Donnerstag, 13. Dezember 2018

Tongariro Nationalpark

Nachdem wir gestern ka bereits erfahren haben, dass es heute wegen der Wettervorhersage keinen Shuttleservice zum Tongariro Crossing gibt, haben wir also beim Frühstück alternative Pläne geschmiedet.

Wir sind zum Visitor Center im Tongariro Nationalpark gefahren, um uns vor Ort über die Wettervorhersage für morgen beraten zu lassen. Die Vorhersage ist ebenfalls dürftig und es gäbe einen sehr frühen Shuttle, damit man auch sehr früh wieder durch ist. Nun wollen wir ja nicht einfach nur durchstressen, sondern auf dem Weg auch was sehen. Wir haben unsere Entscheidung auf den Nachmittag verlagert, falls sich die Vorhersage noch ändern sollte.
In der Zwischenzeit sind wir den Taranaki Falls Walk gegangen. Das ist ein netter 2-Stundeng-Weg durch den Busch und Wald der ehemaligen Lava- und Aschefelder über einige Flüsschen und natürlich zu dem Wasserfall. Dabei hat man bei schönem Wetter immer wieder tolle Ausblicke auf den Tongariro und Ngauruhoe (auch als Mount Doom aus Der Herr der Ringe bekannt). Zwischendurch sollte man auch immer wieder den Ruapehu sehen. Die Wolken hingen zwar nicht auf unserer Höhe und der Tongariro war gut zu sehen, aber der Ruapehu war konstant in Wolken eingewickelt und der Ngauruhoe hat abwechselnd mal Teile gezeigt. Aber die Wanderung lohnt sich trotzdem sehr, da die direkte Umgebung auch schon toll ist.


Anschließend sind wir in das Whakapapa Dorf gefahren. Das ist am Fuße des Ruapehus und üblicherweise kann man von dort mit Sesselliften weiter hochfahren. Derzeit ist dort alles gesperrt, damit sie die Seilbahnen aktualisieren können. OK, die Skisaison wurde gerade erst vor 2 Wochen oder so beendet und irgendwann müssen sie das machen, aber so kamen wir nicht zu einer faszinierenden Wand aus Lavagestein hin. Wir konnten sie aus der Entfernung sehen, aber das ist nicht das gleiche. Direkt nachdem wir die Wand aus der Entfernung angesehen hatten, wurden wie bereits von Wolken aus dem Tal überrannt. Die hatten glücklicherweise kein Regen dabei, aber die Sicht wurde nicht unbedingt besser. Also sind wir das kleine Stück zum Visitor Center zurückgefahren und haben uns dort die Ausstellung über Vulkane angesehen.

Natürlich gibt es auch weitere Wanderwege dort, aber da das Wetter zum Nachmittag hin merklich schlechter werden sollte, wollten wie lieber kleine Wanderungen machen. Die gab es tatsächlich auch zur Auswahl. So haben wir einen kleinen Spaziergang durch die typischen verschiedenen Landachaften gemacht, sind zu dem Tawhai Wasserfall gegangen und haben uns auf einem Weg über isolierte kleine Hügel in der Landschaft informiert. So sind diese Hügel auch Relikte eines Ausbruchs und einer anschließenden Lawine, wobei diese Hügel aus einem Stück Gestein bestehen, das nicht zerbrochen ist. Auf einem dieser Hügelchen hatten wir dann Glück, da der Mount Doom die Wolkenhülle abgelegt hat und wir ihn in seiner Ganzheit bestaunen konnten. Der Ruapehu hat zwar auch etwas mehr gezeigt, aber war weiterhin verhalten. Hätten wir gewusst, dass das Wetter sich doch so hält, hätte man das Crossing natürlich machen können. Da das Wetter für morgen ähnlich bis schlechter vorhergesagt blieb, haben wir beschlossen, dass wir das Crossing lassen. Juli und ich werden es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal probieren.

Da wir das Massiv nur von der einen Seite bisher gesehen haben, sind wir einfach mal andersrum zurück in unseren Ort gefahren. Hier konnten wir auch nochmal schön auf den Ngauruhoe blicken.
Und wir haben gesehen, was die Wettervorhersage mit starken Regen und Gewitter meinte. Wir sind durch einen Teil durchgefahren und dieses Gewitter blieb bzw kam immer wieder die nächsten 2 Stunden bei uns über dem Ort an. Dass das Tongariro Crossing bis dahin nichts abbekommen hat, war einfach nur Glück dort. Wir sind jetzt jedenfalls froh, dass wir morgen andere Sachen machen. Es gibt ja auch so hier genug zu sehen und wenn es nass sein sollte, kann man bei kurzen Wanderungen besser abbrechen.
Zum Abendessen konnten wir den Ruapehu dann übrigens doch noch sehen. Während es über unserem Ort gewittert hat, sind sämtliche Wolken vom Ruapehu verschwunden und wir hatten freie Sicht. Das war irgendwie skurril.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Huka Falls, Geothermie und unsichtbare Vulkan

Bevor wir aus Taupo weggefahren sind, gab es noch zwei Programmpunkte.

Angefangen haben wir mit einem kleinen Spaziergang von etwa einer Stunde pro Richtung entlang des Waikato Rivers zu den Huka Falls. Dieser Fluss hat eine unglaubliche Farbe, die trotz des grauen Wetters genial war. Auf uns wirkt das immer ein bisschen unwirklich, da es hier anscheinend eine erweiterte Farbpalette gibt. Das Highlight sind am Ende die Huka Falls. Es sind keine wirklichen Wasserfälle, sondern eher Stromschnellen, die es aber in sich haben. Hier fließen 200.000 Liter Wasser pro Sekunde durch! Das ist unvorstellbar, aber grandios anzusehen. Durch die Saueestoffanreicherung ist hier die Wasserfarbe eher gletschertürkis.


Nach der Rückkehr von dem Spaziergang sind wir zu den Craters of the Moon gefahren. Das ist ein geothermales Gebiet, das aus Kratern, Schlammlöchern und Fumerolen besteht. Somit ist es zu den bisher besichtigten Gebieten noch mal unterschiedlich. Der Weg war klasse und man sieht überall Dampf, Botanik, Spalten und Krater, einige Matschlöcher und an einigen Stellen zischende Fumerole.


Der weitere Tag war mit der Fahrt nach Ohakune, in die Nähe des Tongariro Nationalparks gefüllt. In diesem Nationalpark gibt es die großen Vulkan Ngauruhoe, Tongariro und Ruapehu. Allerdings scheinen sie derzeit sehr schüchtern zu sein. Oder sie sind müde. Oder ihnen ist kalt. Jedenfalls waren sie die ganze Zeit in Wolkendecken gehüllt, so dass wir sie maximal erahnen konnten. Theoretisch sollten wir den Ruapehu von unserem Wohnzimmerfenster aus sehen können. Der Regen hat es bisher verhindert. Verhindert hat der Regen auch leider für morgen das Tongariro Crossing, eine anspruchsvolle Tageswanderung durch die Vulkane mit wunderschönen Seen und Aussichten. Vielleicht klappt es einen Tag später, wobei bisher auch für den Tag mieses Wetter vorhergesagt wird. Da es auch viele kürzere Wanderungen hier gibt, werden wir morgen also wohl damit anfangen.

Dienstag, 11. Dezember 2018

Hobbiton und Orakei Korako

Nachdem wir bei unserem Hobbingen-Besuch mit Julias Eltern festgestellt haben, dass die erste Gruppe den Vorteil hat, dass niemand sonst vor einem im Bild rumrennen kann, haben wir direkt für die Tour mit Alca ebenfalls auf die erste Tour umgebucht. Nun muss man bei der ersten Tour spätestens um 08:15 Uhr am Startpunkt sein. Mit Julias Eltern haben wir quasi nebenan in Matamata gewohnt, heute waren wir allerdings in Rotorua, was etwa eine Stunde entfernt ist. Mit Puffer und so mussten wir ziemlich früh aufstehen.

Wir kannten die Tour ja nun bereits, aber es war trotzdem wieder großartig. Es gab einen anderen Guide und somit hat die Tour natürlich auch etwas anders funktioniert bzw. die Erzählungen waren teilweise anders. Da legt jeder Tourguide natürlich seinen Fokus auf ein paar andere Punkte, wobei die Hauptinformationen natürlich identisch bleiben. Wir hatten zwar keinen Sonnenschein, aber geregnet hat es zum Glück auch nicht. Mich fasziniert weiterhin die Detailverliebtheit von Peter Jackson, selbst wenn etwas nicht in die Filme gekommen ist. Und was sie auch schaffen, ist trotz der Mengen, die sie da durchschleusen, eine gewisse ruhige Atmosphäre herzustellen. Heute kamen bei uns Touren zum Teil im 5-Minuten-Takt an, aber dadurch, dass man im Grünen Drachen noch ein Getränk trinken kann und somit eine gewisse Ruhe hat, wirkt man nicht so durchgehetzt. Ich kann den Besuch immer wieder empfehlen.

Da sich das Frühstück nach der ersten Tour bereits beim letzten Besuch bewährt hat, haben wir also erstmal wieder im Café gefrühstück.

Heute Nacht übernachten wir in Taupo. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und sind dorthin gefahren. Natürlich sind wir nicht auf dem direkten Weg gefahren, da auf dem Weg noch ein spannendes geothermales Gebiet liegt. Das Gebiet Orakei Korako fanden wir bei unserem Besuch vor 10 Jahren bereits toll und so haben wir Alca auch entsprechend dahin geschnackt. Naja, er mag geothermale Dinge und war somit auch direkt davon überzeugt. Hier fährt man über den Waikato River mit dem Boot und dot gibt es dann das Gebiet. Es ist völlig anders als zum Beispiel Wai-O-Tapu. Es gibt weniger Seen, aber dafür mehr Ablagerungen, die auch anders aussehen. Zusätzlich gibt es hier Geysire, die unberechenbar ausbrechen. Die diversen Seen sind auch unberechenbar, da sie mal voll mit Wasser sind und kochen und dann plötzlich kein Wasser mehr führen. Das konnten wir bei einem See auch schön sehen. Auf dem Hinweg hat es völlig spektakulär geblubbert und auf dem Rückweg war nur noch 'Ufer'. Das Wetter war leider nicht ganz so stabil wie erhofft, aber richtig geregnet hat es immerhin auch nicht. Auch diesen Besuch können wir weiterhin absolut empfehlen.


In Taupo haben wir ein total niedliches Motel, wobei uns die Besitzerin zu einem Zimmerupgrade überredet hat, indem sie uns ein Angebot gemacht hat, was wir nicht ablehnen konnten. Wir haben jetzt einen privaten Whirlpool, was irgendwie schon cool ist. OK, Wärme haben sie hier mehr als genug, da der Lake Taupo ein Vulkankratersee ist und der Vulkan der größte bekannte Vulkan ist. Er ist auch für den größten bekannten Ausbruch der letzten 26500 Jahre verantwortlich. Allerdings soll er derzeit schlafen. Wir sind nach dem Zimmerbezug noch in den Ort gefahren und haben festgestellt, dass dieser Ort nicht allzu viel spannendes Gebäude hat. Damit reiht er sich im Prinzip in gefühlte 90% der Orte ein, da hier alles eher neu und funktional ist. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber die sind doch eher rar. Aber es gibt hier halt hübsche Natur und ist dementsprechend beliebt bei nationalen und internationalen Urlaubern. Wir haben dann auch noch eingekauft, im Motel gekocht und den Abend wirklich in Ruhe verbracht.

Morgen fahren wir weiter nach Ohakune, wobei wir die nächsten 3 Tage wohl kein Internet in der Wohnung haben. Ich muss mal schauen, wann und wo ich motiviert bin, Beiträge zu schreiben und hochzuladen. Insofern könnte es aber passieren, dass demnächst sehr viel an einem Tag online geht.

Montag, 10. Dezember 2018

Wasser, Wald und Waka

Heute haben wir ausschlafen können, was in diesem Fall bedeutete, dass wir relativ früh wach waren. Der Vorteil ist, dass wir dann auch entsprechend früh schon das gute Wetter nutzen konnten. Für den Nachmittag war nämlich Regen und Gewitter vorhergesagt. So sind wir nach dem Frühstück zu den Okere Falls etwa nord-östlich von Rotorua gefahren.

Die Okere Falls beinhalten nicht nur die Okere Wasserfälle, sondern auch Tutea Falls und diese werden gespeist von dem Kaituna River mit vielen Stromstellen. Dementsprechend findet dort auch Kayakfahren und so in diesen Stromschnellen statt. Das war unglaublich lustig zuzusehen, da die Leute beim Paddeln und im Kayak anscheinend unglaublich viel Spaß hatten, auch wenn bei einer Gruppe das Boot umgekippt ist und sie sich erstmal wieder richten mussten. Ansonsten war es ein schöner Waldweg, von dem man immer mal wieder Stromschnellen und den Fluss sehen konnte. Auch waren Reste des ersten neuseeländischen Wasserkraftwerk dort zu sehen. Das war sehr lohnenswert und mal eine schöne neue Sache hier, die wir noch nicht kannten.


Der nächste Halt war süd-östlicher von Rotorua. Zunächst waren wir bei einem Aussichtspunkt, wo wir auf den See Tarawera schauen konnten und im Hintergrund den Mount Tarawera stand. Der Tarawera ist 1886 hier ausgebrochen und verantwortlich für eine der größten Vulkanausbrüche hier.
Wir haben uns dann auf den Weg zum nächsten Aussichtspunkt gemacht, der einem den Blick auf den Green Lake auf der einen und Blue Lake auf der anderen Seite ermöglicht. Um den Blue Lake kann man auch gemütlich entlang gehen, was wir dann auch direkt gemacht haben. Dieser Weg führt durch einen Wald, der unglaublich hohe Farnbäume hat. Man fühlt sich insgesamt ziemlich in die Zeit der Dinos zurückversetzt. Abgesehen von dem Stück Wanderweg, das an der Straße entlang führte, war das einfach total toll zu sehen, zu hören und zu riechen.


Wir hatten noch ein bisschen Zeit und sind dann zu dem Redwoods bzw. Whakarewarewa Forest gefahren. Hier stehen viele Mammutbäume und es gibt irre viele Wanderwege. Also haben wir uns da noch einen Weg zu einem Aussichtspunkt über ein weiteres geothermales Gebiet und Rotorua ausgesucht. Dieses geothermale Gebiet (Te Puia) kann man auch besichtigen und dort auch eine Maori-Show mitmachen, aber es wirkt immer sehr überlaufen und die Reviews sagen, dass es zwar nett, aber nicht zwingend etwas besonderes ist. Der Weg war dann doch anstrengender als gedacht und es ging ganz schön bergauf. Immerhin haben wir das als Training für längere Walks abhaken können. Wir mussten uns auch ein bisschen beeilen, weil wir heute Abend um 17 Uhr am Motel abgeholt werden sollten und davor gerne noch eine Stunde Pause machen wollten. Das ging sich auch gerade aus, was entsprechend gut tat. Unsere Pläne, es etwas ruhiger angehen zu lassen, sind im Endeffekt doch recht voll. Aber das Wetter hat sich auch gehalten und da muss die Zeit natürlich genutzt werden.


Um 17 Uhr wurden wir dann von dem Bus zum Tamaki Maori Village abgeholt. Julia und ich hatten ja bereits andere Maori-Darbietungen und wir haben mit Alca zusammen beschlossen, dass wir uns mal diese anschauen werden. Diese Experience war tatsächlich anders als die bisherigen. Hier wird bereits im Bus ein Chief gesucht, der den Stamm vertritt. Da das Dorf allerdings ca. 20 Minuten außerhalb liegt, wird einem direkt ein bisschen was "beigebracht". Zum Beispiel wird der Bus kurzerhand ein Waka, also ein Kriegskanu und man soll mit imaginären Paddeln paddeln und die Kommandos mitrufen. Das klingt albern, war aber lustig. Am Dorf angekommen, findet die traditionelle Begrüßung statt und anschließend wird man in das Dorf selbst gebeten. Hier gibt es nun mehrere Stationen, die man durchläuft. An jeder Station steht ein typisches Haus mit entsprechend passenden Schnitzereien und einem wird zu einem Thema etwas erzählt. Teilweise muss man bei den Sachen auch mitmachen. So kann man mit Pois mal etwas machen oder an einem Agilitätsspie teilnehmen. In der Zeit muss der Rest der Gruppe auf Maori etwas rufen und somit sind alle involviert und man lernt auch etwas. An der Haka, also Kriegstanzstation, mussten dann alle Männer teilnehmen und eine schnelle Hakaversion lernen. Das läuft natürlich entsprechend chaotisch, aber auch sehr lustig ab. Man macht sich zwar ein bisschen zum Affen, aber da das alle machen, ist das wieder ok. Nach den Stationen wird man zum Kochplatz gebracht, wo das Essen aus den Löchern im Boden gehoben wird, wo es auf traditionelle Art zubereitet wird. Da nun aber erst noch das Essen fertig zerschnitten werden muss, gibt es für alle eine Show mit Maoritänzen zu sehen. Und am Schluss gibt es auch einen Haka, wie er eigentlich aussehen sollte. Danach kommt man zum Essen und es war wieder unglaublich lecker. Insgesamt wirkte es hier voller als bei der Maori-Show vor einer Woche, wobei das nur beim Essen so richtig auffiel. Lange Wartezeiten hatten wir allerdings nicht.

Auf der Rückfahrt wurden noch einige Songs gesungen, wobei die Busfahrer an einem Kreisverkehr etwas durchgedreht sind, weil sie mit 4 Bussen im Kreisel im Kreis gefahren sind, ohne rauszufahren. Das war einfach absurd witzig.

Das Wetter hat sich auch am Abend gehalten, worüber wir uns nicht beschweren werden. Das schöne Wetter nehmen wir gerne weiterhin.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Rotorua und Wai-O-Tapu

Heute Morgen sind wir wieder einigermaßen früh aufgestanden, um das Auto um 9 Uhr abzuholen. Dafür mussten wir erstmal etwa 2 km zur Station gehen. Das war eigentlich ein netter kleiner Morgenspaziergang und unser Auto haben wir mit ein bisschen Wartezeit auch bekommen. Danach sind wir zur Wohnung gefahren, um unseren Kram einzupacken. Irgendwie wirkte der Kofferraum leer größer als zu dem Zeitpunkt, wo das Gepäck rein musste. Im Endeffekt ging aber bis auf den Kühlbüddel alles in den Kofferraum, so dass man auch mal irgendwo bei einer Touri-Attraktion stehen kann, ohne wirklich Angst haben zu müssen, dass Leute durch Sachen im Auto dazu verleitet werden, das Auto aufzubrechen.

Von Auckland sind wir mit einem kleinen Stopp in Matamata bei der i-Site, also der Touri-Info nach Rotorua gefahren. Wir waren etwas zu früh dran und konnten leider noch nicht in unser Motelzimmer. Also haben wir uns nur einen 10%-Gutschein geben lassen und sind ins Wai-O-Tapu Thermal Wonderland gefahren. Vor exakt einer Woche waren wir da bereits, aber mit Renate und Bernhard und nicht mit Alca. Heute war das Wetter einen Zacken besser als beim letzten mal und es waren weniger Leute da. Mit noch besserem Wetter sind die Farben nochmal extremer. Das war heute dermaßen kitschig, dass man glauben könnte, dass ein Grafikdesigner Bilder zu sehr verbessert hat.
Nur wenige Kilometer entfernt sind blubbernde Matschlöcher und die haben wir natürlich auch mitgenommen. Da hätten wir auch ewig stehen und dem Schlamm beim blubbern zusehen können.


Im Anschluss sind wir wieder zum Motel gefahren und konnten einchecken. Wir haben unsere Sachen ausgeladen, ein paar Minuten Pause gemacht und sind dann in die Stadt gegangen. Von uns bis zum See sind es etwa 2,5 km. Also sind wir in die Richtung gegangen, haben dann aber kurz vor der Fressmeile beschlossen, dass wir eigentlich noch nicht so recht hunger haben. Somit sind wir in Richtung Kuirau Park abgebogen und haben uns dort die blubbernden Schlammlöcher angeguckt. Mitten im Stadtpark sowas zu haben, finde ich immer wieder spannend. Wir sind letzte Woche hier zwar auch entlang gegangen, aber da war es ja sehr nass. Bei Sonnenschein war das schon noch ein bisschen netter. Von dort ging es dann zum See und am See entlang zur Fressmeile. Wir haben auf Anhieb ein Restaurant gefunden, das uns zusagte und da wir zwischen 17 und 19 Uhr da waren, auch noch ein Happy Hour 3-Gänge-Menü hatte. Das war sehr lecker, aber danach brauchten wir auch noch einen Verdauungsspaziergang. Wir sind also weiter am See zum Maori-Museum gegangen. In der Zeit ist die Sonne untergegangen und hat eine wunderschöne Lichtstimmung erzeugt. Im Museumspark sind wir noch zu ein paar Punkten gegangen, bevor wir den Rückweg angetreten sind. Eigentlich wollten wir es heute ruhiger angehen lassen, aber irgendwie waren es dann doch wieder recht viele Kilometer, die wir zurückgelegt haben. Aber wir haben das Wetter jedenfalls gut genutzt.

Samstag, 8. Dezember 2018

Rangitoto

Heute ging es sehr früh los, da wir bereits die Fähre zum Rangitoto um 07:30 Uhr von dem Anleger am Hafen genommen haben. Vorab mussten wir natürlich hinkommen und uns Stullen schmieren, da es auf der Insel selbst keine Cafés oder Shops gibt. So waren wir natürlich rechtzeitig vor Ort und hatten immerhin noch Zeit für einen Kaffee auf die Faust, bevor wir auf die Fähre durften.

Der Rangitoto ist einer von ca. 50 Vulkanen in und um Auckland, wobei er mit ca. 600 Jahren der jüngste Vulkan ist. Insgesamt gilt dieses Vulkanfeld hier als schlafend. Auf der Insel gibt es nicht nur keine Geschäfte, sondern auch keine Mülleimer. Man ist also verpflichtet, seinen Müll wieder mitzunehmen. Zusätzlich hat man 2009 angefangen, die Insel von eingeschleppten Arten zu befreien. Dazu gehören Katzen, Ratten, Mäuse, Possums und ähnliches Viehzeug. Seit 2010 gilt die Insel als befreit, wobei natürlich weiterhin Fallen bereit stehen. Jeder Passagier wird darauf hingewiesen, dass er zwingend vorab seine Schuhe reinigen möge, damit keine fremden Samen mit rübergeschleppt werden und er auch noch mal sein Gepäck checken möge, dass da keine Tiere (auch keine Ameisen) dabei sind. Wir haben das überprüft und wir hatten nichts entsprechendes dabei.
Auf der Insel haben wir uns dann dem Gipfelaufstieg zugewandt. Das sind 260 Meter, die man hinauf gehen muss, wobei man durch Lavafelder und dem in den letzten 600 Jahren entstandenen Bewuchs geht. Dabei sind erstaunlich viele Lavafelder noch komplett unbewachsen. Und es ist spannend, wie oft man ein Lavafeld sieht, wo dann in der Mitte nur ein Baum steht. An anderen Stellen dagegen hat man komplett Wald mit Farnen und der hiesigen sonstigen Fauna. Der Weg ist echt schön, aber auch ein wenig anstrengend. Etwa 15 Minuten vor dem Gipfel gibt es eine Abzweigung zu Lavahöhlen, die man sich anschauen kann. Wir wußten das bereits und hatten unsere Taschenlampen dabei. Ansonsten ginge auch die Taschenlampe im Handy, aber man sollte definitiv eine Lampe dabei haben. Die Höhlen sind noch genauso, wie wir sie von vor 10 Jahren in Erinnerung haben und es macht einfach Spaß, dort durchzugehen, auch wenn es eine Engstelle gibt, wo man besser gehockt durchgeht.
Von dort ging es dann wieder zurück zum Hauptpfad und hoch auf den Gipfel. Zunächst kommt man an einem Aussichtspunkt an, von dem man in den etwa 50-60 Meter weiter unten liegenden Krater schauen kann. Ein paar Stufen weiter oben kommt man dann am Gipfel an und hat einen grandiosen Ausblick über Auckland und die gesamte Bucht rundherum. Hier haben wir dann erstmal Pause gemacht und unsere Stullen gegessen.

Nach der Pause sind wir den Kraterrand entlang gewandert, um dann die Straße zur Küste und an der Küste entlang zum Anleger zu gehen. Dieser Weg ist etwa 2 Stunden lang und man hat unglaublich tolle Ausblicke auf ganz unterschiedliche Dinge dieser Insel. Es ist wirklich faszinierend, wie abwechslungsreich der Bewuchs, die Küste und alles hier ist. Wir wurden auch die gesamte Zeit über von verschiedenen Vögeln beobachtet und ausgelacht. Die Photos geben überhaupt nicht wieder, wie genial das hier aussieht.

Zeitlich passten unsere Wege ziemlich exakt so, dass wir die Fähre um 14:30 Uhr wieder zurück nach Auckland nehmen konnten. Wir waren zwar etwas kaputt, aber insgesamt haben wir in Erinnerung, dass der Weg vor 10 Jahren viel anstrengender war. Sollten wir tatsächlich in der Zeit etwas Fitness aufgebaut haben und nicht nur degeneriert sein?

In Auckland haben wir unsere Sachen dann ins Apartment gebracht und sind wieder in die Stadt gegangen, weil wir noch nach netten Shirts oder ähnlichem gucken wollten. Dabei sind wir zufällig in einem Icebreaker-Geschäft vorbeigekommen. Dort gab es gerade das Angebot, dass man 3 Unterwäsche-Sachen zum Preis von 2 bekommen kann. Das ist ziemlich lohnend, da die Klamotten von denen gut sind und Merinosachen sonst recht kostspielig sind. Weiter ging es dann zum Essen und zurück in die Wohnung. Auf dem Programm stand da noch das Packen der Sachen, weil wir morgen das Auto holen, um dann die Inseln unsicher zu machen.