So sind wir über Stock und Stein und durch Wasser gefahren, was jede Menge Spaß gemacht hat. Den Berg konnten wir nur zur Hälfte hochfahren, da dann der Boden doch leicht durchfeuchtet war. Somit mussten wir den Weg zum Gipfel zu Fuß im leichten Regen zurücklegen, wobei man freiwillig Props mitnehmen konnte. Julia hat sich Stich, Alca Aragorns Schwert und ich Gimlis Axt geschnappt. Die Axt-Replik ist übrigens auf Dauer relativ schwer. Aber ich hab mir das ja selbst ausgesucht und mit dem Regenzeug an habe ich mich auch durchaus wie ein Zwerg gefühlt. Oben auf dem Berg war die Sicht in das absolut geniale Tal mit den Bergen rundherum leider sehr dürftig. Für ein paar Fotos mit den Repliken hat es funktioniert. Das war vor 10 Jahren doch recht anders, da wir dort zwar diesige Sicht hatten, aber immerhin die Berge rundherum sehen konnten. Dass es in diesem Jahr bisher sehr viel nasser als sonst war, konntn wir auch durchaus sehen, denn bei unserem letzten Besuch war es viel trockener und brauner. Laut unserem Tourguide sollte jetzt auch eigentlich kein Südwind mit Regen kommen, sondern eigentlich sollte es trocken sein. Naja, war es nicht, aber es war trotzdem super.


Nach dem Bergbesuch sind wir zu einer kleinen Lodge gefahren, wo wir einen Mittagssnack bekommen haben, bevor wir dann zurück nach Christchurch gefahren sind. Auf dem Weg war eigentlich noch ein weiterer Stopp an einer Schlucht eingeplant, aber leider hat es dermaßen geregnet, dass sich der Stopp nicht gelohnt hätte. Während unser Fahrer auf der Hinfahrt unendlich viel interessante Sachen über Neuseeland, Christchurch, den Erdbeben, Herr der Ringe und so erzählt hat, hat er für die Rückfahrt einige Making-Ofs abgespielt. Das hat irgendwie dafür gesorgt, dass wir jetzt alle wieder Lust auf die Film hätten.

Morgen fahren wir für ein paar Tage ins Landesinnere. Da es dort nur sehr wenig gibt, müssen wir mal schauen, ob wir überhaupt Internet haben. Bisher haben wir das ja fast immer irgendwie hinbekommen. Da es in der Unterkunft aber nur gegen ordentlich Aufpreis Internet geben soll, könnte es halt sein, dass wir auch kein Telefonnetz haben, über das wir sonst informieren können.