Freitag, 7. Dezember 2018

Küstenwanderung in Auckland

Nach einem ruhigen Frühstück im Apartment sind wir in Richtung Hafen gegangen. Dort gibt es eine Touri-Info, bei der wir noch ein paar zukünftige Aktivitäten klären wollten. Das lief gut und schnell und wir konnten direkt nebenan bereits die Fährtickets für morgen früh kaufen.
Gestern habe ich noch eine Mail von der Autovermietung erhalten, dass ich mein Online-Check-In doch schon mal erledigen möge. Das Auto hole ich zwar erst am Sonntag, aber sie haben schon mal daran erinnert. Das wollte ich machen, aber der erste Schritt war die ausstehende Zahlung per Kreditkarte zu erledigen. Nun haben wir das Auto für 54 Tage gemietet. Kreditkartenzahlung hätte bedeutet, dass 2% Aufschlag für die Kartenzahlung fällig wird und zusätzlich der Auslandseinsatz ebenfalls angerechnet wird. Das würde ziemlich teuer, also wollten wir das lieber bar bezahlen. Also haben wir einen Geldautomaten mehrfach überfallen, um genug Geld zu melken. Wir mussten dann nur ein paar Meter zu Jucy, also der Autovermietung, gehen und haben dann dort das Geld auf den Tisch gelegt. Die Damen waren etwas überrascht ob der Geldmenge, haben aber das Geld angenommen und verbucht. Es hat erstaunlich lange gedauert und so richtig glücklich wirkten die beiden dort nicht. Aber Spaß hatten sie auch irgendwie. Oder zumindest ein einmaliges Erlebnis.


Von dort sind wir dann zum Bus gegangen, um uns nach Saint Heliers bringen zu lassen. Das ist ein Stadtteil, der noch zu Auckland gehört und an der Küste liegt. So sind wir dann erstmal nach oben zu dem Aussichtspunkt Achilles Point gegangen und haben dann den gesamten Weg in das Stadtzentrum Aucklands an der Küste zurückgelegt. Die Aussicht an der Küste war grandios, einige Strände sehr hübsch und das Wetter ein aboluter Traum. Wir konnten zwischendurch immer auf die nördlichen Inseln Aucklands, wie z.B. den Rangitoto oder die Skyline Aucklands blicken. Die rund 12 km haben sich richtig gelohnt. Diese Idee kam - ebenso wie die mit dem Mount Eden gestern, von unserer Vermieterin hier. Es lohnt sich doch immer mal wieder auf die Einheimischen zu hören.


Auf dem Rückweg haben wir noch direkt eingekauft und sind nach einem kurzem Stopp in der Wohnung zum Essen gegangen. Der Rest des Abends wird gemütlich in der Wohnung verbracht, unser Wandergepäck gepackt und morgen geht es dann früh zum nächsten Punkt los.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Tiere und Aussicht

Wir haben heute Alca ausschlafen lassen und im Endeffekt habe ich länger geschlafen als er. Jedenfalls haben wir uns auch beim Frühstück Zeit gelassen und kamen dann so los, dass wir gegen 10:30 Uhr am Zoo waren.
Wir kannten den Zoo jetzt ja schon, aber Alca noch nicht. Er war aber ebenfalls von den angelegten Arealen begeistert. Insbesondere auch, dass die Flora so schön passend zur Fauna vorhanden sind.

Etwas nervig war die Abwechslung von Regen und Sonne, wobei wir es insgesamt relativ gut durch kamen und eigentlich meistens in einem Haus standen, wenn es mal wieder anfing zu regnen.

Nach dem Zoobesuch haben wir uns auf den Weg zum Mount Eden bzw. Maungawhau gemacht. Das ist der höchste Berg hier in Auckland und man hat einen hervorragenden Blick über die Stadt. Der Vulkankrater ist für die Maori heilig und damit ist man angehalten, nicht in den Krater zu gehen und auch möglichst kein Picknick zu machen oder etwas zu konsumieren. Der Weg dorthin hat uns über Hügel und Tal geführt und nach 6 km oder so hatten wir dann auch den Weg für den Aufstieg erreicht. Nun mussten wir also nur noch die letzten Meter nach oben tigern. Das war alles erschreckend anstrengend, aber wir sind oben angekommen und hatten eine großartige Aussicht auf Auckland, die Vulkane in und um Auckland und das Land dahinter. Der Aufstieg lohnt sich definitiv. Der Blick gen Süden hat uns allerdings viele Regenfronten gezeigt und so haben wir zugesehen, dass wir wieder einigermaßen zügig von der Spitze wegkommen. Wir sind also wieder zur Straße gegangen und von dort zurück in die Stadt. Wir hätten auch einen Bus nehmen können, aber für die 4 km haben wir das als nicht so lohnenswert erachtet, zumal uns das schlechte Wetter nicht wirklich eingeholt hat.

Wir waren gegen 17:30 Uhr wieder zu Hause und haben uns die von der Vermieterin vorgeschlagenen Essensmöglichkeiten mal ergoogelt. Nachdem wir uns für etwas entschieden haben, sind wir wieder aufgebrochen und in die Richtung des ausgewählten Restaurants gegangen. Auf dem Weg wurden wir dann allerdings von einem Schild mit koreanischen Barbecue abgelenkt und wir sind mal gucken gegangen. So haben wir koreanische Barbecue gefunden, bei dem man sich selbst sein zu grillendes Fleisch holt, das auf einem koreanischen BBQ-Grill grillt und alles mögliche rundherum auch vom Büffet holt. Das war echt spannend, zumal das Fleisch natürlich auch koreanisch gewürzt war und die Beilagen auch koreanisch waren. Das Englisch der Bedienung war auch mehr gebrochen und um uns rum saßen fast nur Asiaten. Das war sehr lecker und spannend mal auszuprobieren.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Fliegender Wechsel

Heute haben wir unseren Besuch quasi fliegend gewechselt. Zumindest fast. Alca ist heute in aller Frühe gelandet und wir haben das so geplant, dass ich Alca treffe, während Juli später ihre Eltern zum Flughafen bringen wollte. Somit bin ich früh aufgestanden, zumal ich auch das Auto rechtzeitig abgeben musste. Also habe ich das Auto abgegeben, mich mit dem Shuttle zum Flughafen bringen lassen und dann Alca getroffen. Vom Flughafen haben wir dann den Shuttle in die Stadt zu unserer Unterkunft genommen. Wir haben also unser Gepäck ins Apartment gebracht und sind dann schon mal durch Auckland gelaufen.
Unsere Strecke entsprach ziemlich exakt der, die wir mit Renate und Bernhard hier auch schon gemacht haben. Während Alca und ich die Stadt unsicher gemacht haben, hat Juli ihre Eltern zum Flughafen begleitet und sie bis zur Sicherheitskontrolle gebracht. Böse Zungen behaupten, sie hätte darauf gewartet, dass sie wirklich weg sind. Im Anschluss hat Juli ebenfalls ein Shuttle zu unserer Unterkunft genommen und wir haben sie dort wiedergetroffen. Somit war der fast fliegende Wechsel vollzogen.

Da es gerade später Mittag war, sind wir dann erneut durch Auckland gegangen, wobei wir dieses mal eine Ecke angeschaut haben, in der wir vorher auch noch nicht waren, nämlich dem eher westlichen Hafenbereich. Es ist spannend zu sehen, wieviel auch hier gebaut und gemacht wird.


Im Anschluss an unseren Spaziergang waren wir noch einkaufen und haben uns Essen gesucht. Auf dem Rückweg kamen wir noch an einem Buchtauschschrank vorbei, in dem ein Schleswig-Holstein-Buch stand. Das war irgendwie absurd und lustig.

Dienstag, 4. Dezember 2018

Slippery when wet Tour

Heute hieß es vorerst wieder Abschied nehmen von Rotorua, da wir uns wieder auf den Weg nach Auckland machen mussten. Die Strecke dauert etwa 3 Stunden, wobei wir beschlossen haben, dass wir Abseits der Hauptstraße fahren und uns 2-3 Ausstiegoptionen offen halten. Wir haben es als Option gesehen, da es bereits beim Füllen des Kofferraums regnete. Dieser Regen ging während der Fahrt in Gewitter, Hagel, Schütten und halben Weltuntergang über. Kurz nach dem halben Weltuntergang war dann wieder alles gut und die Sonne blendete ohne Ende. Im Prinzip haben wir uns ein bisschen wie in Island gefühlt, wo man auch alle Jahreszeiten in 5 Minuten erleben kann. Und weil es so viel geregnet hat und überall Warnschilder standen, dass die Straßen rutschig sein können, wenn es nass ist, habe ich den Titel entsprechend gewählt.
Die Landschaft war aber wieder großartig, egal wie das Wetter gerade war. Ob es nun dampfende Hügel mit Wald, saftige Wiesen mit Kühen und Schafen oder einfach nur Wälder sind, es lohnt sich immer rauszugucken und die Gegend zu genießen.

Tjoa, mehr gibt es auch eigentlich nicht zu berichten. Wir sind hergefahren, hatten Wetter, haben in Auckland schönes Wetter und wir übernachten in der Nähe des Flughafens. Julias Eltern treten ihre Rückreise an, während unser nächster Besuche, Alca, bereits auf der Hinreise ist.

Montag, 3. Dezember 2018

Rotorua und Maori Kultur

Nachdem wir in der vorherigen Nacht ja nicht allzu viel Schlaf bekommen haben, haben wir den weiteren Tag in Rotorua genutzt, um auszuschlafen. Also nicht nur, aber das war unser erster Programmpunkt. So richtig lang war es dann doch nicht, aber wir haben uns Zeit für ein entspanntes Frühstück genommen.

Da das Wetter ziemlich schlecht sein sollte, haben wir uns überlegt, dass wir uns Rotorua anschauen. Städte im Regen erlaufen, kennen wir ja schon aus Sydney und Melbourne. Nun ist Rotorua an sich nicht allzu hübsch, aber man kann ja trotzdem bummeln gehen. Und ein paar hübsche Gebäude, wie z.B. das Maori-Museum existieren durchaus auch. Leider kann man es derzeit nicht besichtigen, da es nicht ausreichend gegen Erdbeben gesichert ist. Laut einer Überprüfung ist es quasi gar nicht gesichert. Aber die Sicherung lässt sich anscheinend nachträglich einbauen. Aber so lange kein Erdbebenschutz existiert, darf da kein Touri rein. Man kann aber halt am See entlang gehen und dort geothermale Bereiche anschauen. Unter anderem gibt es dort einen Lachgaspool. In dem wurde früher auch gebadet, was aber nicht immer für alle gut ausgegangen ist. Der Kuiraupark bietet dazu noch Schlamm- und Blubberlöcher, die immer wieder spannend sind. Renate und Bernhard haben sich nach dem Stadtrundgang und ein bisschen Seespaziergang im Regen abgesetzt. Juli und ich sind noch eine Weile am See weitergegangen und sind auch durch den Kuiraupark spaziert.

Ganz spannend waren die Wetterwechsel. Es hat geregnet, die Sonne geschien und alle Zwischenstufen dazwischen waren auch vorhanden. Nach knapp 10 km sind wir dann ziemlich durchnässt zurück ins Motel gegangen.
Es war mittlerweile Nachmittag und da war die Zeit perfekt für ein Heißgetränk und einen kleinen Snack.

Um 17:45 Uhr wurden wir dann für den nächsten Programmpunkt abgeholt: Mitai Maori Village. In diesem Maori-Dorf haben wir einen kulturellen Abend mit Essen gebucht. Bei der Ankunft wurden wir in ein Zelt gebracht und an einen Tisch gesetzt. In das Zelt passten 130 Leute, wobei die Tour nicht ausgebucht war. Nachdem wir dort eine Weile saßen und uns ein Getränk gekauft hatten, ging es los. Erneut musste sich ein Stammesführer finden. Einer hat sich frewillig gemeldet, was alle ein wenig beruhigte. Danach wurden wir aufgescheucht und in 2 Gruppen eingeteilt und wir sind dann in Richtung Maoridorf gegangen. Zunächst haben wir an einem Fluss Halt gemacht, wo Krieger in einem Kriegskajak angepaddelt kamen. Das sah schon ganz nett aus. Weiter durften wir dann wirklich in den Nachbau eines Maoridorfs. Es ist spannend zu sehen, wie klein die Hütten eigentlich sind. Auf jeden Fall war das auch sehr sehenswert.
Von diesem Dorf ging es dann zu einem Veranstaltungsbereich, wo die kulturelle Darbietung stattfindet. Dort sind auch ein paar Hütten aufgebaut und ansonsten sitzen die Gäste in Plastikstühlen und gucken auf die Bühne. Der erwählte Stammesführer unserer Gruppe musste auf die Bühne und das Willkommensritual mitmachen. Wir kannten das ja bereits aus Waitangi. Auch hier wurde darum gebeten, dass das Publikum bitte für diese Zeremonie ruhig sein möge und das entsprechend ernst nehmen soll. Das hat sogar einigermaßen geklappt. Danach gab es eine Darbietung, die der in Waitangi ähnelte. Hier wurde ein bisschen ausführlicher und deutlicher erzählt, was gleich präsentiert wird.

Nach der Darbietung ging es dann zurück ins Zelt und zum Hangi, also dem traditionell im heißen Boden zubereiteten Essen über. Das war äußerst lecker. Wir hatten Glück, weil sich der Moderator zu uns an den Tisch setzte und wir uns somit mit ihm unterhalten und diverse Fragen stellen konnten. So haben wir erfahren, dass es auf der Nordinsel 72 und auf der Südinsel 5 Hauptstämme gibt. Er kennt Hamburg und weiß, dess es dort ein Maorihaus gibt. Wenn ich mich recht entsinne, war vor 1-2 Jahren im Völkerkundemuseum eine feierliche Zeremonie zur Einweihung und es gab eine Weile eine Sonderausstellung zum Thema Maori.
Nach dem Essen hat der Moderator noch ein bisschen was zu den Tätowierungen erzählt. So ist das traditionelle Kinntattoo den Frauen vorbehalten. Es symbolisiert die Eule und ihre Aufgabe als Wächter über die Kinder, wobei es hier nicht nur um die eigenen Kinder geht, sondern um die Kinder des ganzen Stammes und man immer die Wahrheit sagt. Der Schutz der Familie ist das eigentlich.
Männer haben traditionell nicht nur den Wächter Eule, sondern den Kiwi, die Fledermaus und Papagei, wobei diese für den Schutz des Stammes, dem sicheren Geleit und der Befähigung der Sprache mit anderen stehen. Also jedenfalls ist das bei mir hängen geblieben. Da gibt es bestimmt noch x weitere Bedeutungen und Interpretationen und vermutlich sehen das unterschiedliche Stämme auch wieder verschieden.
Zum Abschluss ging es erneut durch das Museumsdorf, wobei es nun dunkel war. Und dort konnte man überall am Wegesrand, in den Bäumen und dem Flussrand Glühwürmchen sehen. Das war total hübsch anzusehen, auch wenn man manchmal das Gefühl von Lichterketten hatte. Etwas schade war, dass es in Strömen gegossen hat. Allerdings hat es die Glühwürmchen nicht gestört und wir hatten gute Klamotten und Regenschirme gegen das Wetter.

Wir wurden im Anschluss zurück ins Hotel gebracht, wobei wir dann noch ein bisschen über das eben gesehene (und gehörte) gequatscht haben, da Renate und Bernhard nicht immer den vollen Kontext mitbekommen konnten. Wir sind uns aber einige, dass sich dieser Besuchc sehr gelohnt hat.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Märchenhaft und faszinierend

Die letzte Nacht im Horse & Jockey Inn in Matamata war gar nicht mal so gut. Dem Betreiber scheinen die Übernachtungsgäste absolut egal zu sein, während die Pubbesucher hofiert werden. Jedenfalls wurde bis 01:15 Uhr wirklich laute Musik gespielt, so dass die Wände und Federn in den Matratzen massiv vibriert haben. Auf unsere Beschwerde um 0 Uhr hin hat der Betreiber gesagt, dass man damit rechnen müsse, wenn man in einem Inn übernachtet. Dieser Meinung sind wir definitiv nicht. Ein Inn ist quasi ein Gasthof und dort war bisher immer um spätestens 0 Uhr Ruhe angesagt, eher früher. Und zwar nicht nur in deutschen und österreichischen Gasthöfen, sondern auch in den hiesigen. Also klare Empfehlung dort nicht unterzukommen, wenn man Schlaf bekommen möchte.

Wir sind wieder früh aufgestanden, damit wir um kurz nach 8 Uhr in Hobbiton bzw. Hobbingen sind. Das ist das Filmset, in dem die Hobbits leben. Vor 10 Jahren, also vor den Dreharbeiten zu den Hobbitfilmen, war dort nur Bag End, also Frodos bzw. Bilbos Haus. Den Rest musste man sich dazu denken, weil das gesamte Filmset wieder zurückgebaut wurde. Das hat sich mit den Hobbitfilmen grundlegend geändert. Nun ist wirklich der Ort, wie man ihn im Film sieht, aufgebaut. Es gibt 44 Hobbithöhlen, jede Menge täuschen echt aussehende Deko und super gepflegte Gärten. Insgesamt ist die Pacht auf 50 Jahre ausgelegt. Wenn man sich die Eintrittspreise anschaut, wirkt das nach einer ziemlichen Gelddruckmaschine. Es gibt stündlich (mindestens) 4 Touren. Und wir hatten zum Glück die erste Tour. Damit hatten wir den Vorteil, dass keine anderen Leute im Weg rumstehen. Wir sind mit einem Bus zu dem Set gebracht worden und konnten die Stimmung komplett einsaugen. Man wird von einem Guide durch das Set geleitet und erhält jede Menge Erklärungen. Man hatte absolut das Gefühl, dass sich jeden Moment eine Tür öffnet und ein Hobbit rauskommt. OK, einer der Gärtner, der plötzlich in der Botanik auftauchte, hatte was vom Hobbit. Der Abschluss findet im Grünen Drachen statt, also der Gaststätte, die auch im Film vorkommt. Dort hat jeder ein Getränk bekommen. Zur Wahl gab es Stout, Cider, Pale Ale als alkoholische Variante und Ginger Beer als Soft-Drink. Man konnte auch Muffins o.ä. kaufen und somit auch dort verzaubert werden und den Eindruck gewinnen, dass man in Hobbingen ist. Die Tour ist echt teuer, aber sie ist genial und 2 lohnenswerte Stunden. Und die erste Tour hat sich auch gelohnt, denn auf dem Rückweg zum Bus waren bereits 4 weitere Gruppen auf dem Gelände und somit standen immer Leute im Weg.

Im Anschluss an die Tour haben wir in dem Café am Ticket-Center gefrühstückt, da wir noch nicht wirklich etwas zu essen hatten.

Der weitere Weg führte uns nach Rotorua. Das ist etwa 60 Minuten von Hobbiton entfernt. Wir waren natürlich recht früh am Motel, haben aber trotzdem mal nachgefragt, ob wir schon ins Zimmer können. Wir konnten es fast und mussten uns nur 10-15 Minuten gedulden. Die Zeit haben wir sehr gerne gewartet und dann unser Apartment bezogen. Nach der gestrigen sehr einfachen Unterkunft, ist die heutige ein richtiger Kontrast. Wir haben 3 Zimmer, einen Wohnessbereich und wirklich Platz. Wir haben 15 Minuten Pause gemacht und uns dann dem nächsten Programmpunkt gewidmet.

Wir sind wieder losgefahren und haben uns der Faszination Natur zugewandt Rotorua liegt in einem geothermal sehr aktiven Gebiet. Vor 10 Jahren haben wir beschlossen, dass das übersetzt bestimmt für "Dort wo es stinkt" heißt. In Wirklichkeit heißt es "The second great lake of Kahumatamomoe", also der 2. große See Kahumatamomoes. Der See war aber nicht da Ziel, sondern das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Da sind viele verschiedene geothermale Formationen, die einfach faszinierend sind. Es gibt hier Wasser und Seen, die dampfen, blubbern und nach Schwefel stinken. Außerdem haben sie durch die verschiedenen Mineralien großartige unterschiedliche Farben. Kalk-, Schwefel- und ähnliche Ablagerungen an Felswänden und auf Gestein sind ebenfalls toll anzusehen. Man kann verschieden lange Wege gehen und somit unterschiedlich viele Sehenswürdigkeiten sehen. Wir sind allesamt die gesamte Strecke gegangen, was durchaus anstrengend ist, da es einige Hügel zu gehen und Treppen zu steigen gibt. Vor 10 Jahren war das schon lohnenswert und es ist immernoch genial. Geothermale Gebiete finden wir immer wieder spannend.

Nach unserer Runde gab es zum Abschluss noch was leckeres zu trinken im Café, bevor wir dann nach Rotorua zurückgefahren sind.

In Rotorua sind Julia und ich noch kurz zum Supermarkt gestiefelt, um Sachen für das Abendessen zu kaufen. Wir haben hier wieder die Möglichkeit zu kochen, was unserer Meinung nach oft gemütlicher ist, als sich ein Restaurant zu suchen und dort Essen zu gehen.

Wir haben heute übrigens unglaubliches Glück mit dem Wetter gehabt. Die Vorhersage sagte, dass es regnet, dann schüttet und später gewittert. Wir hatten nur in Hobbiton ein paar Tropfen zwischendurch, die aber eigentlich nicht der Rede wert sind. Während der Fahrt hat es mal kurz geschüttet, aber da saßen wir ja warm und trocken.

Samstag, 1. Dezember 2018

Waikatoregion

Nach unseer Nacht in Warkworth mussten wir uns zunächst mal ein Frühstückscafé suchen. Unsere Herberge bietet nämlich kein Frühstück an. Glücklicherweise hat Warkworth mehrere Cafés und so haben wir eins gewählt, bei dem wir der Meinung sind, dass wir vor 10 Jahren schon dort gefrühstückt hatten. Auch dieses mal war die Portion wieder reichlich. Da wir auf dem Weg zum Café gesehen haben, dass ein Flohmarkt stattfinden soll, sind wir noch über diesen gegangen. OK, es waren erst ein paar Stände aufgebaut, aber das reichte für Bernhard und Renate, etwas zu finden. Die beiden gehen auch so gerne auf den Flohmarkt und finden da auch oft etwas. Somit war es nicht so verwunderlich, dass sie auch hier fündig werden. Auf dem Rückweg zum Auto sind wir noch an einem Klamottenladen vorbeigekommen, der hübsche Damenmode hat. Allerdings waren wir 10 Minuten vor Öffnung dort. Die Verkäuferin war aber geschickt, hat uns dort interessiert stehen sehen und hat kurzerhand den Laden früher geöffnet. Bedankt haben wir uns, indem wir auch tatsächlich ein Shirt gekauft haben.

Danach haben wir aber wirklich Warkworth verlassen und sind in Richtung Süden nach Hamilton gefahren. Was wir bei der Fahrt durch Hamilton gesehen haben, fanden wir jetzt nicht sonderlich ansprechend. Aber wir waren auch nicht für die Stadtbesichtigung da, sondern um eine Freundin zu treffen, die gerade Neuseeland mit Work and Travel unsicher macht. Sie wir bestimmt noch ein paar mal hier im Blog auftauchen und somit ist es gut, sich den Namen Horst für sie zu merken. Wir kennen sie auch aus unserem Stammforum und treffen uns mit ihr, sowie mit vielen anderen aus dem Forum, etwa alle 1-2 Monate. Insofern war das auch wieder zwingend erforderlich, da wir uns zuletzt Mitte September gesehen hatten. Da in der Zwischenzeit viel passiert ist, gab es ein fröhliches Widersehen und viel zu quatschen. Da Bernhard und Renate mit waren, haben wir uns in einem Einkaufszentrum getroffen, so dass die beiden sich die Zeit mehr oder weniger sinnvoll vertreiben konnten. Wir 3 sind zum Waikato-River gegangen und haben dort einen Spaziergang gemacht. Der Regen war dabei zwar etwas nervig, aber das Wetter lässt sich ja nun mal nicht ändern. Zum Abschluss haben wir uns dann im Einkaufszentrum mit Julias Eltern wiedergetroffen und haben noch kurz Horst vorgestellt.

Die weitere Tour ging nun nach Matamata. Fans der Filme Herr der Ringe und Der Hobbit dürften an dieser Stelle hellhörig werden, da in Matamata das Filmset für Hobbingen, also einem Ort in dem Hobbits wohnen, liegt. Allerdings haben wir erst für morgen eine Führung. Die allererste. Was gleichzeitig bedeutet, dass wir morgen einigermaßen zeitig los müssen. Wir sind schon gespannt, was sich in den 10 Jahren geändert hat. Grundsätzlich dürfte das einiges sein, da in der Zwischenzeit der Hobbit gedreht wurde und meines Wissens dieses mal von vornherein klar war, dass ein Teil stehenbleiben soll. Und wir hoffen, dass morgen früh das Wetter ein bisschen besser ist, damit wir nicht im Regen durch Hobbiton spazieren.

Der Ort an sich ist nicht allzu groß. Es gibt zwar mehrere Unterkünfte, aber die sind alle nicht allzu günstig. Klar, hier kommen halt doch einige Touris her, die dann halt auch höhere Preise zahlen. Restaurants gibt es auch mehrere, wobei die auch erschreckend hochpreisig sind. Dafür war der von uns gewählte Italiener sehr gut. Sehr spaßig war, dass es bei diesem Italiener eine deutsche Bedienung gab. Die wurde irgendwann nach unserer Bestellung und kurz bevor das Essen kam an unseren Tisch geschoben. Warum sie da hin sollte, war ihr ein Rätsel, aber der andere Kellner wollte irgendwie zeigen, dass sie auch eine deutsche Bedienung haben. Jedenfalls haben wir kurz geschnackt und ihr den Floh ins Ohr gesetzt, dass sie nach ihrem Ref und der Verbeamtung ja auch ein Sabbatjahr machen könnte. Wir infiltrieren diese Idee bei allen ;-)

Und nun schauen wir mal, wie lange die private Weihnachtsfeier im Pub unter uns läuft. Wir befürchten schlimmstes. Wie man Betten vermieten kann und dann gleichzeitig für laute Musik sorgt ohne dies vorher zu sagen, bleibt mir rätselhaft. In den meisten Hostels wird auf mehr Ruhe geachtet.